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Gedanken zur Philosophie des Vereins für Tonbandstimmenforschung

von Fidelio Köberle

Toleranz adelt den Menschen. Sie wird aber
zur tödlichen Gefahr, wenn sie Intoleranz,
Provokation und Kriminalität duldet.

Wir tragen Verantwortung nicht nur für unser Forschungsgebiet, sondern auch für den ganzen Bereich der Erforschung des Paranormalen. In den 11 Jahren, die seit der Gründung des VTF vergangen sind, haben wir eine Organisation geschaffen, die man ohne Übertreibung als eine tragende Säule der PSI-Forschung bezeichnen kann. Wenn wir schwach werden, gerät das ganze Gebäude in Gefahr. Unsere Stärke liegt in der Grundidee, unter der wir angetreten sind, und die wir konsequentverfolgt haben. Die Philosophie des VTF kann man kurz so definieren:

1. Das Hauptziel ist, daß alle Menschen irgendwann einmal etwas über die Tonbandstimmenforschung erfahren haben sollen.

2. Zu diesem Zweck ist eine große Zahl von Experimentatoren erforderlich, denn nur das Erlebnis vor Ort kann überzeugen. jeder Experimentator ist ein Kristallisationspunkt, der in seine Umgebung hineinwirkt.

3. Um viele Experimentatoren zu haben, braucht der Verein viele Mitglieder, die von ihm instruiert und gefördert werden.

4. Die große Zahl der Mitglieder ermöglicht durch ihre Mitgliedsbeiträge die Durchführung mehr oder weniger kostspieliger technischer Versuche und Entwicklungen.

5. Je größer die Zahl der Mitglieder ist, desto größer ist auch die Möglichkeit, Fachleute zu erreichen, die uns mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen weiterhelfen können.

6. Eine große Organisation hat auch bessere Möglichkeiten, sich in der Öffentlichkeit darzustellen.

Was wir also nicht sein wollen, das wäre etwa ein 'elitärer Klub', dem nur wenige 'Auserwählte' bzw. 'Ausgesuchte' angehören dürften. Ein solcher Zirkel bliebe in seiner Wirksamkeit auf sich selbst beschränkt und letztlich unfruchtbar durch geistige Inzucht. Die Tonbandstimmen würden als eine Art von 'Geheimwissen' behandelt, das nur Eingeweihten zugänglich gemacht werden darf. Das Wissen vom Fortleben ist für alle Menschen da, denn letztlich geht es alle an, und nicht nur eine Elite.

Wir dürfen nicht müde werden, die Forschungskollegen zu ermutigen, neben dem Ansprechen von Angehörigen usw. auch Grundlagenforschung zu betreiben. Jeder Experimentator kann hier etwas beitragen. Es könnten sich Arbeitsgemeinschaften bilden mit klar definierten Fragestellungen.

Die Planung des Vereinsgeschehens, dessen Steuerung und die umfangreiche Verwaltungsarbeit wird vom gewählten Vorstand geleistet, der sein Amt unentgeltlich und ehrenamtlich ausübt. Es hat Fälle gegeben, wo Kollegen im Vorstand so etwas wie bezahlte Dienstboten gesehen haben und entsprechend mit ihnen umgegangen sind. Man sollte doch bedenken, daß die Vorstandskollegen ihre Freizeit opfern und daß einige dies sogar tun neben einer vollen Berufstätigkeit.

Wer mit den Tonbandstimmen Geld verdienen will, gehört nicht zu uns. Wer sich als Scharlatan betätigt, also etwa mit getricksten Stimmen auftritt oder sich trotz Gegenbeweis illusionär versteigt und damit die Öffentlichkeit irreführt, schadet der gemeinsamen Sache im höchsten Maße und hat in unseren Reihen nichts zu suchen. Wir wollen sauber arbeiten, selbstkritisch und verantwortungsbewußt. Nur so können wir erreichen, daß die so wichtigen Stimmen ernst genommen werden und ihre segensreiche Wirkung entfalten können.

Wir wollen dankbar sein für das wunderbare Erkenntnisinstrument Tonbandstimmen. Wir können unseren Dank am besten dadurch abstatten, daß wir immer daran denken, daß die Stimmen uns nicht nur zur eigenen Erbauung gegeben werden, sondern daß wir eine Verpflichtung den Mitmenschen gegenüber haben.


(Quelle: VTF-Post P 44, Heft 3/86)