Zurück zur Startseite
 Startseite   Kontakt   Impressum   English  Zitat von Friedrich Jürgenson

Gespräche mit "Koty"

Eine Bestandsaufnahme zweier Neulinge
von Anna und Rainer Buhtz, Berlin

Wir sind relativ "junge" Mitglieder dieser Forschungsgemeinde, da wir uns erst seit April dieses Jahres mit diesem Phänomen und den Experimenten beschäftigen.

Ausgelöst wurde unser Interesse durch die Fernsehserie "Unglaubliche Geschichten" von RTL-Plus, die wir regelmäßig verfolgen. Was uns so neugierig auf gerade dieses Gebiet der Grenzwissenschaften machte, war die Tatsache, daß (nach Aussage des Moderators Rainer Holbe) jeder Mensch, also nicht nur medial Begabte, diese Experimente mit einem gewöhnlichen Cassetten-Recorder durchführen kann, daß diese Arbeit also nichts mit spiritistischen Sitzungen o.ä. gemein hat.

Soweit unsere Motivation am Anfang. Mittlerweile - nach etwa 3 Monaten - haben wir allerdings schon so interessante Ergebnisse, daß wir sie einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen wollen. Speziell würde uns interessieren, ob andere Kollegen gleichartige Meldungen erhalten haben (was unsere Interpretation der Stimmen erhärten würde).

Es war für uns selbst überraschend, wie schnell die Freunde Kontakt zu uns aufnahmen, nämlich schon nach etwa 5-10 Versuchen an zwei Tagen. Es meldete sich eine relativ laute Flüsterstimme, die nur ein einziges Wort sprach, nämlich "Koty".

Wir wußten uns darauf keinen Reim zu machen. Da meine Frau aus Polen stammt und auch ich die polnische Sprache verstehe, bot sich zunächst an, diese Meldung als das polnische Wort "Koty" ("Katzen") zu interpretieren. Was es wirklich zu bedeuten hat, erfuhren wir erst nach gut einer Woche (während der wir immer wieder solche "Koty"-Einspielungen erhielten). Es handelt sich um den Namen dieser Person, die sich laufend bei uns meldete, oder genauer: um ihr Pseudonym, denn ihren richtigen Namen hat sie uns bis heute nicht gesagt. Auf die Frage, warum sie gerade dieses Wort gewählt hat, erhielten wir zur Antwort, daß es kurz und leicht zu übertragen sei. Über die genauere Identität dieser Person wissen wir bis heute fast nichts. Sicher ist, daß sie im letzten Leben eine Frau war, und daß es eine uns völlig unbekannte Person ist. Alles weitere wäre pure Spekulation aufgrund undeutlicher Einspielungen.

Diese "Koty" erwies sich in der Folgezeit als uns fest zugeordnete Kontaktperson (wie Friedrich Jürgensons "Lena"). Sie meldet sich stets als erste (und auch am deutlichsten). Jeder Kontakt zu anderen Freunden wird durch sie vermittelt.

In der Folgezeit meldeten sich weitere Freunde, zunächst zwei Frauen namens "Hanka" und "Kasia" (poln. Koseformen für "Hanna" bzw. "Katarzyna"). Die Stimmen sprachen (wie auch alle zukünftigen) ein Gemisch aus Deutsch und Polnisch, egal, aus welchem Land die Personen stammten. Die Auskünfte über diese Personen und ihr Leben blieben recht dürftig. Interessant wurde es lediglich, als wir nach einer möglichen Wiedergeburt fragten, denn wir erhielten zur Antwort, daß Kasia wiederkommen würde, Koty und Hanka jedoch nicht.

Als nächstes wagten wir uns daran, verstorbene Freunde und Verwandte aufzurufen, was uns mit Kotys Unterstützung auch gelang. Wir erhielten Kontakte zu einem Onkel und einer Cousine meiner Frau sowie zu einem meiner Studienfreunde, der vor einigen Jahren auf tragische Weise ums Leben gekommen war. Auch hier das gleiche wie bei den anderen Freunden: Banale Fragen (etwa, ob es ihnen gut gehe) wurden beantwortet, ansonsten viel Schweigen. Wir mußten erst langsam lernen: die Toten lieben es nicht, über die Umstände ihres vergangenen Lebens zu sprechen. Mehrmals erhielten wir auf Fragen die Antwort: "Po co pytasz" ("Warum fragst du?"). Eines Tages fragten wir Koty, ob sie uns nicht ein Thema nennen könne, über das sie mit uns reden wolle. Wir erhielten zur Antwort "gwiaty" ("Welten"). Unsere Kontaktpersonen wollten also in erster Linie über ihre jetzige Existenz und den Aufbau des Universums reden! Von nun an wurden unsere Einspielungen schlagartig ergiebiger! Aber dazu später mehr!

Schon bald nach unseren ersten Ergebnissen besprachen wir diese Phänomene mit einem befreundeten Ehepaar, das von da an selbst zu experimentieren begann (ebenfalls mit schnellen Erfolgen). Wir arbeiten bis heute ausschließlich mit der Mikrophon-Methode. An unseren Cassetten-Recorder haben wir über das Mischpult MONACOR-MPX 55 das sehr hochwertige Mikrophon VIVANCO EM-70 angeschlossen. Es ist mit 4,3 mV/Pa bei 1000 Hz noch empfindlicher als das vom VTF empfohlene Uher-Mikrophon (allerdings mit DM 125,- auch erheblich teurer). Wir haben auch mit der Jürgenson-Welle und mit Geräuschkonserven experimentiert, jedoch mit nur mäßigem Erfolg. Es kamen zwar Stimmen, jedoch nicht wesentlich lauter als bei der Mikrophon-Methode. Dafür waren die Geräusche unseres Erachtens eher störend.

Doch zurück zum Thema: Manche Parapsychologen behaupten, die Stimmen würden vom Unterbewußtsein des Experimentators erzeugt. Diese Vermutung können wir schon anhand unserer eigenen Ergebnisse als extrem unwahrscheinlich erachten (wer würde sich schon eine Person namens "Koty" ausdenken?). Einen sehr eindrucksvollen Gegenbeweis konnten rein zufällig unsere Bekannten erbringen: Bei ihnen meldete sich eines Tages eine völlig unbekannte Person und verlangte jemanden zu sprechen, den unsere Bekannten kannten. Sie luden diesen Bekannten zu sich ein. Die Stimme kam wieder, und es erwies sich, daß es der verstorbene Vater dieses Bekannten war.

Doch nun zurück zu unseren eindrucksvollsten Einspielungen, nämlich unseren Gesprächen mit Koty über die "Welten". Nach und nach lernten wir, Fragen zu stellen, so daß unsere Gesprächspartnerin möglichst leicht (d.h. mit wenigen Worten, im Extremfall mit "ja" oder "nein") antworten kann. Auf diese Weise führte uns Koty zielsicher Schritt für Schritt in die richtige Richtung (wobei wir allerdings manchmal unser Gehirn gehörig anstrengen mußten, um die oft bildhaften Aussagen zu interpretieren). War die Interpretation einer Meldung nicht eindeutig, so gelang es uns oft, sie durch eine Nachfrage (die mit "ja" oder "nein" zu beantworten war) abzusichern (oder zu verwerfen).

Zunächst erfuhren wir Tatsachen, die sicher im Kreis der Tonbandstimmenforscher nichts Sensationelles darstellen, etwa daß die Toten keinen materiellen Körper besitzen, daß sie keine Nahrung und keinen Schlaf benötigen etc.

Zur Verständigung mit uns und auch untereinander benutzen sie eine Technik, die sie "UKO" nennen. Dieses scheinbar sinnlose Wort tauchte immer wieder auf, wenn wir um Kontakt mit anderen Freunden baten. Unabhängig davon bekamen auch unsere Bekannten solche "UKO"-Einspielungen. Ihnen gegenüber lüfteten die Freunde eines Tages das Geheimnis: UKO sei die Abkürzung für "Unkonventionelle Kontaktverbindung". Es wäre hochinteressant zu erfahren, ob auch andere Tonbandstimmenforscher von diesem Begriff gehört haben. Bitten wir z.B. Koty, eine andere Person für uns aufzurufen, so ist regelmäßig im Hintergrund ein hastiges "UKO, UKO ... " zu hören, als würde eine Zentrale die entsprechende Person "anwählen". Meist endet dieser Stimmensalat mit der Durchsage "Kontakt" oder "Kontakt UKO". Danach meldet sich (meistens) die von uns aufgerufene Person.

Einmal sagte uns Koty, daß sie (und die anderen Freunde im Jenseits) uns beobachten und teilweise sogar unsere Gedanken lesen können, und daß sie nicht nur unsere Vergangenheit, sondern auch unsere Zukunft kennen (zumindest in groben Zügen. Eine totale Vorbestimmtheit des ganzen Lebens, wie sie etwa der Islam lehrt, halten wir für ausgeschlossen).

Wir waren niemals darauf aus, Koty nach unserer Zukunft zu fragen. Einmal ergab es sich allerdings, daß wir gerade Grund zu größerer Besorgnis hatten. Wir erzählten dies Koty, um unsere gedrückte Stimmung zu erklären. Koty ist nämlich eine sehr humorvolle Person, die wir oft lachen hören und die manchmal sogar Scherze mit uns macht. Ohne weitere Aufforderung antwortete sie "wszystko bedzie dobrze" ("alles wird gut") - und in der Tat (Zufall oder nicht) wendete sich alles zum Guten (wonach es an jenem Abend nicht ausgesehen hatte). Wir lernten aus dieser Begebenheit, auf Kotys Ratschläge zu hören, und wir sind stets gut damit gefahren. Wir glauben nicht, daß die Freunde echte hellseherische Fähigkeiten haben. Vielmehr sehen sie alle Vorgänge weniger tagesbezogen als wir, mehr aus einer gewissen Distanz, was ihnen die Fähigkeit gibt, wohlüberlegte (und damit meist hilfreiche) Hinweise zu geben - eine Eigenschaft, die ja auch "lebende Menschen" haben können.

Doch zurück zu Kotys Aussagen über "ihre Welt": Bereits frühzeitig erfuhren wir, daß "jene Welt" ähnlich der unseren sei, nur schöner. Sie erzählte uns, daß die Wiedergeburt eine freie Entscheidung des Einzelnen sei (wobei allerdings unklar blieb, ob man sich aussuchen kann, "als wer" man wiedergeboren wird).

Wir wollten wissen, wo sich diese "jenseitige Welt" befindet, wo z.B. Koty ist, wenn sie mit uns spricht. Hierauf erhielten wir mehrfach die Antwort "Koty tu" ("Koty hier"). Also schlossen wir daraus, daß sie sich zu den Gesprächen zu uns begab. Den wirklichen Sinn dieser Aussage sollten wir erst viel später erfahren.

Sowohl aus den "Unglaublichen Geschichten" als auch aus der VTF-Post wußten wir von Herrn Schreiber aus Aachen, der behauptet, Bilder von Verstorbenen im Fernsehen zu empfangen. Obwohl uns bewußt ist, daß prinzipiell kein wesentlicher Unterschied zwischen einem Tonband und einem Videoband besteht, standen wir diesen Dingen interessiert, aber skeptisch gegenüber.

Bei einem gemeinsamen Einspiel-Abend mit unseren Bekannten beschlossen wir, die Freunde nach diesem Phänomen zu befragen. Erstaunlicherweise bestätigten sie die Möglichkeit, sie im Fernsehen zu sehen. Spaßeshalber schalteten wir den Video-Recorder ein (eine Kamera stand uns nicht zur Verfügung) und ließen das Tonbandgerät parallel dazu laufen. Es lohnte sich: wir erhielten eine Durchsage in bestem deutsch-polnischem Kauderwelsch "jestesmy sichtbar" ("wir sind sichtbar"). Mehr noch: sie präzisierten sogar, wo auf dem Bildschirm sie erscheinen würden (oben rechts). Es braucht wohl kaum betont zu werden, daß wir nichts sahen, da der Video-Recorder nur über eine Zeitlupe, nicht jedoch über eine Standbildschaltung verfügte. Immerhin könnten weitere Forschungen auf diesem Gebiet sinnvoll sein.

Die meisten Stimmen, die wir einspielten, sind ein mehr oder weniger deutliches Flüstern. In etwa 2% der Fälle erhielten wir Mitteilungen, die wir als "Piepsstimmen" bezeichnen: Beim Abspielen des Bandes ist ein heller Piepton zu hören. Überspielt man dies auf ein Tonbandgerät mit 19 cm/s und spielt es bei 4,75 cm/s ab (also vierfach verlangsamt), so kann man laute menschliche Stimmen (manchmal regelrechte Schreie) hören. Da nun diese seltenen Piepsstimmen meist nur kurz (1-2 Wörter) waren, die Flüsterstimmen hingegen sehr leise (und zwar umso leiser, je länger die Mitteilung ist) und damit schwer zu verstehen waren, suchten wir nach Möglichkeiten der Verbesserung. Da wir, wie gesagt, mit Geräuschkulisse und Radio keine guten Erfahrungen gemacht haben, verlagerte sich unser Interesse auf einen Generator. Es ist sicher nicht schwierig, so ein Gerät zu bauen, aber wir wollten einige wichtige Parameter (etwa den notwendigen Frequenzbereich von den Freunden "drüben" erfragen. Also stellten wir Koty diesbezügliche Fragen, auf die wir die Antwort "Koty nie wie" ("Koty weiß nicht") erhielten (macht es die jenseitigen Freunde nicht noch menschlicher und sympathischer, wenn man erkennt, daß auch sie nicht allwissend sind?). Hierauf fiel mein nächster Gedanke auf meinen verstorbenen Studienfreund, der - wie ich - Mathematiker und Physiker war und - im Gegensatz zu mir - ein hervorragender Elektroniker. Erstaunlicherweise stimmte mir Koty zu, daß es sinnvoll sei, diesen Freund aufzurufen, was wir dann auch taten.

Auf meine Frage nach dem Frequenzbereich ertönte auf dem Band ein Pfeifen (als wenn jemand eine Melodie vor sich hinpfeift). Ich stand dem Ergebnis ratlos gegenüber. Meine Frau schaltete schneller: Zum einen bedeutete das Pfeifen, daß es sich um hörbaren Schall handeln muß (eine Durchsage von Frequenzzahlen wäre wesentlich unsicherer gewesen), zum anderen lieferte es uns Rohmaterial, das man (etwa mit einem Oszillographen) analysieren kann. Ich ziehe nachträglich den Hut vor einer so geschickten "Antwort".

Auf eine Nachfrage sagte er uns noch mal im "Klartext", daß die Schallwellen im menschlichen Hörbereich liegen müssen und daß es kein reiner Sinuston sein darf, sondern ein "musikalischer Klang" mit den zugehörigen Obertönen. Man kann sich unsere Genugtuung vorstellen, als unsere Ergebnisse (von denen wir vorher keine Ahnung hatten) in P 44 von dem Wiener Kollegen Hans Berger hundertprozentig bestätigt wurden!

An die Konstruktion des Generators werden wir allerdings erst nach der Sommerpause gehen, damit erfahrenere Kollegen uns vielleicht noch Hinweise geben können.

Nun aber zurück zu unseren Gesprächen mit Koty. Aufgrund der Berichte von kurzzeitig klinisch Toten, aber auch nach früheren Einspielungen war die jenseitige Welt der unseren ähnlich, aber viel schöner. Wir wollten näheres erfahren und fragten Koty, ob sie dort Landschaften, Tiere, Bäume etc. sehen. Wir erhielten überraschenderweise die Antwort "Bäume". Auf die Nachfrage, daß es sich dann wohl um immaterielle, "gedankliche" Bäume handele, erklang dann: "richtige Bäume".

Eine Welt körperloser Wesen mit materiellen Bäumen? Wäre nicht gerade diese Einspielung sehr deutlich gewesen, wir hätten sie bestimmt als Mißverständnis abgetan. Wie viele Mosaiksteinchen braucht schon der Mensch in seiner beschränkten Denkweise, um die Realität des Universums auch nur ansatzweise zu begreifen! Nachträglich ein Dankeschön an Koty für ihre Geduld!

Da Koty uns früher mitgeteilt hatte, daß sie nicht wiedergeboren werde, wollten wir wissen, ob damit ihre geistige Entwicklung abgeschlossen sei, was sie verneinte. Daher fragten wir, ob es "jenseits vom Jenseits" weitere Welten gebe, in die man schrittweise übergeht. Die Antwort war: "Tylko jeden swiat" ("nur eine Welt"). Plötzlich paßte alles zusammen: die Bäume, die Anwesenheit Kotys bei uns während der Gespräche usw. Es gibt gar kein Jenseits in der Grundbedeutung dieses Wortes! Das "Jenseits" ist hier unter uns, zwischen uns, auf unserer Welt! Unsere Bäume sind ihre Bäume! Die Einschränkung ist, daß wir die "anderen" nicht sehen und erst jetzt (auf eine noch recht primitive Art) mit ihnen sprechen können.

Warum dann aber alle diese Aussagen über die größere Schönheit "jener" Welt, wenn sie mit der unseren identisch ist (und unsere Welt enthält ja auch viel Häßliches wie Umweltvergiftung, Krieg, Hunger und Not). Worin besteht diese größere Schönheit? Koty beantwortete diese Frage mit "Prawda" ("Wahrheit").

Auch diese Antwort ist sofort verständlich, wenn man die klassischen Philosophen sowie die Ergebnisse der vergleichenden Verhaltensforschung kennt: Ein Hahn z.B. beachtet einen ausgestopften Marder überhaupt nicht, flieht jedoch in panischer Angst vor einer braunen Stoffrolle, der man zwei grün funkelnde Augen aufgenäht hat. Tiere erfassen von der "realen Welt" das, was zu ihrem Überleben erforderlich ist. Die Evolution ist nicht verschwenderisch. Und wie ist es mit uns Menschen? Maßen wir uns nicht an, daß gerade wir auf der Entwicklungsstufe der Erkenntnis der absoluten Wahrheit angekommen sind? (Gleiches könnte ja auch der Hahn von seinem Standpunkt aus tun!) Lehrte nicht schon Plato, daß wir nur die Schatten der (hinter einer Mauer verborgenen) realen Dinge sehen?

Die Freunde "drüben" haben also ein gegenüber uns erweitertes Bewußtsein und sehen daher die Welt wahrheitsgetreuer als wir (und damit vielleicht auch schöner).

Angeregt durch die Forschungsergebnisse von Hans Berger in P 44 hinsichtlich der Lokalisierung des Entstehungsortes der Stimmen fragten wir Koty nochmals, wo sie sei. Wie schon früher hörten wir "Koty tu" bzw. "UKO tu" ("Koty hier", "UKO hier"). Wir wollten es genauer wissen und fragten, an welchem Platz in unserem Wohnzimmer sie sich befinde. Die Antwort war überraschenderweise "Pokój Koty nie" (wörtlich: "Zimmer Koty nicht"). Ein Widerspruch?

Nicht für den, der sich mit Einsteins Relativitätstheorie beschäftigt hat. Dort wird die Theorie aufgestellt, daß der Kosmos vierdimensional gekrümmt sei. Wäre nun Koty nur ein winziges Stück von uns entfernt, aber in Richtung der vierten Dimension, dann wäre sie tatsächlich uns nahe, ohne im Zimmer zu sein. Eine entsprechende Nachfrage an Koty ergab, daß es sich in der Tat so verhält. Kein "körperlicher Mensch" wird sich dies je vorstellen können. Unser Gehirn ist für das Leben auf der Erde geschaffen und kommt daher "im täglichen Leben" voll und ganz mit drei Dimensionen aus. Wir können den Sachverhalt allenfalls in ein paar mathematische Formeln pressen und damit den Laien Verständnis vortäuschen. Den Freunden in der anderen Dimension macht das hingegen keine Schwierigkeiten. Sofort drängte sich uns die Frage auf, ob eine Wiedergeburt dann nicht eigentlich ein großer Rückschritt sei, da doch bereits Erfahrenes zurückgelassen werden muß. Welchen Sinn hat also unser Erdenleben? Was sollen wir in unserem körperlichen Leben lernen?

Koty hatte auch hier eine Antwort parat: "Kontakt do ludzi" (Kontakt zu Menschen). Also zwischenmenschliche Beziehungen sollen wir in unserem körperlichen Leben lernen und verbessern! Kann man dies also "drüben" nicht?

Wir wissen es (noch?) nicht. Jedes Gespräch mit Koty wirft neue interessante Fragen auf. Es hat sich für uns eine Welt aufgetan, die unser eigenes Leben grundlegend verändert hat. Es liegt uns fern, die in diesem Artikel ausgesprochenen Hypothesen als erwiesene Tatsachen hinzustellen. Zu glatt ist das Parkett, auf das man sich in diesem Gebiet begibt, zu oft mußten wir schon feststellen, daß wir einer Fehlinterpretation zum Opfer gefallen sind. Wir möchten vielmehr unseren Artikel zur Diskussion stellen, unsere Thesen mit denen anderer Kollegen vergleichen. Die hier aufgestellten Theorien sind ein Puzzle-Spiel aus fast 400 Einspielungen. Vielleicht aber trifft es zu, was mehrere Wissenschaftler schon vermuten: Vielleicht sind wir die letzte Generation, die sich über das "Danach" noch im Unklaren ist.


(Quelle: VTF-Post P 46, Heft 1/87)