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Burkhard Heims Forschungen zu Transkommunikation

Tarek Al-Ubaidi im Gespräch mit Illobrand von Ludwiger
aus "CROPfm"

Der 2001 verstorbene Physiker Burkhard Heim hatte sich zu seinen Lebzeiten unter anderem auch mit der Transkommunikationsforschung befaßt. Über die technischen Einzelheiten seiner Experimente ist bisher leider kaum etwas bekannt, jedoch sollen die Ergebnisse erstaunlich gut gewesen sein, wie der nachfolgende Ausschnitt aus einem Telefon-Interview zeigt, das der Moderator Tarek Al-Ubaidi im Rahmen seiner Radiosendung "CROPfm" mit Illobrand von Ludwiger, einem ehemaligen Mitarbeiter Heims, am 07.10.2011 führte [1].

Tarek: Burkhard Heim war ein sehr offener Mensch, er war auch auf allen möglichen Kongressen zu hören. Für mich auch überraschend aus der Lektüre Ihres letzten Buches: Er hat sich auch mit der sogenannten Transkommunikation beschäftigt.

Ludwiger: Ja, dazu kam er eigentlich nicht aus eigenem Antrieb, sondern der Parapsychologe Prof. Hans Bender in Freiburg hatte von den Jürgensonschen Stimmenphänomenen gehört, wo auf unerklärliche Weise über Mikrofon und Radio irgendwelche Stimmen zu ihm gesprochen hatten, als er sich am Tonband das abgehört hatte, und Bender hatte gesagt, irgend ein Physiker sollte sich das doch einmal ansehen, um was es sich da handelt, ob es vielleicht Fehlinformationen oder Fehlschaltungen sind, Überreichweiten von Sendern – was auch immer –, und da fand er keinen Physiker, der sich da traute, vor seinen Kollegen das zu untersuchen, weil es das ja gar nicht geben kann, aber Heim hatte ja sein eigenes Institut und war unabhängig – er ist ja auch von niemandem finanziert worden. Heim hatte das dann angenommen und ist mit seinem Mitarbeiter, den er damals noch hatte, nach Schweden gefahren und hat erst einmal festgestellt, welche physikalischen Testeinrichtingen man braucht, um alle Fehlerquellen auszuschalten, vor allen Dingen Körperschall, denn es wurden dort Stimmen gefunden, etwa ein Schrei um Hilfe, und dann hat man festgestellt, mehrere Zimmer weiter im Krankenhaus hatte wirklich eine Frau um Hilfe gerufen, und das hat sich dann über den Fußboden und über die Wände verteilt bis zum Mikrofon rüber – also so etwas gibt es auch.

All das hat er gemacht und das auch an den Professor Pascual Jordan, das war ja einer der ganz großen Physiker, der bloß um den Nobelpreis so drumrum gekommen ist, weil er die Quantentheorie verbessert hat und die Allgemeine Relativitätstheorie auf 5 Dimensionen erweitert hat, aber nicht was Eigenständiges dann hochgebracht hat, aber er war Mitglied des Nobelpreis-Komitees, und mit dem hat er sehr eng zusammengearbeitet – sie wollten Gravitationsexperimente machen. Naja, und dem hat er nun auch das, was er über diese Stimmenphänomene machte, zugeschickt, und Pascual Jordan kannte über seine Tochter den Raudive, der auch mit Jürgenson Stimmenphänomene untersuchte. Und so kam es dann zum Austausch zwischen Raudive und Heim, und Heim hat immer darauf gedrungen, daß Raudive mit seinen Experimenten nicht in die Öffentlichkeit gehen sollte, sondern daß man zunächst erst mal alle Fehlerquellen beheben müsse und Vorarbeiten machen sollte. Das haben die natürlich nicht gemacht – ein normaler Nichtwissenschaftler würde sagen: "Klar, ich muß doch sofort allen bescheidsagen, was es da gibt." Das war aber nicht ausgereift, und so hat sich dann Heim später von diesen ganzen Gruppen getrennt. Er hätte viel dazu sagen können und hat im Laufe seines Lebens etwa 1500 Stimmen dann selbst aufgenommen, und jetzt kann man es ja sagen – damals hätte es ihm ja das Genick gebrochen, da hatte man gesagt, das ist ja kein Physiker, das ist ja ein Esoteriker, oder was auch immer – aber er hat lange Sätze bekommen und nicht bloß wie Raudive etwa – der hat aus diesem Zischeln gemacht: "Wir haben Sußabußi gemacht, aufpassen!" – also totaler Quatsch, während Heim dann so einen langen Satz, den ich ja auch habe, auf Tonband hat: "Das Wichtigste ist, daß das Bewußtsein in der Materie lebendig wird und einen charaktervollen Menschen entwickelt." Also das sind dann schon etwas vernünftigere Sätze als "Dschschschzuschabischi".

Tarek: Und diesen ganzen Satz hat Burkhard Heim in einer seiner Aufbauten ...

Ludwiger: ...na, das war von seinem verstorbenen Vater, meinte er, das weiß ich natürlich nicht, aber da habe ich dann auch mitgemacht. Ich habe dann Stereo-Aufnahmen gemacht, und zwar immer nach der Maßgabe seiner Theorie, denn Heim sagt ja so: "Wenn ich hier iegendwas sehe, dann muß ich ja klären, wie das zustandekommt – kann ich denn das mit meiner Theorie überhaupt verstehen?" Und dann sagt er: "Ja natürlich, mit diesen zusätzlichen Dimensionen wird ja alles ganz anders. Der Strahungsvektor – also mit dem man in der Elektrotechnik rechnet – der ist ja nicht vierdimensional, sondern jetzt sechsdimensional, und da kommen ja noch so zwei Skalarprodukte – so heißt das in der Physik – dazu zwischen Magnetismus und Gravitation sowie zwischen Magnetismus und elektrischem Feld. Wenn ich jetzt also eine Antenne baue, die mir diese Sache, also eine schwere Spule noch als Antenne da einschalte, dann könnte es doch möglich sein, daß so ein Sprechtext umgewandelt wird." Und dann hat er wieder gerechnet und gesagt: "Sprechtext sind zwei Fourier-Reihen" – also ich will jetzt nicht Sie da langweilen mit Fremdworten – "und dann müßte herauskommen, daß man, wenn das multiplikativ ist, dann müßte rauskommen, daß man den überlagerten Text, den neuen Text, auf einem Tonband hören sollte, das mit doppelter Geschwindigkeit oder mit der halben abgespielt wird, und zusätzlich müßte sich noch ein Sinuston, so ein Pfeifton finden lassen." Und genau das hat er gemacht, und deswegen bekam er so viele, auch vernünftige Sprechtexte.

Und ich habe das dann eben mit zwei Geräten gemacht, ans linke und ans rechte Ohr, und das ist schon – das kann ich Ihnen sagen – etwas mulmig, das habe ich auf einer Burg gemacht, ich war da ganz alleine in einer alten, 700 Jahre alten Burg in der Fränkischen Schweiz, und wenn Sie dann Ihren Namen – und ich habe ja so einen merkwürdigen Vornamen, der ist ja nicht alltäglich – wenn der plötzlich von oben genannt wird und dann von unten links kommt da nochmal eine Stimme "Jaaa" und so, das ist unheimlicher als wenn es bloß in einem Ohr und nicht in stereo kommt. Ich habe es dann aber aufgegeben – man muß ja nicht allen Hasen nachlaufen und muß sich dann irgendwie beschränken auf bestimmte Sachen.

Tarek: Ah ja, aber es ist auf jeden Fall ein sehr spannendes Gebiet, das ja auch in der breiten Wahrnehmung eher lächerlich gemacht wird.

Ludwiger: Ja, so wie das dargestellt wird, ist es ja lächerlich, und das ist ja das Schlimme, daß keiner diese wissenschaftlichen Normen einhält. Wenn da was Neues kommt, muß gleich veröffentlicht werden. Jeder, der so ein paar "Quatschtöne" rauskriegt, muß gleich der Öffentlichkeit sagen, was er hat. Und Heim hat immer gesagt: "Wartet doch ab, bis es so gut ist, daß man wie am Telefon den Sprechtext hört, so daß keiner mehr sagen kann, das ist eine Verwechslung." Und dann ist das später auch so gut gekommen, bloß da setzte etwas ganz Anderes ein – wie soll man sagen – ein Lügen an Falschheit von der Seite, wo das herkommt, ein. Da kam jetzt also ziemlicher Unsinn, obwohl sehr deutlich, aber Unsinn, und das stammte nicht von uns, sondern von der Quelle, wo es herkam. Und das ist natürlich Parapsychologen bekannt – Spiritisten kriegen da ziemlich viel Unsinn auch vorgetragen von ihren Geisterstimmen, und das tat es hier auch. Und man muß immer aufpassen, daß man unterscheidet zwischen dem Phänomen – also was Heim auch untersucht hat – und dem Inhalt, was da kommt, und der Inhalt ist nicht immer seriös, anständig und wahrheitsgemäß.

Tarek: Foppgeister vielleicht...

Ludwiger: Ja genau, das sagt man da bei den Parapsychologen. Ja, sowas kam dann durch die Stimmen – aber sehr gut, in toller Qualität! Was macht man jetzt?

Tarek: Also auch bei einwandfreien medialen Kontakten – und das glaube ich eigentlich auch – muß man ganz einfach dennoch mit einer gewissen Kritik an die vermittelten Inhalte herangehen, auch wenn da weiß Gott wer angeblich gerade spricht – das kann ganz einfach gelogen sein.

Ludwiger: Ja, das war ja der Grund, daß ich mit einem Kardinalskollegen, also mit Leuten, die mit Menschenführung bescheidwissen, sogar zusammengesetzt, und er sagt: "Wir können sowas gar nicht in die Öffentlichkeit lassen." Nun ja, das schützt sich jetzt selbst, weil jeder sagt, das ist ja ziemlicher Unsinn, was da kommt, und keiner geht ran an die Sache – Gott sei Dank! Denn wir müssen – wenn wir das jetzt wirklich so gut hinkriegen, daß nicht bloß Töne und Sprechtexte, sondern auch Bilder und vielleicht sogar Filme in unsere Stube aus dem Jenseits kommt, dann müssen wir sehen, daß wir da was Vernünftiges kriegen. Den Filter, den haben wir aber noch nicht, der aufpaßt, daß hier bloß Wahrheitsgemäßes und Vernünftiges reinkommt. Dann ist es meiner Meinung nach sogar besser, einfach das abzulehnen und zu sagen: "Ach, das gibt's gar nicht!" Das ist ja bei der ganzen Parapsychologie auch so – wenn Sie das Leben von Wolfgang Pauli, dem Nobelpreisträger für Physik, kennen, dann sind Sie auch der Meinung, dann bin ich eher der dafür, daß es die Phänomene der Parapsychologie nicht gibt als daß ich das glauben müßte, was dem Nobelpreisträger passierte. Wenn Pauli in irgend ein Institut kam, fielen da alle Geräte aus, zersetzen sich oder gingen in Flammen auf, und man nannte das unter Physikern den "Pauli-Effekt" – das ist gar nicht bekannt geworden hier in der Öffentlichkeit. Aber stellen Sie sich mal vor, so ein Mensch geht mit in Ihr Flugzeug, mit dem Sie irgendwo hinfliegen wollen – das ist doch eine ungemütliche Sache, wenn man annehmen müßte, daß es paranormale Phänomene dieser Art wirklich geben würde. Dann ist es für den Menschen eigentlich noch besser zu sagen "Glaube ich nicht dran, gibt es nicht!", und dann fleigt man mit dem Pauli in Ruhe und wird nicht verunsichert. Denn das ist ja das, was die Wissenschaft uns liefert: Gewißheit, und nicht Wahrheit. Die Wahrheit ist, daß es solche Phänomene gibt, aber an Wahrheit ist die Wissenschaft erst in zweiter Linie interessiert; sie will Gewißheit, also Kontrolle über die Dinge – das ist sehr viel wichtiger und auch etwas ganz Anderes als nach Wahrheit zu suchen; das tut die Wissenschaft gar nicht in erster Linie.

Anmerkungen:

[1] CROPfm: Die 6. Dimension – Burkhard Heim (externer Link)


(Erschienen in der VTF-Post P 150, Ausgabe 1/2013)