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Das Phänomen der Transzendentalstimmen

Entdeckung, Aufnahmetechnik und die Konstruktion des Psychophons
Von Ing. Franz Seidl (1912-1982), erschienen 1971 im Frech-Verlag, Stuttgart

Portrait von Franz Seidl Franz Seidl

wurde am 28.Juni 1912 in Wien geboren, studierte an einer Höheren Technischen Lehranstalt Elektrotechnik und war später in der einschlägigen Industrie tätig.

Während des Krieges im Vorhaben "Peenemünde" an der Technischen Hochschule in Wien in einer besonderen Position, war Seidl nach dem Krieg im Sender "Rot-Weiß-Rot" und anschließend in der Radioindustrie beschäftigt. In letzter Zeit war Ing. Seidl als freischaffender Forscher tätig.

Sein Interesse entwickelte sich immer mehr für die Parapsychologie; die Tonbandstimmenforschung war sein Spezialgebiet. Er konstruierte für diese Forschungsrichtung Geräte wie das Psychophon, den Transzender für Pflanzenexperimente, das Psitron, einen speziellen Hochfrequenzgenerator für die Psiforschung, den Feldindikator u.a.
Für einen neuartigen el. Generator zur Stromerzeugung besitzt Ing. Seidl ein österreichisches Patent.

Ing. Franz Seidl wurde durch zahlreiche Veröffentlichungen einschlägiger Arbeiten und durch Vorträge im In- und Ausland bekannt.

Ing. Franz Seidl verstarb am 2. Juni 1982 in Wien.

Zur Einführung

Sicher haben Sie schon davon gehört, oder jemand erzählte Ihnen davon: Da soll es Stimmen geben, die aus dem Radio kommen, Worte oder Sätze, die nichts mit dem Programm zu tun haben. Ja, die einen Zuhörer manchmal mit dem Namen ansprechen sollen. Natürlich findet man sofort eine vernünftige Erklärung dafür; da "passierte" entweder im Studio etwas. Dann kann plötzlich ein anderer Sender zu hören sein, oder es können auch Amateursender sein. Diese Möglichkeiten gibt es. Aber da meint jemand geheimnisvoll, das wären gar nicht Stimmen von lebenden Personen. Stellen Sie sich vor, hier sprächen manchmal Tote, so richtig Verstorbene und wirkliche Geister. Denn wie sonst könnte jemand mit seinem Namen angesprochen werden?

Wir als gebildete Menschen - schließlich haben wir ja gelernt, daß es keine Geister gibt oder geben darf - glauben keineswegs an die meist geheimnisvoll gebrachte Ansicht der berichtenden Person. Aber irgendwie klingt es doch prickelnd, so wie damals, als uns Kindern abends die Großmutter von Gespenstern und Hexen erzählte und uns ganz schaurig zumute wurde. Aber sofort wird uns unser Wissen und unsere ausgezeichnete Bildung bewußt und mit schwellender Brust erklären wir, daß es so etwas einfach nicht gibt. In erster Linie muß es sich um eine Sinnestäuschung handeln. Man war beim Hören einfach "nicht ganz da", oder aber es passierte etwas rein technisches, worüber man nicht zu grübeln braucht. Und so hat man dem anderen - und sich selbst - gezeigt, wie aufgeklärt man ist und daß sich, der andere natürlich, wegen seines Aberglaubens einfach schämen soll. Doch, in einem ganz finsteren Winkel der Seele, oder nennt man es heute "Unterbewußtsein", ist irgend etwas hängengeblieben. Etwas, das wir gar nicht missen wollen und je nachdem - geheim pflegen oder als liebes Ärgernis behüten, um, sooft man Lust hat, daran Anstoß nehmen zu können. So sind wir Menschen eben, und Freud hätte an seiner "richtigen" Erklärung die reinste Freude gehabt.

Mit einer Hartnäckigkeit, wie sie derartigen Gerüchten zu eigen ist, drängen sie sich auf wie Kettenbriefe, und der liebe Nachbar, die Kollegen im Büro, ja überhaupt alle, ob im Café oder beim Friseur, jeder hat schon etwas davon gehört, hat etwas darüber gelesen und kennt bestimmt jemanden, der bereits mit Jenseitigen verkehrt, als wären sie ein Besuch vom Lande.

Und schon wieder weiß jemand Bescheid: Man brauche zum Empfang dieser Stimmen eigentlich gar kein Radio; mit einem Tonbandgerät und Mikrophon gehe es auch! Jetzt aber wird es uns völlig klar, daß man einem Schwindel aufsitzt, denn von wo sollen jetzt wirklich diese Stimmen herkommen? Und wie gesagt, Geister gibt es nicht, somit kann man die Sache kurz und bündig abtun: Alles nur Einbildung. Alles nicht wahr. Nonsens. Nun frage ich Sie aber, geehrter Leser, warum haben Sie gerade diese Broschüre zur Hand genommen, falls Sie an derartiges nicht glauben? In derselben Zeit hätten Sie einen "Krimi" lesen, fernsehen oder Sexliteratur konsumieren können. Sollte ein fataler Zufall Ihnen das Mißvergnügen bereitet haben, dann geben Sie dieselbe ruhig Ihren naiven Freunden weiter, um sie zu ärgern. Aber sollte in Ihrer Seele, in einem ganz finsteren Winkel selbstverständlich, ein klein wenig Neugierde sitzen, wie es nun weitergeht, dann lesen Sie einmal die nächsten Seiten; Sie werden staunen, was ich zu berichten habe. Denn bis jetzt habe ich Sie sicher nur geärgert. Aber nun muß ich Farbe bekennen.

1.Frage: Gibt es also wirklich derartiges?
Antwort: Es gibt wirklich "derartiges".
2. Frage: Wer hat die Sache dann entdeckt?
Antwort: Leider ich nicht, aber ich werde darüber berichten.
3. Frage: Kann man "das" vielleicht selber versuchen?
Antwort: Man kann.
4. Frage: Und was sagt die Wissenschaft dazu?
Antwort: Findet es eigentlich nicht normal, sondern paranormal, also neben dem Normalen.

Die Wissenschaft, die sich mit derartigen Erscheinungen oder Phänomenen befaßt, nennt sich Parapsychologie. Sie untersucht unerklärliche Geschehnisse, die vielfach auch in unserem täglichen Leben passieren. Zum Beispiel: eine Person gibt Antwort auf eine Frage, die man erst denkt und noch nicht ausgesprochen hat. Man "überträgt" also den Gedanken. Oder man denkt an eine Person - und schon ist sie da. Das nennt die Wissenschaft Telepathie. Und dann hört man von Fällen, wo besonders in Anwesenheit von Jugendlichen, auf unerklärliche Weise Gegenstände bewegt werden, Steine geworfen usw. Manchmal klingelt das Telephon. Man hebt ab, doch nichts rührt sich. Nur geheimnisvolles Rauschen. Eine Störung? Auch möglich. Doch kann es noch etwas anderes sein; ein psychokinetischer Effekt. Dies hat keineswegs etwas mit Chinesen zu tun, sondern mehr mit Griechen. Es kommt von Psyche = Seele und Kinese, d. i. Bewegung.

Warum ich das alles noch erzähle? Hat das noch mit den Stimmen zu tun? Ganz klar! Alle diese Phänomene haben einen gemeinsamen Ursprung, wie man sie auch deuten mag. Sie stammen aus dem unbekannten Land unserer Seele, gehen über unsere Erfahrungen und unser Bewußtsein hinaus. Einschließlich okkulter und spiritistischer Ansichten spricht man hier von Transzendenz, also etwas, das über unserer Erfahrung und unserem Bewußtsein steht.


Friedrich Jürgenson entdeckte die Transzendentalstimmen

Dieser Name wird in die Geschichte eingehen. Und mit goldenen Buchstaben in die Annalen der Parapsychologie. Denn mit diesem Namen ist eine Entdeckung verbunden, deren Konsequenzen wir uns bewußt werden müssen. Wir stehen erst am Anfang einer Tatsache, die geradezu unfaßbar erscheint. Steht sie doch in Widerspruch mit allen unseren naturwissenschaftlichen Erfahrungen, mit unserem selbstgezimmerten Weltbild, das laut unseren Vorstellungen nur so und nicht anders sein darf.

Bei diesem Phänomen handelt es sich um die Tatsache, daß bei Tonbandaufnahmen fallweise Wörter und Sätze aufgezeichnet werden, die nachweisbar weder vom Experimentator, noch von anderen Personen oder aus Radioprogrammen stammen. Man bezeichnet sie als "Stimmen unbekannter Herkunft", und sie zeichnen sich durch logische Antworten auf Fragestellungen aus. Der Physiker darf ihre Erklärung aus den Erkenntnissen der klassischen oder Körperphysik nicht erwarten. Ihre Realität ist aber aus ihren physikalischen Wirkungen beweisbar, da sie Meßvorgängen zugänglich, auf Tonband speicherbar, analysierbar und immer wieder reproduzierbar sind. So drängt sich die Vorstellung auf, mit wissenden und logisch denkenden Wesenheiten in Verbindung zu stehen, die wir mit unseren physischen Sinnen nicht wahrnehmen können, aber trotzdem so existent und gegenwärtig zu sein scheinen wie wir.

Es kann versucht werden, die Quelle der Stimmen als Wirkungen aus anderen Raum-Zeit-Zuständen in unser System zu erklären. Dies entspricht der Vorstellung, daß es unendlich viele Seinsstufen geben könnte, wobei unsere Existenz- und Bewußtseinsebene eine der unendlich vielen Arten ist. Sollte sich diese Vorstellung als Tatsache bestätigen, so wäre eine Umgestaltüng unserer Erkenntnisse die Folge. Nicht nur auf geistigem Gebiet, auch in der soziologischen Struktur könnte eine Neugestaltung in positiver Richtung stattfinden. Die Religionen würden die Bestätigung einer geistigen Existenz von Wesenheiten erhalten, deren Beweiskraft jeden Menschen überzeugen würde. Wäre doch hiemit eine Verbindung zwischen dem Dies- und einem Jenseits geschaffen, welche auf rein physikalischem Weg hergestellt werden kann. Doch stehen wir erst am Anfang dieser neuen Forschung und sind gezwungen, rein einpirisch zu arbeiten.

Natürlich versucht die Wissenschaft das Phänomen objektiv und kritisch zu prüfen und, soweit als möglich, mit unserem bisherigen Wissen und Erfahrungen in Einklang zu bringen. Dies ist auch völlig richtig. Erst der Vergleich einer neuen Entdeckung oder Wirkung mit dem bisher Bekannten gestattet uns, näheres über ihre Eigenart zu erfahren. Dieselbe kann sich in die bekannten Gesetzmäßigkeiten einordnen und ist so physikalisch erklärbar. Oder sie steht über unserem Einordnungsvermögen in keiner physikalisch erklärbaren Relation und ist dann auf Grund uns noch unbekannten, anders waltenden Gesetzmäßigkeiten transzendent. Den Stimmen scheint beides eigen zu sein. Sie stellen scheinbar eine Brücke zwischen verschiedenen Systemen dar.

Im letzten Teil der Broschüre werde ich einen kleinen Einblick in die parapsychologische Forschung aufzeigen und um die Bemühungen, ein neues Weltbild zu gestalten. In einem solchen kann der Schlüssel kommender Erkenntnisse liegen.

Und so begann es. Es war im Jahre 1959, als der schwedische Kunstmaler Friedrich Jürgenson durch einen Zufall eine erstaunliche Entdeckung machte, für die er keine Erklärung fand. Er versuchte in seinem Garten Vogelstimmen auf Tonband aufzunehmen, und als er später das Band abspielte, waren darauf auch Stimmen von Vögeln, die nur hoch im Norden vorkommen. Vor langen Zeiten allerdings lebten sie auch noch in dieser Gegend, doch waren sie schon längst abgewandert. Natürlich dachte er zuerst an alle möglichen Fehlerquellen, doch blieb es völlig unerklärlich, wie Vogelstimmen von nicht anwesenden Arten auf das Tonband kommen konnten.

Doch, nun schien er in eine erstaunliche Serie von Zufällen gekommen zu sein, die immer sonderbarer wurden. Als er eines abends ein Radioprogramm auf Tonband aufnahm, hörte er plötzlich die Stimme eines ihm befreundeten und schon längst verstorbenen Sängers, die von einem Orchester begleitet wurde. Entweder, so dachte er, ist es eine ihm (Jürgenson) unbekannte Aufnahme, oder das darf nicht wahr sein. Er kannte alle Aufnahmen seines Freundes, doch diese war ihm unbekannt. Eine sofortige Rückfrage bei der Sendestation ergab, daß es keineswegs eine frühere Aufnahme gewesen wäre, und es sich um eine Täuschung handeln müßte. Doch diese "Täuschungen" traten nun regelmäßig auf, und eines Tages wurde Jürgenson sogar mit seinem Namen angesprochen. "Friedrich", sagte eine Frauenstimme, die sich "Lena" nannte und später angab, sie wäre eine "Vermittlerin" zwischen ihm und einer anderen Weit, "Friedrich, stelle doch das Gerät auf eine andere Wellenlänge ein" oder sie gab ihm den Hinweis, die Aufnahme zu einer von ihr festgelegten Zeit durchzufahren. Dies schien alles unfaßbar, derartiges hatte er noch nie gehört.

Und immer mehr "Wesenheiten" meldeten sich zu Wort, sprachen ihn mit seinem Namen an und berichteten in ganzen Sätzen. Sie erzählten, wer sie zu ihren Lebzeiten gewesen sein wollten, Shakespeare oder Goethe, Rilke, Descartes, oder Wissenschaftler. Aber auch Despoten berichteten über ihre jetzige Existenz nach ihrem Tode. Sie führen noch weiter fleißig Krieg, Kommandorufe und Waffenlärm ertönen.

Der jenseitige "Bekanntenkreis" wurde immer größer; er hat sich auf den Tonbändern verewigt. Eine makabre Kollektion postmortaler Mitteilungen aus denen man den Eindruck gewinnt, daß es "drüben" auch nicht anders sein muß als diesseitig; zumindest finden viele Wesenheiten keinen Unterschied und machen fleißig weiter. Doch, weiteren Aussagen nach zu schließen, werden sie später in ein Stadium eintreten, wo sie ihre neue Existenzform erkennen.

Nun wurde Jürgenson klar, daß er - so unfaßbar es auch erscheint mit einer anderen, unsichtbaren Welt in Kontakt gekommen war, die ebenso real und existent zu sein scheint wie unsere - denn die Stimmen auf dem Tonband schließen jeden Zweifei einer möglichen Sinnestäuschung aus. So muß ein Phänomen angenommen werden, dessen Ursache und Wirkungsweise physikalisch nicht erklärbar ist und aus anderen Dimensionen auf uns zuzukommen scheint. Aber Jürgenson ist kein Physiker, sondern ein gottbegnadeter großer Künstler. Er malte den Papst, restaurierte Gemälde in der Peterskirche in Rom und ist seinem Wesen nach ein feinsinniger, sensibler und bescheidener Mensch. Wenn wir annehmen, daß es keinen Zufall gibt, dann wurde er von höheren Mächten dazu auserwählt, die Brücke zwischen unserer und einer anderen, uns unsichtbaren Welt zu schlagen. Ihm gebührt für seinen Forscherfleiß der Nobelpreis.

Als die bereits in die tausenden gehenden Stimmenaufnahmen ein nicht mehr zu übersehendes und nicht mehr abstreitbares Beweismaterial ihrer paranormalen Herkunft bildeten - schließlich waren sie schon das Produkt von einigen Jahren intensivster Aufnahmetätigkeit - wandte er sich nun an Fachleute, um das Phänomen überprüfen zu lassen. Elektroniker, Ärzte, Theologen, Physiker, Psychologen und alle nur denkbaren Fachleute untersuchten nun dieses Phänomen. Sie hörten die Stimmen, ihre Bezugnahme zu Fragestellungen, ihre innewohnende Logik. Die Fachleute vom Rundfunk kamen mit versiegelten eigenen Tonbändern und eigenen Aufnahmegeräten. Unter allen erdenkbaren Vorsichtsmaßnahmen und Kontrollen wurden in ihrer Anwesenheit Aufnahmen gemacht. Und das Phänomen erwies sich als echt! "Von Schwindel keine Spur, kein doppelter Boden" - das war das Fazit ihrer überprüfungen. Aber von wo stammen die Stimmen nun wirklich her?...

Ein Psychologe, der anfangs der Sache skeptisch gegenüberstand, war der aus Lettland stammende Doktor Konstantin Raudive. Er besuchte Jürgenson und sie machten zusammen Einspielungen. Gleich anfangs fand er mit Jürgenson menschlichen Kontakt. Und dann geschah es, daß Raudive mit seinem Namen angesprochen wurde. "Konstantin! Wir sind fern! Sprich!" und dann meldete sich seine vor kurzem verstorbene Sekretärin Margarete Petrauzki. Doktor Raudive wurde von der Echtheit des Phänomens vollends überzeugt. Nicht nur das, er wurde sozusagen "elektrisiert" davon, was uns ja bei elektrischen Apparaturen nicht so verwunderlich erscheint. Die Folgen waren auch dementsprechend.

Jetzt entschied sich der weitere Verlauf seines Lebens, welches er nur mehr der Stimmenforschung widmete. Er übersiedelte nach Bad Krozingen und führte mit wissenschaftlicher Akribie Aufnahmen durch. Seit 1965, Tag und Nacht, nach der von Jürgenson entdeckten Radiomethode, oder mittels Tonbandgerät und Mikrophon. Später kamen noch andere Aufnahmemethoden dazu. So ist auch die ungeheure Leistung zu schätzen, daß er im Lauf der Zeit bereits achtzigtausend dieser sogenannten Transzendentalstimmen aufgenommen, analysiert und katalogisiert hat. Ferner nach ihrer Verständlichkeit in 3 Kategorien einteilte, A-, B- und C-Stimmen.

Die A-Stimmen sind sofort für jedermann verständlich, die B-Stimmen müssen mit etwas mehr Aufmerksamkeit abgehört werden, und die C-Stimmen sind auch existent. Doktor Raudive gab über seine Arbeiten ein Buch heraus, mit dem Titel "Unhörbares wird hörbar" und dazu eine Schallplatte mit Beispielen dieser Stimmen. Aber auch Jürgenson hat seine Forschungen in einem Buch niedergelegt, mit dem Titel "Sprechfunk mit Verstorbenen". Auch dazu gibt es eine Schallplatte mit Stimmenbeispielen.

Wie erklärt nun der Psychologe Doktor Konstantin Raudive dieses Phänomen?

Natürlich hat er sich als Forscher über eine mögliche Herkunft der Stimmen Gedanken gemacht und eine Hypothese darüber erstellt. Er nennt sie Relationshypothese und vertritt darin die Ansicht, daß unserer Welt eine Anti-Welt entgegensteht. "Es gibt kein Ding an sich", also auch keinen Menschen an sich. Wie er in seinem Buch schreibt, dokumentiert eine Weit ihr Bestehen durch die Relation zur Anti-Welt. Der Mensch kann sich nur dann und nur dann als existent betrachten, wenn Welt und Überwelt bestehen, wenn der Mensch zu beiden Welten in Relation steht. Die Anti-Welt bedingt die relative Existenz dieser Welt und all dessen, was in einem Menschen als "Wirklichkeit" dargestellt wird.

Die Möglichkeit des Bestehens von Antiwelten wird von der Wissenschaft sogar angenommen. Wir kennen bereits die Existenz der Antimaterie, des Positrons und Antiprotons. So ergibt sich die Vorstellung einer Existenz von Anti- oder Spiegelwelten, auch solchen von unvorstellbaren kosmischen Ausmaßen. Das Wissen, das sich uns aus der Kernphysik und Astrophysik offenbart, bringt uns Einblick in die kausalen Zusammenhänge kosmischen Geschehens, und das, was wir als außersinnliche oder paranormale Erscheinungen bezeichnen, gewinnt immer mehr an Interesse bei Wissenschaftlern und Forschern. Da es nun scheinen mag, daß das Stimmenphänomen erst jetzt "zufällig" entdeckt wurde, so ist die Tatsache interessant, daß schon Edison seinerzeit darauf hingewiesen hat. Er sagte bereits damals voraus, es würde einmal möglich sein, auf elektronischem Wege einen Kontakt mit anderen Seinsebenen herzustellen, und führte schon derartige Versuche durch. Doch waren die Voraussetzungen der heutigen Verstärker- und Aufnahmetechnik noch nicht gegeben, so daß seine Versuche leider nicht von Erfolg gekrönt waren. Eine gleichlautende Voraussage erstellte auch der englische Wissenschaftler Sir Oliver Lodge.

Nun, geehrter Leser, Sie sind jetzt sicher der Ansicht, es handle sich um keinen Schwindel, aber Sie wenden ein, es bestehe doch die Möglichkeit einer Täuschung durch technische Fehlerquellen und andere Ursachen. Es können Radiostimmen sein, die unbewußt anders interpretiert werden, oder Amateursender, die sich einen Spaß erlauben, oder es handle sich auch um psychologische Fakten bei der Aufnahme, die als solche nicht erkannt werden. Auf diese Einwände möchte ich nun eingehen. Es fehlt natürlich nicht an Stimmen, die eine Erklärung in diesen Richtungen suchen und - wie Professor Hans Bender aus Freiburg - ihre Herkunft aus dem Unbewußten des Experimentators oder eines Teilnehmers kommend, darlegt. Er definiert paranormale Phänomene als "psychische" und "psychomotorische Automatismen" und erklärt sie durch "Steigrohre des Unbewußten": Die vermeintliche Verbindung zu Verstorbenen aus spiritistischer Sicht käme aus der Personifikations-Tendenz des Unbewußten her und wäre durchaus als pathologisches Phänomen zu betrachten. Diese Erklärung versagt aber bei der Analyse vieler Beantwortungen, die in dieser Formulierung nicht erwartet werden oder deren Inhalt jedem unbekannt ist, aber nachprüfbare Details enthalten. Photoaufnahmen, die bei sogenannten Einspielversuchen gemacht wurden, zeigen sogenannte "Extras", das sind nur für den Film wahrnehmbare transzendentale Wesenheiten, die bei der Aufnahme anwesend sind, und dadurch scheint eine animistische Deutung in Frage gestellt. Auch die paranormalen Phänomene der Präkognition, Telepathie und Levitation (siehe letzten Buchabschnitt), der Materialisation und der sogenannten Wunderheilungen lassen sich nicht durch psychische Automatismen erklären. Dies schließt jedoch nicht aus, daß eine bestimmte Eignung, die als Medialität bezeichnet wird, dabei wichtig sein kann und die eine Aufnahmemöglichkeit der Stimmen sozusagen "am laufenden Band" fördert.

Meiner Annahme nach wäre es durchaus denkbar, daß ein animistischer und ein transzendentaler Faktor zusammenwirken können und so über den Menschen die Phänomene produzieren.


Die technischen Untersuchungen

Diesem Phänomen geht man an Hochschulen und in Forschungslabors mit den modernsten Untersuchungsmethoden nach, mit Apparaturen, von denen sich ein Laie keine Vorstellungen macht. Hier werden die Stimmen seziert, durch modernste Stimmenanalysatoren in ihrer Klangcharakteristik untersucht und oszillographiert. Laute in Bruchteile von tausendstel Sekunden zerlegt. Gefiltert und verstärkt, Klangbilder mit denen des Experimentators verglichen. Und das Ergebnis ist, daß man ihre Realität und Selbständigkeit feststellt und anerkennen muß.

Und dann wird ihre mögliche Herkunft aus dem Äthersalat überprüft. D. h., es bestünde ja die Möglichkeit, man empfängt unkontrollierbare Teile aus Radioprogrammen, Bruchteile von Wörtern oder Relikte von Sätzen, oder es handle sich um die technische Erscheinung einer sogenannten Kreuzmodulation. Diese logischen und naheliegenden Vermutungen werden durch folgende Untersuchungen geklärt und widerlegt. Physikprofessor Alex Schneider aus St. Gallen, der selbst eine Aufnahmemethode erdachte, stellte diesbezüglich genaue physikalische Überprüfungen an. Natürlich werden gleichartige Untersuchungen an allen Forschungsstätten, die sich mit der Untersuchung von paraphysikalischen Phänomenen befassen, durchgeführt. So werden alle Aufnahmegeräte, wie das (batteriebetriebene) Tonbandgerät, das Mikrophon und die benötigten Meßinstrumente in einen sogenannten "Faradayschen Käfig" untergebracht. Dieser ist ein metallisch völlig geschlossener und geerdeter Behälter oder Raum, in den keinerlei Radiowellen eindringen oder sonstige elektrische Felder einwirken können.

Ich möchte Sie nicht auf die Folter spannen und verrate gleich, was passiert: Es passiert wirklich etwas. Nämlich, die Stimmen sind genauso auf dem Tonband, mit gleicher Intensität, mit ihrer besonderen Eigenart. Und dies, wo doch keine Radiofrequenzen in den Käfig eindringen können! So fällt hier die Annahme, es handle sich um zufällige Radiofloskeln und Einstreuungen, weg. Aber, von wo kommen die Stimmen wirklich her? ...

Scheinbar muß es sich um eine uns noch unbekannte Art einer Energie handeln, die sämtliche Materie durchdringt, allgegenwärtig ist und, wie in weiteren Beispielen gezeigt wird, weder Raum noch Zeit kennt. Ich bezeichne sie als "subquantische" kosmische Energie und mit dem griechischen Buchstaben Psi. Aus ihr kommen alle Erscheinungen, sie ist das Ding an sich und ihre Verdichtungen führen über die "Submaterie" zu unseren materiellen Formen, die dadurch ebenfalls transzendent sind. Eine "Wirklichkeit" besteht nur in unserer subjektiven Vorstellung und der Mensch mag bei der Vorstellung erschaudern, wie leer, wie ungeheuer leer unsere sichtbare und "feste" Welt ist. Doch würde man tiefer denken, würde man sich über uns unbekannte Erscheinungen nicht wundern und ich müßte mich hier nicht bemühen, Selbstverständliches im Denken der meisten Menschen als selbstverständlich werden zu lassen.

Was nun die weitere Hypothese anbelangt, es handle sich dabei um mögliche Amateursender, so sind dieser Ansicht folgende Feststellungen entgegenzuhalten: Der Experimentator wird oftmals mit seinem Namen, oft sogar in der Koseform angesprochen, ebenso auch andere Teilnehmer, und oftmals wird auch auf Wunsch der Name von nicht anwesenden Personen und von Verstorbenen genannt. Außerdem bringt die später besprochene Mikrophon-Tonbandaufnahmemethode für sich allein keinen Radioempfang. Es existiert kaum die Wahrscheinlichkeit, daß gerade zu dem anderen Personen völlig unbekannten Zeitpunkt der Aufnahme ein Amateursender den Namen eines Versuchsteilnehmers nennt oder auf Fragestellungen sofort bezugnehmende und logische Antworten gibt. Hier müßte diesem technischen Genie, das es zuwege bringt, ohne Vorbereitungen mitzuhören und sofort zu antworten oder gar unsichtbar gegenwärtig zu sein, unverzüglich der Nobelpreis für Physik verliehen werden!

Eine weitere Erklärung über die Herkunft dieser Stimmen haben sich auch Ufoforscher zurecht gelegt und stellen die Behauptung auf, es handle sich um Gesprächskontakte mit Planetariern und sogenannten "fliegenden Untertassen". Nun wollen wir die Möglichkeit, daß auf anderen Planeten menschenähnliche Wesen existieren und möglicherweise auch in Raumschiffen durch den Kosmos fliegen, keineswegs ausschließen. Wenn man aber bedenkt, daß diese Wesen sich oftmals mit ihren Namen als von uns Dahingeschiedene vorstellen, so fällt es schwer zu glauben, daß die - sagen wir weiland verstorbene Urgroßmutter oder sonst ein Abgeschiedener - jetzt lustig in einer "fliegenden Untertasse" umhergondeln und uns sofort, wenn möglich noch unsichtbar im Zimmer gelandet, auf unsere Fragen Auskunft geben und ansprechen. Die Herbeiziehung von Planetariern zur Erklärung dieses Phänomens entspricht mehr dem Wunschdenken der Ufoforscher und erscheint mir als gewagte Spekulation.

Aber, von wo kommen die Stimmen wirklich her? ...

Die Charakteristik der Stimmen und ihre Aufnahmemethoden

Gleichgültig, welche Aufnahmemethode gewählt wird, unabhängig von Ort und Zeit, ist die Charakteristik der Stimmen gleichbleibend. Meist sind sie von lapidarer Kürze, erinnern im Satzbau oftmals an die Hexameterform und sind in längeren Sätzen durchaus grammatikfeindlich. Daß jene Wesenheiten das Kunststück fertig bringen, einen Satz aus mehreren Sprachen aufzubauen, und dies noch in beklemmender Rasanz, bleibt allein ihnen vorbehalten. Sicher spielt bei dieser Hast eine andere Zeitrelation eine Rolle, oder es mangelt an einer bestimmten Art einer Energie, die sie benötigen. Ihrer Aussage nach wäre sie das hypothetische Od. Den Hintergrund bei den Radiomethoden bilden Störungen, die sich nicht eliminieren lassen. Mikrophonstimmen sind dagegen klar und deutlich, leider aber in den meisten Fällen sehr leise. Wenn wir jedoch denken, daß selbst der gewöhnliche Telephonverkehr oder jener zwischen Raumschiffen und Bodenstationen oft kaum verständlich ist, so dürfen wir uns nicht wundern, wenn wir beim Stimmenempfang der transzendentalen Wesenheiten nicht die Akustik der Wiener Staatsoper und die Sprache des Burgtheaters vorfinden. Sind wir vielmehr dankbar dafür, daß es bereits gelingt, die Brücke in uns unbekannte geistige Weiten zu schlagen, was erst jetzt durch die Elektronik ermöglicht wird.

Nun will ich noch kurz auf die verschiedenen Aufnahmearten hinweisen und zuerst als einfachste die Mikrophonmethode erklären. Anschließend bringe ich eine ausführliche Beschreibung einer Aufnahme im Kreis mehrerer Personen, die Sie sozusagen miterleben können.

Die Aufnahmemöglichkeiten

Die einfachste und von jedermann durchführbare ist die Mikrophonmethode, ferner die Methode des "weißen Rauschens", die Jürgenson und Raudive bevorzugen. Dann gibt es eine Aufnahmemöglichkeit mittels Diode nach Professor Schneider, eine Selbstsender- und eine Zwischenfrequenzmethode, ferner wurde ein Aufnahmegerät von Telefunkeningenieur Rudolph entwickelt. Ich konstruierte ein Aufnahmegerät, das ich Psychophon nenne und, welches drei Aufnahmemethoden zugleich betätigt: die Radio-, die Selbstsender- und die Mikrophonmethode. Über die Aufnahmetechnik des weißen Rauschens, über die Diodenmethode und über das Psychophon werde ich besonders eingehend berichten und die Diodenschaltung sowie das Psychophon auch in einer Baubeschreibung erklären, so daß sich jeder begabte Amateur dieses Gerät bauen kann.

Weitere Entwicklungen meiner Aufnahmegeräte sind das lnfra- und Ultraphon, welche die Brücke zwischen den Radio- und Lichtfrequenzen bilden und auch im optischen Bereich arbeiten können. Diese Geräte zu beschreiben, würde über den Rahmen dieser Broschüre hinausgehen, und so erkläre ich zuerst die zwei einfachsten Aufnahmearten, die jeder ohne technische Kenntnisse durchfuhren kann: Die Mikrophonmethode und die des "weißen Rauschens".

1. Die Mikrophonmethode

Hierzu wird nur ein Tonbandgerät und ein Mikrophon benötigt. Das Tonbandgerät soll in der Ausführung möglichst einfach, aber dafür robust sein. Es eignet sich dazu am besten ein Zweispurgerät; die Bandgeschwindigkeit ist erfahrungsgemäß mit 9,5 cm/Sek. am günstigsten. Kassettenrekorder möchte ich nicht jedem empfehlen. Beim Kauf eines Tonbandgerätes möge man daher die erste aufgezeigte Ausführung wählen, das Mikrophon soll dem Gerät angepaßt sein. Eine gute Empfindlichkeit ist schon wegen den leisen Mikrophonstimmen wichtig, auch wenn der Effekt nicht durch den Schalldruck, sondern rein elektromagnetisch zustande kommen würde, mittels einer mentalen Induktion. Dieser noch nicht erforschte Mechanismus wäre nicht von der Hand zu weisen.

Nun überzeugt man sich vorerst davon, daß das Tonbandgerät für sich allein bestimmt keinen Radioempfang bringt. Zu diesem Zweck legt man ein leeres Tonband auf, schaltet auf Aufnahme, dreht den Mikrophonregier voll auf und läßt das Gerät eine Weile allein laufen. Dann hört man ab. Zeigt sich ein Radioprogramm auf dem Band, so liegt ein Fehler vor, und man muß sich dann über die Konsequenzen im Klaren sein.

Denselben Versuch wiederholt man nun mit dem angeschlossenen Mikrophon, wobei man sich während des Versuches ruhig verhält. Ist nun ebenfalls kein Radioprogramm hörbar, dann kann man mit den Aufnahmeversuchen beruhigt beginnen. Denn nun ist eine Verwechslung einer Stimme mit einer solchen aus einer Radiosendung nicht mehr wahrscheinlich. Obwohl, wie ich später bei den Radiomethoden hinweise, Stimmen und Musik aus den Sendungen oftmals paradatisch in Antworten transformiert werden. Aber hier wollen wir ja nur reine Mikrophonstimmen, um die Tatsächlichkeit des Phänomens ohne Kompliziertheit festzustellen.

Nun kann man mit dem Aufnahmeversuch beginnen. Ein leeres Tonband wird aufgelegt, das Zählwerk auf Null eingestellt und das Mikrophon so eingeregelt, daß es bei normalem Sprechen nicht übersteuert wird. Nun erfolgt die Aufnahme in der gleichen Art, als würde eine Ansprache oder ein Vortrag aufgenommen. Man stellt sich innerlich auf die Aufnahme ein, schaltet das Gerät ein und spricht zwecks späterer Kontrolle das Datum und den Tag, sowie die Uhrzeit, wann der Versuch stattfindet, auf das Band. Anschließend führt man auch eventuelle Versuchsteilnehmer an. Hat man dies alles aufgenommen, so bittet man die unsichtbaren Wesenheiten, sie möchten mit uns Kontakt aufnehmen und uns soweit als möglich die gestellten Fragen beantworten. Natürlich sollen die Fragen sinnvoll und nicht trivial sein, etwa welche Lotterienummern bei der nächsten Ziehung kommen oder ob die Tante Eulalia wirklich Eulalia heißt. Wer nichts Gescheiteres im Sinn hat, soll besser Karten spielen. Nach jeder Frage läßt man einige Sekunden Pause, um den Wesenheiten eine Antwortmöglichkeit zu geben. Will man den Versuch beenden, so bedankt man sich und bittet, auch bei den nächsten Aufnahmen Kontakt zu bekommen. Man vermerkt nun die Uhrzeit und notiert die Zählwerknummer.

Diese Aufnahme hat nun höchstens zehn Minuten gedauert. Nach einem Intervall von etwa zehn bis zwanzig Minuten empfiehlt es sich, den Versuch zu wiederholen, denn während dieser Wartezeit können ganz andere Kontaktbedingungen entstanden sein. Ferner soll man bei allen kommenden Versuchen eine bestimmte Aufnahmezeit festlegen und einhalten. Auch dies hat sich in der Praxis als sehr günstig erwiesen.

Nun erfolgt die Abspielung des Bandes. Hier muß man genau darauf achten, ob nicht schon während der Einleitung oder während einer Fragestellung ein Zwischenruf erfolgt. Kommt dann die Stelle, wo man einen Einspruch in die Redepause erwartet, dreht man schnell den Lautstärkeregler auf und stellt dann bei der Wiedergabe der nächstfolgenden Fragestellung sofort zurück. Denn die Mikrophoneinspielungen sind leise und man muß schon konzentriert auf eine Einsprache achten und sich an ihre Eigenart gewöhnen.

Hat man nun schon einige gut verständliche und interessante Einspielungen, so sollte man sie mittels eines zweiten Tonbandgerätes auf ein anderes Band überspielen, wobei noch jede Einspielung mit einem Kommentar versehen werden soll, um die Verständnismöglichkeit bei den Vorführungen zu erleichtern. Die Stimmen gewinnen bei diesem Umkopieren mittels des zweiten Tonbandgerätes nochmals an Lautstärke, da sie bis zu einer bestimmten Grenze weiter verstärkt werden können. Außerdem ist es zweckmäßig, die Antworten drei bis viermal zu wiederholen, da eine einzige Beantwortung einer Frage von den Zuhörern oft übergangen wird.

Ich gebe hier ein solches Beispiel: Meine Frage: "... und andere Frequenzen versuchen?" Antwort: "Oja!" Und nun die Kopie. Meine Frage: "... und andere Frequenzen versuchen?" Kopierte Antwort: "... Oja! ... Oja! ... Oja! ... Oja!" So kann der Zuhörer leichter die Antwort aufnehmen.

Von den Stimmen empfiehlt es sich, ein Archiv- oder Sammelband anzulegen, aus dem man beliebig oft gewünschte Stimmen für ein Vorführband herauskopieren kann. Auf dem Archivband soll man den Aufnahmetag sowie die Tageszeit zu welcher die Aufnahme stattfand, als auch die eventuell beiwohnenden Personen vermerken; sie dienen in gewissen Fällen als Zeugen. Ich führe beispielsweise noch ein Protokollbuch, in das sich jeder Teilnehmer mit seinem Namen eintragen muß und in dem Tag und Uhrzeit der Aufnahme ebenfalls vermerkt wird. Ferner sammle ich in Listen die auf das Band gesprochenen Kommentare.

2. Die Methode des "weißen Rauschens"

Hier wird zusätzlich noch ein Radioempfänger verwendet. Man stellt den Stationszeiger des Apparates im Mittelwellen-, im UKW- oder einem anderen Bereich - zwischen irgendwelchen Stationen - so ein, daß kein Programm hörbar ist, sondern nur ein gewisses Rauschen und Prasseln sowie verschiedene Störgeräusche. Die Lautstärke dieser Geräusche wählt man sehr gering. Mit dem zum Empfänger gestellten Mikrophon kann man sowohl diese Geräusche, als auch die eigenen Fragestellungen zugleich aufnehmen. Hier arbeiten zwei Empfangsmethoden gleichzeitig: 1. Die Mikrophonmethode, die unbehindert die Mikrophonstimmen bringen kann, und 2. die Radiomethode.

Aus dem Geräuschpotential werden vermutlich die Stimmen produziert, doch sind sie direkt bei der Aufnahme meistens nicht hörbar und entstehen erst vermittels des Mikrophons und Bandgerätes. Diese Aufnahmeart bringt bereits Lautere Stimmen. Wer sich mit seinem Tonbandgerät schon besser auskennt, kann auch den Ausgang des Radioempfängers direkt an den Eingang des Tonbandgerätes anschließen. Der gleichzeitige Betrieb eines Mikrophons ist dann in den meisten Fällen nicht möglich und man muß dann eben fallweise auf Radio- oder Mikrophon umschalten. Doch gibt es auch Tonbandgeräte, die eine Mischmöglichkeit besitzen und es gibt auch zusätzliche sogenannte Mischpulte, die, falls man sie nicht selbst bauen kann, käuflich bekommt und erschwinglich sind. Dies wären also die zwei grundsätzlichen, sozusagen "historischen" Aufnahmemethoden.

Wie lange dauert es nun, bis man derartige Einspielungen erhält?

Das ist sehr verschieden und hängt wirklich in erster Linie von der experimentierenden Person oder auch von den Teilnehrnern ab. Die Anwesenheit mehrerer gleichgestimmter Personen ist sehr günstig und schafft scheinbar ein größeres energetisches Potential, welches die Einspielmöglichkeit der Stimmen sehr fördert.

Vielen Menschen gelingen Einspielungen bereits beim ersten Aufnahmeversuch, andere wieder warten oft wochen-, ja monatelang darauf. Aber dann kommt ebenfalls der Erfolg. Es heißt eben Geduld haben und konsequent weiter experimentieren, erzwingen kann man das Phänomen nicht. Beim Abhören des Bandes muß man immer wieder darauf achten, ob nicht doch ein Laut oder sonstiges darauf ist, das eigentlich nicht darauf sein dürfte. Denn nicht unbedingt mit gesprochenen Antworten können die Manifestationen beginnen, sondern auch mit paranormalen Geräuschen.

Wir sollten das Stimmenphänomen durchaus von der spiritistischen Seite her betrachten und uns darüber klar sein, daß jenseitige Wesenheiten aller möglichen Stufen mit den Menschen Kontakt aufnehmen wollen.

Die niedrigsten Stufen stellen die Daseinsebenen der tiefsten Frequenzen dar, und so dürfen wir uns nicht wundern, wenn bei der Mikrophonmethode oft auch erschreckende Antworten erfolgen. Es sind oft Geistwesen, die sich noch gar nicht bewußt sind, daß sie nicht mehr physisch existieren und auf der sozusagen "hautnahen" nächsten Daseinsebene ein Leben in der vorhergewohnten Art weiterführen. Oft leiden sie sehr unter diesen Zuständen, und ihre Manifestationen bestehen nach den Aussagen vieler Experimentatoren in Stöhnen, Röcheln und Hilferufen, Schritten und anderen Geräuscheffekten. Ihren ganzen negativen Leidkomplex haben sie mit hinübergenommen. Sie meiden jede höhere Schwingungs- oder Lichtebene, die sie ihrer Aussage nach wie einen "Blitz" empfinden.

Höhere Daseinsebenen werden auf Grund ihrer höheren Frequenz bei den Radiomethoden angesprochen und hier ist wieder der UKW-Bereich der bisher ethisch am höchsten stehende. Im Ultrahochfrequenzbereich (UHF), der mittels Fernsehgerät aufgenommen werden kann, empfängt man manchmal traumhafte "Weltraummusik" auf einem Energiespektrum, das scheinbar Sphärenklänge trägt. Zeitlos immerwährend fortklingend ertönt sie, von nie gehörter Art und scheinbar aus anderen Dimensionen auf uns zukommend.

Die nächsten Frequenzstufen werden durch das Infra- und Ultraphon erfaßt, welches dann schon im Lichtbereich arbeitet. In diesem Lichtbereich erhielt ich auf eine Fragestellung von einem Chor gesungen ein feierliches, im Raum schwebendes "Amen". So sei es! Die Frage, die ich stellte, lautete, ob ich auf diesem Gebiet weiterarbeiten soll.

Und weiter folgen in endloser Zahl Seinsebenen, ein unfaßbares kosmisches Spektrum.

Nun bringe ich einen Brief, aus dem Sie ersehen können, wie sich die Menschen bereits geistigen Dingen erschließen und sich denselben zuwenden.

Ich, veröffentliche ihn originalgetreu, ohne jegliche Kürzung, und er vertritt inhaltsmäßig den Sinn von hunderten anderen Zuschriften.


Wien, am 21. Juni 1971

Sehr geehrter Herr lng. Seidl!

Herzlichen Dank für Ihre lieben Zeilen, für Ihr Bemühen, uns umgehend die Skizze mit der Anleitung des kleinen Apparates zukommen zu lassen, die mein Mann sofort an meinen Bruder - Radio- und Fernsehtecliniker - weitergibt. Er wird uns dieses Gerät baldmöglichst anfertigen. Wenn ich mir erlaube, anstatt meines Mannes an Sie zu schreiben selbstverständlich mit seinem Wissen, dann bedingt: Ihnen zu sagen zu müssen, daß er schon beim 2. Versuch das Tonband und nur mit Mikrophon zu besprechen, Erfolg hatte. Es wäre alles noch zu neu, hielt ihn davon ab, Ihnen schon jetzt darüber zu berichten, auch Ihre kostbare Zeit mit lesen nicht in Anspruch zu nehmen. So verzeihen Sie, daß ich die Triebfeder bin -, meinem Herzen Luft zu machen, zu gestehen, daß ich meine anfängliche Voreingenommenheit, meine Skeptik einer Sache gegenüber, die mir unwahrscheinlich schien, schnell revidiert habe.

Anfangs war ich nicht dabei wenn mein Mann Versuche anstellte, auch wollte ich nicht stören, doch eines Abends bat er mich, eine Tonbandaufnahme, die er kurz vorher aufgenommen, mit anzuhören. Auf die Frage meines Mannes, wenn ein guter Geist jetzt hier im Raum anwesend ist, so möge er ihm ein Zeichen durch einen Ton, ein Wort usw. geben ... dann Pause ... und nach einer kurzen Minute setzten Stockschläge ein, Poltern, Krachen, als würde unser Apparat auseinander fallen. Mir wurde ganz komisch zumute, fühlte ich doch, daß mein Mann diese Geräusche nicht selbst verursachen konnte. Andern Tags rief er meinen verstorbenen Vater, er möge uns auf die Frage ob er es ist, mit einem ja, ein Zeichen, antworten und hörten kurz darauf eine Stimme sehr dumpf, doch für mich fast schmerzlich wahrnehmbar die Worte: Gmeiner - Opapa! - So hieß mein Vater. Wieder eine Aufnahme wo wir Chorgesang wahrnehmen konnten, oder nur dauerndes tiefes Atmen, oder wie wenn eine Metallwalze über Beton rollen würde. Gestern Sonntag kurz nach Mittags, hörten wir einen wunderschönen Flöten-Ton. Dies wollte ich Ihnen Herr Ingenieur unbedingt mitteilen.

Achtungsvoll und mit freundlichem Gruß

Ihr Josef und Melanie N.


Nun ersehen Sie aus diesem Schreiben, wie sich das Phänomen verschiedenartig kundgibt und man auf gewisse Eigenarten achten muß. Aber ich möchte noch über die Aufnahmemethoden einiges berichten.

Es gibt Forscher, die andere Aufnahmearten bevorzugen. Z. B. stellen sie eine oder mehrere Fragen - oder sehr oft auch gar keine - und lassen das Tonbandgerät einfach laufen. Dabei sitzen sie, wie sie meinen, verhältnismäßig ruhig und warten. Etwa so, wie ein Fischer am Ufer sitzt und in das Wasser stiert. Dabei aber produzieren sie ganz unbewußt irgendwelche Geräusche, sei es durch eine Bewegung, sei es durch atmen oder gähnen oder sonst wie - und so könnte es vorkommen, daß manche davon als jenseitige Kundgebungen ausgelegt werden. Hier ein besonderer Fall. Da rief mich jemand an, er möchte sich ein Psychophon bauen, er wäre als Radioamateur dazu durchaus in der Lage. Also schickte ich ihm einen Schaltplan und er baute es. Bald darauf hielt ich einen öffentlichen Vortrag, dem auch der gute Mann beiwohnte. Stolz zeigte er mir sein selbstgebautes Psychophon, doch sagte er betrübt, er hätte sechzehn Stunden ununterbrochen aufgenommen, doch leider wäre keine Stimme auf dem Band zu hören. Sechzehn Stunden aufnehmen - nun gut, vielleicht war er während der ganzen Zeit nicht anwesend oder er hat geschlafen, ich weiß es nicht. Aber eine sechzehnstündige Aufnahme abhören, das ist arg. Nun saß er bei meinem Vortrag gleich in der ersten Reihe und als ich die ersten Stimmenbeispiele brachte, wurde er stutzig. Dann verklärten sich seine Gesichtszüge immer mehr und er zappelte schon auf seinem Stuhl herum. Ich hatte gerade den Vortrag beendet und glaubte, alle Anwesenden hätten den größten Teil der Stimmen gut verstanden, da kam mir der Mann mit ausgestreckten Händen freudestrahlend entgegen und rief voll Begeisterung: "Herr Ingenieur, ich habe genau solche Geräusche auf dem Band, wie Sie!" Sie können sich meine Freude darüber vorstellen, daß er meine Stimmenaufnahmen, auf die ich so stolz war, als "Geräusche" bezeichnet hat.

Natürlich gibt es auch Menschen, die mit dem besten Willen verschiedene Laute nicht differenzieren können. Das kann physisch bedingt sein, meistens aber fehlt eine gewisse Übung oder Schulung, diese Stimmen von allfälligen Nebengeräuschen zu unterscheiden. Aber hier lernt man dann durch oftmaliges Abhören der Aufnahmen; besonders erleichtert die Eigenart der Stimmen ihre Identifizierung.

Stellen Sie sich folgendes vor: Sie betreten eine lärmerfüllte Fabrikhalle, es dröhnt ringsum derart, daß der Lärm geradezu schmerzend wirkt. Und nun sehen Sie zwei Arbeiter, wie sie sich unterhalten. Das stimmt schon, man sieht es, aber man hört nichts. Nur an den Mundbewegungen erkennt man, daß sie sprechen und sich gegenseitig verstehen. Nun wollen Sie um eine Auskunft bitten. Aber, o Schreck, Sie selbst verstehen Ihr eigenes Wort nicht! Doch die Leute haben Sie völlig normal verstanden, Sie haben ja mit ihnen "geschrien!" Wären Sie nun gezwungen, sich nur kurze Zeit in einem solchen Betrieb aufhalten zu müssen, so werden Sie mit Erstaunen feststellen, daß auch Sie die Fähigkeit erwerben, sich trotz des Lärmes ohne Anstrengung verständigen zu können. Plötzlich sind Sie in der Lage, den Lärm "abzuschalten", d. h., das Gehörte vom Lärmhintergrund zu trennen, also eine sogenannte Selektion durchzuführen. Nun können Sie ohne weiteres das Gesprochene verstehen, vom sogenannten "Lärmpegel" trennen! Und genauso verhält es sich beim Abhören der Stimmen. Man hört das Wesentliche, und der unwesentliche Hintergrund kann bewußt abgeschaltet werden.

Eigentlich müßte man eine Transzendental-Empfangsstation bauen und ebenso wie ein Observatorium - fern von störenden Einflüssen - errichten, vielleicht mit einer Art Parabolantenne, die in den Raum hinaus gerichtet ist. Schließlich errichtet man ein Observatorium auch nicht neben der Stephanskirche im Stadtinneren, oder am Kurfürstendamm. Aber vielleicht wird man später einmal der Sache aufgeschlossener gegenüberstehen, und dann wird der Transzendentalverkehr so selbstverständlich sein wie ein herkömmliches Nachrichtenmittel.

Ich wies schon darauf hin, daß die Wesenheiten für die Stimmenmanifestation eine bestimmte Energieart benötigen und eine solche wäre ihren Angaben nach eine Trägerfrequenz, die sie modulieren können. Nun scheint es so, daß etwas derartiges bei der Mikrophonmethode nicht benötigt wird. Das ist wohl ein Irrtum. Hier erzeugt das "Raumrauschen" ein Energiepotential. Für unser Ohr nicht wahrnehmbare Geräusche, der Puls- und Herzschlag, das Atmen, Resonanzen und Schwingungen der im Raum vorhandenen Gegenstände und in den Raum eindringende, uns nicht wahrnehmbare Geräusche, erzeugen hier ein energetisches Potential, das einerseits die Membrane des Mikrophons - wenn auch äußerst schwach - in Bewegung setzen und dadurch eine Induktion erzeugen kann. Aber auch alle im Raum vorhandenen resultierenden Felder können als Potential dienen. So ist es verständlich, daß Mikrophoneinspielungen meistens sehr leise sind, es sei denn, es geht ein besonderes Kraftfeld vom Experimentator oder den anwesenden Personen, Tieren oder Gegenständen aus, welches nach Angaben der Wesenheiten transformiert und moduliert werden kann. Ich verweise betreffend der Stimmenaufnahmen nochmals darauf, man möge sich bei denselben eines sogenannten "Gegensprechverkehrs", oder wie Dr. Raudive es nennt, einer "Partnerschaftseinspielung" bedienen. Dies ist keineswegs ein überflüssiger Luxus! Will man auf konkrete Fragestellungen bezugnehmende und konkrete Antworten, halten wir es wie beim Telephonieren und Sprechen mit dem Partner. Man legt beim Telephonieren ja auch nicht den Hörer neben den Apparat und geht mittlerweile spazieren und läßt den Gesprächspartner als "Alleinunterhalter" zurück. Hier kommt nur Unsinn heraus, ohne jegliche Beziehungen. Derartiges überzeugt niemanden, es führt zu nichts und es ist schade um die Zeit. Man muß bei einer Aufnahme den kontinuierlichen Zusammenhang, also ohne jegliche Unterbrechung, erkennen können.

Diese Art eines Gegensprechverkehrs empfehle ich bei allen Aufnahmemethoden. Und wie dies vor sich geht, beschreibe ich jetzt als eine der vielen séancenartigen Aufnahmen, die ich in Anwesenheit mehrerer Personen durchführe.

Ich nehme immer in der Dauer von etwa zehn Minuten auf, so vier bis fünf Einspielversuche an einem Abend. Dann hören wir gemeinsam das Band ab und in den nächsten Tagen erfolgt die Überspielung der brauchbaren Aufnahmen auf ein Archivband. Hier aber, in dieser Schilderung, lasse ich die Stimmen gleich antworten, als würden sie sofort über den Lautsprecher zu hören sein. Auch dies habe ich schon praktiziert, doch werden die Antworten, die oftmals noch in meine Fragestellungen hineinfallen, leicht überhört. Die anwesenden Personen jedoch stelle ich hier aus verschiedenen Einspielabenden zusammen, um besonders interessante Antworten zu bringen. Fragestellungen und Antworten sind völlig original, alle dem Archiv entnommen. Erleben Sie bitte, wie das zugeht.

Ein Aufnahmeabend bei Seidl

Heute sind zwölf Personen gekommen. Herr Professor Kölbi mit Frau, Herr Bayer und Herr Eckhardt, Familie Renner, mein Sohn Herbert und seine Gattin, Herr Sikor, Frau R. und Herr Messner. Meine Frau Rosalinde wohnt wie immer den Aufnahmen bei. Natürlich könnten es auch Leute von der Presse sein wie z. B. Dr. Winklbauer und Herr Grauer, Herr Mulacz, oder ein Team von der Bavariafilm, aber auch sonstige Bekannte, wie die Familie Rasovsky oder Frau F., ferner auch interessierte Ingenieure und Wissenschaftler. Nun will ich einen Querschnitt aus verschiedenen Aufnahmen in der Form einer Rahmenhandlung bringen.

Es ist abends, der Luster brennt und die Anwesenden sitzen im Zimmer um den Tisch. Es ist etwas knapp mit dem Platz, denn einen großen Teil des Zimmers beansprucht der Flügel. Auf ihm ist das Psychophon postiert, ein aufrechtstehendes Gerät, welches an der Frontplatte aus Aluminium ein großes, gut übersehbares Meßinstrument trägt und einen kreisrunden vergitterten Ausschnitt für den Lautsprecher. Dann zahlreiche Bedienungsknöpfe. Eine Antenne ist nicht angeschlossen; die Stromversorgung erfolgt über ein kleines Netzgerät. Neben dem Psychophon steht das Mikrophon, welches an dasselbe angeschlossen ist, und alle Gespräche aufnimmt.

Das Psychophon betätigt drei Aufnahmemethoden zugleich. Es nimmt die Gespräche der Teilnehmer auf, aber auch die Stimmen von unsichtbaren Gesprächspartnern als sogenannte Mikrophonstimmen, nach der Art der ersten Aufnahmemethode. Gleichzeitig aber im Breitbandempfang Radiofrequenzen vom Kurz- bis in den Langwellenbereich. Und als dritte Art stellt es den Wesenheiten eine Energie und Trägerfrequenz in Form eines abgestrahlten elektromagnetischen Feldes zur Verfügung. Diese Selbstsenderschwingung jedoch bleibt im Inneren des Gerätes, da das Psychophon einen Faradayschen Käfig darstellt. Aber die Wesenheiten können von dieser Energie und der Trägerfrequenz trotzdem Gebrauch machen und modulieren dieselbe, wie wir ja sehen werden.

Die Gespräche der Anwesenden sind sehr angeregt, viele erzählen von irgendwelchen übersinnlichen Erlebnissen, die sie einmal hatten oder von denen sie hörten und es gibt ein Für und Wider. Natürlich sind die Meinungen geteilt und viele trauen der Sache doch nicht recht und vermuten auch einen Geheimsender, der irgendwo im Nebenzimmer untergebracht sein kann oder sonst wo im Hause steht und der auf die mitgehörten Fragestellungen Antworten gibt

Es fehlt auch nicht an Stimmen, die erklären, der Seidl sei ein Bauchredner. Von dieser Gabe wußte ich bis jetzt nichts und ich freue mich unsäglich, daß ich auch als Imitator von Frauenstimmen auftreten kann und eine Sopranhöhe erreiche wie in der Staatsoper. Antworten singe ich als Schlagersängerin nebenbei, sozusagen als Draufgabe.

Die Stimmung ist nun durch die Debatten sehr angeregt geworden. Fragen werden gestellt, Möglichkeiten der Herkunft erörtert und jedermann wartet schon mit Neugierde und Spannung auf das Kommende. Ich ersuche die Anwesenden nun, wer an die Wesenheiten Fragen zu stellen wünscht, möge sich dieselben zurechtlegen und notieren. Und dann bitte ich, es möge immer nur eine Person sprechen, nicht zwei zugleich oder in die Fragestellung eines anderen einfallen, sondern immer eine kleine Pause zu lassen. Sonst fällt beim Abhören eine Trennung der verschiedenen Stimmen schwer.

Ist nun auch dies klargestellt, ersuche ich die Anwesenden sich geistig auf die Aufnahme einzustellen und während derselben jeden Zwischenruf zu unterlassen und keine Geräusche zu produzieren. Jetzt ist es still. Alle sind gespannt. Ich notiere die Zählwerknummer des Tonbandgerätes und die Uhrzeit, nehme den Zettel mit der Ansprache an die unsichtbaren Wesenheiten in die Hand und drücke auf den Knopf des Tonbandgerätes.

Aufnahme. Gerät läuft. Ansprache: "Heute ist Dienstag, der 20. April 1971, es ist 20.00 Uhr. An diesem Aufnahmeversuch nehmen außer mir und meiner Frau Rosalinde noch zwölf Personen teil. Liebe jenseitige Freunde! Wieder versuchen wir über das Psychophon mit euch in Kontakt zu treten und eine Brücke in eure Dimensionen zu bauen. Ihr habt ebenfalls größtes Interesse daran, mit uns eine Verbindung aufzunehmen und den Menschen zu zeigen, daß es weitergeht, über unsere Raum-Zeitvorstellungen hinaus. In einem Gegensprechverkehr wollen wir Fragen stellen und bitten, uns dieselben nach Möglichkeit zu beantworten. Vielleicht aber habt ihr, liebe Freunde, an uns Fragen zu richten oder Mitteilungen und Wünsche; gebt sie uns bitte bekannt."

Die erste Frage betrifft Professor Ude. "Dr. Weyhs läßt fragen, ob sich Professor Hoff oder Professor Ude melden könnte." Sofortige laute und deutliche Antwort: "Ude!"

Frage: "Wie findet er seine jetzige Existenz nach dem Tode - entspricht sie seinen Vorstellungen, die er als religiöser Mensch auf Erden hatte - oder ist sie anders -"

Antwort: "Anders!"

Diese Antwort war leise und hastig. "Danke, lieber Professor Ude!"

Und nun Herr Sikor: "Könnte sich mein in Jugoslawien vermißter Bruder mit dem Namen melden?" Ich frage nun: "Herr Sikor läßt fragen, ob sich sein in Jugoslawien gefallener Bruder mit dem Namen melden könnte."

Sofortige Antwort: "Ich bin da!"

Diese Antwort ist insofern interessant, als wir alle den Namen "Karl" erwarteten.

Nun meldet sich Herr Messner zu Wort. Er möchte wissen, ob in Schriften von Reichenbach "Der sensitive Mensch" ein Hinweis auf das Od zu finden wäre. Ich stelle die Frage. Kaum beendet, schießt die Antwort von drei verschiedenen Stimmen ein: "Reichenbach!" "Wenn ja, für Herrn Seidl!" "Reichenbach!" Eine aneinander schließende Kette als Antwort.

Dieses Phänomen ist deshalb interessant, weil die erste Stimme als Radiostimme identifizierbar war, die zweite als laute und rauhe Selbstsenderstimme, und zum Schluß der Ruf "Reichenbach" als leisere, aber völlig klare Mikrophonstimme. Hier sind die drei Empfangsmethoden des Psychophons gleichzeitig wirksam. Die drei Antworten können sowohl von einer Wesenheit in der Reihenfolge durchgegeben worden sein, als auch von mehreren.

Eine ebenso interessante Antwort folgt auf die weitere Frage des Herrn Messner: "Gibt es Schriften, die in technischer Hinsicht der Stimmenforschung weiterhelfen könnten?"

Antwort: "Mit Wisses Seidl ab! Blitz ab!"

Die erste Stimme war eine laute Selbstsenderstimme, die zweite eine Mikrophonstimme. Man sieht nun auch, daß ich mit dem Namen angesprochen werde. Aber nicht nur ich, auch andere Personen werden namentlich erwähnt. Zum Beispiel frage ich: "Könnte mein Sohn Herbert oder meine Frau Rosalinde mit dem Namen angesprochen werden?" Antwort: "Rosalind".

Oder: "Wer ist hier im Kreis besonders medial?" Antwort: "Bayer!"

Nun möchte die anwesende Frau R. wissen, ob Frau S. den verstorbenen Mann von Frau R. im Jenseits getroffen hat und wie es ihm geht. Ich frage. "Hat Frau Sonnenschein den verstorbenen Mann von Frau R. im Jenseits getroffen - und wie geht es ihm?" Bei "Jenseits" setzt eine Musikbrücke ein, die sich in der Intensität steigert und plötzlich in eine Antwort transformiert wird: "Allen? Gut!"

Nun frage ich weiter: "Könnte mir bei meinen Forschungen ein Wissenschaftler von "drüben" behilflich sein, vielleicht Newton oder Galilei, Tesla oder Einstein?" - darauf eine Frauenstimme: "Was meinen Sie, l' Professor?"

Nun wollte Frau Rasovsky wissen, ob sich ihre Mutter melden könnte. Eine Stimme, die sie sofort als die ihrer verstorbenen Mutter erkennt, spricht sie direkt mit ihrem Namen an: "Hanni, hörst' mich?" Darauf fragt sie weiter, ob sie im Jenseits noch Schmerzen habe. Eine andere Stimme antwortet monoton darauf: "Nur im Leben!"

Nun fragt Herr Rasovsky, wie es drüben Frau Gerlinde Schmid geht. Antwort: "Danke, gut!"

Weiter fragt Herr R. ob sie schon weiß, daß sie "drüben" ist. Darauf antwortet eine Stimme: "Ja, sie weiß es!"

Jetzt meldet sich Frau Professor Kölbl zu Wort: Eine ihr bekannte alleinstehende Dame hängt mit aller Liebe an ihrem Hund, der plötzlich verschwunden und unauffindbar ist. Lebt der Hund noch? Nun frage ich: "Also, ich stelle die Frage: Lebt der Hund noch?" Die Antwort fällt sofort und fast in das "noch" hinein: "Ja!" Wenn man bedenkt, was ein treues Tier für einen einsamen Menschen bedeuten kann, ist diese Frage keineswegs banal!

Nun frage ich weiter, was die Wesenheiten vom Psychophon halten und ob sie es für gut finden. Antwort: "Mysteriös!" "Und was haltet ihr von meinem erstellten Kompensationsprinzip?" Antwort: "Acto magic!"

Weitere Frage: "Soll ich es der Menschheit bekannt geben?" Sofort antwortet schnell eine Männerstimme: "Das wäre ein Verhängnis für den -". Der Satz wurde nicht ausgesprochen.

Nun fragt Herr Messner, was die Wesenheiten am liebsten modulieren. Frage: "...Gammastrahlen ... Lichtfrequenzen ... HUKW ... UKW ... Mittelwelle ..." sofort eine laute Stimme: "Blitz ab!" Weiter: "... Langwelle ..." Stimme: "Mit Blitz!" Weitere Frage: "... Infralangwelle ..." sofortige Antwort: "Richtung immer beobachten!"

Dies waren wieder alles Selbstsenderstimmen. Was die Wesenheiten mit "Blitz" meinen, darüber berichte ich anschließend.

Nun wollte Herr Doktor Winklbauer, der vor einigen Tagen Vater wurde, wissen, ob seine verstorbene Mutter davon weiß, und ob ihr der Name Thomas gefällt. Die Stimme seiner Mutter meldet sich mit der gleichen Klangfarbe, die sie zu Lebzeiten hatte: "Ja, ich weiß es!" Und auf die Frage, ob ihr der Name Thomas gefällt, antwortet sie: "Gefällt allen sehr gut!"

Dr. Winklbauer kamen vor Rührung die Tränen in die Augen und er mußte hastig ein Glas Kognak hinunterstürzen. So packend und erregend ist die Atmosphäre! Interessant ist, daß oft eine Antwort auf den Zustand oder die Meinung mehrerer Wesenheiten bezogen wird: "Allen gut!" Oder: "Gefällt allen sehr gut!

Nun folgt eine interessante Beantwortung einer Frage des Filmregisseurs Rittig betreffend des Wunderheilers Agpaoa. Und zwar wird hier die Antwort, wie schon öfter, gesungen. Manchmal bemüht sich eine Opernsängerin, oft singt die befragte Wesenheit selbst, diesmal war es noch anders: Eine Radiosängerin singt einen Schlager, singt dabei die bezugnehmende Antwort und singt sofort den Schlagertext weiter, als wäre dies die selbstverständlichste Sache der Welt.

Dies sieht so aus: Meine Frage: "Professor Sauerbruch! Kennst du den Wunderheiler Agpaoa von den Philippinen?" Die Stimme singt sofort rhythmisch anschließend: "Ja, wir kennen diesen Wunderheiler - (ich sage nochmals das Wort Agpaoa und die Stimme singt sofort weiter, zuerst nicht klar, aber das Musikthema formmäßig abschließend:) "... von diesen vielen Bienen!" (Philippinen ist gemeint.)

Meine weitere Frage: "Professor Sauerbruch! Was hältst du von Agpaoa?" Eine leise, mürrische Stimme antwortet: "Nichts!"

Interessant ist immer die Offenherzigkeit, die bei den Antworten zutage tritt, die oftmals brüskiert, spöttisch oder ironisch ist, doch niemals überheblich.

Scheinbar besitzen die Wesenheiten Humor und man gewinnt den Eindruck, daß es "drüben" wirklich recht menschlich zugehen kann.

Nun beenden wir die Aufnahme. Ich spreche abschließend: "Liebe jenseitige Freunde! Wir danken euch herzlichst für euere Bemühungen, mit uns einen Kontakt herstellen zu wollen. Ferner danken wir für die vielen Beantwortungen unserer Fragen und euere Beratungen. Hiermit beenden wir für heute den Aufnahmeversuch und bitten, bei den nächsten Versuchen wieder mit uns Kontakt aufnehmen zu wollen. Vielen herzlichen Dank!" Diese Aufnahme blieb also durchaus im Rahmen einer spiritistischen Sitzung oder Séance. Natürlich kann es jeder so halten wie er will. Dementsprechend wird auch der Kontakt mit den unsichtbaren Sprechpartnern ausfallen. Abschließend hören wir uns dann gemeinsam das Band an, besondere Stellen von Wichtigkeit oder Charakteristik mehrmals, notieren uns dieselben mit dem Vermerk der Zählwerknummer und auch das Ende der Aufnahmezeit. Alle wichtigen Punkte, sowie Ansichten, Auslegungen und Meinungen, die sich aus der anschließenden Debatte ergeben, notiert man ebenfalls ganz kurz.

In den nächsten Tagen erfolgt die langwierige Arbeit der Stimmenanalyse, das Herausspielen und Überspielen der Stimmen auf das Archivband, mit den wichtigen bezugnehmenden Hinweisen. Von diesem Band werden dann die Stimmen in Frage- und Antwortkomplexen und mit einem Kommentar versehen, auf ein Vorführband überspielt, sodaß beim Abhören der Eindruck des Miterlebens entsteht. Der Zusammenhang soll also zwischen Frage und Antwort auch auf dem Vorführband kontinuierlich sein, so daß keine Zweifel wegen einer etwaigen Manipulation auftauchen können. Selbstverständlich soll auch ein Protokollbuch geführt werden, in das sich jeder Teilnehmer einträgt. Ich habe schon bei der Aufnahmetechnik darauf hingewiesen.

Diese Schilderung eines Einspielabends wurde aus mehreren, zu verschiedenen Zeiten durchgeführten Aufnahmen zusammengestellt, Die Zahl der gut verständlichen Antworten beläuft sich auf etwa 92% und an einem Abend werden bis zu 50 Fragen gestellt. Bei rein technischen Fragen oft auch mehr.

Nun bringe ich noch einige interessante Antwortbeispiele, die alle im Archiv erfaßt sind. Ihre Art und Charakteristik trifft auch auf alle anderen Beispiele zu; sie sind in ihrer Eigenart bei allen Forschern gleichbleibend und an ihren spezifischen Merkmalen als paranormal erkenntlich.

Einige Beispiele von Antworten.

Zuerst möchte ich erklären, warum die Wesenheiten öfters auf einen "Blitz" hinweisen. Im Mai 1970 weilte ich bei Dr. Raudive zu Besuch in Bad Krozingen. Wir führten zusammen Einspielungen durch. Ich bemühte mich besonders ein kleines Psychophon zu testen: Ich vergrößerte versuchsweise die Oszillatoramplitude, und der Stimmenempfang blieb aus. Dr. Raudive meinte: "Das macht nichts, wir werden die Wesenheiten nach der Diodenmethode fragen, was wir machen sollen".

Also, schaltete Dr. Raudive die Diode an den Eingang des Tonbandgerätes, stellte die betreffende Frage und wir warteten einige Minuten. Als wir dann das Band abhörten, kam es zutage: Eine Stimme sagte klar, wenn auch leise: "Sei'l, Blitz abdreh' tu!" Und weiter: "Blitz wie Beil im Hirn!" Das heißt, die Wesenheiten empfanden das abgestrahlte Feld zu intensiv, also wie einen "Blitz", der ihnen "wie ein Beil ins Hirn" drang. Ich verkleinerte also die abgestrahlte Energie und frug, ob es nun recht wäre. Sie antworteten über die Diode: "Jetzt wird es gehn!" Diese Aufnahme finde ich als eine der köstlichsten und bewahre sie wie einen Schatz auf.

Und dann geschah es in Wien zum zweitenmal. Über ein Dutzend Personen waren bei dieser Aufnahme anwesend. "Mit Wisses Seidl ab! Blitz ab!" Und weiter: "Blitz ab!" "Mit Blitz!" bei der Fragestellung über Wellenbereiche. Und noch öfters wurde das Wort "Blitz" gebraucht. Für uns wurde "Blitz ab" sozusagen zu einem lustigen, geflügelten Zuruf.

Das Psychophon besitzt einen Regler, der die Intensität der Feldstärke mittels eines Pfeilknopfes beliebig einstellen läßt und den ich den Wesenheiten zu Ehren als "Blitzregler" oder kurz "Blitz" bezeichne. Doch dieser "Blitz" haftet nicht nur mir an, nein, er scheint übertragbar zu sein wie Masern. Der Sohn der Familie Renner, Heinz, ein junger Technikstudent, baute sich ebenfalls ein Psychophon. Schon die zweite Einspielung brachte ihm in der klassisch-grammatikfeindlichen Art den Zuruf: "Den Blitz abdreh' tun!" Also, man kann die Wesenheiten damit direkt ärgern! Der "Blitz" wird zum "Gütezeichen" für das Psychophon!

Familie Renner sucht ihre Tochter Sylvia

Nun einige Einspielungen, die sich auf die Familie Renner beziehen. Ich möchte kurz den Fall aufrollen. Es war im Sommer 1970 auf einem Campingplatz am Gardasee. Abends. Familie Renner, Eltern, Sohn Heinz und Tochter Sylvia wollen sich zur Ruhe begeben. Sylvia verabschiedet sich noch kurz von ihrem Bräutigam, wenige Schritte vom Zelt ihrer Eltern weg. Seit dieser Zeit gibt es keine Sylvia mehr. Der Bräutigam wußte genausowenig über ihren Verbleib, hat sich doch Sylvia nur kurz von ihm verabschiedet. Fünf Mädchen sollen bereits beim Gardasee verschwunden sein. Sie wurden nie mehr gesehen.

Ich kannte die Familie Renner nicht, doch meiner Frau und mir ging die menschliche Tragödie sehr zu Herzen. So bat mich meine Frau, erstmalig zu versuchen, ob man nicht mittels Psychophon einen Hinweis erhalten könnte. Auf die Frage, ob Sylvia ermordet wurde, kam keine Antwort. Auf die Frage, ob sie entführt wurde und ob mehrere Entführer daran beteiligt waren, kam als Antwort: "Quadro quart". Und auf eine weitere Befragung kam ein ganzer Satz durch: "Emanua! In mare con dimediatis Paolo!" Wir wußten mit diesem Hinweis nichts anzufangen, wir kannten keinen Emanua und keinen Paul, durch den oder dessen Vermittlung Sylvia hätte verschwinden können. Doch, ich übernahm die Aufnahme ins Archiv.

Im Herbst 1970 berichteten wieder Zeitungen über meine Arbeiten, darunter auch der "Wiener Samstag", ein seriöses Wochenblatt. Zufällig las die Familie Renner diesen Bericht und wandte sich spontan an mich, ob ich helfen könnte. Ich spielte ihnen die Aufnahme vor. Herr Renner war wie elektrisiert. "Paolo", sagte er erregt, "so hieß doch ein junger Italiener, der sich am Campingplatz befand". Nun führten wir gemeinsam Aufnahmen durch, die sich über einen längeren Zeitraum erstreckten. Ich bringe die wichtigsten Antworten, die bei diesen Versuchen durchkamen.

Versuch am 26. 3. 1971, Versuchsbeginn 20.20 Uhr, 10 Personen anwesend. 4 Teilversuche.

Frage: "An welchen Tagen könnt ihr die diesbezüglichen Fragen am besten beantworten?" Antwort: "Dienstag"! (Mädchenstimme.)

Frage: "Zu welcher Stunde?" Antwort: "Acht bis Zwanziguhr". (Mädchenstimme.)

Frage: "Wo können wir deine Leiche suchen?" Antwort: "Nie!" (Männerstimme.)

Frage: "Bitte, Sylvia, hilf deinen Eltern durch einen Hinweis, dich zu suchen." Antwort: "Es war doch kein Unfall!" (Männerstimme.)

Frage: "In welcher Stadt?" Antwort: "Spanien"! (Hier nennt eine Mädchenstimme das Land.)

Frage: "Zu welcher Zeit bekommen wir am besten Auskunft?" Antwort: "Dienstag"! (Hier nennt eine Mädchenstimme den besten Aufnahmetag.)

Frage: "Wenn du gestorben bist, war es ein Unfalltod?' Antwort: "Aber nein!" (Mädchenstimme.)

Frage: "Wie heißt das Land?" Antwort: "Spanien!' (Mädchenstimme.)

Aus Aufnahmen vom 20. 4. 1971.

efrage: "War Paolo an der Entführung beteiligt?" Antwort: "Beteiligt!

Frage: "Wo befindet sich Sylvia nun?" Antwort, schlagermäßig und rhythmisch gesungen: "Im schönen Spanien ... im schönen Spanien ..."

Bei weiteren Einspielungen nach Wochen wurde konsequent Ägypten genannt, und Heinz bekam bei seinen eigenen Einspielversuchen, die immer konkretere Hinweise brachten, als Aufenthaltsort "... bei Kairo".

Man könnte daraus vermuten, daß sie durch eine Mädchenhändlerbande in den Orient verschleppt wurde.

Hiemit beschließe ich den Teil über die Aufnahmen. Es waren nur wenige Beispiele aus einer großen Anzahl, von denen ich annehme, daß sie allgemein interessieren. Charakteristisch ist die Art ihrer Aussage, die Satzform, und beachtenswert die Konsequenz, die sich im Gebrauch gleicher Wörter oder Satzbildungen oder Hinweise auch nach Monaten, gleichbleibt.

Dies ist alles erst ein Beginn. Wir stehen am Anfang einer unfaßbaren Tatsache, dem Sprechverkehr mit uns unsichtbaren, jedoch autonomen Wesenheiten. Eine Brücke in andere Dirnensionen ist geschlagen!


Die Diodenschaltung

Eine Schaltanordnung für Radio-Breitbandempfang (Abb. 1).

Diese Aufnahmeart wurde von Professor Alex Schneider aus St. Gallen erdacht und hat ihre speziellen Vorzüge. Sie ermöglicht einen Empfang vom Kurzwellen- bis in den Langwellenbereich ohne Umschaltung, so daß die verschiedensten Frequenzen empfangen werden können. Eine paranormale Modulation ist im Gegensatz zum Empfang von nur einer abgestimmten Frequenz, wie es beim Radioempfänger der Fall ist, durch die vielfache Möglichkeit der gleichzeitig zu empfangenden Frequenzen besonders begünstigt. Weiter zeichnet sich diese Anordnung durch ihre klangreine und natürliche Wiedergabe aus, die irgendwie nicht raumgebunden zu sein scheint und völlig klar klingt. Außerdem ist das Gerät von jedem Amateur leicht zu bauen und hat nur geringen Materialaufwand. Es wird als sogenannter "Adapter" an den Eingang des Tonbandgerätes angeschlossen.

Am wichtigsten ist dabei die völlige Abschirmung des Gerätes und des Verbindungskabels. Da die Anordnung sehr klein ist, ist sie in einer kleinen Blechbüchse leicht unterzubringen. Das Verbindungskabel, welches einen Mikrophonstecker besitzt und recht kurz sein soll, kann mit dem Adapter fest verbunden sein.

In der Schaltanordnung habe ich noch zusätzlich einen Mikrophonanschluß vorgesehen, dadurch wird Empfang und Mikrophonaufnahme zugleich ermöglicht. Man hat so zwei Empfangsmöglichkeiten transzendentaler Stimmen, gleichzeitig aber kann man die eigene Sprache usw. mit aufnehmen, ohne mzuschalten.

Die Arbeitswiderstände sind in einer Kompromißlösung angepaßt und können entsprechend auch anders gewählt werden.

So kann ich also die Schaltung aufzeigen und die Daten der Widerstände und Kondensatoren anführen. Den zusätzlichen Mikrophonanschluß schlage ich nur vor, um zwei Aufnahmemethoden und die gleichzeitige Aufnahmemöglichkeilt der Fragestellungen zu ermöglichen.

Abb.: Schaltbild der Diodenschaltung

Die Widerstände: Rl und R2 30 bis 100 Kiloohm, ¼ Watt belastbar, die Kondensatoren: C1 = 1 nF, C2 = 2 nF, Prüfspannung 12-15 Volt. D = Hochfrequenzdiode, etwa AA 116 o. a., A = Antenne, ein Stückchen zusammenrollbarer Draht etwa 8-25 cm lang, empirisch zu ermitteln, B1 = Antennenbüchse, B2-B3 = Mikrophonanschluß, B4-5 = Ausgang, G = Gehäuse, mit Masseleitung verbunden. Nochmals beachten: Die ganze Anordnung wegen der Gefahr eines Netzbrumms in einen Metallbehälter einbauen, der mit der Masseleitung der Anordnung und diese mit der Masseleitung des Tonbandgerätes gut verbunden sein muß.

Die "Antenne", welche aus wenigen Zentimeter Draht besteht, liegt über einem kleinen Kondensator von 1 Nanofarad an der Diode, um einer "Brummspannung" vorzubeugen. Überhaupt darf nicht der geringste Netzbrumm auftreten, falls die Anordnung vollständig abgeschirmt ist. Die Antenne kann an eine isolierte Steckbüchse, die sich am Metallbehälter befindet, angesteckt werden, oder aber durch ein Bohrloch direkt in das Gehäuse geführt werden. Diode, Widerstände und Kondensatoren befinden sich auf einer kleinen Platte oder Streifen aus Isoliermaterial, z. B. einem Pertinaxstreifen mit Lötfahnen o. a.

Beim Aufnahmeversuch müssen Radiosender leise durchhörbar sein, denn würde man die Sprache oder Musik durch entsprechendes Verkürzen der Antenne ganz eliminieren, also die Modulation nicht mehr hörbar werden lassen, hat man auch keine Trägerfrequenz mehr zur Verfügung und dann kommen nur noch Mikrophonstimnen durch. Die Radioprogramme sind als Hintergrund leicht unter Kontrolle zu halten und werden von den Wesenheiten oft paranormal in bezugnehmende Antworten transformiert. Sie verwenden also das gesprochene Wort oder auch Musikteile, um daraus eine Antwort zu formen. Möglicherweise ist das ein Grund dafür, daß es bei den Antworten meist mit der lieben Grammatik nicht stimmt und so zu lustigen Satzbildungen kommt. Doch die Praxis bringt das sichere Gehör und Gefühl für das Erkennen paranormaler Antworten.

Und nun bauen Sie das Gerät und viel Erfolgt damit!


Das Psychophon

Dieses Gerät wurde speziell für den Transzendentalempfang entwickelt.

Das Psychophon ermöglicht drei Aufnahmemethoden zugleich. Nämlich die Radio-Breitbandempfangsmethode, die Selbstsender- und die Mikrofonmethode. Gleichzeitig werden die eigenen Gespräche mit auf das Band aufgenommen. Es besitzt also die bewährtesten Aufnahmearten zugleich und gibt aufgrund seiner hohen Verstärkung besonders laute Stimmen. Durch die Selbstsenderstufe wird zusätzlich den Wesenheiten eine Energie zur Verfügung gestellt, die sie auch paranormal modulieren können.

Das Gerät habe ich außerdem als Adapter entwickelt, dessen Bau auch einem Radioamateur keine Schwierigkeiten bereitet. Er benötigt keine besonderen Meßanordnungen zum Abgleichen von Zwischenfrequenzen, wie es bei komplizierteren Empfängern sonst der Fall ist. Auch hier ist das Vorhergesagte wichtig, nämlich der Einbau des Gerätes in ein vollständig abschirmendes Metallgehäuse. Nicht nur allein wegen des Netzbrumms, hier muß noch darauf geachtet werden, daß die Sender-(Oszillator-)frequenz durch ihre Ausstrahlung benachbarte Empfänger nicht stört, also aus dem Gehäuse nicht austreten darf! Dies könnte auch behördliche Unannehmlichkeiten bringen. Damit einer Ausstrahlung durch die eventuelle Antenne möglichst vorgebeugt wird, ist der Oszillatorstufe noch eine Hochfrequenzstufe vorgeschaltet.

Ich werde nun das Gerät in seiner Konstruktion beschreiben, damit die Forschungen auf breiter Basis geführt werden können. Viele Techniker und Wissenschaftler werden weitere Verbesserungen und Erkenntnisse finden, so daß einmal geklärt werden wird, ob das Phänomen eine rein animistische oder eine okkulte Erscheinung ist. Im zweiten Fall wird sich ein Transzendentalverkehr mit anderen Wesenheiten entwickeln können. Es ist durchaus denkbar, ja geradezu vorauszusehen, daß auch beide Erscheinungen möglich sind und vielleicht zusammenwirken. So käme dann z.B. eine transzendentale Einwirkung über die Versuchsperson dadurch zustande, daß dieser für die Manipulation der Stimmenaufzeichnung unbewußt Gedankenkräfte entnommen werden, was als animistischer Vorgang ausgelegt wird. Der französische Psychiater P. Janet spricht von einem Unterbewußtsein. Vielleicht ist diese Bezeichnung schlecht gewählt. Mit einem "Unterbewußtsein" kann man kaum etwas erklären. Besser wäre die Bezeichnung "Überbewußtsein", die an eine seelische Bereitschaft denken läßt, die hier vermittelnd wirkt, also eine Medialität, welche je nach dem Grad, den der betreffende Mensch besitzt, mehr oder weniger gut das Phänomen zeigt. Aber der Mensch tendiert lieber zum Negativen und bestreitet die Möglichkeit von Wirkungen aus höheren geistigen Ebenen. Falls er eine "Seele" nicht als überholt ablehnt, betrachtet er sie als einen lästigen Untermieter, für deren Heil er beten oder gar Opfer auf sich nehmen soll. Er verkennt die wahre Ursache und stellt sie auf den Kopf. Denn nicht der Mensch besitzt eine Seele, sondern: Die Seele, ein Geist, besitzt einen menschlichen Körper, mit dem sie auf Zeit in Dualität existiert. Der Körper ist das Bindeglied zwischen einer anderen Dimension und unserer. Und alle Erscheinungen psychischer Art sind daher keineswegs Reaktionen physischer animaler Mechanismen, sondern genau umgekehrt. Sie entspringen einer psychischen Planung und Lenkung. Das "Unterbewußtsein" oder das "Unbewußte" ist daher in Wahrheit ein "Überbewußtsein" und über diese seelische Brücke führt der Weg in den Bereich des Geistes. Hier findet man dann Ursache und Wirkung; aus ihm entspringt alles Geschehen in all der Vielfalt unserer Wahrnehmungen auf unserer Ebene.

Nach diesem Intermezzo, das jedoch für das Gesamtverstehen aller paranormalen Erscheinungen wichtig ist, wende ich mich wieder der Stimmenbetrachtung zu.

Auch bei den Radiostimmen gewinnt man oft den Eindruck, als würde manchmal dem Sprecher oder Sänger plötzlich das Wort im Mund verdreht und durch einen geheimnisvollen Vorgang in eine paranormale Stimme umgewandelt. Dieselbe Erscheinung zeigt sich besonders gut bei einem Musikhintergrund. Plötzlich, vor der Beantwortung einer Frage, erfolgt ein nicht überhörbares Ansteigen der Musik, die dann plötzlich abbricht -- und zur Sprache umgeformt wird. Anschließend setzt sie wieder ein. Scheinbar dient Sprache oder Musik als Energiepotential, das umgeformt wird, und so wäre es sogar verständlich, daß es meistens mit der Grammatik nicht klappt, und warum beim Sprechen oft gehudelt wird. So betrachtet, läge hier ein energetisches Problem vor, das vordringlich gelöst werden muß. Sicher bauen die seelischen Kräfte ein energetisches Potential auf, besonders dann, wenn mehrere Personen in geistiger Gleichschaltung wirken. Dann wäre die Annahme gegeben, es entstünde im Raum ein besonderer Aufladungszustand, ähnlich einem Kondensator, wobei dann bei der Antwortgebung eine Art Feldzusammenbruch stattfindet, welcher in der kurzen Zeit seiner Entladung - vergleichsmäßig zum Feldaufbau - eine wesentlich höhere Energiedichte ergibt, die dann moduliert werden könnte. Eine Transformation dieser Energieart in eine elektromagnetische müßte dann stattfinden, um entweder hochfrequent-empfangsmäßig diese Stimmen zu erhalten, oder aber auch durch direkte Einwirkung auf das Mikrophon oder Tonband. Denn auch das gibt es, daß lautstarke Stimmen direkt auf das Tonband ohne Mikrophon oder anderen Aufnahmegeräten produziert werden. Ich selbst verfüge über eine derartige Aufnahme.

Dies mußte ich vorausschicken, damit man versteht, was mit der Selbstsenderstufe bewirkt werden soll: Ein Energiepotential zur Verfügung zu stellen, das gleichzeitig auch als Trägerfrequenz wirkt und unabhängig von Radiofrequenzen moduliert werden kann. Die Einspielungsarten des Psychophons sind in ihrer Charakteristik gut zu unterscheiden. Die klaren, meist leisen Mikrofonstimmen, die paranormalen Stimmen aus dem Radioprogramm und die kräftigen Selbstsenderstimmen, die sich in ihrer Klangfarbe und durch ihre längeren Satzbildungen gut von den anderen Stimmen abheben. Nun wird auch klar, warum die Wesenheiten "Blitz abdreh'" verlangen. Wollen oder können sie gerade nur über den Selbstsender arbeiten, so muß, um einen günstigen Modulationsgrad zu erreichen, die Amplitude jene Größe besitzen, in der sich ein günstiger und brauchbarer Modulationsgrad ergibt und die Wesenheiten durch die Intensität der Strahlung nicht zu stark behindert werden. Sonst verlangen sie "Blitz abdreh'", denn dann ist ihnen "Blitz wie Beil im Hirn". Wesenheiten auf niederen Schwingungsebenen empfinden die abgestrahlte Energie auf jeden Fall als unangenehm und bevorzugen die Mikrophonmethode. Diese kann natürlich auch von Wesen höherer Ebenen benützt werden, wie viele Einspielungen zeigen. Meist ist aber die Mikrophonmethode die Domäne der Despoten und Konsorten.

Bevor ich zum Schaltplan übergehe, möchte ich noch kurz den Prototyp vorstellen. Das Gerät ist eingebaut in ein 32 cm im Quadrat messendes und etwa 10 cm tiefes Aluminiumgehäuse, es besitzt 4 Hochfrequenzstufen und 5 abstrahlbare Frequenzbereiche, die jedoch aus dem Gehäuse, welches einen Faradayschen Käfig darstellt, nicht nach außen dringen können. Ebenso dringt umgekehrt von außen keine elektromagnetische Strahlung in das Gerät ein. Ein "Blitzregler", sechs anschließende und abschaltbare Niederfrequenzstufen mit einer abgebbaren Sprechleistung von zwei Watt folgen. Es besitzt weiter einen eingebauten und abschaltbaren Lautsprecher sowie ein großes Mikroamperemeter als Indikator der Modulation, eine von Hand aus regelbare Hochfrequenzverstärkung sowie Regelmöglichkeit der Oszillatorstufe, abschaltbaren HF-Teil und verschiedene Ein- und Ausgänge.

Als Psychophon arbeitet das Gerät völlig ohne Antenne. Eine seitwärts angebrachte Teleskopantenne kann jedoch angeschlossen werden und ermöglicht dadurch, das Gerät als sogenanntes "Erdstrahlengerät" zu verwenden. Das heißt, wird das Gerät mit der angeschlossenen und zu Boden, also abwärts, gerichteten Antenne in eine Zone gebracht, in der ein bestimmter Feldzustand herrscht, erfolgt Radioempfang, an neutralen Stellen nicht. So lassen sich nicht nur in Räumen, sondern auch im Freien Zonen feststellen, die als "geopathische Reizzonen" bezeichnet werden. Es handelt sich hierbei um besondere Feldzustände, die durch verschiedene Ursachen wie technische Wechselfelder in Räumen, unterirdische Wasserläufe, geologische Formationen usw. bedingt werden. Auch erhöhte Radioaktivität ist an solchen Stellen oftmals mittels Zählrohr oder Spitzenzähler nachweisbar, die eine Ionisierung und damit einen besonderen Feldzustand bedingt.

Ich kann in diesem Rahmen nicht weiter darauf eingehen, sondern möchte nur kurz darauf hinweisen: Wird die anschließend erklärte Schaltung um zusätzliche Niederfrequenzstufen erweitert, so kann das Gerät mit Hörer oder Lautsprecher, sowie ein Anzeigeinstrument, und schließlich mit allem zusammen ausgestattet, als praktischer Indikator dem erfahrenen Radiästheten dienen. Die Windungszahl des später beschriebenen Oszillatorkreises soll für den Kollektorkreis und für den Basiskreis auf je 90-120 erhöht werden, um z.B. in Österreich und in der Schweiz Sender im Mittelwellenbereich empfangen zu können. Dieser Indikator für geopathische Reizzonen kann auf einen "Blitzregler" und auf eine Fadingautomatik verzichten. Macht man jedoch durch einen Schalter den NF-Teil abschaltbar, so hat man ein praktisches Mehrzweckgerät.

Die Konstruktion des Psychophons

Dasselbe ist als Zusatzgerät oder Adapter zu einem Tonbandgerät gedacht, welches an den Eingang des Tonbandgerätes angeschlossen wird. Es ist ein fünfstufiger Verstärker vorgesehen, vier davon sind Hochfrequenzstufen und die 5. ist eine Niederfrequenzstufe, an die auch das Mikrophon angeschlossen wird. So kann gleichzeitig auch die Stimme des Sprechers und die der anwesenden Personen aufgenommen werden, als auch paranormale Stimmen nach der Mikrophonmethode.

Das Wichtigste an der mechanischen Ausführung will ich zuerst anführen, und das ist die unbedingt erforderliche Art eines metallisch vollkommen geschlossenen Gehäuses. Ansonsten erfolgt eine unzulässig hohe Ausstrahlung der Oszillatorfrequenz als auch ein Sendereinbruch in das Gerät, so daß ein Arbeiten damit unmöglich wird. Auch wegen des sonst auftretenden Netzbrummens ist eine derartige Gesamtabschirmung unbedingt erforderlich. Notwendig ist manchmal eine Erdung des Gerätes. Hier kann, wenn eine sogenannte Erdbuchse am Tonbandgerät vorhanden ist, dieselbe mit einer Erdung verbunden werden. Durch das metallisch abgeschirmte Verbindungskabel mit dem Psychophon wird dasselbe automatisch mitgeerdet, oder auch umgekehrt das Tonbandgerät, falls eine Erdleitung an das Psychophon angeschlossen wird. Man versieht dasselbe mit zwei Steckbuchsen: eine wird direkt mit der Masseleitung und dem Gehäuse verbunden, die andere ist isoliert angebracht und dient für eine eventuelle zusätzliche Antenne, die oftmals nur aus einem leeren Bananenstecker besteht oder aus einem wenige Zentimeter langen Draht, dessen Länge versuchsmäßig bestimmt wird.

Die Batteriefrage kann so gelöst werden, daß die Batterie sowohl in das Gehäuse eingebaut, als auch zusätzlich angeschlossen werden kann. Im letzteren Fall wäre dann ein Betrieb mittels Netzgerätes möglich. Eine Mikrophonbuchse wird für den Anschluß eines Mikrophons vorgesehen, und der Anschluß an das Tonbandgerät muß unbedingt mittels eines abgeschirmten Kabels erfolgen. Auch dieses kann an eine Mikrophonbuchse des Psychophons angeschlossen werden, so daß das Gerät aus sich praktisch erweisenden Gründen ohne anhängendes Kabel besteht. Der "Blitz-" oder Intensitätsregler soll mit einem Knebel- oder Pfeilknopf versehen werden, damit die jeweilige Einstellung ersichtlich ist; ebenfalls ist es vorteilhaft, für den Basisregler der 4. Hochfrequenzstufe auch einen solchen zu verwenden. Diese Stufe soll ebenfalls von Hand aus regelbar sein. Mit diesem Potentiometer kann die Verstärkung des Hochfrequenzteiles geregelt und den örtlichen Empfangsverhältnissen angepaßt werden, wodurch sich ein starker Sendereinbruch weitgehend eliminieren läßt. Man verwendet dann gleich ein Potentiometer mit Schalter, der die Batterie ein- und ausschaltet.

Dies wäre etwas Grundsätzliches über eine mögliche Ausführung, die weiter dem Erbauer dieses Gerätes nach seinen Möglichkeiten oder Planungen überlassen bleibt. Das Gerät soll raummäßig nicht zu klein sein, es empfiehlt sich eine Mindestgröße von 15 mal 22 cm bei einer Tiefe von etwa 6 cm, damit sich ein kleines Ausstrahlvolumen ermöglicht und die Gefahr von Verkopplungen verringert wird.

Die Schaltanordnung des Psychophons

Dasselbe stellt empfangsmäßig für Radiosender einen Breitbandempfänger dar, dessen Eingangsstufe keine zusätzlichen Resonanzkreise besitzt und an die zweite Stufe, welche eine Sender- oder Oszillatorstufe darstellt, kapazitiv angekoppelt ist. Der Schwingungskreis der Oszillatorstufe und der Kopplungskreis an die folgende dritte Stufe, sowie auch der Emitterkreis, sind auf einen Ferritstab gewickelt, es kann aber auch ein kleiner Spulenkörper verwendet werden. Erstere Ausführung brachte in der Praxis bessere Erfolge. Die Rückkopplung erfolgt in den Emitterkreis, und die Intersität der Kopplung wird mit einem Potentiometer von 5 Kiloohm geregelt. Dieses Potentiometer ist der "Blitzregler". Die weitere Ankopplung an die 3. Hochfrequenzstufe erfolgt transformatorisch, an die 4. HF-Stufe kapazitiv. An der Basis der 4. Stufe liegt ein Regler von 100 Kiloohm, der beliebig einstellbar sein soll. Es wäre dann ein Potentiometer, das mit dem Batterieschalter kombiniert ist. Die Demodulation erfolgt nach der 4. Stufe mittels Diode, wobei eine Hochfrequenzdrossel gleichzeitig einen Arbeitswiderstand der Diode bildet. Die Induktivität der Drossel soll einige mH betragen, anstelle derselben kann auch ein der Diode angepaßter Widerstand verwendet werden. Die nun an der Diode auftretende Spannung wird zur Schwundregelung der 1., 3. und 4. Hochfrequenfstufe verwendet, wobei wie üblich über einen Widerstand und Kondensator die Verzögerung und Glättung erfolgt. Über weitere Siebketten wird die Demodulatorspannung, welche nun das Abbild der aufgeprägten Modulation einer Trägerfrequenz darstellt, der 5. Stufe zugeführt, die sie niederfrequent weiterverstärkt und den Ausgang des Psychophons bildet. Derselbe wird an den Eingang des Tonbandgerätes mit einem abgeschirmten Kabel angeschlossen. Das Mikrophon, welches gleichzeitig mitbetrieben wird, liegt über einem Kondensator an der Basis der letzten Verstärkerstufe.

Ich möchte noch darauf hinweisen, daß bei der Schaltanordnung des Psychophons als Masseleiter oder Nullpotential der negative Pol der Spannungsquelle gewählt wurde. So erfolgt eine Elektronenabladung des Gerätes zur Erde.

Die Seele des Gerätes bildet die Oszillatorstufe, und diese weicht von den herkömmlichen Daten ab. Man muß bedenken, daß es sich in diesem Falle um keinen Radioempfänger herkömmlicher Art handelt, sondern um ein Gerät, das überlegungsmäßig für einen Sonderzweck konstruiert wurde. So ist z.B. das Kopplungsverhältnis vom Kollektor zur Basis des folgenden Transistors als auch das des Rückkopplungskreises im Emitter besonders fest.

Die folgenden Angaben haben sich in der Praxis gut bewährt. Mit einem Stufenschalter (z.B. beim Prototyp) sind mehrere abstrahlbare Frequenzbereiche möglich, und es sollen auch Versuche mit Höchstfrequenzen bis hinunter in den Langwellenbereich durchgeführt werden. Hier kann ich nicht weiter darauf eingehen, doch die Elektroniker können "freihändig" weiterarbeiten und werden sicher viele neue interessante Möglichkeiten finden.

Eine zusätzliche Anwendungsmöglichkeit bietet das Psychophon auch als Mikrophonverstärker und als Zwischenverstärker beim Überspielen der Stimmen. Dazu wird das Psychophon mit seinem Niederfrequenzteil zwischen dem Aus- und Eingang der beiden Tonbandgeräte geschaltet. Dadurch läßt sich eine zusätzliche Verstärkung schwacher Stimmen erzielen. Sicher wird es einem Amateur nicht schwer fallen, dieses Gerät zu bauen und - da er die Funktionsweise nun prinzipiell kennt - wird ihm die Betätigung damit schon allein in technischer Hinsicht Freude bereiten.

Man darf nicht gleich die Geduld verlieren, wenn auf Anhieb kein Kontakt zustande kommt. Doch ist einmal ein solcher hergestellt, bildet sich ein ausgezeichneter Gegensprechverkehr aus. Was nützt schließlich das beste Telephon, wenn der angerufene Sprechpartner nicht zuhause ist oder sich nicht melden kann oder will? Es muß einmal ein "Anschluß" an eine jenseitige Stelle hergestellt werden. Einen "Hausgeist" kann man leider noch nicht einbauen wie in Aladins Wunderlampe. Das Psychophon jedoch betätigt drei Empfangsmöglichkeiten zugleich, stellt außerdem eine Energiequelle dar und ist hiermit ein bisher noch nicht übertroffenes transzendentales Empfangegerät.

Nun bringe ich den Schaltplan des Psychophons und eine Aufstellung der Größenwerte der Widerstände und Kondensatoren. Die Betriebsspannung des Gerätes beträgt 9 Volt Gleichspannung.

Abb.: Schaltplan des Psychophons

Halbleiter: T1...T4 = npn-Hochfrequenztransistoren mit hoher Grenzfrequenz, Typen etwa BF 194 o.ä., in der Niederfrequenzstufe als Transistor T5 die Type BC 147 o.ä. Als HF-Diode D1 eine Germaniumdiode AA 116 o.ä.

Widerstände: Belastbarkeit 0,25 Watt, rauscharm. R1 = 10 kOhm, R2 = 2,7 kOhm, R3 = 470 Ohm, R4 = 1 kOhm, R5 = 15 kOhm, R6 = 100 kOhm (Trimm-Potentiometer), R7 = 1 kOhm, R8 = 5 kOhm (Potentiometer, "Blitz"), R9 = 3 kOhm, R10 = 820 Ohm, R11 = 470 Ohm, R12 = 3 kOhm, R13 = 5 kOhm, R14 = 100 kOhm (Potentiometer), R15 = 470 Ohm, R16 = 470 Ohm, R17 = 10 kOhm, R18 = 2,7 kOhm, R19 = 6,8 kOhm, R20 = 350 Ohm, R21 = 2 kOhm, R22 = 15 kOhm, R23 = 100 kOhm, R24 = 10 kOhm.

Kondensatoren: Prüfspannung 12 bis 15 V = C1 = 10 nF, C2 = 47 nF, C3 = 10 nF, C4 = 10 nF, C5 = 200 pF, C6 = 47 nF, C7 = 200 pF, C8 = 47 nF, C9 = 10 nF, C10 = 4,7 nF, C11 = 10 µF, C12 = 10 nF, C13 = 10 µF, C14 = 10 µF, C15 = 470 µF, C16 = 470 µF, C17 = 1 nF, C18 = 10 µF.

Wicklungsdaten: Alle Kreise im gleichen Wickelsinn, Drahtstärke etwa 0,2 mm Cu-Lackdraht. Kreis L1 (Kollektorkreis) 30 Windungen, Anfang der Wicklung an Kollektor, Ende derselben an Plus-Potential. Kreis L2 (Emitterkreis) 20 Windungen, Anfang der Wicklung an "Blitz"-Potentiometer 5 kOhm, Ende der Wicklung an Masse, Minuspotential. Kreis L3 (Basiskreis des 3. Transistors) 30 Windungen, Anfang an den Kondensator 200 pF, Ende der Wicklung an Masse, Minuspotential. Es können auch andere Wicklungsdaten versucht werden. Wickeln auf einen Ferritstab und denselben so befestigen, daß seine Abstrahlung durch das Gehäuse nicht zu sehr gedämpft wird. Die Induktivität der HF-Drossel L4 soll einige mH betragen. Sie kann auch durch einen passenden Widerstand ersetzt werden.


Jenseits unserer Vorstellungswelt

Bevor ich nun kurz über die Transzendenz aller Erscheinungen berichte und über die Imagination unserer Erlebniswelt als Teilerscheinung des Seins, will ich dem Leser dazu gratulieren, daß er meinen Ausführungen bisher gefolgt ist. Sicher wurde er mit einem Phänomen konfrontiert, das so gar nicht in unser Weltbild paßt, das wie am Schnürchen abzulaufen hat, das Gott und der Natur vorschreibt wie er und unsere Weit auszusehen hat, sich verhalten muß, um in die selbstgeschneiderte Weltanschauung zu passen. Dieser geistige Engpaß war es nun, der uns das Eindringen in ein höheres Wissen lange Zeit versperrt hat.

Neue geistige Bestrebungen sind nun im Gange, revolutionierend in ihren Neuorientierungen und in ihrer Absage an eine erstarrte Dogmatik. Ein neuer Wissenszweig hat sich ausgebildet, als Übergang von einem materialistischen und rein physikalischen Weltbild zu einer neuen geistigen Betrachtung eines allumfassenden kosmischen Seins, das übergeordnet die Ursache allen Geschehens ist und nicht die Funktion physikalischer Mechanismen.

Diese Wissenschaft ist die Parapsychologie, die nun diese Brücke baut und bereits an Universitäten gelehrt wird. Auch die Katholische Kirche zeigt großes Interesse dafür. Für diese junge Wissenschaft wurde ein eigener Lehrstuhl an der Lateranuniversität in Rom geschaffen. Die Parapsychologie befaßt sich mit jenen Erscheinungen, die durch ihre außersinnliche Art und Wahrnehmung über unseren Erfahrungen stehen und solchermaßen transzendent sind.

Den Sinn und Zweck des Seins zu ergründen, oder auch nur die Erscheinungen seiner Umwelt zu erklären, wird der Mensch wohl zu allen Zeiten versucht haben. Mag uns auch niemals eine absolute Erkenntnis zuteil werden, so haben doch über den tiefsten Sinn aller Dinge die größten Denker nachgedacht und versucht, ihren Vorstellungen gemäß ein Weltbild zu schaffen.

Platon, geboren 427 v. C., zuerst Dichter, wandte sich später unter dem Einfluß von Sokrates der Philosophie zu und wurde Begründer der Akademie von Athen. In seinen dramatischen Vorträgen übernahm Platon von Protagaras und Heraklit die Relativität alles gegebenen. Die sichtbare Welt ist nach ihm kein Sein, sondern bloß ein ständiges Werden zum Sein hin. Von ihr gibt es kein definitives Wissen.

Aristoteles, ein Universal-Philosoph und Mitglied der platonischen Akademie entwickelte seine Schule Syklion oder Peripatos genannt. In seinen vielen Werken, darunter auch über Metaphysik, schrieb er dem Raum eine inhomogene Struktur in der Weise zu, daß jeder Körper im Raum nach seinem spezifischen Gewicht einen bestimmten Ort einzunehmen bestrebt ist. Platons relativistische Ansicht vertrat er nicht.

In der klassischen Philosophie, die versuchte, die Raum-Zeit-Vorstellung der klassischen Physik zu verallgemeinern, verwies Kant, sich auf die Auffassung von Newton und dessen Schüler Clark stützend, Raum und Zeit wären ein vorgegebenes Gefäß, in dem sich alle physikalischen Objekte befinden und in dem alle physikalischen Prozesse ablaufen. Raum und Zeit sind in ihrer Struktur unabhängig vom physikalischen Inhalt und besitzen ihre Eigenschaften absolut und auch dann, wenn es in diesem Raum keine physikalische Körper geben würde und keinerlei physikalische Prozesse ablaufen würden. Gegen die Vorstellung eines absoluten Raumes traten später Leibniz und Bolzano auf. Nach ihnen sind Raum und Zeit identisch mit relativen Lagen- und der Kausalbeziehungen der Körper und Ereignisse.

Dann folgte die Entdeckung der Relativitätsprinzipien. Zunächst wurde im Gegensatz zur Aristotelischen Ansicht die Homogenität und Isotropie des physikalischen Raumes konstatiert und Nikolaus von Cues bemerkte um 1450, daß die Lage des Weltmittelpunktes beliebig angenommen werden kann. Diese Entdeckung fand ihre großartige kinematische Konsequenz im heliozentrischen Weltbild des Kopernikus.

Um die Jahrhundertwende lieferte Minkowski einen weiteren Beitrag zur Relativitätstheorie und zeigte ein vierdimensionales Raum-Zeit-Kontinuum auf. In der weiteren Betrachtung erscheint das Einsteinsche Relativitätsprinzip als eine Erweiterung der klassischen Physik.

Diese kurzen Hinweise mögen aufzeigen, daß der menschliche Geist immer bestrebt ist, das Mysterium des Seins zu ergründen und Antwort auf die Fragen zu finden: Wer bin ich - von wo komme ich - und wohin gehe ich. Und nun treten wir jenseits unserer Vorstellungswelt.

Außersinnliche Wahrnehmungen

Eine außersinnliche Wahrnehmung, kurz ASW genannt, ist eine Information über Dinge und Ereignisse, die durch unsere gewöhnlichen Sinne nicht wahrgenommen werden können und so außerhalb unserer Erklärungsmöglichkeit steht. Immer wieder tauchen Berichte auf, daß es Menschen geben soll, die einen "sechsten Sinn" besitzen und durch eine nicht erklärbare Art in der Lage sind, Zukünftiges vorauszusehen, Gedanken anderer Menschen zu erkennen oder weitere Fähigkeiten besitzen, die man als okkult bezeichnet. Darunter versteht man Vorgänge oder Erscheinungen, die sich durch die bekannten Naturgesetze nicht erklären lassen, ja, die geradezu trotz ihnen und gegen alle bisherigen Erfahrungen stattfinden.

Foto: Levitationsexperiment

Hier wäre in erster Linie auf eine unerklärliche Aufhebung der Schwerkraft hinzuweisen, was als Levitation bezeichnet wird und willkürlich herbeigeführt werden kann.

Seit Menschengedenken hören wir von diesen vielfältig gearteten Phänomenen, die wir nun näher betrachten wollen. Da wäre die Telepathie. Darunter wird die "Übertragung" von Gedanken, sozusagen das "Lesen" derselben verstanden; es ist ein Vorgang, der am häufigsten stattfindet und den jeder Mensch vielfach erlebt, ohne daß es ihm bewußt wird. Man findet manchmal das "Wissen" um den Gedanken eines anderen Menschen geradezu selbstverständlich und besonders Menschen, die jahrelang zusammenleben, bedienen sich unbewußt und ausgiebig dieser "drahtlosen Nachrichtenübermittlung".

Dann wäre das Hellsehen oder die Paragnosie. Hier handelt es sich um den Empfang von Informationen tatsächlicher Ereignisse, die objektiv nachprüfbar sind, auf außersinnlichem Wege. Weiters die Präkognition. Darunter versteht man die Wahrnehmungsmöglichkeit zukünftiger Ereignisse. Hier scheint die Zeitschranke überschritten zu werden. Auch die Prophetie ist dazu zu ordnen. Ich erwähne noch die Medialität, worunter man eine Vermittlung mit dem Außersinnlichen oder Ubersinnlichen versteht, und die vielen Menschen bewußt und unbewußt zu eigen ist. Das "Erahnen", "Vorauswissen", wie schon vorher aufgezeigt wurde, ist als ein medialer Vorgang zu verstehen.

Um in diese geheimnisvollen Vorgänge und Erscheinungen Einblick zu bekommen, werden von der Wissenschaft gezielte Versuche angestellt, um eine Beweisführung der tatsächlichen Existenz dieser Phänomene zu erbringen oder ihren Wirkungsmechanismus zu erforschen. Die Untersuchungen werden unter strengsten Kontrollmaßnahmen durchgeführt und unterliegen einem ausgeklügelten System. Soweit die Erscheinungen nicht erklärbar sind, werden Hypothesen über ihr mögliches Zustandekommen aufgestellt, die an unsere bekannten Gesetzmäßigkeiten anschließen, bzw. unsere Erkenntnisse über neue Funktionsmöglichkeiten erweitern sollen. Doch vieles bleibt trotzdem unerklärlich und scheint aus anderen Dimensionen zu kommen, für die dann andere Gesetzmäßigkeiten gelten.

Zu den vielen Forschern, die sich schon seit dem vergangenen Jahrhundert bis in die Jetztzeit mit der Untersuchung der Telepathie befaßt haben, wie Crookes, Ostwald, Berger und sehr viele andere, zählen jetzt Rhine und Bender. Mit wissenschaftlicher Akribie wurden tausende von Versuchen durchgeführt, die immer wieder den überwiegenden Beweis der Tatsächlichkeit des Phänomens brachten, ohne jedoch einer Klärung nur um eine Spur näher zu kommen. Dieses Phänomen kann nicht auf der Basis einer elektromagnetischen Strahlung erklärt werden. Hier versagt eine Wellentheorie, da telepathische Ubertragungen weder Raum noch Zeit kennen, und einer bekannten Energieform nicht entsprechen dürften. Hans Schaefer, ein Heidelberger Physiologe meint, daß die Heranziehung einer Strahlungstheorie oder Strahlen unbekannter Art "nur eine Umschreibung der Tatsache ist, daß wir nichts wissen." Und der deutsche Physiker Pasqual spricht sich dafür aus, "daß die Parapsychologie auf die Physik als Grundlage zu verzichten habe". Auch Professor Rhine glaubt an eine nichtphysikalische Natur der paranormalen Erscheinungen.

Um Klarheit darüber zu erlangen, setzten russische Forscher eine Versuchsperson in einen Faradayschen Käfig, eine aus dicken Bleiplatten gebaute Kabine. Trotzdem alle elektromagnetischen Wellen über den breitesten Bereich abgeschirmt wurden, erfolgte eine telepathische Übertragung genauso gut und ohne Schwächung. Ich verweise auch auf die Uberprüfung der Möglichkeit eines Stimmenempfanges in einem Faradayschen Käfig durch Professor Schneider. So wurde nun nach einer hypothetischen Energieform gesucht, welche als Psi-Feld postuliert wurde. Es wird dabei angenommen, daß das Psi-Feld den physikalischen Feldern übergeordnet ist und als Träger der Information dient.

C. A. Mace schuf eine Theorie eines "psychischen Äthers", welche von H. H. Price weiterentwickelt wurde. In diesem sollen telepathische Kräfte auch als bleibende dynamische Wesenheiten weiterexistieren und weitere Phänomene, wie Spuk und Telekinese dadurch erklärt werden können. Telekinese oder Fernbewegung ist die Tatsächlichkeit der Bewegung von Gegenständen ohne Hinzunahme von physikalischen Hilfsmitteln. Dabei treten ebenfalls keinerlei räumliche Begrenzungen durch Entfernungen auf und sowohl telepathische als auch telekinetische Experimente wurden auf Entfernungen von tausenden von Kilometern durchgeführt. Professor Rhine untersuchte diese Phänomene systematisch an vielen tausenden Versuchspersonen, durchwegs Studenten, die sich für die Experimente zur Verfügung stellten. Dabei mußten besondere Karten mit Figuren erraten, oder durch Gedankenkonzentration das Fallen eines Würfels derart beeinflußt werden, daß das Resultat der voraus bestimmten Figuren oder Augen über dem Wahrscheinlichkeitsfaktor lag. Hier wird zu einer Erklärung die Heisenbergsche Unbestimmtheitsrelation herangezogen, wonach durch einen besonders komplizierten Gehirnvorgang ein bestimmter Effekt auf den Würfel wirkt, indem er die Stellung von Mikropartikeln in dem Augenblick, wo der Würfel fällt und sich in einem labilen Gleichgewichtszustand befindet, ändert.

So bleibt nun als nächstes die Betrachtung des Spiritismus als mögliche Ursache und Erklärung paranormaler Erscheinungen und des Stimmenphänomens.

Der Spiritismus ist eine Erfahrungswissenschaft. Die Bezeichnung kommt aus dem Lateinischen, von spiritus = Geist. Er ist die Lehre von einem Weiterleben nach dem Tode. Der Psychologe und Religionswissenschaftler William James äußerte sich darüber, daß in manchen Fällen die spiritistische Hypothese einfacher und überzeugender sei als die Heranziehung einer animistischen Erklärung für jene Vorfälle, wo sich anscheinend Verstorbene kundtun. Und gerade beim Stimmenphänomen kommt es oft zu Aussagen, deren Inhalt auch dem Betreffenden fremd ist. Die Wesenheiten identifizieren sich namentlich vielfach als Abgeschiedene, meist als die engsten Angehörigen. Ihre konkreten Hinweise auf Geschehnisse, die zu ihren Lebzeiten stattfanden und bekannt oder überprüfbar sind, bestärken den Glauben, es mit autonomen Wesenheiten zu tun zu haben, als auch an ein Weiterleben nach dem Tode. Diese Beweisführung will der Spiritismus durch eine Vielzahl nicht anders erklärbarer Erscheinungen bringen. Viele ernstzunehmende Wissenschaftler anerkennen die Fälle, wo sich Jenseitige materialisiert haben, und diese Erscheinungen auch photographiert wurden. Hierbei kam es zu vollwertigen Photos auf denen die Wesenheiten zu sehen und zu erkennen sind, als auch zu sogenannten "Extras", wo die Erscheinungen, wohl für das Auge unsichtbar, auf den Platten oder Filmen aufgenommen wurden. Ich verweise auf die Arbeiten von Professor Freiherr von Schrenck-Notzing, Carl du Prel, Zöllner, Mattiesen, um nur einige zu nennen.

Das Schrifttum über den Spiritismus würde eine große Bibliothek füllen. Carl du Prel schrieb über den Spiritismus: "Es ist ein wissenschaftlicher Skandal, daß über die wichtigste Frage der Menschheit, über die Unsterblichkeit, noch immer tiefe Unwissenheit herrscht" (1899). Daran hat sich bis jetzt nichts geändert.

In das Gebiet des Spiritismus fallen alle jene Erscheinungen, deren zwangsläufige (und einfachste) Erklärung auf die Wirkung autonomer Geistwesen zurückzuführen ist. Auch die sogenannen "Geistheilungen" sind nur aus der spiritistischeh Sicht erklärlich. Materialisation und Dematerialisation, Apporte, das Sprechen von Intelligenzen durch Medien, mediales Schreiben und alle ähnlichen Erscheinungen, die sich außerhalb unserer Erfahrungen und Erklärungsmöglichkeiten zeigen, fallen in den Bereich des Spiritismus. Bevor man über denselben ein abfälliges Urteil bildet und ihn als Hirngespinst bezeichnet, möge man bedenken, daß vieles, was bisher undenkbar war, jetzt denkbar geworden ist. Man muß jetzt schon vorsichtig sein bei der Beurteilung "was sein darf", oder "nicht sein darf". Präpotenz ist kein Zeichen von Bildung, sondern das Aushängeschild der Unwissenheit.

Als letzte Betrachtung zeige ich die Bestrebungen auf, eine Erklärung paranormaler Erscheinungen durch das Wirken aus anderen Dimensionen zu finden.

Schon anfangs meiner parapsychologischen Abhandlung verwies ich auf die Bemühungen der Philosophen aller Zeiten, ein erklärendes Weltbild zu schaffen. Schon Platon erkannte die Transzendenz eines solchen, jenseits unseres Vorstellungsvermögens liegend, ganz anders, als wir sie mit der Vernunft (Nus) zu erfassen versuchen, so weit dies überhaupt möglich ist. In der weiteren Folge wurden Theorien über die Möglichkeit weiterer Dimensionen erstellt. So wurde zur dritten Dimension die Zeit als vierte herangezogen, da z. B. ein Ereignis in einem dreidimensionalen Raum nur zu einem bestimmten Zeitpunkt stattfindet, und dadurch die Zeit zu einer gleichwertigen und bestimmenden Dimension wird. Doch will ich hier nicht auf mathematische Definitionen eingehen, auf die Minkowski-, Riemann- und Einsteinschen Welten, sondern auf Anschauungen, die auf Schlüssigkeiten beruhen. Es scheint ebenso, daß viele unerklärbare Phänomene nur dadurch unerklärbar sind, indem wir sie auf unserer Ebene zu erklären versuchen, innerhalb eines dreidimensionalen Raumes, währenddem sie in Wirklichkeit anderen Dimensionen zuzuordnen sind.

Nach diesen Auffassungen entstanden vieldimensionale kosmologische Modelle einer nicht euklidischen Geometrie. Demnach wäre das Universum als eine vieldimensionale Welt zu betrachten, in die auch unsere Welt integriert ist. Tyrell konzipiert daraus eine Welt des Übersinnlichen, aus der die parapsychologischen Phänomene in unsere Daseinsebene wirken. Hier wird zu einem besseren Verständnis oft der Vergleich von zweidimensionalen Wesen zu dreidimensionalen gebracht.

Würde man sich vorstellen, es gebe z. B. "Flächenwesen", die nur zweidimensional gestaltet wären, wie z. B. gezeichnete Männchen auf einem Blatt Papier oder wie im Kino auf der Leinwand, so wird ihre Existenz nur auf die Fläche begrenzt sein. Auch ihre Vorstellungen eines "Weltbildes" würde einer zweidimensionalen Flächenvorstellung entsprechen und die Vorstellung einer "dritten" Dimension wäre nur abstrakter Art und hypothetisch. Nun aber käme ein Wesen aus der "dritten Dimension", nimmt das Flächenwesen und hebt es in den Raum hinaus. Hiermit hat sich für die anderen Flächenwesen ein "paranormales Phänomen" ereignet: Einer der ihrigen ist plötzlich "verschwunden", hat sich in "nichts" aufgelöst und dieser Vorgang wäre dann "auf normale Art nicht erklärbar". Dieses Vergleichsbeispiel wird als Parallelbeispiel zur Erklärung einer vierten Dimension oft angewandt.

So wäre es verständlich, daß höhere kosmische Gesetzmäßigkeiten in unsere Welt hineinprojiziert werden. Weitere Annahmen erwägen die Möglichkeit, daß auch die Tatsächlichkeit von Ereignissen und die Existenz der menschlichen Persönlichkeit überhaupt außerhalb unserer materiellen Weit liegt und eben dieser unser Teil der Persönlichkeit überlebt und nur der physische Körper als Bindeglied zwischen einem Jenseits und Dies seits dem Tod preisgegeben ist. So weist Bertrand Russel auf die Möglichkeit eines Zeitrücklaufes hin, und meint, es könnte auch Wesen geben, die sich an die Zukunft erinnern und daraus auf die Vergangenheit schließen können. Diese Wesen empfänden dann die Dinge genau umgekehrt, aber deswegen nicht verkehrter. Hiermit wird gesagt, daß ein Ereignis in seiner Wirkung früher eintreten kann als seine Ursache. Dies wäre bildlich so zu verstehen, daß man z. B. beim Zusehen eines Autounfalles zuerst das Auto an einer Hauswand zertrümmern sieht, und anschließend erst die Ursache folgt, nämlich das Zufahren an die Hauswand. Dies erinnert an die Bildfolgen, wenn man einen Film verkehrt ablaufen läßt.

Weitere Theorien gibt es noch in großer Zahl über fünf- und sechsdimensionale Räume. Ouspensky z. B. verband den dreidimensionalen Raum mit einer dreidimensionalen Zeitspirale zu einem sechsdimensionalen Kontinuum. Hier verweise ich auf seine Arbeit "Ein neues Modell des Universums".

Wenn Sie bis jetzt heroisch durchgehalten haben und meinen Ausführungen mit Ihrer gesunden Skepsis folgten, so bitte ich Sie, in Ihrer Großmut noch meine eigene und eigenartige Hypothese zur Kenntnis nehmen zu wollen. Sie wissen gar nicht, welch große Freude Sie mir damit bereiten, denn ich bin sehr eitel. Aber, ich verspreche Ihnen jetzt hoch und heilig, ich mache danach sofort Schluß! Und ich danke Ihnen im voraus für Ihre geduldige Aufmerksamkeit.

Stützend auf die Gravitationstheorie, die Quantisierung der Wellenfelder, den Arbeiten von Schrödinger, Heisenberg und Weizsäcker habe ich versucht, ein hexadimensionales Kontinuum zu erstellen, um für paraphysikalische Phänomene eine Arbeitshypothese zu finden.

Wir kennen den geradezu spiritistisch anmutenden Tatbestand der Paarerzeugung und Paarzerstrahlung, die Wechselwirkung und Umformungsmöglichkeit von Strahlung und Materie, die Kopplungsmöglichkeiten zwischen dem Elektron-Positron-Feld und dem elektromagnetischen Feld. Wir wissen weiter um die Existenz des Positroniums, des Neutrino, vermuten eine Überlichtgeschwindigkeit des expandierenden Kosmos, und um mit Heisenberg zu sprechen, sollen sich aus den Wechselwirkungen der Elementarteilchen als spezielle Lösungen einer nichtlinearen Spinorgleichung Invarianzeigenschaften ergeben, die als Bewegungsgleichung für das fundamentale "Urmateriefeld" anzusehen sind.

Dieser kosmische Feldzustand ist es nun, den ich, bezugnehmend auf die Gravitonen- und Wellenfelder, als Dimension Psi bezeichne, da er, nach den vorhergehenden Darlegungen einen Raumzustand darstellt. Der Raum ist also durch die Größe des kosmischen Energiefeldes definiert und nach Einstein und Riemann auch in dem Grenzfall, daß er keine materiellen Körper beinhaltet, an sich existent.

Die Masse als Verdichtung der Energie, die äquivalent umkehrbar ist, steht in Wechselwirkung mit dem kosmischen Energiefeld, welches nach meiner Hypothese auch subquantische Struktur haben und verschiedene Verdichtungsgrade aufweisen kann. So ergibt sich bereits eine Relation Raum-Masse.

Unsere Erfahrungen mit schwingenden Feldern zeigen, daß ihre Frequenzen oder Schwingungen zeitabhängig sind. D. h. die Frequenz ist bestimmt durch die Anzahl der Schwingungen, die in einer von uns willkürlich festgelegten Zeiteinheit - die Sekunde - stattfinden. Umgekehrt bedeutet es, daß durch eine bestimmte Schwingungszahl eine bestimmte Zeit definierbar ist.

Ich habe nun die Beziehungen zwischen Raum, Masse, Zeit und Frequenz aufgezeigt. Stellt man nun dieses hexadimensionale Kontinuum auf die Grundlage der kosmischen Energie, würden sich durch Verdichtungen aller möglichen Grade schwingende Felder submaterieller Natur ergeben, deren Zeit als auch ihre Masse, frequenzabhängig sind. Dieses kosmische Energiespektrum aber stellt meiner Hypothese nach unendlich viele Seinsstufen dar, in denen alle Beziehungen zwischen ihrer Masse, Gravitation und Zeit frequenzgegeben sind und die Bewußtseinsstufen der Frequenz proportional sein könnten.

Aus dieser Sicht betrachtet, ist das Sein eine okkulte Erscheinungsform und findet so eine metaphysische Deutung. Das Hereinwirken aus anderen Dimensionen scheint so erklärlich. Auf unserer Schwingungsebene und unserer dieser Frequenz entsprechenden Bewußtseinsstufe, können wir transzendentale Einwirkungen nicht ohne weiteres kommutieren. Deswegen aber Erscheinungen, die über unsere Vorstellungswelt hinausgehen, leugnen zu wollen, ist genauso unlogisch wie behaupten zu wollen, es gäbe deshalb kein Wasser, weil sich ein versenktes Mühlrad nicht dreht.

Wir schwimmen im Energieozean, dessen Größe wir als integrierte und infinitesimale Wesenformen niemals übersehen können. Wohl aber ist es möglich, eine Kommunikation mit anderen Seinsebenen zu suchen und zu finden und unsere Vorstellung eines rein materialistischen Weitbildes zu revidieren.

Abschließen will ich mit einer tiefen philosophischen Erkenntnis von Albert Roderich:

Wir lösen nicht die Rätsel unserer Welt,
Die überall und immer uns umschweben;
Auf Frage, die der erste Mensch gestellt,
Kann auch der letzte nicht die Antwort geben.


(Quelle: "Veröffentlichungen" Nr. 1 des VTFÖ)