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Einspielmethode zu den Stimmen von Fulda

von Mechthild Nestler

In Fulda habe ich Stimmen vorgeführt, die ausschließlich im letzten Jahr mit einer ganz bestimmten Einspielmethode aufgenommen wurden. Einige Besucher machten mich darauf aufmerksam, daß ich diese Methode am Schluß der Vorführung erklären wollte, was aber aus zeitlichen Gründen nicht ging, daher möchte ich das hier nachholen.

Mir gefielen die Stimmen schon lange nicht mehr - ich wollte ganz konkrete, eindeutige, gut verständliche Antworten auf meine Fragen haben. Also mußte ich versuchen, den Kontakt zu verbessern.

Drei Möglichkeiten erschienen mir wichtig:

1. Die Anordnung meiner Einspielgeräte.

Seit Jahren war mir immer wieder aufgefallen, daß die Einspielungen besonders gut waren, wenn ich die Stereo-Anlage benutzte. Jetzt wollte ich mich damit einmal näher beschäftigen. Ich stellte die Boxen etwas schräg gegeneinander, sodaß in einer gedachten Linie die abgestrahlten Geräusche bei mir (gegenüber) zusammenliefen. Ich wußte schon, daß der Erfolg größer wurde, je weiter die Boxen und meine Einspielposition auseinander lagen.

Bei mir stellte ich den Parabol-Spiegel mit einem sehr rauscharmen Mikrophon auf. So wurden die Geräusche der Boxen gebündelt und in das Einspielmikrophon geleitet. Zur Einspielung benutze ich grundsätzlich einen Recorder, den ich manuell genau aussteuern kann.

2. Das Hintergrundgeräusch.

Nun brauchte ich noch ein Hintergrundgeräusch, das von den Freunden im Jenseits möglichst leicht verwendet werden konnte. Ich suchte lange in unzählgen Vorträgen, fand aber nichts. Dann fielen mir ein paar Cassetten in die Hände, die ich auf kleinen Tagungen in einem Party-Keller aufgenommen hatte. Als ich die hörte, wußte ich sofort: "Das ist es!" Ich stellte eine Cassette zusammen mit ausgewählten Abschnitten aus diesen Cassetten.

Da deutsch gesprochen wurde, ließ ich die Cassette über den Rüekwärtsrecorder laufen. Mit der so entstandenen Rückwärts-Konserve - bzw. einer Kopie davon! - wollte ich nun Einspielungen machen.

Da war aber noch ein dritter Punkt, der mir wichtig erschien.

3. Ich wollte eine bessere, freunschaftliche Verbindung zu den Freunden dort drüben.

Ich war schon oft von dort dazu aufgefordert worden. So sagte neulich eine Frauenstimme nach meiner Begrüßung: "Mußt doch da ihr Lieben sagen, weil dann doppelt gut!"

Unsere Gesprächspartner sind eben auch Menschen, die nicht nur als Auskunftei fungieren wollen, sondern um ihrer selbst willen angesprochen werden wollen. Ich habe mir dann große Mühe gegeben, mehr auf meine Freunde einzugehen. Der Erfolg war erfreulich - was ich mir gewünscht hatte, erfüllte sich.

Die Antworten wurden immer länger, konkreter und unmißverständlich. Meine Freunde unterrichteten mich klar und deutlich über alles, was ich wissen wollte. Meine Sorge, da könnten Aussagen nicht stimmen, waren unbegründet, denn vieles konnte ich nachprüfen. Es wurden auch die dazugehörigen Namen genannt, manchmal gleich zwei in einem Satz. Wenn ihnen etwas besonders wichtig war, wiederholten sie es in Abständen mehrmals mit immer wieder anderen Ausdrücken.

Immer wieder betonten sie, z.T. mit drastischen Ausdrücken, daß sie die Wahrheit sagen. Das betont auch immer wieder mein Sohn, den ich an seiner bestimmten Art zu sprechen, erkenne. So sagte er jetzt auf erneute Zweifel von mir: "Ich selber - habe das alles gesagt meiner Mutter!" So hat sich eine kleine Gruppe gebildet, die ich alle z.T. mit Namen, oder an sonstigen Eigenschaften erkenne. Bessere Freunde kann ich mir nicht vorstellen. Erstaunlich ist, daß ich das ganze Jahr ausschließlich mit dieser einen Konserve eingespielt habe, die ich in- und auswendig kenne, und mit der die Feunde all ihre Nachrichten bilden - immer wieder neue.


(Quelle: VTF-Post P 93, Heft 4/98)