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Einige Hinweise zu geeigneten Geräten

Zum Einspielen von Tonbandstimmen ist keine hochspezialisierte Technik erforderlich. Ein Computer, digitaler Audiorecorder oder analoger Kassettenrecorder und ggf. ein externes Mikrofon reichen für den Anfang bereits aus. Auf bestimmte Dinge sollte bei der Ausstattung jedoch geachtet werden, da sie sich bei der täglichen Arbeit als hilfreich erwiesen haben.

Mikrofon

Digitale Audiorecorder und Diktiergeräte verfügen bereits über sehr gute, eingebaute Mikrofone. Für die Aufnahme mit Computern oder analogen Kassettenrecordern empfiehlt sich die Verwendung eines externen Mikrofons, da dieses normalerweise empfindlicher ist und die Laufgeräusche des Gerätes nicht so stark überträgt, was leise Stimmen überdecken könnte. Externe Mikrofone zum Anschluß an die Mikrofonbuchse des Computers oder Kassettenrecorders gibt es im Fachhandel. Bei Verwendung keines oder eines nur sehr leisen Hintergrundgeräusches wie z.B. Wasserplätschern empfiehlt sich auch die Verwendung eines Mikrofon-Vorverstärkers.

Sehr gut für unsere Zwecke eignet sich das für den VTF hergestellte sogenannte Hannoversche Mikrofon. Hierbei handelt es sich um ein empfindliches Elektretmikrofon mit eingebautem, stufenlos einstellbarem und rauscharmem Vorverstärker. Es kann an jeden handelsüblichen Kassettenrecorder, digitalen Audiorecorder oder an den Mikrofoneingang des Computers angeschlossen werden. Geübte Hobby-Elektroniker können sich dieses kleine Gerät auch selbst bauen. Die Bezugsadresse für das fertig aufgebaute und anschlußfertige Gerät finden Sie am Schluß dieser Seite.

Neu im Programm ist das Mikrofon 22: Zwei hochempfindliche, besonders für Sprachfrequenzen geeignete dynamischen Mikrofonkapseln sind zur weiteren Optimierung im genau berechneten und praktisch erprobten Winkel zueinander in ein Trichtergehäuse eingebaut. Der dazugehörige Mikrofon-Vorverstärker mit 3-fach-Frequenzschalter blendet Störungen überwiegend bereits vor der Aufnahme aus und verbessert so die Verständlichkeit gestörter Sprache. Besonders für Radio-Einspielungen geeignet.

Aufnahmegerät

Ein Computer ist aufgrund seiner universellen Anwendungsmöglichkeiten natürlich geradezu prädestiniert für die Tonbandstimmenforschung, bietet er doch mit relativ einfachen Mitteln (d.h. mit der geeigneten Software) alle nur erdenklichen Bearbeitungsmöglichkeiten wie Aufnehmen, Auswerten, Analysierern, Filtern und Archivieren von Stimmen. Es eignen sich sowohl stationäre Desktop-Computer als auch Mobilcomputer wie Notebooks und preisgünstige Netbooks.

Auch digitale Diktiergeräte und digitale Audiorecorder werden von vielen Experimentatoren erfolgreich eingesetzt. Digitale Diktiergeräte besitzen meist einen fest eingebauten Speicherchip und eignen sich aufgrund ihrer einfachen Ausführung kaum zum Abhören und Auswerten der Aufnahme; daher sollte die Aufnahme anschließend auf einen Computer überspielt werden, wo sie abgehört, ggf. gefiltert und archiviert wird. Hierzu verfügen diese Geräte meist über eine USB-Schnittstelle zum Anschluß an einen Computer. Digitale Audiorecorder verwenden zur Speicherung der Aufnahmen normalerweise eine auswechselbare Speicherkarte. SD-Speicherkarten sind inzwischen so billig, daß man sie wie früher die Audiocassetten auch zur Archivierung der Einspielungen verwenden kann. Falls Einspielungen mit dem digitalen Audiorecorder nicht nur aufgenommen, sondern auch abgehört werden sollen, dann sollte auf eine einfache Bedienung geachtet werden, d.h. die wesentlichen Funktionen wie Wiedergabe, Zurückspulen während der Wiedergabe usw. sollten durch einfache Tastendrücke erreichbar sein (ohne dafür erst ein Menü aufrufen zu müssen). Des weiteren sollten diese Geräte auch über einen guten Lautsprecher und eine Buchse zum Anschluß eines externen Mikrofons verfügen. Exemplarisch sei hier das "Sangean DAR-101" genannt. Weiterhin sei auf den Artikel Alternative Aufnahmegeräte für Einspielungen verwiesen.

Ganz zu Beginn der Tonbandstimmenforschung wurden tatsächlich auch Tonbandgeräte zur Aufzeichnung der Einspielungen benutzt. Später wurden diese dann durch die handlicheren und preiswerteren Kassettenrecorder ersetzt. Mittlerweile wurden auch die analogen Kassettenrecorder durch digitale Aufzeichnungsverfahren weitgehend verdrängt; geeignete Kassettenrecorder und die dazugehörigen Audiocassetten sind im Handel kaum noch erhältlich. Trotzdem soll dieses zwar alte, aber bewährte Verfahren hier nicht unerwähnt bleiben.

Folgende Ausstattungsmerkmale sollte ein Kassettenrecorder, der für Tonbandstimmen-Einspielungen verwendet wird, unbedingt aufweisen:

  • Review-("Repetier"-)Taste
  • Zählwerk
  • Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer

Das Zählwerk ist unerläßlich für das schnelle Wiederauffinden Ihrer Einspielungen oder einzelner Stimmen. Die Repetiertaste ist wichtig beim Abhören der Einspielung: Sie ermöglicht das schnelle Wiederholen kurzer Bandabschnitte während der laufenden Wiedergabe, ohne daß dabei die "Play"-Taste herausspringt.

Sehr hilfreich sind außerdem folgende Optionen:

  • Klang- und Geschwindigkeitseinstellung
  • manuelle Aussteuerungsmöglichkeit der Aufnahme
  • Mithörmöglichkeit während der Aufnahme
  • Line-Eingang für Überspielungen von anderen Audio-Quellen

Geeignete Modelle sind zum Beispiel der Panasonic RQ-2102 oder der Philips AQ 6455.


Philips AQ 6455 und Panasonic RQ-2102

Abhörhilfen

Der im Kassettenrecorder oder Digitalrecorder eingebaute Lautsprecher ist oftmals nicht von bester Qualität. Ein guter Kopfhörer kann das Verstehen leiser Stimmen sehr erleichtern. Wichtig ist ein guter Frequenzgang; zu empfehlen sind hier Produkte der Firma Sennheiser, wie z.B. der Typ HD 477. Der Spezial-Kopfhörer KH 10 für Sprache von Horst Hansen verfügt neben Klang- und Lautstärkeregler über eine regelbare Störreduzierung.

Des Weiteren gibt es noch speziell entwickelte Filter zur Abhörverbesserung. Sehr gut bewährt für alle Arten nichtsprachlicher Störungen wie Rauschen oder Passeln hat sich der kleine, sehr einfach mittels nur eines einzigen Reglers zu handhabende digitale Filter LINGUA V12 ("Sprachextraktor") von der Fa. Hörfabric, ein digitaler Audiofilter, der eigentlich dazu gedacht ist, Sprachsignale aus gestörtem und verrauschtem Kurzwellen-Empfang herauszufiltern.

Hilfsgeräte für Einspielungen

Oft wird für Einspielung ein unterstützendes Hintergrundgeräusch verwendet ("akustisches Rohmaterial"). Bei Einspielungen in der freien Natur sind solche Geräusche meistens vorhanden (Wind, Wasserplätschern, etc.). In Innenräumen empfiehlt sich die Verwendung einer künstlichen Geräuschquelle. Sehr gerne wird hierzu ein Radio verwendet, das entweder auf einen fremdsprachigen Sender im AM-Band (Mittel- oder Kurzwelle) oder auf das Rauschen zwischen zwei Sendern eingestellt wird. Eine weitere Möglichkeit ist das manuelle "Skalendrehen", also das langsame Drehen des Sender-Einstellknopfes, um ein Geräusch-Mischmasch zu erzeugen. Hierzu eignet sich im Prinzip jeder preisgünstige Weltempfänger, der über mehrere KW-Bänder verfügt. Eine spezielle Radio-Variante stellt das Psychophon dar, das von Ing. Franz Seidl erstmals 1971 vorgestellt wurde. Hierbei handelt es sich um einen Breitband-Empfänger, der mehrere Radiosender gleichzeitig empfängt und dadurch ein "Sendergemisch" bereitstellt, aus dem sich oftmals paranormale Stimmen bilden. Ein solches Psychophon kann von VTF-Mitglied Bernd Giwer als Bausatz oder als Fertiggerät bezogen werden. Seit einigen Jahren sind auch sogenannte "Ghostboxen" oder "Spiritboxen" erhältlich. Diese Geräte sind ebenfalls Radioempfänger (mit digitaler Abstimmung), bei denen die Senderwahl-Funktion derart modifiziert wurde, daß die Sender-Suchfunktion kontinuierlich durchläuft und dadurch kontinuierlich "Sprachfetzen" einzelner Sender wiedergegeben werden, aus denen sich paranormale Stimmen bilden können. Ein solches Gerät wird z.B. von Chris Fleming in den USA unter der Bezeichnung "P-SB7" vertrieben.

Bezugsadressen

Einige der hier aufgeführten Geräte werden speziell für den VTF hergestellt und können von VTF-Mitgliedern unter Angabe ihrer Mitgliedsnummer bei den angegebenen Adressen zu einem ermäßigten Preis bezogen werden. Die Preise für Nichtmitglieder sind dann jeweils dahinter in Klammern ausgewiesen. Der VTF e.V. steht mit den genannten Händlern bzw. Herstellern in keinerlei geschäftlicher Beziehung. Alle Angaben erfolgen daher ohne Gewähr. Für Hinweise auf eventuelle Änderungen sind wir dankbar.

Artikel Preis Bezugsadresse
Hannoversches Mikrofon 50,- € zzgl. Versandkosten per Nachnahme Hans Krautheim, Bergstr. 37, 32839 Steinheim, Tel. 05233/7170, E-Mail.
Mikrofon 22 89,- € (99,- €) Horst Hansen, Mobil-Tel. 0163 / 6661950 (ab 19 Uhr), Fax 04221 / 5844175.
Spezial-Kopfhörer KH 10 69,- € (79,- €)
DSP-Sprachfilter LINGUA V6 (Bandbreite 6 kHz) oder V12 (Bandbreite 12 kHz) siehe Preisliste auf der Webseite Hörfabric GmbH (externer Link), Hastedtstr. 36, 21073 Hamburg, Tel. 040 / 72810326.
Psychophon Bausatz: 39,- €
Fertiggerät: 69,- €
Bernd Giwer, Triftstr. 29, 16341 Panketal, Tel. 0152 / 53742709, Fax 030 / 94114279, E-Mail.
Spiritbox P-SB7 69,- USD (Stand: 04.11.2014) GhostStop (externer Link), Amazon oder eBay.