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Tonbandstimmen-Forschung

Eine Schnittstelle zum Jenseits
von F. Hermann Dürselen

Der Schwede Friedrich Jürgenson entdeckte im Jahre 1959 durch Zufall die Tonbandstimmen. Zuerst vermutete er einen Defekt an seinem Tonbandgerät, oder dass er einen Kontakt zu UFOs hergestellt hatte. Nach längerer Zeit der Auseinandersetzung und Überprüfung wurde ihm aber klar, dass es sich bei den mysteriösen Stimmen auf seinem Tonband um Äußerungen von Verstorbenen handelt, die physikalisch nicht erklärbar sind. Seither experimentieren zahlreiche Menschen mit diesen Tonbandstimmen und wollen durch ihre Forschungsarbeit das Jenseits und somit ein Weiterleben nach dem körperlichen Tode beweisen.

Meine ersten Erfahrungen mit den tranzendentalen Stimmen hatte ich im Jahre 1984, als ich wie viele andere Zuhörer gespannt vor dem Radio saß und die Sendung "Unglaubliche Geschichten" mit Rainer Holbe verfolgte. Diese Sendung war sozusagen ein Straßenfeger und brachte vielen Interessenten Informationen und Anleitungen zu der Thematik Tonbandstimmen. Das Wort Tonbandstimmen ist heute nicht mehr gebräuchlich und ist durch das Wort "Transkommunikation" ersetzt worden. Die Transkommunikation beinhaltet nicht allein die Tonbandstimmenforschung, sondern deckt viele Bereiche einer Kontaktherstellung mittels technischer Geräte zum Jenseits ab. Bleiben wir aber zum besseren Verständnis bei dem Wort Tonbandstimmen, um die es in diesem Artikel hauptsächlich geht.

Wie erwähnt, begann ich mich, im Jahre 1984, im Alter von 27 Jahren, intensiv mit den Tonbandstimmen zu befassen. Ich war davon überzeugt, dass die Forschungsergebnisse mich auf einen Weg führen sollten, der es mir ermöglicht, mehr über mein eigenes "Ich" und über das Leben im Allgemeinen zu erfahren. Die ersten Versuche, angeleitet durch den VTF (Verein für Transkommunikations-Forschung), stellten sich als recht mühsam dar, da die richtige Einspielmethode und das Erlernen des richtigen Hörens von großer Bedeutung und mit etlichen Hürden gespickt waren. Es hat sich in den folgenden Jahren für mich herausgestellt, dass die Tonbandstimmenforschung nicht allein ein technisches Phänomen ist, sondern auch die Einstellung des Experimentators eine wesentliche Rolle spielt. Manch anderer mag hier anderer Auffassung sein und die Tonbandstimmen als ein rein technisches Phänomen ansehen, doch ich denke, Geist und Materie gehören auch hier zusammen! Während meiner Einspielversuche kamen in der Anfangssphase häufig Worte auf das Band, die man, ohne kritisch zu sein, als belanglos einstufen konnte. Eine Kontaktherstellung zum Jenseits ist auch von einer gewissen Geduld abhängig. Diese Geduld ist unabdingbar, da eine Jenseitsverbindung Stück für Stück aufgebaut werden muss. Das bedeutet, dass ein gegenseitiges Vertrauen aufgebaut werden muss, welches bestimmten Gesetzmäßigkeiten unterliegt.

Unter diesen Gesetzmäßigkeiten verstehe ich, dass der Einspieler es sich bewusst machen muss, dass er es im Jenseits mit guten und weniger guten Seelen zu tun hat. Die Seelen verändern ihre Persönlichkeiten nicht zwangsläufig dadurch, dass sie ihren materiellen Körper verlassen. Es kommt, wie ich schon betonte, darauf an, sich "geistig geschützt" vor sein Einspielgerät zu setzten, in dem Bewusstsein, dass Transkommunikation kein Zeitvertreib im Kaffeeklatsch-Milieu ist. Eine gewisse Ernsthaftigkeit muss ein ständiger Begleiter sein, jedoch ohne die ganze Sache zu mystisch zu behandeln. Es gibt leider genügend Menschen, die sich dessen nicht im Klaren waren und durch unausgereifte Einspielversuche, sogenannte "Foppgeister" auf sich aufmerksam machten, die ihnen dann das weitere Leben zum Desaster gestalteten. Ich möchte natürlich niemanden Angst vor den Tonbandstimmen machen, aber wie es auch im wirklichen Leben ist, so ist hier immer eine zweckmäßige Vorsicht geboten! Gewisse Vorschriften spiritueller Natur sind bei jeder Kommunikation zum Jenseits, sei es über Tonbandstimmen oder durch andere Praktiken, unverzichtbar!

Nun stellt sich die Kernfrage, wofür die Tonbandstimmen überhaupt nützlich sind. Glaubt man der Wissenschaft und den Kirchen, dann ist alles Humbug und fauler Zauber. Kirche sowie Wissenschaft haben hier allerdings leider nicht viel zu bieten, wenn es darum geht, Aufklärung zu schaffen. Des Weiteren war es für mich wichtig, die animistische Theorie, dass die Jenseitsstimmen aus uns selber heraus oder durch Kreuzmodulations- oder Intermodulationseffekte entstehen, zu widerlegen.

Nach einer Einspielphase von ungefähr einem halben Jahr konnte ich bei meinen Tonbandstimmenversuchen erkennen, dass die jenseitigen Antworten bezugnehmender und genauer wurden, und dass sich sogar einige Verstorbene namentlich zu Wort meldeten. Dennoch stelle ich mir immer wieder die Frage, auf welchem Level bewegen wir uns in der Tonbandstimmenforschung? Einen Kontakt zu Verstorbenen allgemein, zu Freunden oder nahen Verwandten ist ohne weiteres machbar und auch realistisch. Doch möchte ich reichhaltigere Informationen! Was aber kann man von Tonbandstimmen erwarten? Sollen sie mich auf meinem Lebensweg unterstützen, hilfreich zur Seite stehen um die gröbsten Sorgen und Nöte zu bewältigen, oder sind sie für mehr tauglich und brauchbar?

Es gibt viele Menschen, die durch harte Schicksalsschläge bei der Tonbandstimmenforschung Trost und Hilfe suchen. Ein enger Verwandter ist gestorben, vielleicht sogar ein enges Familienmitglied. Kann hier die Tonbandstimmenforschung ein Seelentröster sein? Um vorweg diese wichtige Frage von meiner Position heraus zu beantworten: ein klares "Ja"! Dennoch müssen wir Forscher uns im Klaren sein, dass die Tonbandstimmenforschung niemals in der Lage sein wird, alle notwendigen Fragen zu 100% zu beantworten. In meiner langen Einspielzeit ist mir immer mehr und mehr klar geworden, dass Fragen, egal welcher Art sie sind, nur bedingt beantwortet werden. Ich musste mir bewusst machen, dass ich durch meine Einspielversuche keine Wesenheiten im Jenseits erreichen kann, die mir alle Fragen mit dem "Stempel der Wahrheit" versehen können. Ich bin der Auffassung, dass ich es durch meine Forschungsarbeit mit Tonbandstimmen mit verstorbenen Seelen zu tun habe, die Menschen sind und keinen Anspruch einer Unfehlbarkeit haben. Ein verstorbener Mensch hat, wie ich schon erwähnte, nach seinem irdischen Leben ein gewisses Potenzial an Wissen, Erfahrung und Kenntnisse erworben. Hierauf greifen die angesprochenen Verstorbenen zurück und geben mir diese in meinen Einspielungen weiter. Doch sollte man hieraus nicht deuten, dass alles, was von Drüben kommt, einen absoluten Wahrheitsanspruch besitzt, nur weil es jenseitige Äußerungen sind. Doch eines vollbringen die Jenseitsstimmen in unglaublicher Brillianz: sie bezeugen ein Weiterleben nach dem Tode, welches meiner Ansicht nach dass Größte ist, was uns die Forschung bieten kann. Bei meiner Arbeit habe ich mich darauf konzentriert, meine lieben Verstorbenen im Jenseits nicht mit Gewalt zu erreichen. Stattdessen habe ich Wert darauf gelegt, das Phänomen an sich zu beweisen. Ich denke, dass dies die wichtigste Aufgabe sein sollte. Schließlich ist es doch so, dass das Gesetz des ewigen Lebens auf jeden Menschen zutrifft und somit gleichermaßen auch ein Weiterleben meiner Angehörigen Fakt ist. Die Tonbandstimmenforschung kann vielen Menschen die Schwellenangst vor dem Tode nehmen und somit kann ein Leben unter ganz anderen Gesichtspunkten unserer Existenz beginnen.

Oftmals wird an den Tonbandstimmen kritisiert, dass sie zu kurz sind und zweideutige Antworten aufweisen. Da die Tonbandstimmen physikalisch nicht erklärbar sind, kann ich in Bezug auf die Länge einer Stimme nur Vermutungen anstellen. Auch was die Zweideutigkeit betrifft, kann ich nur vermuten, dass es sich hier um eine Antwort handelt, die einer jenseitigen Gesetzgebung unterliegt. Vielleicht dürfen dem Einspieler nicht alle Antworten auf einem Goldenen Tablett serviert werden. Denn das würde die Gefahr unterstützen, dass die Hilfesuchenden bei jedem Problem sofort auf die Mithilfe aus dem Geistigen Reich vertrauen, ohne ihr eigenes Potenzial zu nutzen. Dennoch stellt sich für mich niemals die Frage, ob die Stimmen nun animistischer oder spiritistischer Natur sind. Ich kann mit Bestimmtheit sagen, dass sie spiritistische Annahme die richtige ist, weil der Mensch bzw. seine Seele nach dem Übergang ins Geistige Reich überlebt. Der Tod ist nur ein Übergang, ein Wandel, der jedem Menschen bevorsteht, wenn er diese Erde wieder verlassen muss. Letztendlich wird sich auch die Wissenschaft darum bemühen, Klarheit über das Phänomen Tod und Sterben zu schaffen, was heutzutage schon deutlich zu erkennen ist.

Wie können wir nun in der Praxis vorgehen, um Täuschungen bei der immensen Abhörarbeit soweit wie möglich auszuschließen? Schließlich möchte ich, dass mein Stimmenbeispiel von vielen Menschen verstanden wird. Darüber hinaus soll die paranormale Herkunft beweisbar sein. Jeder Einspieler macht im Laufe seiner Forschungsarbeit zahlreiche Einspielungen und hofft natürlich verständliche, bezugnehmende Antworten zu erhalten. Leider wird nicht jede Frage beantwortet. Wenn doch, sind die Äußerungen oftmals irreführend. Aber wie gehen wir dann mit dem Skeptiker um, der nahtlose Aufklärung fordert und sich natürlich nicht lächerlich machen will, wenn er dem soeben Gehörten Glauben schenken soll? Hierfür sind jedem Forscher ein paar Regeln bekannt, die bei jeder Stimmenauswertung Beachtung finden sollten. Wenn wir chronologisch vorgehen wollen, beziehen sich folgende Kriterien auf ein Stimmenbeispiel.

  1. Es muss sich erkennbar um sprachliche Äußerungen handeln.
  2. Der Text der Sprache muss verstanden werden.
  3. Der gehörte Text sollte Bezugnehmend auf eine vorher gestellte Frage sein, oder zumindest sinnvoll erscheinen.
  4. Eine Qualifizierung der gehörten Stimme von 1-3 nach Schulnotenmuster sollte erfolgen.

Jetzt liegt es an jedem Forscher selber, sich soweit zu disziplinieren, den gehörten Wortlauten den Stempel einer paranormalen Stimme zu vergeben. Man sollte Hörspielereien, ohne einen wirklichen klaren Anhaltspunkt bei der Verständlichkeit der Stimmen, vermeiden. Das ist abwegig und bringt der Forschung letztendlich nur Negatives. Darüber hinaus ist bei der Stimmenauswertung zu beachten, welche Einspielmethode (Radio, Wassergeräusche, EVPmaker, Psychofon usw.) als Hintergrundgeräusch diente. Denn auch hier kann Stimmenqualität variieren. Hilfreich kann auch ein Vergleich zwischen dem Rohmaterial und der Stimme sein, um gegebenenfalls eine Täuschung auszuschließen. Wir als Forscher sind es leider, die beweisen müssen, dass es sich bei unseren Stimmen nicht um Täuschungen des menschlichen Gehirns, bzw. des menschlichen Ohres handelt. Versuche im Faradayschen Käfig [1] haben schon mehrfach beweisen können, dass auch unter diesen Verhältnissen eine Erfolg bringende Einspielung mit aussagekräftigen Stimmen machbar sind. Meiner Ansicht nach haben wir Tonbandstimmenforscher genügend Beweise auf den Tisch gelegt. Nun sollte die Wissenschaft nachziehen! Esoterische TV-Beiträge nehmen in letzter Zeit verstärkt zu, weil das Massenmedium Fernsehen wohl erkannt hat, dass eine Berichterstattung hohe Einschaltquoten erhält. Durch das gestiegene Interesse der Menschen an solchen spirituellen Beiträgen sollte auch die Wissenschaft zur Vernunft kommen und ihre Engstirnigkeit beiseitelegen, da die Zeit für eine diesbezügliche Aufklärung reif ist. Dem Menschen muss auf Dauer etwas Plausibles in Sachen Jenseitsforschung angeboten werden, damit mit dem Dogma des angeblichen Todes endlich aufgeräumt werden kann.

Fassen wir nun zusammen, was wir bei einer Kontaktaufnahme via Tonbandgerät beachten sollten. Jeder, der sich mit der Transkommunikation befassen möchte, muss mit beiden Beinen im Leben stehen und sich dessen bewusst sein, dass unser menschliches Dasein nicht nur auf dieses "eine Leben" beschränkt ist und es darüber hinaus ein Weiterleben nach dem Tode in der Geistigen Welt –dem Jenseits – gibt. Weiterhin spricht vieles für die Hypothese einer Reinkarnation der menschlichen Seele, da auch über Tonband oftmals drauf eingegangen wurde.

Sich selber oder anderen etwas durch getrickste oder schlecht analysierte Stimmen vorzumachen, ist dem gemeinsamen Ziel, ein Weiterleben nach dem Tode zu beweisen, abträglich. Eine Kontaktaufnahme sollte niemals aus Spielerei und Unsinn unternommen werden, weil hier schon die angesprochenen Disharmonien entstehen können. Auf Dauer sollte man sich auf eine Einspielmethode festlegen, um somit das menschliche Gehör zunehmend an die Geräuschkulisse im Hintergrund zu gewöhnen und auch hier Fehler beim Abhören zu vermeiden. Einspielungen und die Stimmenrestauration mit einem Computer bieten der Tonbandstimmenforschung neue Möglichkeiten. Ausgereifte Software und digitale Anwendungen vereinfachen das Bearbeiten und Speichern unserer Stimmenbeispiele. Hier sollten wir das Glück beim Schopfe packen und gemeinsam an einer Weiterverbreitung der Tonbandstimmen Anteil nehmen!

Anmerkungen:

[1] Der Faradaysche Käfig (auch Faraday-Käfig) ist eine allseitig geschlossene Hülle aus einem elektrischen Leiter (z. B. Drahtgeflecht oder Blech), deren Innenraum dadurch bei tiefen Frequenzen von äußeren elektrischen Feldern oder elektromagnetischen Wellenabgeschirmt ist. Bei sehr hohen Frequenzen, zum Beispiel von Licht oder ionisierende Strahlung wirken andere Mechanismen der Abschirmung.)

Webseite des Autors: www.lichtpfad.net (externer Link)


(Erschienen in der VTF-Post P 139, Ausgabe 2/2010)