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Erfahrungsbericht

von Helmut Piontek, Gelsenkirchen

Sehr geehrter Herr Köberle!

Aus gegebener Veranlassung möchte ich Ihnen diesen Brief zuleiten, dessen Inhalt Sie sicher erfreuen und in Ihrer Arbeit hoffentlich bestärken wird.

Vor ca. 2 oder 3 Jahren habe ich mich einmal zwecks eines beabsichtigten Interviews mit Ihnen telephonisch in Verbindung gesetzt. Das von mir geplante Gespräch indes kam nicht zustande, da Sie sich weigerten, in meiner Gegenwart ein entsprechendes Experiment durchzuführen. Als Ersatz wollten Sie mir Tonbandaufzeichnungen vorspielen. Wegen der Möglichkeit der technischen Manipulation lehnte ich dieses Angebot jedoch ab.

Lange Zeit verging. Zwar verlor ich die Tonbandstimmenforschung nicht ganz aus den Augen, tat diese jedoch letztlich als "Spinnerei" einiger "Überdrehter" ab. Das Buch "Sprechfunk mit Verstorbenen" von F. Jürgenson, das ich mir zwischenzeitlich kaufte, brachte auch nichts Weltumwerfendes, zumal nach wie vor das praktische Experimentieren propagiert wurde, was nach meinem gesunden Menschenverstand sowieso nur Blödsinn war und in seinen Resultaten lediglichem Wunschdenken entsprechen mußte.

Zufällig (?) las ich dann vor ca. einem halben Jahr in einem Anzeigenblatt ein Inserat, in dem jemand die Praxis zur Tonbandstimmenforschung anbot. Sehr skeptisch - zumal ich hinter diesem Inserat rein kommerzielle Interessen vermutete - setzte ich mich mit der angegebenen Telephonnummer in Verbindung. Auf diese Weise kam es zum ersten Kontakt zu Frau H. Frau H. teilte mir in einem folgenden persönlichen Gespräch mit, daß sie Mitglied in Ihrem VTF sei.

Anschließend führte sie mir einige Einspielungen vor, die ich - als höflicher Mensch - als recht interessant empfand. Der Eindruck jedoch, den ich sodann auf meinem Heimweg hatte, war der, daß es jetzt sogar schon in Gelsenkirchen diese "Geisterspinner" gab. Nun, trotzdem - war es nun tatsächlich lediglich reine Neugier? - kaufte ich mir einen von Frau H. empfohlenen Cassettenrecorder mit Schnellrepetiertaste. Da hatte ich nun das Prachtstück - fehlten nur noch die "Geisterstimmen"! Den etwas nachdenklichen und mitleidigen Blick meiner Frau versuchte ich dabei zu übersehen.

Uns so startete ich meinen ersten Einspielungsversuch, der natürlich prompt in die Hose ging. Nach ca. halbstündiger Aufnahmezeit (ich ließ lediglich das Band auf Aufnahme laufen) hörte ich die "Einspielung" dann ab. Die "Geisterstimmen" waren tatsächlich zu hören - in Form des Gebells des Nachbarhundes und des fröhlichen Geschreies der lieben Nachbarkinder. Also doch alles Blödsinn!!! - Total frustriert kaufte ich mir das Buch "Stimmen aus einer anderen Welt" von H. Schäfer. Na ja, doch wieder das übliche "Blahblah".

Indes, allmählich fiel mir auf, daß es doch kaum möglich sei, daß sich so viele Menschen irren könnten.

Kurz, ich begann erneut mit Einspielungen - so wie ich es heute sehe - diesmal mit der richtigen "Technik". Als Tonfeld benutzte ich eine Meditationsplatte (gegen das ausdrückliche Abraten von Frau H., da die Jenseitigen nach ihrer Meinung über Musik keinen Kontakt herstellen könnten). Bereits beim ersten (!) Versuch hatte ich sodann Flüsterstimmen auf dem Band. Ich war doppelt überrascht, zumal ich bereits wußte, daß andere Personen um ein halbes bis zu einem ganzen Jahr benötigten, um zu ersten Ergebnissen zu gelangen.

Indes, da das sooo einfach war, konnte es sich also nur um eine Sinnestäuschung handeln. Und so stellte ich meine Versuche ein und wurde auch von meiner Frau nach recht kurzer Zeit wieder als völlig "normal" angesehen. Zugegeben, die ganze Sache ließ mir keine Ruhe. Und so versuchte ich weiter. Dazu verzichtete ich - wegen der von mir abgelehnten Tonbeispiele von Frau H. - auf sie sog. "Jürgenson-Welle". Nach wie vor machte ich reine Mikro-Einspielungen, deren Ergebnis mich immer wieder verblüffte.

Gestern versuchte ich zum ersten Mal Einspielungen in der Mittagszeit. Bislang experimentierte ich ausschließlich abends so gegen 23 Uhr und später. Bei den gestrigen Einspielungen benutzte ich als Tonfeld eine Geräusch-LP mit Meeresrauschen. Die Resultate waren verblüffend!

Vielleicht sei an dieser Stelle erwähnt, daß meine 15-jährige Tochter - ein recht sachlicher und kritischer Typ - trotz großer Skepsis ganze Worte heraushörte, die im Nachhinein als völlig richtig zu werten waren, da ich sie vorher bereits aufgeschrieben hatte und so eine manipulationsfreie Überprüfung möglich war.

Selbst meine Frau erkennt Worte - Worte (!) in lediglichem Wellenrauschen! Bestechend die Tatsache, daß diese Worte - und das kam von meiner sehr kritischen Frau (!) - als sinngemäße Antworten immer stets nach den gestellten Fragen zu hören sind.

Ehrlich gesagt - ich stehe vor einem Rätsel! Durch meine zahlreichen Experimente ist mein Gehör schon etwas geschult, was beim Abhören von sehr großem Nutzen ist. Trotzdem weigert sich mein rationales Denken und Empfinden, das was ich höre, auch zu glauben. Sicherlich würde ich das von mir Gehörte als reine Einbildung abtun, jedoch was hören dann meine Tochter und meine Frau?

Nun, sollte man alles im Leben rational erklären können? Fast regelmäßig höre ich mir Samstagmorgen die RTL-Sendung "Unglaubliche Geschichten" mit Rainer Holbe an. Aufgeschlossenheit und Aufnahmewilligkeit müssen hier rationales Denken ersetzen. Das wurde mir u.a. deutlich, als ich vor einer Woche einen Fakir interviewte, der mir in seiner Wohnung eine Privat-Show gab. Nachdem er sich mit seinem Eigengewicht von ca. 160 Pfund und meinem von knapp 200 - als ich mich auf seine Brust stellte - auf sein von mir überprüftes Nagelbrett gelegt hatte, konnte ich mir seinen "Sieb-Rücken" ansehen, indes kein Tropfen Blut zu sehen! Bei rationalem Denken hätte der Rücken des Mannes eine blutige Fleischmasse sein müssen - er war es nicht!

Ich möchte nun zum Ende kommen. Nach diesen ausführlichen Schilderungen sitzt trotzdem immer noch ein ratloses "Menschlein" in Gelsenkirchen, das zwar hört und erkennt - und doch einfach nicht glauben kann!


(Quelle: VTF-Post P 38, Heft 1/85)