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Werkleitz-Festival 2016

»Trans-Positionen«

in Korrespondenz zu Radio Revolten

von Martin Hartung (Kurator)

Das Werkleitz-Festival 2016 Trans-Positionen findet in Korrespondenz zu dem internationalen Radiokunst-Festival Radio Revolten von Radio Corax statt. Vor dem Hintergrund dieser Kooperation geht das Werkleitz-Festival in seiner Ausstellung, in der Performance und dem mehrteiligen Filmprogramm medienübergreifend auf das Radio als Träger von Hör-Kunst ein. Trans-Positionen untersucht das Verhältnis von Ton und elektronischem Bild sowie die politische Bedeutung des Radios und die Aktualität des Mediums.

Podiumsgespräch

Am 2. Oktober um 17:00 Uhr findet im Foyer der Kulturstiftung des Bundes, Franckepl. 2, 06110 Halle (Saale), ein Podiumsgespräch zwischen den Experten der Transkommunikations-Forschung Gesa Dröge (Lüneburg) und Christian Hilpert (Braunschweig) sowie Kurator Martin Hartung statt.

Audiovisuelle Performance

Am 8. Oktober um 21:00 MEZ wird in der Halleschen Moritzkirche eine Performance der schwedischen Künstler Hampus Lindwall, Joakim Forsgren und Leif Elggren aufgeführt. Der Einlass beginnt um 20:30 Uhr.

Der schwedische Organist Hampus Lindwall und die in Stockholm ansässigen Künstler Joakim Forsgren und Leif Elggren entwickeln auf Einladung des Kurators Martin Hartung eigens für das Werkleitz-Festival eine audiovisuelle Performance, in deren Zentrum das Tonbandstimmenphänomen (Electronic Voice Phenomenon = EVP) steht, das die Aufzeichnung von Stimmen aus dem Jenseits zum Gegenstand hat.

Die Performance steht im Zusammenhang mit der Ausstellung des Audioscopic Research Archive (2004) im Foyer der Kulturstiftung des Bundes, einer Leihgabe des ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, die Aufzeichnungen des Pioniers der Transkommunikationsforschung Friedrich Jürgenson (1903-1987) zusammenbringt.

Die Künstler werden den Versuch unternehmen, Johann Sebastian Bach (1685–1750) und Georg Friedrich Händel (1685–1759) in der Halleschen Moritzkirche in einen Dialog treten zu lassen. Trotz ihrer geografisch zeitweise unweit voneinander entfernt liegenden Wirkungsstätten in Halle (Saale) und Leipzig ist nicht belegt, dass sich beide Musiker zu Lebzeiten je persönlich getroffen hätten.

Live-Übertragung

Über das Netzwerk von Radio Revolten wird die Performance live auf "Radio Resonance FM" nach London übertragen (Live-Stream (externer Link)).

Für Erhalt und Fortführung der Restaurierung der Orgel wird das Werkleitz-Festival anstelle von Eintrittsgeldern Spenden sammeln, die dem Förderverein SAUEROrgel Halle e.V. zugutekommen. Mehr Informationen unter moritzorgel.de (externer Link).

Weitere Informationen zum Werkleitz-Festival 2016 Trans-Positionen unter: trans-positionen.werkleitz.de (externer Link)

Aufzeichnungen zum Nachhören