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Wormer Wahrheiten

von Werner Schultz

Sehr gern hätte ich Friedrich Jürgenson noch persönlich kennengelernt. Doch als ich begann, mich mit dem Tonbandstimmenphänomen ernsthaft zu beschäftigen, gab es ihn leider schon nicht mehr. Aber ich habe sein Buch gelesen, und ich habe geradezu verschlungen, was er zur Transkommunikation zu sagen hatte. Wenn ich im VTF-Post-Archiv in älteren Ausgaben blättere, spüre ich noch immer den Enthusiasmus, der seinerzeit wohl fast alle Interessenten erfasst hatte. Mit welcher Begeisterung war man bei der Sache!

Jeder suchte auf seine Weise nach Verbesserungen, und Friedrich Jürgenson war fest überzeugt, dass eines Tages "der Durchbruch" gelingen würde.

Seither sind nun fast 50 Jahre vergangen. Wo stehen wir heute, was haben wir erreicht? Was haben die Vereine und Forschungsgemeinschaften bewirken können, damit unsere Arbeit ernstgenommen und von der Wissenschaft anerkannt wird? Bei objektiver Betrachtung muß man leider das Versagen auf der ganzen Linie bekennen. Ich meine sogar, dass durch verschiedene, unredigierte Veröffentlichungen der Sache mehr Schaden als Nutzen zugefugt worden ist. Das ist besonders schade, stand doch hinter jeder Veröffentlichung der aufrichtige Wunsch, es alle Welt wissen zu lassen, was man da gehört hatte. Und besonders davor hatte Jürgenson gewarnt, sich nicht vorschnell oder zu leicht auf bekannte Silbenassoziationen festzulegen, die sich später als Fehlinterpretationen herausstellen würden. Er nannte es die Kunst des Lauschens und empfahl, bei leisen Stimmen lieber fünfzig Mal zu hören, bevor man sich festlege. Das scheint – ich nehme mich dabei selbst nicht aus – uns allen in unserer manchmal sehr hektischen Zeit ein wenig abhanden gekommen zu sein.

Aber es gibt natürlich auch Lichtblicke in der Transkommunikation. Lichtblicke, die ein wenig im Verborgenen glänzen und die auch nur wenigen zugänglich sind. Eines dieser Lichtblicke ist auch mein inzwischen langjähriger Freund Dolf Eijgenstein in Wormer in Nord-Holland.

Dolf war Lehrer und ein über die Grenzen von Holland hinaus bekannter Reinkarnationstherapeut, der mit seiner von Gott verliehenen Gabe vielen verzweifelten Menschen geholfen hat. Seit etwa 8 Jahren beschäftigt er sich allerdings fast ausschließlich nur noch mit dem Stimmenphänomen, und das mit geradezu wunderbaren Ergebnissen. Seine Geistführer und Geisthelfer sind Gabriel, ein Engel, und Avra, eine Lebensgefährtin aus einem seiner vielen Vorleben.

In der VTF-Post P 121, Ausgabe 4/2005, habe ich unter dem Titel "Spurensuche mit dem EVPmaker" beschrieben, welches gemeinsame Vorleben uns miteinander verbindet und auf welche Weise Dolf versucht hat, weitere Bestätigungen darüber von der Geistigen Welt zu erhalten. Und seine Recherchen sind noch nicht zu Ende. Die von ihm bisher favorisierte Einspielmethode mit dem Psychofon hat er allerdings inzwischen vollständig aufgegeben, weil die Empfangsbedingungen in diesem Landesteil von Holland einfach zu unberechenbar geworden sind. Seine anfängliche Abneigung gegen den Einsatz eines Computers, hat sich inzwischen in das völlige Gegenteil gewandelt. Das kostenlos erhältliche Programm "EVPmaker" zum Erzeugen eines Hintergrundgeräusches, wird von ihm ohne Ausnahme mit bestem Erfolg verwendet. Der besondere Vorteil dieses Programms besteht im wesentlichen darin, dass es zu jeder Tages- und Nachtzeit verwendet werden und keine urplötzlich einsetzende Musiksendung die Einspielung stören kann.

Am 6.10.2006 war es nun wieder soweit. Zusammen mit meiner Lebensgefährtin machte ich mich auf die Reise nach Wormer. Wir hatten uns für den 7.10. zu einem "Arbeitsbesuch" bei ihm angemeldet. In meinem Reisegepäck befanden sich einige Filterprogramme und sonstige Hilfsprogramme, das Psychofon P3 von Jochem Fornoff und jede Menge Computerhardware. Und wie bereits bei meinem ersten Besuch 2004, erwiesen sich alle diesbezüglichen Vorkehrungen als völlig unnötig. Ich werde später darauf zurück kommen.

Nach der obligatorischen Begrüßung mit Kaffee und Gebäck überreichte mir Dolf eine MiniDisc, auf der er in der Zeit vom 18. September bis 2. Oktober einige interessante Aussagen seines Geistführers Gabriel gespeichert hatte. Dabei ging es um die Frage, die uns seit langem immer wieder beschäftigte, ob man nach dem Körpertod erneut inkarnieren muß, darf oder kann. Und genau diese Frage hatte Dolf am 18.September 2006 seinem Geistführer Gabriel gestellt:

Dolf: "Gabriel, muß man nicht wieder inkarnieren, wenn man das später nicht mehr will?"

Gabriel: "Nein Dolf, das gibt es "dort" nicht. Dolf, das weißt du."

Und dann, wie es nun einmal Art des Lehrers ist, am 19. September die ein wenig anders formulierte Kontrollfrage:

Dolf: "Gabriel, wenn ich später in der Geistigen Welt sein werde, und nicht mehr zurück auf die Erde möchte, kann ich das selbst bestimmen?"

Gabriel: "Ich weiß das sicher, Dolf."

Sonderbar allerdings die Bemerkung: "Dolf, das weißt du". Sollte Gabriel dabei übersehen haben, dass wir von unserer einst freien Entscheidung heute nichts mehr wissen können? Ich halte das für möglich, obwohl es wohl fast ein wenig unanständig ist, einem Engel ein derartiges Versehen zu unterstellen. Eine Bestätigung der freien Entscheidung erhalten wir aber schon in einem der nächsten Antworten.

Dolf: "Gabriel, bei uns auf der Erde gibt es immer Krieg und Gewalt. Wie ist das bei Euch im Himmel?"

Gabriel: "Ach, das ist Liebe, ganz bestimmt, Dolf"

Dolf: "Gabriel, wer gibt diese Liebe?"

Gabriel: "Dollef, das ist der Gott selbst. Tut Gott."

Dolf: "Gabriel, im Himmel gibt es viel Liebe und Frieden. Warum wollten Werner und ich dann dennoch zur Erde zurückkehren?"

Gabriel: "Dolf, wollten begegnen (treffen)"

Dolf: "Gabriel, du sagtest: "wollten begegnen". Warum hatten Werner und ich das im Himmel verabredet?"

Gabriel: "Das war eine alte Freundschaft von Freunden."

Dolf: "Gabriel, es ist uns also gelungen, einander zu begegnen. Wer hat mich geführt, um den ersten Kontakt zu machen?"

Gabriel: "War Gabriel, Dolf. Fehlerlos ging es."

Dolf: "Gabriel, willst Du noch einmal den Namen nennen von Werner im ersten Weltkrieg?"

Gabriel: "Dolf, das ist Peter."

Tatsächlich hatte Avra am 20. Oktober 2005 meinen Namen mit Peter Tober angegeben. Allerdings blieben meinerseits angestellte Nachforschungen bei der Stadt Meschede, die uns – Dolf und mir – als gemeinsame Geburtsstadt genannt worden war, ohne Ergebnis. Die Information, die ich von der Stadt Meschede erhalten hatte, lautete, es lägen über diesen Zeitraum keinerlei Unterlagen mehr vor. Das kann so sein, muß aber nicht unbedingt stimmen. Sehr viel wahrscheinlicher ist hingegen, dass derartige Nachforschungen zweifellos einen ganz intensiven Suchaufwand bedeuten. Und welcher Sachbearbeiter möchte das ohne zwingende Not übernehmen? So werden wir leider in diesem Fall auf keinerlei diesseitige Aufzeichnungen zurückgreifen können.

Trotzdem erscheint mir diese Art der Forschung ein Weg zu sein, der möglicherweise für die Transkommunikationsforschung hilfreich sein könnte. Ich denke dabei an den Entfesselungskünstler, Harry Houdini, der, um zu verhindern, dass sich Medien mit vorgetäuschter Kontaktaufnahme zu ihrem Erzfeind profilierten, mit seiner Frau Bess ein Codewort verabredet hatte. Dieses war zusätzlich durch den Sprachcode verschlüsselt worden, mit dem beide einst selbst als Gedankenleser aufgetreten waren. 1929 bestätigte Bess dem Medium Arthur Ford, das richtige Codewort genannt zu haben. Leider wurde die Sensation jedoch durch Gerüchte über Konspiration und den Verdacht auf Spionage relativiert. Ja, so ist es leider in unserer Welt. Es kann eben nicht sein, was nicht sein darf.

Aber zurück zu Freund Dolf, mit dem ich dann am Nachmittag in sein kleines Studio gehen durfte. Dolf bezeichnet sich unberechtigterweise selbst gern als einen technisch unbegabten Menschen, und so erklärt sich, dass er mit einer relativ einfachen Technik seine Einspielungen macht. Wenn man das Studio betritt, fällt einem sofort ein SONY-MiniDisc-Deck (ATRAC DSP TYPE-R/ATRAC 3) ins Auge, welches die Möglichkeit gestattet, eine Mini-Diskette mit variabel reduzierbarer Geschwindigkeit und angepasster Tonfärbung abzuspielen. Die MD-Wiedergabegeschwindigkeit (Tonhöhe) kann verändert werden. Eine Feineinstellung der Wiedergabegeschwindigkeit kann in 0,1-%-Schritten von -87,5 % bis 0,0 % durchgeführt werden. Dieses Deck, zusammen mit einem Verstärker und zwei sehr guten Lautsprechern (SS – SR 35), bildet den Grundstock seiner Anlage. Für die Aufnahme verwendet er üblicherweise das "Hannoversche Mikrofon", sowie einen MiniDisc-Recorder des Fabrikats SONY. Zusätzlich neuerdings einen handelsüblichen Laptop, auf dem verschiedene fremdsprachige Sprachsendungen gespeichert sind, die dem bereits erwähnten Programm "EVPmaker" als Rohmaterial dienen. Das ist schon alles.



Dolf Eijgenstein an seinen ITK-Apparaturen
 

Wie kommt es nun, dass dieser Mann so unvergleichbar gute Ergebnisse erzielt? Genau kann ich das natürlich auch nicht sagen. Aber zum einen glaube ich, dass Dolf von Natur aus mit einer gehörigen Portion Medialität gesegnet ist, was mir leider versagt geblieben ist. Das wichtigste scheint mir jedoch zu sein, dass er sich auf seine Einspielungen immer sehr gründlich vorbereitet. Somit haben auch seine Helfer in der geistigen Welt ausreichend Gelegenheit, sich auf die beabsichtigte Einspielung vorzubereiten, und deshalb kann Dolf, wenn er seinen Geistführer Gabriel anspricht, auch auf die sonst übliche Grußformel verzichten. Das alles ist bereits im Vorfeld gedanklich geschehen. Er weiß, was er fragen möchte, und es sind alles kluge Fragen. Der Wissensdurst meines Freundes ist unerschöpflich, und das scheint der geistigen Welt zu gefallen.

Bei meinem diesjährigen Besuch wollte ich mit Dolf auch einmal über eine andere Art der Kontaktaufnahme sprechen. Ich hatte nämlich vor längerer Zeit ein Buch über die Geschichte des Quija-Brettes und deren Anwendung erworben, konnte aber damit nicht so recht etwas anfangen. Meine eigenen Versuche mit diesem "Magischen Brett", wie es wohl auch genannt wird, blieben leider ohne Ergebnis. So wünschte ich mir, einmal an einer Sitzung mit dem Quija-Brett teilnehmen zu dürfen.

Dolf hatte sein "Magisches Brett" vor vielen Jahren nach Anweisung seines Lehrers Jan A. Kleyn selbst angefertigt. Es besteht aus einem quadratischen Holzbrett in den Maßen 30 x 30 cm und ist in 64 Felder aufgeteilt. Deutlich zu erkennen sind die 26 Buchstaben des Alphabets, dann Felder mit den Bezeichnungen "JA" und "NEIN", sowie 2 Felder mit der Bezeichnung "MANN" und "FRAU". Zusätzlich gibt es noch einige Sonderfelder, die aber vermutlich erst in ganz besonderen Fällen beschriftet werden. Ich habe das leider nicht erfragt. Eine Planchette, also ein Instrument, auf welches die Teilnehmer üblicherweise während der Sitzung ihre Finger legen und das sich bei der Kontaktaufnahme mit einem geistigen Wesen bewegt, gibt es nicht. Dolf hat das anders gelöst. Er hat aus sehr leichtem Holz ein Kreuz konstruiert, in dessen Zentrum ein etwa 15 cm langer Stab befestigt ist, an dessem Ende sich eine Metallspitze befindet (Schraubenkopf).



Dolfs "Magisches Brett"
 

Alle Teilnehmer (maximal 4) lassen dieses Holzkreuz auf ihrem etwas leicht eingebogenen Zeigefinger liegen. Die Enden des Holzkreuzes besitzen eine nach unten abgewinkelte Stufe, damit das Kreuz nicht unbeabsichtigt vom Finger rutschen kann.

Die Teilnehmer an dieser Sitzung müssen nun versuchen, den Energiestrom "zu erfühlen". Am Anfang kann es sein, dass lange Zeit überhaupt nichts passiert. Man darf und kann es nicht erzwingen. Auf gar keinen Fall den Versuch unternehmen zu drücken oder zu ziehen. Einfach geduldig abwarten, welche Bewegungen das Kreuz unter dem Einfluss eines Geistwesens machen möchte.

Dann plötzlich kann es sein, dass das Kreuz in wilde Schwingungen gerät und konzentrische Figuren beschreibt, so, als ob es Buchstaben sucht. Dabei kann es passieren, dass das Kreuz sich sogar auf einen Teilnehmer zubewegt und diesen mehrfach berührt. Das ist ein Zeichen von Liebe. In den meisten Fällen werden jedoch Buchstaben auf dem Brett bezeichnet, indem sich das Kreuz mit seiner Spitze auf einen Buchstaben herabsenkt. Dieses Absenken geschieht nun nicht etwa so, dass das Kreuz auf diesen Buchstaben herunter gezogen wird, sondern es fällt mehr oder weniger in eine Art Energieloch. Der Energiestrom ist in diesem Moment unterbrochen, so dass das Eigengewicht des Kreuzes den gerade anvisierten Buchstaben treffen kann.

Mein Freund Dolf hat mich gebeten, die Leser dieses Artikels darauf aufmerksam zu machen, dass es wichtig sei, sich vor jedem Versuch mit dem Quija-Brett zu schützen, um Foppgeister und erdgebundene Geistwesen davon abzuhalten, sich einzumischen. Wer seinen Geisthelfer oder Schutzgeist namentlich kennt, kann ihn direkt ansprechen. Ansonsten genügt es, den höchsten Geist zu bitten, nur gute, unter seinem Schutz befindliche Geistwesen zuzulassen. [1]

Ich wünsche allen Lesern, die diese Form der Kontaktaufnahme mit der geistigen Welt einmal selbst ausprobieren möchten, das gleiche wunderbare Erlebnis, welches ich in Wormer haben durfte.

Die "Wormer Wahrheiten" haben mich zum Überzeugungstäter werden lassen. Für mich hat sich erneut bestätigt, was William Shakespeare so treffend formuliert hat:

"Es gibt mehr Ding’ im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumt, Horatio."



Dolf mit seiner Frau Hanny am "Magischen Brett"
 

Anmerkungen:

[1] Die Redaktion möchte darauf hinweisen, daß die Befassung mit dem Quija-Brett eine nicht ungefährliche Angelegenheit ist. Unerfahrene Personen sowie labilere Menschen sollen unbedingt Abstand von dieser Methode nehmen. Aber auch Experimentatoren, die schon länger mit Jenseitskontakten vertraut sind, mögen bitte unbedingt die Hinweise von Herrn Eijgenstein beherzigen.


(Erschienen in der VTF-Post P 126, Ausgabe 3/2002)