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Esoterische Einblicke

Bericht über die Jahrestagung des VTF vom 15. bis 17. Juni 2006
von Uwe Wagner



 

Um es gleich vorweg zu sagen: Ich konnte in diesem Jahr leider nicht persönlich an der Tagung teilnehmen. Diesen Bericht schreibe ich hauptsächlich nach den Aufzeichnungen auf DVD. Es war ein schönes und interessantes Programm, mit vielseitigem Themenspektrum. Viele Referenten hat uns Herr Gerd Kirwel vom Club "Jenseits des Irdischen" vermittelt.

Leider muß auch berichtet werden, dass die Besucherzahl mit nur ca. 35 Teilnehmern weit unter dem Durchschnitt vergangener Jahre lag. Hinzu kam der Ausfall einiger Referenten, was ein kurzfristiges Improvisieren durch die Tagungsleitung nötig machte. Dennoch hat unser Vorsitzender Jürgen Nett die Tagung souverän moderiert und trotz Pannen das Kunststück fertiggebracht, ein schönes und niveauvolles Programm auf die Beine zu stellen. Es waren Einblicke in verschiedene moderne esoterische Denkrichtungen.

Neben den interessanten Vorträgen gab es auch in diesem Jahr eine Podiumsdiskussion mit verschiedenen Referenten, die sehr lebhaft und interessant war, da verschiedene Ansichten aufeinanderprallten, was die Diskussion sehr lebendig machte. Über das Atmosphärische am Rande der Tagunng kann aus den obengenannten Gründen nichts ausgesagt werden.

Es sollen nun wieder die einzelnen Vorträge in Kurzform dargestellt werden, was natürlich wie immer sehr subjektiv ist und den Referenten nicht immer gerecht werden kann.

Petra Groß: Homöopathie – das Feld der Ähnlichkeit

Sie gehört zu den neuen Gesichtern bei unserer Tagung. Eine hoch dynamische Frau trat vor das Auditorium und brachte uns das Thema Homöopathie mit sehr viel Humor und rasantem Charme nahe.

Die Homnöopathie, so begann Frau Groß, ist in den letzten Jahren leider etwas in Misskredit geraten. Die Homöopathie ist in sich sehr verwirrend und wenn man das System nicht versteht, kann es zu Missverständnissen kommen. Die gesamte, heute parktizierte Homöopathie geht auf den Arzt Samuel Hahnemann zurück, der sie nicht erfunden, vielmehr gefunden hat. Er hat schon damals erkannt, dass die Schulmedizin den Ansprüchen von Krankheiten nicht gerecht werden kann. In der Homöopathie haben wir alle Stoffe der Natur zur Verfügung. Um ein homöopathisches Mittel herzustellen, braucht man gewisse Gesetze. Die stehen in einem homöopathischen Apothekerbuch. Der Apotheker weiß genau, wie er eine Tinktur aus einem Stoff herstellen kann.

Frau Groß erklärte dann, wie die Homöopathika hergestellt werden kann. Man nimmt einen Stoff aus der Natur, zum Beispiel Kochsalz. Das Kochsalz wird in Wasser aufgelöst, bis wir eine 26-prozentige Lösung haben. Diese Urtinktur ist noch kein homöopathisches Mittel, sondern nur der Grundstoff, den wir brauchen. Von diesem Grundstoff nehmen wir einen Teil, einen Tropfen oder einen Liter, eben wie viel wir von einer Medizin herstellen wollen. Dann brauchen wir eine Trägersubstanz, beispielsweise Alkohol. Ein Teil Natrium plus neun Teile Alkohol. Das Ganze wird mit einer bestimmten Zahl von Schüttelschlägen verschüttelt. Es sind also 10 Teile, ein Dezimal. Wir haben also ein Mittel Natrium D1. Von dieser D1 nehmen wir wieder neun Teile Alkohol, schütteln es und bekommen eine Natrium D2. Diese verdünnten Substanzen können immer noch weiter verdünnt werden. Der Homöopath macht weiter, bis er die D23 erreicht hat. Ab der D23 ist kein Molekül der Ursubstanz mehr vorhanden.

Ab da, so erklärte Frau Groß, ist die Homöopathie schon sehr angreifbar. Aber es wird noch mit viel dünneren Substanzen gearbeitet und spätestens bei der Dosierung der homöopathsichen Mittel steigert sich die Angreifbarkeit nochmals. So kann ein homöopathisches Mittel bei zwei Patienten mit den gleichen Symptomen ganz unterschiedlich dosiert werden, was die Homöopathie für den Durchschnittsmenschen schwer verständlich macht. Die Heilerfolge der Homöopathie basieren auf der Tatsache, dass der Patient sich selber heilt, er bekommt vom Homöopathen nur den Reiz zur Weiterentwicklung.

Die Homöopathische Medizin wird von Kritikern als unwirksam bezeichnet, da die Substanzen nach der Verdünnung nicht mehr messbar sind. Petra Groß erklärte aber, dass diese wichtige Informationsträger für den Kranken sind. Würde man eine Visitenkarte mit einer Telefonnummer analysieren, so würde man nur das Material messen, nicht aber die Information darauf, da diese immateriell ist. Jeder einzelne Mensch und auch die ganze Welt ist ein riesiger Informationsträger. Die Welt ist der Makrokosmos und unser Körper der Mikrokosmos und unser homöopathisches Mittel ist der Mittler zwischen beiden. Krankheit fängt im Kopf, im Geist an. Sie ist die Missachtung eines Prinzips. Wir müssen gewisse Erfahrungen machen und weigern uns, dies zu tun. Schließlich bekommen wir einen Tritt und haben unsere Symptome. Wir sind im Grunde alle auf dem Lernweg und müssen fühlen, weil wir alles nicht freiwillig tun. Wir brauchen oftmals einen Stups, dieser ist das Leiden. Mit der Homöopathie versuchen wir nur, verloren gegangenes Wissen wieder zu vervollständigen, mit verschiedenen Prinzipien aus der Natur. Durch die Verschüttelung und Verdünnung eines Mittels vergeistigen wir es wieder. Wir lösen den Körper von seiner Information. Dabei ist zu bemerken, dass ein bloßes Verdünnnen der Substanz nicht die Wirkung erzielt, wichtig ist der Schüttelprozeß. Dieser trägt dazu bei, dass die Information in unserer Urssubstanz sich an den Informationsträger bindet. Je öfter wir das tun, um so differenzierter wird die Information.

Zur Beweisbarkeit der Homöopathie verwies die Referentin darauf, dass chemisch nicht mehr analysierbare Substanzen aber noch eine elektrolmagnetische Schwingung haben. So hat beispielsweise Phosphor in einer D6 einen bestimmten Schwingungskörper, der mit elektromagnetischer Testung sichtbar gemacht werden kann und die zeigt, dass dieser in einem Frequenzbereich zwischen 270 bis 370 Hz wirkt. Es liegt also nicht am Stoff, sondern an der Kraft.

Der Homöopath, so erklärte Frau Groß, muß sich selbst vergiften, um die Wirkung eines Stoffs zu kennen. Die gesamte Natur ist giftig, es ist nur eine Frage der Dosis. Ohne eine Arzneiprüfung hat keiner die Berechtigung, sich Homöopath zu nennen. Im Grunde ist unsere gesamte Natur giftig, weil die Natur in die Materialisation gestürzt wurde. Der Homöopath kehrt den Sündenfall um, indem er die Materie wieder hochpotenziert, vergeistigt. Somit kann er gewsisse Prinzipien, an denen wir kranken, aufheben, transmutieren. In der Schulmedizin transmutiert keiner, da wird operiert.

Die Krankheit in uns, die sich auf der körperlichen Bühne zeigt, ist immer die Verdammung eines Prinzips. Wir leben etwas nicht.

Das Schwierige bei der Homöopathie, so Frau Groß, ist die Vielzahl von Arzneistoffen. Während die Schulmedizin etwa sieben Gruppen von Stoffen hat, die immer anders gemischt werden, hat die Homöopathie zweieinhalbtausend Stoffe. Darin zeigt sich, wie differenziert man arbeiten muß.

Heilung muß immer zum rechten Zeitpunkt geschehen. Einem Kranken können die besten Mittel nicht helfen, wenn er es nicht zulässt. Heilung braucht Legitimation. Heilung braucht auch eine gewisse Reife. Krankheit wird nie ausgerottet werden können, solange es die materielle Welt gibt. Krankheit ist unser Weg zum Heilwerden und die Homöopathie ist nur eine Möglichkeit, diesen Weg zu erleichtern. Sie ist eine Heilkunst, die den Menschen einen Schritt weiter bringt und Entwicklung zulässt.

Die Homöopathie kann Wunder bewirken, muß es aber nicht. Es kommt immer auf die Reife des Patienten an. Homöopathie funktioniert immer, wenn wir uns an dieHeilsgesetze halten, dass alles, was hier auf Erden sichtbar ist, geronnener Geist, giftig ist, dass wir dieses Gift transmutieren müssen. Von den verschiedenen Wegen zu diesem Ziel, so betonte Frau Groß, ist die Homöopathie die Königin der Heilkunst.

Es war ein hochinteressanter Einblick in einen oft missverstandenen Bereich der Heilkunst. Hier wurde das geisige Prinzip der Heilung deutlich, wofür wir der Referentin herzlich danken.

Reinhold Reinerth: Vorstellung verschiedener Psychofone und Demonstration von Einspielungen von Tonbandstimmen

Herr Reinerth ist ein neues, aktives Mitglied des VTF. Er beschäftigt sich seit längerem mit Psychofonen und hat selbst verschiedene Psychofone gebaut.

Herr Reinerth berichtete, dass er das erste Psychofon Anfang der 80er Jahre auf Bestellung eines Kunden gebaut hat. Es handelte sich um das "Psychofon 70" nach Franz Seidl. Durch die Sendungen von Rainer Holbe wurde sein Interesse für die Tonbandstimmen geweckt. Er konnte sich jedoch längere Zeit nicht damit beschäftigen, begann erst im vergangene Jahr wieder mit dem Bau von Psychofonen, nach dem Schaltplan, den er aufbewahrt hatte. Danach baute er das "Psychofon II" und später noch das Kurzwellen-Psychofon nach Bernd Giwer.

Im Gegensatz zu einem normalen Radioempfänger empfangen wir beim Psychofon mehrere Sender gleichzeitig, um ein Wellengemisch zu erhalten, wobei laut einfallende Sender störend wirken können. Es gelang ihm, die zu laut einfallenden Signale herauszufiltern.

Die letzte Entwicklung ist ein Gerät mit zwei Empfangsteilen. Mit diesen können zwei verschiedene Empfangsbereiche eingestellt werden. Man kann sie auch mischen, wodurch sich das Sendergemisch verdoppelt. Eingebaut ist noch ein Mikrofonvorverstärker, den man auch noch dazumischen kann.

Mit Einspielungen, erklärte Herr Reinerth, hat er noch nicht so große Erfahrung, was aber noch kommen wird. Der Bau der Geräte kostet viel Zeit, aber er hat sein Hobby zum Beruf gemacht.

Im Anschluß wurden einige Einspielversuche gemacht, wobei sich zeigte, dass das Abhören bei der schlechten Saalakustik sehr schwierig war. Jutta Liebmann hatte es dann übernommen, die Einspielungen in Ruhe abzuhören und wird an anderer Stelle darüber berichten.

Es war erfreulich, wieder einen Techniker zu begrüßen, der sich so intensiv mit dem Bau von Geräten befasst, worüber wir sehr froh sind, denn nur durch technische Entwicklung von Geräten können wir hoffen, die Einspielungen noch erfolgreicher werden zu lassen.

Heinz-Georg Schwirtz: Der Lichtkörperprozeß und seine Wirkung

Herr Schwirtz und seine Frau gehörten zu den neuen Referenten auf unserer Tagung. Beide arbeiten im Bereich Körper, Geist und Seele. Daher gehörten auch beide Vorträge in gewisser Weise zusammen.

Herr Schwirtz stellte zunächst die Arbeit des Ehepaars vor und teilte mit, dass beide den Körper ganzheitlich sehen und ihre Arbeit entsprechent aufbauen. Man arbeitet mit Tiefenentspannung und Energieausgleich. Sie haben eine eigene CD-Produktion ins Leben gerufen, bei der Worte oder Klänge positiv zur Heilung wirken können.

Vor einiger Zeit, so begann Herr Schwirtz seinen Vortrag, haben wir von der geistigen Welt einen Planeten geschenkt bekommen, den wir uns zueigen gemacht haben. Die Menschheit ist jedoch mit diesem Geschenk nicht richtig umgegangen. Deshalb hat uns die geistige Welt aufgegeben, weil wir nicht in der Lage sind, mit diesem Planeten richtig umzugehen. Daher fängt die Natur an, sich zu wehren, was wir anhand der Naturkatastrophen täglich beobachten können. Jeder Mensch ist mit einer bestimmten Aufgabe auf diese Welt gekommen, jedoch sind wir uns dessen oft nicht bewusst. Deshalb haben wir ein Geschenk aus der geistigen Welt bekommen, den Lichtkörperprozeß.

Die geisige Welt hat uns noch einmal die Chance gegeben, mit dem Planeten Erde richtig umzugehen. Im März 1988 wurde dieser Lichtkörperprozeß aktiviert, und zwar durch eine große, weltweite Grippewelle. Diese Grippewelle hat bei uns Menschen die erste Lichtkörperstufe aktiviert. Seit dem März 2005 nun gibt es eine Bewusstseinsveränderung, welche die geistige Welt "Einleitung" nennt. Diese Bewusstseinsstrahlen haben die Bewandtnis, unseren Geist, unser Bewusstsein zu stärken und uns zu einer anderen Denkweise zu bringen. In dieser Einleitungsphase haben die Menschen das Bedürfnis, etwas verändern zu wollen. Dieses Jahr 2006 ist ein besonderes Jahr, weil wir von der geistigen Welt, von einer ganz hohen Ebene, die Chance erhalten haben, unser Leben grundlegend zu ändern. Folge einer solchen Veränderung ist, dass wir einen besseren Zugang zu unserer Seele erhalten und zu dem, was sie uns sagen will.

Wir haben nicht alle das gleiche Bewusstsein und das gleiche Verständnis. Jeder Mensch lebt in einer anderen Bewusstseinsstufe.

Die unterste Ebene ist eine erdgebundene Ebene. Sie ist der Materie am nächsten. Sterben Menschen auf dieser Bewusstseinsstufe, so wissen sie oft nicht, dass sie gestorben sind. Auch wenn wir Verstorbene nicht loslassen können, halten wir sie erdgebunden.

Das Rad der Inkarnationen ist unendlich. Je mehr wir erkennen durch die Inkarnationen, um so näher kommen wir der absoluten Erkenntnis. Für die Lernwege durch unser Karma haben wir jetzt die Hilfe durch den Lichtkörperprozeß bekommen.

Die 12 Lichtkörperstufen, so erklärte Herr Schwirtz, werden in vier Teile untergliedert: Die erste bis dritte Stufe sind physisch. Die vierte bis sechste Stufe ist immer noch körperlich, aber schon im mentalen Bereich. Stufen sieben bis neun sind die emotionalen Stufen. Hier wird die ganze emotionale Skala durchlaufen, alles von bedingungsloser Liebe, mit dem Loslassen von Menschen und so weiter. Bei Stufe 10 bis 12 haben wir es schon erreicht, mitzuarbeiten. In dieser Phase nehmen wir oft tiefgreifende Veränderungen in unserem Leben vor.

Jede Lichtkörperstufe hat innendrin noch einmal 12 "Lampen", das bedeutet, dass wir noch viele Aufgaben zu lösen haben, bevor wir die nächste Stufe aktivieren. Erst wenn alle Lampen einer Stufe brennen, kann die nächste Stufe aktiviert werden.

Stufe eins bis drei ist ein Reinigungsprozeß, unser Körper wird verändert. Man fängt an, darüber nachzudenken, wer bin ich überhaupt? Weil der Körper eine höhere Schwingung bekommt, muß er diesen Reinigungsprozeß durchlaufen, die Wahrnehmung von Sinneseindrücken wird stärker.

In der Lichtkörperstufe vier manifestiert sich bereits eine gewisse Hellsichtigkeit. Man wird mit einer neuen Frequenz zur Seele und zum höheren Selbst verbunden. Der Körper wird umstrukturiert, um sich der neuen Situation anzupassen.

In Stufe fünf fragt man sich: "Wer bin ich?" Der Wunsch nach Veränderung wird stärker. Dann sind wir an einer Grenze angekommen. Wenn wir Stufe sechs erreicht haben, sind wir genau in der Mitte, wo uns niemand mehr etwas nehmen kann. Stufe sieben bis neun ist emotional, das Herz wird aktiviert und das dritte Auge und auch die Intuition wird stärker. Ab Stufe 10 befindet man sich im total spirituellen Bereich. Nun öffnet sich unser Sichtfeld und wir werden auch immer mehr Kontakt zur jenseitigen Welt haben. Die größte Kommunikation, die da freigesetzt wird, ist wissen ohne zu sehen.

So wie bis jetzt war mit unserer Erde kann es nicht weitergehen. Deswegen ist dieser Wandlungsprozeß von der geistigen Welt in Gang gesetzt worden.

Dieser Vortrag war ein Paradebeispiel aktueller, moderner Esoterik. Wenn auch manche Gedankengänge mir etwas ungewöhnlich schienen, so war die Botschaft, dass wir selbst etwas verändern können, durchaus nachvollziehbar.

Angelika Dengler: Faszination Aura

Die Aura ist unser unsichtbares Energiefeld, so begann Frau Dengler, hinter der sich mehr befindet als allgemein angenommen wird. Es gibt nicht nur eine Aurafarbe, sondern ein ganzes Spektrum von Aurafarben. Dieses Energiefeld strahlt alles aus, was in uns und mit uns passiert. In der Aura sind auch die sieben Chakren zu sehen. Hinter jedem unserer Chakren verbirgt sich etwas. So sind organische Leiden deutlich feststellbar. Es ist gut, dass die Schulmedizin langsam offener wird, denn man kann es nicht röntgen, da es ein unsichtbares Energiefeld ist.

Richtig aussagefähig, so führte Frau Dengler aus, ist nur die Ganzkörperaura mit allen Chakren. Daher hat man sich entschlossen, sich eines Verfahrens aus Amerika zu bedienen. Man macht keine Aurafotos, sondern Auravideos. Während einer 60-minütigen Sitzung wird die komplette Aura aufgenommen, wobei man die Chakren sehen und auch feststellen kann, wenn Blockaden vorhanden sind. Man kann sehen, was sich wo verändert, wenn mit Energie oder Sprache gearbeitet wird. Ziel ist es, das Bewusstsein durch Gedanken und Energien zu erweitern. In der Aura kann der körperliche und seelische Zustand gesehen werden, wie wir mit der Seele zusammenarbeiten, aber auch das ungenutzte Potential ist zu erkennen.

Alles, was lebt, hat eine Aura, jedes Tier, jede Pflanze, jeder Baum. Unsere Aura ist feinstofflich, für uns eigentlich unsichtbar.

Frau Dengler ging dann auf die sieben Energiekörper ein. Der erste Energiekörper ist der Ätherkörper. Er ist unsere zweite, dicke Haut und befindet sich unmittelbar um unseren physischen Körper.Wenn man anfängt, die Aura zu sehen, ist das die erste Schicht, die man wahrnimmt. Dieser Körper speichert alle physischen und psychischen Gefühle. Auch steht er in Verbindung zum Wurzelchakra. Dieses ist das erste Chakra und befindet sich unterhalb des Steißbeins. Dort sind die Lebensfreude und unser Selbstwertgefühl abgespeichert.

Unser zweiter Körper, der sich dicht an den Ätherkörper anschließt, ist der Emotionalkörper. Dieser zeigt unsere unterdrückten Gefühle auf. Auch unsere Kreativität ist im Emotionalkörper zu erkennen. Ebenso jeder jemals gedachte Gedanke befindet sich im Emotionalkörper. Diese Emotionalität sitzt auch im Nabelchakra, fünf Zentimeter unterhalb des Bauchnabels. Dieses Chakra steht für Beziehungen, für die Gefühlswelt und Zwischenmenschlichkeit. Dort ist auch unsere Intuition, unser sogenanntes Bauchgefühl.

Der nächste Körper ist der Mentalkörper. Er hat Einfluß auf unseren Intellekt, aber auch unsere Kontrolle, unser Misstrauen. Dieser Bereich entspricht dem Halschakra.

Der Ausstrahlungskörper als vierter Körper zeigt uns deutlich, dass wir unseren Zustand von Körper und Seele nach außen ausstrahlen, es wird von anderen Menschen wahrgenommen.

Der Energiekörper ist eine Widerspiegelung des Ätherkörpers. Alles aus dem Ätherkörper wird im Energiekörper gespeichert. Dort wird angezeigt, wieviel Energie wir haben.

Der nächste Körper ist der spirituelle Körper. Die Lichtkörperprozesse sind deutlich in der Aura zu erkennen. Bei einer höheren Bewusstseinsöffnung kommen viel hellere Farben in die Aura. Es ist wichtig, das Stirnchakra, das dritte Auge zu aktivieren. Die oberen Chakren zu öffnen gelingt nur, wenn man im Reinen und nicht blockiert ist.

Der letzte Körper ist der reine Geistkörper. Er ist die äußerste Haut, der Zugang zur geistigen Welt. Wenn jemand medial veranlagt ist, ist der Geistkörper sehr aktiv, was in der Aura deutlich zu sehen ist. Das Scheitelchakra ist oben geöffnet, man ist jederzeit in der Lage, Informationen aus der geistigen Welt zu bekommen.

Bei allen Krankheiten, so führte Frau Dengler aus, muß man gegen die Ursachen angehen, und die stecken in unserer Aura. Jede Aurafarbe in sich ist in Ordnung, es gibt keine schlechten Aurafarben; man muß nur sehen, was in den einzelnen Schichten ist. Wie steht es in Verbindung zu den Chakren, was kann man für sich persönlich daraus entnehmen? Man kann lernen, wie man seine Gedanken, sein Bewusstsein verändern kann. Die Aura zeigt es uns.

Frau Dengler ging dann noch auf das Thema Aura und Chakren beim Sterbevorgang ein. Sie möchte statt von Sterben lieber davon sprechen, dass man ein neues Zimmer betritt. Bei der Loslösung des Astralkörpers sind immer noch Chakren aktiv, und zwar das Herzchakra, das Kehlkopfchakra, das dritte Auge und das Kronenchakra. Dagegen sind die unteren Chakren – Wurzelchakra, Nabelchakra und Solar­plexus – nicht mehr aktiv. Das Herzchakra bleibt bis zum völligen Übergang aktiv, weil es mit der Silberschnur verbunden ist.

Wir danken für einen schönen, interessanten und lehrreichen Vortrag, der unser Wissen wieder etwas erweitert hat.

Petra Braatz: Heilsames Wasser

Sie und ihr "Sternenteam" aus der Nähe von Erfurt sind uns schon gut bekannt. Mit kurzen Referaten haben sie uns schon öfter Interessantes geboten. Diesmal nun etwas über gefiltertes Wasser.

Frau Braatz berichtete zunächst, dass sie die Wasser-Filteranlage seit ca. eineinhalb Jahren hat und sehr zufrieden damit ist. Es gibt bei ihnen weder Mineralwasser in Flaschen noch Limonade, alles wird mit dem besonderen Wasser gemacht.

Wasser ist das wichtigste Lebensmittel. Ohne Nahrung kann man schon eine Weile überleben, nicht aber ohne Wasser. Die Wasserwirtschaft hat die Aufgabe, das Wasser so zu reinigen, dass es uns als Trinkwasser zur Verfügung gestellt werden kann. Das Problem ist jedoch, dass das Wasser durch Kupferleitungen oder Bleileitungen fließt und doch nicht die absolute Reinheit hat. Das ist ein Problem aller Wasseraufbereitungsanlagen. Diesem Mangel kann nur auf privatem Wege abgeholfen werden. Dieser spezielle Wasserfilter beinhaltet neben Aktivkohle auch eine sogenannte Membrane, die nach dem Umkehrosmose-Prinzip arbeitet und die kleinsten Partikel herausfiltert. Die Poren sind fünftausendmal kleiner als Bakterien. Damit wird also wirklich alles herausgefiltert, so dass wirklich nichts im Wasser bleibt und dass nur reines H2O übrig bleibt. Dieses reine Wasser wirkt wie ein Magnet. Unser Körper wird von Negativschlacke und Giftstoffen freigespült. Die Energie in diesem Wasser verhindert, dass die positiven Teile, die im Körper bleiben sollen, mit herausgespült werden. Das Wasser verhindert eine Unterversorgung von Energie. Wenn man täglich ein bis zwei Liter trinkt, stellt man dem Körper Energie zur Verfügung, auf die er im Bedarfsfall, beispielsweise bei Erkrankungen, zurückgreifen kann. Es muß aber energetisiertes Wasser sein, auf der einen Seite rein und auf der anderen energetisiert.

Die Wasseraufbereitungsanlagen haben mitunter große Probleme, überhaupt trinbkbares Wasser herzustellen, denn es gibt gewisse Parameter, die eingehalten werden müssen. Die liegen im Moment bei 1250 ppm (parts per million = millionstel Teile), die im Wasser sein dürfen, das sind 1,25 Gramm, was nicht überschritten werden darf. In manchen Regionen werden diese Werte weit überschritten, da sieht das Wasser richtig braun aus. Hier kann also eine private Wasseraufbereitungsanlage Abhilfe schaffen.

Dann wurde ein Filmbeitrag vorgeführt, aus dem hervorging, wie ungesund unser Trinkwasser teilweise ist, von vielen Giftstoffen verunreinigt.

Frau Braatz berichtete, dass Deutschland in Punkto Wasserreinheit auf dem 59. Platz, hinter Äquador, liegt. Es wurde dann ein Wassertest per Elektrolyse vorgeführt. Wasser kann nur Strom leiten, wenn es durch Partikel belastet ist, die den Strom leiten. Reines Wasser könnte keinen Strom leiten. Bei diesem Test kann man anhand der Verfärbung die Wasserbelastung erkennen. Beim Test eines Mineralwassers im Saal wurden etwa 260 ppm gemessen, was man wohl nicht erwartet hätte.

Das Wasser aus der Filteranlage ist nicht belastet und sehr gesundheitsfördernd, teilte Frau Braatz mit. Alles ist Schwingung und je nach dem, wie man schwingt, in der Reinheit, schafft es auch zum Großen Teil die Energie, die da drin ist. Alles ist Information und diese Information steckt auch im Wasser, nämlich eine positive Information.

Es war ein interessanter Vortrag über ein sehr wichtiges Thema. Es regte an, über unseren Umgang mit dem Wasser nachzudenken. Die erfrischend vorgetragenen Referate der Erfurter sind immer wieder eine Bereicherung für unsere Tagung.

Lothar Groß: Horos-Energiepyramiden verändern die Welt

Bevor Herr Groß mit seinem Vortrag begann, wurde das Auditorium mit einem Mantrasingen eingestimmt, bei dem Frau Groß zeigte, dass sie nicht nur einen schönen Vortrag halten kann, sondern auch eine schöne Singstimme hat.

Pyramiden, so begann Herr Groß, gibt es länger als es Menschen gibt. Es gibt sie überall auf der Welt und vor kurzem sind sogar Pyramiden unter Wasser entdeckt worden. Diese Unterwasserpyramide, so haben Forscher berechnet, müsste aus der Zeit von Atlantis stammen. Die Pyramiden enthalten noch immer ungelöste Rätsel; so weiß niemand wirklich genau, wie und von wem sie erbaut wurden. Herr Groß ist wie auch andere der Meinung, dass es nur außerirdische Wesenheiten gewesen sein können, die die Schwerkraft außer Kraft setzen konnten.

Es stellt sich nun die Frage, warum man die Pyramiden gebaut hat. Wir wissen heute, dass sie nicht nur als Gräber gedient haben. Bestimmte Bereiche wurden auch dazu genutzt, Krankheiten zu heilen durch energetische Behandlung. Wir wissen auch, dass in bestimmten Abschnitten Einweihungsrituale stattgefunden haben. Dort gingen Menschen hin, die in der Lage waren, Energien und Schwingungen in sich aufzunehmen, ohne Schaden zu nehmen, weil sie die Reife dafür hatten.

Es steckt aber noch wesentlich mehr dahinter. Horos-Energiepyramiden sind in die Welt gebracht worden, um das Bewusstsein der Menschen zu erweitern. Horos-Pyramiden sind ein Weg von vielen, um heiler zu werden, um das Bewusstsein zu erweitern.

Wir sind in einer Phase unserer Gesellschaft, wo wir Probleme haben, mit denen wir nicht mehr fertig werden, ob das Umwelt, Gesundheit oder anderes ist. Wir sind in einer Sackgasse und wissen nicht mehr weiter. Wir können nur neue Wege beschreiten, wenn wir auch neues Bewusstsein entwickeln. Das ist der Hauptsinn der neuen Horos-Energiepyramiden.

Es stellt sich die Frage, wie funktioniert das, wie entstehen diese Energien? Bestimmte geometrische Formen haben die Fähigkeit, besondere Kräfte zu erzeugen. Um das zu veranschaulichen, verwies Herr Groß unter anderem auf den Rasierklingenversuch. Eine ca. acht- bis neunmal benutzte Rasierklinge sieht unter dem Mikroskop wie ein kleines Gebirge aus. Diese benutzte Rasierklinge wird nun für drei Tage in die Pyramide gelegt. Danach wird sie herausgenommen und wieder unter das Mikroskop gelegt. Man kann feststellen, dass das Gebirge weg ist. Das liegt daran, dass hier Kräfte am Wirken sind, die in der Lage sind, Strukturen wieder herzustellen, wieder Ordnung zu schaffen. Die Spitze der Pyramide zeigt nach oben und bedient sich so der kosmischen Energie.

Es gibt von diesen Pyramiden sieben verschiedene, vom kleinsten Format, bis hin zur größten mit neun Metern. Jede Pyramide hat den gleichen Winkel, aber eine verschiedene Größe. Wir können die Schwingung einer Pyramide einmal durch die Größe und durch den Winkel beeinflussen. Die Doppelpyramiden bedienen sich mit der nach oben weisenden Spitze der kosmischen Energie und die nach unten weisende des Erdmagnetfeldes. Aufgrund der Form wird eine bestimmte Energie aufgenommen und in einen bestimmten Frequenzbereich gebracht, den wir dann auch als Schwingung feststellen können.

1990 entstand die erste von sieben Horos-Pyramiden. Das Projekt sollte bis zur Jahrtausendwende fertig gestellt sein, was im Jahr 1999 mit der Fertigstellung der neun Meter hohen Pyramide auch gelang. Diese Pyramiden sollen durch ihre Energie das Bewusstsein der Menschen verändern und erweitern. Auf der anderen Seite haben wir viele praktische Gegebenheiten, die im Alltag zu verwerten sind, wo es uns besser geht. So kann eine Pyramide uns vor Strahlungen verschiedenster Art schützen.

Mit der kleinen A-Pyramide ist man schon in der Lage, sich einen abgeschirmten Raum zu schaffen, wo man vor Strahlen aus der Nachbarschaft abgeschirmt wird. Die von ihr ausgehende Energie wirkt sich immer dreidimensional aus. Die A-Pyramide weist auch eine hohe Konzentration von Lebensenergie (Prana) auf. Sie wirkt in erster Linie auf das Herzchakra ein und auf die Thymusdrüse, den Oberbefehlshaber unseres Imunsystems. Man kann, so teilte Herr Groß mit, die A-Pyramide ganz gezielt zu Heilzwecken einsetzen und Erfolg damit haben. Wie bei der Hoomöopathie werden auch hier die Selbstheilungskräfte aktiviert.

Die 45 cm hohe B-Pyramide wirkt in den sozialen Bereich hinein. Hier gehen Schwingungen in das dritte Chakra, in den Willensbereich. Bei diesem Modell ist auch die Prana-Konzen­tra­tion noch dichter.

Die C-Pyramide ist das sogenannte Therapiemodell. Diese ist 2,70 Meter hoch. Sie hat schon Menschen geholfen, die austherapiert waren, beispielsweise bei Migräne. Ein wichtiger Bestandteil, so erklärte Herr Groß, sind sogenannte Biokondensator-Platten. Sie können Bioenergie speichern und auch wieder abgeben.

Herr Groß startete dann ein Experiment, bei dem die Zuhörer sich in drei Ein-Minuten-Sequenzen auf die Pyramide konzentrieren sollten und die Hände in Richtung Pyramide halten. Im Anschluß teilten einige mit, dass sie Kribbeln in den Händen und auch im Kopf wahrgenommen hatten. Die Pyramide wurde nach einer Minute durch Herrn Groß verändert. Andere hatten das Gefühl, vor dem inneren Auge Farben zu sehen, einige klagten über Kopfschmerzen. Hierzu teilte Herr Groß mit, dass er beim zweiten Durchgang die Platten entfernt hatte und beim dritten sie wieder angebracht hatte und dazu noch ein homöopathisches Mittel in die Pyramide gelegt hat.

Das Thema der D-Pyramide ist die Völkerverständigung. Hierzu berichtete Herr Groß, dass er, seit er die D-Pyramide im Garten aufgestellt hat, dies erlebt hat. Sie wurden von Nachbarn, die vorher kaum mal ein Wort mit ihnen gesprochen hatten, angesprochen und es war deutlich zu spüren, dass sich etwas verändert hatte.

Während die ersten drei Pyramiden für den Einzelnen ihre Bedeutung haben, überschreitet man ab Pyramide D die Grenzen. Die E-Pyramide bedeutet die Öffnung zu den Brüdern im All. Mit der G-Pyramide wird eine neue kosmische Energie der Erde aufmoduliert. Diese Energie soll dazu führen, dass wir unser Bewusstsein erweitern.

Dieser Vortrag spiegelte einmal mehr die moderne Esoterik wider, wenn es auch ein Thema ist, was wir schon sehr lange kennen, was aber in den letzten Jahren wieder ganz aktuell geworden ist. Herr Groß hat uns diese Thematik sehr anschaulich nahegebracht.

Werner Betz: Orte der Kraft – ein unfassbares Phänomen?

Herr Betz teilte zunächst mit, dass er einen Verlag betreibt, der sich mit Archäologie, Rätseln der Geschichte und ähnlichen Themen befasst. Bei seinen Recherchen für Bücher oder Vorträge hat er festgestellt, dass er oft in die falsche Richtung untersucht hat. Er hatte geglaubt, dass manche Orte Kultstätten waren, während sie in Wirklichkeit ganz praktischen Zwecken dienten. Hatten bestimmte Orte der Kraft nicht eine ganz praktische Bedeutung, Steine, die vor tausend Jahren hingesetzt wurden?

Die Steine von Stonehenge, so berichtete Herr Betz, sehen aus wie Teile eines alten Bauwerks. Wir wissen nicht, was für ein Bauwerk es einmal gewesen ist. Man fragt sich heute auch, wie man diese riesigen Steine transportiert hat. Man hat festgestellt, dass diese Steine aus Wales stammen. Dieser Steinbruch ist 350 Kilometer weit entfernt. In der Vorzeit gab es keine Maschinen, man fragt sich also, wie wurde diese Leistung vollbracht?

Ein weiterer Kraftort ist ein Dolmen in Südfrankreich. Er liegt auf einer Bergkuppe. Die Naturwissenschaftler sagen, die letzte Eiszeit hat ihn da hingeschoben. Dann könnte der Dolmen aber nicht auf einem Sockel stehen. Dieser Dolmen zieht immer wieder Menschen an, die ein besonderes Anliegen haben, sei es nur, um unter dem Stein zu verweilen oder ihn etwas zu fragen und auf eine Antwort zu warten, die Energie zieht sie da hin.

Auch in den französischen Alpen gibt es Steinsetzungen, eine davon sind die "Steine der Feen". Man hat sie so genannt, weil man sich nicht erklären konnte, warum man diese Steine hier aufgestellt hat. Es sieht so aus, als habe man diese Steine eines noch älteren Bauwerks hier verwendet. Warum, ist bis heute ein Rätsel.

Herr Betz machte dann einen Sprung nach Deutschland und zeigte eine Kapelle, die offensichtlich auf einem vorchristlichen Heiligtum errichtet worden ist. In der Zeit der Christianisierung hat man oft alte Heiligtümer nicht zerstört, sondern hat die neuen, christlichen Heiligtümer über den alten Stätten errichtet. Als man diese Kapelle ausgegraben hat, hat man festgestellt, dass sie inmitten eines Steinkreises steht. Man hatte die Kapelle ausgraben müssen und dabei drang Wasser in die Mauern, so dass man daraus schloß, dass es sich hier um ein Wasserheiligtum handeln müsse. Man hatte jedoch so viel Respekt vor dem alten Heiligtum, dass man es nicht zerstört hat und die Steine bis heute erhalten geblieben sind.

Es stellt sich auch hier die Frage: Gibt es irgend etwas Messbares, was uns darüber Auskunft gibt, warum solche Stätten über Jahrtausende erhalten sind? Noch heute wird dieses Bauwerk als Kirche genutzt und besucht.

Es ging dann wieder nach Norddeutschland, zu den Hünensteinen oder Hünengräbern. In der Nähe vieler solcher Steinmonumente können wir Abweichungen beim Wuchs der Bäume beobachten. Einige Bäume wachsen über den Stein, bilden ein Dach, bei anderen kann man beobachten, dass ein Baum mehrfach die Richtung ändert, teilweise in einem Winkel von 90 Grad. Dann wurde eine Pappel gezeigt, die wie ein Blitz gewachsen war.

Dann ging es in die Bretagne, wo es ebenfalls interessante Steinsetzungen gibt. Dort gibt es auch die endlosen Steinreihen, die vor sehr langer Zeit von irgend jemandem errichtet wurden. Sie erstrecken sich kilometerweit, mitunter kerzengerade, machen dann einen Knick und gehen dann kilometerweit weiter. Dort traf Herr Betz Gruppen von Menschen, die versucht haben, mit Ruten und Pendeln Energien aufzuspüren, und zwar merkwürdigerweise dadurch, dass sich Mitglieder der Gruppe auf die Steine legten oder direkt an die Steine stellten und andere Mitglieder versuchten dann, Energien aufzuspüren. Also, der Mensch als Medium zwischen der Energie des Steins und dem anderen Menschen, der es messen will. In Experimenten wurde festgestellt, dass die physische Energie durch psychische Energie beeinflusst werden kann. Herr Betz berichtete dazu noch, dass er, als er durch eine der Steinreihen wanderte, auf sein Handy sah um die Uhrzeit abzulesen und dabei feststellte, dass der Empfang des Handys dort wesentlich besser war. Es war keine Antenne, kein Metall in der Nähe, die den Empfang hätten beeinflussen können.

Herr Betz zeigte dann ein Bild von einer Teleskopanlage in den Anden. Dort wurde nicht ein riesiges Teleskop aufgestellt, sonder sehr viele kleine nebeneinander, der Zweck war, die Energien zu bündeln, um noch mehr zu sehen, wie mit einem einzigen, wenn auch großen Teleskop. Betrachtet man das Bild und vergleicht es mit den Steinansammlungen so liegt der Gedanke nahe, dass auch hier Energie gebündelt werden sollte. In diesem Zusammenhang berichtete Herr Betz, dass er einige Dolmen betreten konnte, kurz nachdem eine Forschergruppe dort fotografiert hatte. Es wurden Zeichnungen von wie die Archäologen sagten, Widderköpfen und auf einem anderen Stein Wellen gefunden, die das Meer darstellen sollen. Die Wellen wiederholen sich in sehr vielen Bauwerken dort, und da hatte er sich Gedanken gemacht, die Steine als Kollektoren für Energien und Kräfte, könnte es nicht auch eine andere Bedeutung haben? Vielleicht nicht ein Widderkopf, sondern eine Antenne, nicht die Wellen des Meeres, sondern die Wellen einer Energieform. Waren es nicht Zeichnungen, vor denen ein Kult ausgeübt wurde, sondern einfach Warnhinweise: "Achtung, nicht zu nahe herantreten", "Hier wirkt eine Energie"? Wenn dies also ein Warnhinweis war: Gibt es einen praktischen Grund, dass man diese Steinreihen umgestürzt und wieder zerstört hat? Könnte es sein dass Menschen nach mehreren Generationen nichts mehr damit anzufangen wussten? Haben die Menschen schlechte Erfahrungen damit gemacht, hatten sie Angst davor? Diese Steine, diese neunzehn, nennen wir sie mal Antennen, sind einzigartig und müssen auch in der damaligen Zeit eine einzigartige Stellung gehabt haben unter den anderen Menhiren und Dolmen.

Dieser interessante Vortrag machte deutlich, dass es noch viele unerforschte Energien gibt, die vielleicht in ferner Zukunft für die Menschen genutzt werden können. Wenn es Menschen immer wieder an solche Orte zieht, muß da etwas sein, was unbekannte Kräfte ausstrahlt.



Einspielung
 

Prof. Dr. med. Walter van Laack: Alles ist doch Geist!

Es war wieder eine große Freude, unseren langjährigen Referenten, Herrn Prof. Dr. van Laack wieder begrüßen zu dürfen. Seine Vorträge zeichnen sich durch intellektuelle Brillianz und Durchdrungenheit von Wissen aus.

Wer mit Tonbandstimmen arbeitet, so begann Prof. van Laack, weiß, dass dies nur möglich ist, weil wir mit geistigen Ebenen arbeiten. "Alles ist Geist" ist keine neue These. Viele alte Philosophen haben das in früherer Zeit schon gesagt, es nur anders dargestellt, als wir es heute mit unserem Wissen ausdrücken könnten, wenn wir wollten.

Unser heutiges Weltbild ist streng materialistisch und dies seit 150 Jahren. Wir glauben nur noch das, was wir sehen, hören fühlen und messen können. Das Problem ist aber, dass wir Phänomene feststellen und anfangen, diese zu interpretieren. Diese Interpretation, die stattfindet, ist rein materialistisch. Das heißt, was ich fühle, sehe oder höre, ist so, wie es ist. Ob das so ist, ist zu bezweifeln und kommt auf den Prüfstand.

Ein berühmter Philosoph, nämlich Immanuel Kant, hat einen solchen Werdegang durchgemacht. Als er in jungen Jahren damit begann, sich über die Welt Gedanken zu machen, war er noch sehr religiös infiltriert. Was die Religion ihm erzählte, war zunächst das Dogma. Dann machte er, natürlich aus der Ferne, mit dem Engländeer David Hume, dem Begründer des Empirismus, Bekanntschaft. Dieser hatte gesagt: Wir sehen Dinge, die die Kirche nicht glaubt und wir beobachten Dinge, wo die Kirche sagt: Das ist so nicht, aber das, was wir beobachten, muß so sein. Daraufhin ist Kant umgeschwenkt und wurde ein Anhänger des Empirismus. Er gehörte lange zu denen, die sagten: Nur was ich sehe, höre, fühle, das ist.

In den 80er Jahren des 18. Jahrhunderts war Kant dann sehr gereift und sagte, das kann eigentlich auch nicht sein. Vielmehr liegt alles unter der Bewertung durch unseren Geist. Und dieser Geist steht über allem. Das ist die Vernunft, und sie ist erforderlich, um das richtig einzuordnen.

Herr Prof. van Laack betonte, dass auch er diesen Weg geht. So glaubt er auch, dass die These vom Urknall, die ja heute allgemein akzeptiert wird, nicht stimmt. Warum kommt es zu dieser These des Urknalls? Man hat festgestellt, dass es Hinweise gibt, die, wenn ich sie so interpretiere, zu dem Ergebnis führen, unser Weltall deht sich ständig aus. Wenn es sich ständig ausdehnt, muß es irgendwann einen Anfang gehabt haben. Wenn es sich ausdehnt, muß es irgendwann auch wieder zusammenfallen. Seit den 60er Jahren ist das unser Weltbild. Hier steckt nun wieder eine Interpretation drin, und ob die richtig ist, das ist das Problem. Man sollte jedoch bedenken, dass es sich hierbei immer noch um Thesen handelt.

In der Bibel heißt es: Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott. Man überliest das mitunter schnell, obwohl da vielleicht mehr dran ist, wenn wir Wort einmal mit Information übersetzen und Gott mal ganz allgemein fassen als Schöpfer, das schöpferische Element, was offensichtlich existieren muß, was wir uns aber nicht vorstellen können. Alles könnte fortwährende Schöpfung sein, aus Geist. Wenn man Geist als Information bezeichnet, dann könnte man sagen: Aus Information entsteht Materie.

Im Moment gibt es die These: Es gab einen Urknall. Als Beweis für diese These wird angeführt, es gäbe eine bestimmte Strahlung im Weltall, die wir Hintergrundstrahlung nennen, die hat eine bestimmte Temperatur und die sei durch Abkühlung entstanden, was darauf zurückzuführen sei, dass irgendwann mal ein Urknall war. Oder eine sogenannte Rotlichtverschiebung, das heißt, die Frequenz des Lichtes ändert sich und damit die Farbe, einfach dadurch, dass Planeten oder Galaxien sich voneinander entfernen. Das sei ein Beweis für eine Expansion. Aber es gibt eben auch Hinweise, dass das offensichtlich nicht so ist.

Betrachten wir unser Weltall, soweit wir es kennen, dann sehen wir große Blasen, die relativ gleichmäßig verteilt sind. Sie sind wie die Blasen eines Schwammes.. Das, was bei Blasen das Gewebe ist, sind einzelne Galaxien. Das Ganze ist so gleichmäßig über das All verteilt, dass es nur geringfügige Schwankungen gibt, sogenannte Temperaturschwankungen; diese machen nur ein dreißig- bis vierzigmillionstel Grad aus. Trotzdem meint man diese Schwankungen schon als Beweis einordnen zu müssen, dass diese Homogenität unterbrochen ist.

Man kann beispielsweise die Rotlichtverschiebung auch anders feststellen. Wenn Sterne altern, bekommen wir auch altes, schwächeres Licht, rotes Licht. So muß also die Rotlichtverschiebung nicht unbedingt ein Beweis für den Urknall sein. Alles unterliegt also der Interpretation des eigenen Geistes.

Viele herausragende Menschen haben durch einfache Gedanken Fundamentales bewirkt und geschaffen. Herr Prof. van Laack betonte, dass auch er sich einfache Gedanken gemacht hat, denn der Mensch kann das auch nur tun, wenn er bestimmte Gedanken fasst. Sein einfacher Gedanke war folgender: Nehmen wir eine Ebene. Das kleinste, was man auf der Fläche malen kann, ist ein Punkt. Egal, wie klein der Punkt ist, unter dem Mikroskop ist er immer ein Kreis. Mathematisch gedacht, heißt das: Einen Kreis kann ich fest definieren, indem ich drei Punkte wähle, die Koordinaten seines Umfangs. Wenn man nun sagt: Wachset und vermehret euch, kann ich den Kreis vermehren, indem ich ihn in einer Linie verdoppele, natürlich logischerweise genau um den Radius. Die nächste logische Vermehrung ist die in die nächste Ebene, diese muß logischerweise senkrecht zur ersten Ebene sein. Wir bekommen hier die zweite Ebene. Durch die zweite Ebene bekomme ich ein Dreieck und dieses Dreieck hat einen Schnittpunkt, durch den Schnittpunkt haben wir eine neue Definition, nämlich einen zweiten Kreis. Man kann das nun vollenden: Durch vier Kreise bekommt man vier Mittelpunkte und dadurch ein Quadrat. Aus einer kleinsten Einheit, dem Kreis wurde etwas völlig Neues geschaffen, ein Quadrat mit zwei Ebenen. Aufgrund eines einfachen, logischen Vorgangs bekommen wir zwei Werte, die, weil sie aus einer geometrischen Entwicklung entstanden sind, völlig universell sind, egal, womit man rechnet. Das Zahlenverhältnis 1 zu 1,618 nennt man den Goldenen Schnitt. So sind die Proportionen eines Menschen nach diesem Goldenen Schnitt angelegt. Auch in der Natur begegnen wir dem Goldenen Schnitt immer wieder. Aber auch im Weltall finden wir ihn. So entsprechen die Abstände der Planeten dem Goldenen Schnitt, ebenso die Spiralarmwindungen der Galaxien. Die Welt ist also nach einem ganz einfachen Schöpfungsmodell aufgebaut.

Der Wert 273 ist, so Prof. van Laack, die Grenze des Machbaren. Er nennt es Omega, weil es das Ende dessen darstellt, was in unserer Welt existiert. Diesen Wert finden wir auch, wenn wir den Mond betrachten: Der Mond dreht sich exakt in 27,3 Tagen um die Erde. Die Sonne dreht sich in 27,3 Tagen einmal um sich selbst. Und noch an vielen anderen Punkten finden wir diesen Wert. Leider ist es so, wenn man verschiedene wissenschaftliche Bücher liest, dass dann der Wert nicht drin steht, obwohl er exakt ist. Warum das so ist, ist sehr einleuchtend, weil unsere Welt um ein Ideal immer schwingt.

Wenn wir uns einfach einen Kreis vorstellen, dann ist dieser Kreis endlich, er hat einen endlichen Umfang und eine endliche Fläche, aber wenn wir rechnen, steckt sowohl im Umfang als auch in der Kreisfläche der Wert Pi und der ist eine unendliche Zahl. Wir haben also eine kleine Differenz zwischen der Endlichkeit der Materie und einer Unendlichkeit, die da drin steckt. Diesem kleinen, geistigen Hinweis haben die Griechen über Jahrhunderte zugeschaut und haben gesagt: Wenn das so ist, dann muß es etwas Geistiges geben, was hinter all dem steht. Die Materie ist erst die Ausgeburt dessen, genauso wie das Quadrat die Ausgeburt unserer Kreise war.

Wir wissen heute, dass wir in unserer Natur viele Konstanten haben, und diese Konstanten lassen sich alle mit den beiden Werten 2,73 und 1,618, dem Goldenen Schnitt, errechnen. Sie beruhen offensichtlich auf diesen beiden Werten. Wenn wir in unserer Welt nur geringfügige Verschiebungen dieser Konstanten hätten, könnte keiner von uns hier existieren, das ganze Weltall wäre nicht existent.

Man sieht also: Aus einem kleinen Modell, einem Punkt, einem kleinen endlichen Kreis in zwei Ebenen, damit bekommt man eigentlich schon unsere Welt mit den Eckpunkten erklärt. Wir haben bisher eine Fläche mit zuletzt vier Kreisen gehabt. Man kann nun sechs Dreiecke in einem Kreis unterbringen, das sind bei vier Kreisen 24 Dreiecke. Wir haben dann ein Kreissystem, was sich über die Fläche weiter ausdehnen kann. Wir bekommen konzentrische Kreise, jeweils mit je 24 Dreiecken. Man könnte dies unendlich fortsetzen, weil Zahlen unendlich sind. Man bekommt eine unendliche Fläche. Diese unendliche Fläche war auch schon den alten Ägyptern irgendwo bekannt. Nun haben sie gesagt: Wir haben aber drei Ebenen, weil sie drei Ebenen wahrnehmen, auch wir nehmen drei Ebenen wahr. Daraufhin kam das Missverständnis, diese Ebene auch darzustellen. Man hat die dritte Ebene konstruiert, in der Mitte des Endquadrates, daraus entstand die Pyramide. Aber das ist nicht die göttliche Version; sie kann es nicht sein, denn wir haben eine andere Beobachtung in unserer Welt. Alles, was wir haben, ist spiegelbildlich symmetrisch, oder anders gesagt, polarsymmetrisch. Wir haben Mann und Frau, groß und klein und wir haben Pluszahlen und Minuszahlen – alles ist spiegelbildlich. Wenn man diese Spiegelbildlichkeit, die man überall in der Welt wahrnehmen kann, und hat eine unendliche Ausgangsfläche, die man mit Kreisen strukturieren kann, dann ist die Logik, dass man die Fläche in die Senkrechte spiegelt. Dann haben wir zwei Flächen, die jeweils unendlich sind. Diese Flächen sind komplett durchdringend. Wenn wir uns diese unendlichen Flächen vorstellen, dann bekommen wir einen unendlichen Raum, der vierdimensional ist. Diese vierdimensionale Unendlichkeit entspricht eigentlich auch dem, was Einstein festgestellt hat. Er hat berechnet, dass die Welt eine Vierdimensionalität haben muß. Aber da kommt jetzt der Fehler, den Einstein gemacht hat: Er hat nur drei Dimensionen gesehen und hat aufgrund dessen die vierte dazu gewählt und hat sie die Zeit genannt. Er hat daraus ein vierdimensionales Raum-Zeit-Modell gemacht. Herr Prof. van Laack sagte: "Ich behaupte aber, das ist falsch. Wir haben vier echte Raumdimensionen, und weil wir vier Raumdimensionen haben, bekommen wir zwei Phänomene, nämlich einen unendlichen Raum, der sich ergibt durch zwei senkrecht zueinander durchdringende Flächen, in die Unendlichkeit."

Damit haben wir zwei Konsequenzen: 1. Unser Weltall ist unendlich. 2. Unser Raum bleibt überall eben; eine Raumkrümmung, wie sie Einstein beschrieben hat, wurde nie entdeckt und kann es auch nicht werden, wie Herr Prof. van Laack erklärte, weil das Weltall eine vierdimensionale Ebene ist. Wir haben also ein vierdimensionales Raummodell in alle Ewigkeit nach außen gehend, völlig flach und eben. Wenn wir nun den Raum wieder spiegeln, dann kommen wir in eine neue Vierdimensionalität, das ist die Vierdimensionalität der Zeit. Raum und Zeit sind, wie wir heute eigentlich schon wissen, symmetrische Spiegelungen. Und da sind wir dann auch schon bei den möglichen Jenseitsbeschreibungen, die vieles zulassen, aber manches auch nicht.

Wir können folgendes festhalten: Unser Weltall ist ein Informationsraum – man kann auch sagen, ein geistiger Raum. Alles, was hier ist, ist eigentlich auf Basis eines Geistes existent, auf Basis von Information.

Prof. van Laack kam dann zum Thema Evolution. Betrachten wir unser heutiges Bild von der Evolution, dann wissen wir heute, dass wir uns genetisch, das heißt, biochemisch, vom Schimpansen nur um ein Prozent unterscheiden. Trotzdem haben wir Menschen eine riesige Verschiedenheit. Die Frage ist also: Ist unser evolutionäres Weltbild korrekt? Prof. van Laack erklärte, dass er davon überzeugt ist, dass unsere heutige Theorie zur Evolution schlichtweg unvollständig ist. Darwin hat einen Band von einem mehrbändigen Evolutionslexikon geschrieben, die anderen Bände müssen noch geschrieben werden. Das Problem ist, dass geglaubt wird, dass damit alles abgehandelt ist. Das ist der Fehler.

Betrachten wir den Stammbaum des Menschen, wie wir ihn im Lehrbuch finden: Irgendwann in grauen Vorzeiten sind Kleinstlebewesen entstanden, die sich immer weiter verzweigt haben. Irgendwo sieht man den Menschen als Eckpfeiler, als eine Randerscheinung in unserer Evolution. Das ist mit Sicherheit so nicht richtig. Die Evolution hat im Laufe ihrer Entwicklung ständig Purzelbäume geschlagen, sie hat Kurven gedreht, ist zurückgegangen und wieder neu entstanden. Warum hatten beispielsweise Kleinstlebewesen zu einer Zeit, als es noch keine Menschen gab, genetische Anlagen für ein hochkompliziertes Auge? Wir wissen heute, dass Schimpansen die gleichen Gene für Sprachzentren haben wie der Mensch. Wir sind davon überzeugt, dass der Mensch durch die Sprache zum Menschen geworden ist, was auch stimmt, aber nicht durch die Sprachgene, das ist ein großer Unterschied. Während die Evolution, was das Körperliche angeht, ständig diese Purzelbäume drehte, um irgendwo in unsere Richtung zu wandern, gibt es eine zentrale Konstante, die nicht von solchen Purzelbäumen begleitet ist. Sie ist kontinuierlich streng geradeaus gewandert, immer schön nach oben. Diese zentrale Konstante ist das sogenannte Nervensystem. Jedes höhere Lebewesen ist, wenn man das mal in der Computersprache ausdrückt, zum Vorgängerlebewesen abwärtskompatibel. Das heißt, der Mensch hat ein hochkomplexes Gehirn, und in dem sind die Strukturen drin, die das Krokodil auch hat oder der Fisch oder das Huhn. Nur, der Mensch hat etwas mehr an Struktur. Wenn man dieses Nervensystem zugrundelegt, bekommt man einen ganz anderen Stammbaum: In der Mitte die zentrale Konstante, das Nervensystem, das sich immer weiter entwickelt, an dessen Ende stehen heute wir, der Mensch, mit dem höchstentwickelten Nervensystem.

Wenn wir das mal so betrachten, dann ist während der Entwicklung bis zum Menschen irgendwo zwischendrin immer ein anderes Lebewesen entstanden. Das heißt, alles ist vom Menschen entstanden, vom menschlichen Nervensystem, das entspricht auch unserer Beobachtung. Das Nervensystem ist etwas, das ein Instrument, ein Vehikel darstellt für unseren Geist, so wie ein Computer ein Instrument ist für denjenigen, der davorsitzt und tippt.

Es stellt sich nun die Frage, was ist Leben? Wenn wir die Theorie betrachten, müssen wir zu dem Schluß kommen: Leben muß etwas Geistiges sein. Wäre es etwas rein Materielles, so müsste jedes Lebewesen in jedem Bruchteil eines Augenblickes zerfallen, um im nächsten Bruchteil eines Augenblickes wieder neu zu entstehen. Dies ist deswegen so, weil alles Materielle in dieser Welt, wie wir seit Planck wissen, gequantelt ist. Alles Materielle lässt sich immer weiter zerhacken, bis an die Grenze zu Geist-Information auf der einen Seite und materieller Entität auf der anderen Seite. Irgendwo haben wir eine Schnittstelle zwischen Geist und Materie. Diese Schnittstelle finden wir, wenn wir immer weiter zerhacken, tatsächlich irgendwo. In der Physik sprechen wir von Teilchen, die Masse haben und von Teilchen, die keine Masse mehr haben. Irgendwo ist der Punkt zwischen masselos und massehaltig. Genau das ist die Schnittstelle zwischen Information sprich Geist und Materie, denn die Materie ist massehaltig. Wenn wir die Materie zerkleinern, kommen wir nicht einfach auf die Information, sondern die Information bildet offensichtlich die Materie. Wenn wir aber die materiellen Teile zerkleinern, kommen wir auf Teilchen. Wenn unser Leben reine Materie wäre, dann wäre unser Leben genauso gequantelt. Das hieße, wir würden in jedem Bruchteil einer Sekunde zusammenfallen und wieder neu entstehen. Aber wir sind es nicht, wir haben offensichtlich eine Lebenskontinuität. Wir bleiben erhalten, und wenn diese Lebenskontinuität fehlt, fallen wir zusammen und verwesen. Diese Lebenskontinuität ist eben etwas Geistiges, sie ist der Zusammenhang von Information, die uns durchzieht und ewig erhalten bleibt. So wie die Zahlen einen Zusammenhang von Informationen darstellen, von eins bis unendlich, und weil bis unendlich geht, ewig erhalten bleibt, so bleiben auch wir in unserem Informationsmuster ewig erhalten. Nur Licht ist kontinuierlich, aber die Teilchen des Lichts, die Photonen, sind nicht mehr massehaltig, Licht muß also die Schnittstelle sein, nach der wir suchen. Licht ist Information und nichts anderes. Licht ist eine Form des Seins, die Information des kleinsten Seins. Wenn wir von Nahtodeserlebnissen sprechen, spielt Licht eine große Rolle; man sieht Lichtwesen oder eine Lichtaura. Das ist nichts anderes als der Informationsgehalt, der dahinter steckt, dies nicht mehr mit der materiellen Information gekoppelte kleinste Sein, eben die Information des Lichtes.

Herr Prof. van Laack sprach die Überzeugung aus, dass das Gehirn als oberstes Entwicklungsstadium unseres Nervensystems das Instrument des Geistes ist, um sich der materiellen Welt mitzuteilen. Die Hirnforschung ist heute gespalten. Während die Medien fast ausschließlich die Vertreter einer materialistischen Forschung zu Wort kommen lassen, gibt es auch die Hirnforscher, die erklären, dass der Geist unabhängig von der Materie ist. Im Grunde aber, so Prof. van Laack, ist die Hirnforschung nur deskriptiv; sie beschreibt nur, sonst nichts. Wir wissen nicht, was so alles ist, aber wir lassen uns viel täuschen. Das Ergebnis ist sicherlich, der Geist ist kein Produkt des Gehirns. Wenn wir zum Beispiel von Placebowirkungen von Medikamenten sprechen, dann dürfen wir das nicht unterschätzen. Es ist nicht das Medikament, sondern die geistige Selbstheilung, die da wirkt. Das müssen wir auch mal so anerkennen und nicht als Placebowirkung abtun.

Der Geist zeichnet sich dadurch aus, dass er die Möglichkeiten unterschiedlich nutzt. Man kann einen Legobaukasten dazu benutzen, um ihn so zu belassen wie er ist, oder man kann ein simples Haus, ein schöneres Haus oder ganze Straßenzüge damit bauen. Je mehr die Evolution stattfand, um so mehr Bausteine wurden geliefert. Die Bausteine allein tun es nicht, man muß sie auch richtig zusammensetzen.

Was bleibt uns am Ende von der Materie übrig? Nicht viel. Einstein hat gesagt: Materie ist eingefrorene Energie. Prof. van Laack ergänzt: Energie ist bewegte Information. In dem Begriff 'bewegte Information' liegt der Kern. Information ist alles, aber nicht abgelegte, tote Information, sondern es ist lebendige Information. Unsere Welt und der gesamte Kosmos ist ein Konstrukt lebendiger Information. Information ist nichts anderes als Geist und die Materie ist nur eine Ausdrucksform des Geistes

Die Grundlage von allen theoretisch möglichen, unendlichen Welten ist nichts anderes als Information. Das kann man aber nur herausbekommen, wenn man denkt, wie Immanuel Kant es für notwendig erachtet hat, und nur dann, wenn man einseitige Betrachtungen unterlässt, sondern, wie es Einstein machte, grundsätzlich sich auch mal in das Gegengesetz hineinzuversetzen. Vor allem muß man über den Tellerrand blicken und nicht nur einen Fachbereich sehen, wie es heute immer noch häufig getan wird. Wenn alles zusammenpasst, kann es auch stimmen.

Da man aus -1 keine Wurzel ziehen kann, setzt der Mathematiker das i für imaginär ein, und so entsteht aus i -1 und aus -1 entsteht +1. Macht man diese einfache mathematische Logik zur Metapher, dann kann man auch sagen: Am Anfang steht Gott, wie auch immer man das nennt. Es existiert irgend etwas, was man nicht beschreiben kann, was uns allen überlegen ist, was vor allem steht und was für alles verantwortlich ist. Aus Gott entsteht die geistige Welt, der Ursprung von allem, die Informationswelt. Aus der geistigen Welt entsteht die materielle Welt, in der wir jetzt verkörpert sind. Alles, was es gibt, ist vom Nichts unterschiedlich, hat mit dem Nichts nichts zu tun und ist auch nicht aus dem Nichts entstanden, sondern es ist, und wenn es ist, bleibt es auch ewig bestehen. Alles Sein entwickelt sich konsequent weiter fort. Während sich der Körper ab dem 20. Lebensjahr immer weiter abwärts, in Richtung Tod entwickelt, entwickelt sich der Geist immer weiter aufwärts. Wenn der Körper stirbt, ist es unsinnig, davon auszugehen, dass auch der Geist stirbt. Gott schafft die Informationswelt, die Information schafft die materielle Welt. Beide stehen miteinander in Verbindung über Zeit und Raum. Beide sind unendlich, vierdimensional.

Deswegen, so erklärte Prof. van Laack, hat er Schnittstellen entwickelt; Schnittstellen zwischen Geist und Materie. Zahlen sind eine Schnittstelle zwischen Zeit und Raum, das Atom zwischen Raum und Materie, das Gehirn ist eine Schnittstelle zwischen Körper und Geist. Die Zellen sind eine Schnittstelle, weil sie leben. Der Mensch ist eine Schnittstelle zwischen dem individuellen und dem bewussten Geist. Der kollektive Geist wird durch den individuellen Geist gespeist; dadurch entsteht das, was wir Kultur nennen. Der Tod ist die Schnittstelle zwischen dem geistigen und dem materiellen Leben.

Einmal mehr durften wir einen hochkarätigen und äußerst interessanten Vortrag von Herrn Prof. van Laack erleben. Mir persönlich – und ich bin sicher, da nicht allein zu stehen – imponiert die bestechende Logik, mit der vieles erklärt wird, was man ansonsten im Dunkel des Unbegreiflichen wähnte. Und so dürfen wir bewundernd ins Licht der Erkenntnis blicken. Vielen Dank, Herr Prof. van Laack.

Gerd Kirvel: Gott, Engel und andere Irrtümer in den Bibelinterpretationen

Wir sind Herrn Kirvel zu besonderem Dank verpflichtet, hat er uns doch einige der sehr interessanten Referenten vermittelt.

Herr Kirvel teilte zunächst mit, dass er selbst regelmäßige Veranstaltungen in Kamp Lintfort durchführt, selbst das Magazin "Jenseits des Irdischen" herausgibt. Auch plant er die Herausgabe eines Buchs zum Thema Bibelinterpretationen.

Es gibt heute 17 verschiedene Bibeln. Der Inhalt dieser Bibeln ist zwar größtenteils identisch, aber keine Bibel stimmt mit der anderen überein. In jeder Bibel werden Texte verändert, in jeder Fassung sind Texte, die, je nachdem, wer sie übersetzt hat, nach eigenem Gutdünken übersetzt worden und sind nicht mehr im urtextlichen Wortlaut beibehalten worden. Die ersten Bibelfassungen wurden von Mönchen verschiedener Konfessionen etwa 100 nach Christus erst zusammengetragen und dann zu einem Original verfasst. Und je nach Religionsauffassung wurde nochmals eine eigene Urfassung erstellt. Vieles, was in den Urtexten enthalten war, ist heute nicht mehr in der Bibel zu finden.

Große Teile der Bibel sind in Gleichnissen aufgeschrieben worden. Unser Sprachschatz ist erst heute in der Lage, die Worte der Bibel richtig zu interpretieren. Vor 100 Jahren war die damalige Wahrheit natürlich noch zeitgemäß, nur Wahrheit ist relativ. Heute ist der einzige Zeitpunkt, an dem es überhaupt möglich ist, die Bibel zu lesen und zu wissen, was sie wirklich beinhaltet. Die Worte und Begriffe, die wir hinter den Gleichnissen finden, erfordern ein Umdenken.

Viele von den "Pseudopropheten" definieren die Zeit des Endes als Ende der Welt und der Menschheit. Was wirklich gemeint ist, ist das Ende der naturbelassenen Umwelt. Die Zeit des Endes, wie sie in der Bibel beschrieben wird, ist die Zeit des Endes unserer Umwelt.

Man schrieb schon vor 2000 Jahren auf, was zu einem späteren Zeitpunkt noch kommen wird, was aber auch parallel dazu schon weit vor dieser Zeit gewesen sein muß. Wenn man mit dieser Überlegung in der Bibel herumblättert, wird ein Teil besonders auffallen. Zum Beispiel die Zahl 666, Zahl des Tieres, Zahl des Gegenspielers Gottes. Beim genauen Lesen kann man feststellen, nirgendwo steht Zahl. Es wird immer wieder von einer Ziffer gesprochen, was auch chiffre bedeutet. Die biblische Zeit spielte sich im hebräischen Sprachraum ab. Im Hebräischen steht in der Transkription, also die Umsetzung eines Zahlenwertes für einen Buchstaben, für die Zahl 6 der Buchstabe W. Demnach, das ist eine zwingende Logik, wenn man 666 nebeneinander stellt, erhält man WWW. Die Behauptung lautet nun: 666 ist nicht die Zahl des Tieres, sondern steht als Synonym für eine Form von Technologie. Technologie zu biblischen Zeiten, vor mindestens mehr als 2000 Jahren. Es stand da schon "Alles was ist, wird noch mal sein und war auch schon längst vor unserer Zeit." Weiter heißt es in der Bibel: "Die Zeit des Endes ist, wenn das Zeichen des Tieres die Welt beherrscht und die Menschen sein Bildnis anbeten, was vor ihnen ist". So steht es wortwörtlich im Urtext bei den Predigern. Wie treffend diese Aussage ist, wird der eine oder andere bestätigen können. Der größte Teil der Bevölkerung weltweit sitzt Tag für Tag am Bildschirm des WWW-Netzes. Laut Prediger heißt es: "Die Zeit des Endes ist, wenn das Zeichen des Tieres die ganze Welt umspannt", also heute.

Es tun sich nun zumindest zwei Fragen auf: Wenn alles schon einmal gewesen sein soll, muß eine Menschheit existiert haben, zu der man sich zwangsläufig fragen muß, wo die wieder hergekommen sind. Es muß also eine Urrasse Menschheit gegeben haben, von der auch in der Bibel geschrieben steht. Nicht nur in der Bibel, die Hopi-Indianer wissen von vier Menschheiten, die indischen Veden sprechen ebenfalls von vier Menschheiten, vier Zivilisationen, die im Urkeim begonnen haben, sich durch eigene Entwicklung hochgearbeitet haben, bis zu einer Form von Hochtechnologie, an der sie letztlich wieder zugrunde gegangen sind, ähnlich wie wir heute. Wir stehen heute tatsächlich vor dem technischen K. o., und zwar zu einem solchen K. o., der uns wieder irgendwann in die Höhlenwelt zurückführen wird.

In der Schöpfungsgeschichte der Bibel lesen wir, dass Gott aus der Rippe Adams das Weib geschaffen hat. An vielen Stellen in der Bibel ist mit dem Begriff Weib der Begriff Geist gemeint. Tauschen wir einmal den Begriff Weib gegen Geist aus. Jemand, der den Adam geschaffen hatte, stellt fest, dass er etwas bekommen muß, damit er überleben kann. Also entnimmt er ihm eine Rippe, formt daraus Geist und setzt ihn dem Menschen ein. Um zu verstehen, dass Gott kaum Rippen entnommen haben würde, muß man sich klarmachen, dass der menschliche Brustkorb aus 12 paarigen Rippen besteht. Gott entnahm etwas Paariges. Was kann man dem Menschen an Paarigem nehmen, um daraus etwas anderes bilden zu können? Mit dem paarigen Etwas muß etwas völlig anderes gemeint sein. Mit der Rippe wurde nur ein Begriff geschaffen, damit man später, zu einem Zeitpunkt, wo man es verstehen kann, dieses Paarige auch erkennt. Dieses paarige Etwas sind schlicht und einfach Chromosome.

Das erklärt auch, was die Bibel damit meint, wenn es heißt, Gott ließ Adam entschlafen. Adam ist laut Bibel über 900 Jahre alt geworden, wobei davon ausgegangen werden muß, dass es sich bei Adam nicht um ein Einzelwesen gehandelt hat.Die richtige Bezeichnung hätte der Adam-Mensch lauten müssen, der Mensch des Adam-Zeitalters. Das, was wir mit Adam in der Bibel bezeichnen, beinhaltet in Wirklichkeit eine menschliche Lebens- und Daseinsform, die relativ geistlos vor sich hinvegetierte, und zwar über den Zeitraum von über 900 Jahren. Der Adam-Mensch besaß, ähnlich wie der heutige Menschenaffe, 48 Chromosomen. Aus dem Adam-Menschen wurde eine Rippe – etwas Paariges, sprich zwei Chromosome – entnommen. Aus diesem Geistlosen Wesen wurde ein neues Wesen, und zwar die Eva-Menschheit mit zwei Chromosomen weniger, mit 46 Chromosomen. Unsere Menschheit hat 46 Chromosomen, der Menschenaffe dagegen hat 48.

Zurück zur Schöpfungsgeschichte und der Frage, was kann mit dem Baum der Erkenntnis gemeint sein, dessen Früchte zum Tode führen. Der Längsschnitt durch ein menschliches Gehirn sieht wie ein Baum aus, mit Stamm, Blätter und Krone. Der Begriff Weib steht also für Geist. Dem Geist wohnt eine Tätigkeit inne, die man als wellenförmig bezeichnen könnte, symbolisch als Schlange dargestellt. Wenn wir uns vor Augen halten:, im Paradies sprach die Schlange zum Weib, also zum Geist, heißt das nichts anderes, als dass eine fremde, geistige Auswirkung auf den Menschen erfolgte. Warum man nicht vom Baum der Erkenntnis essen sollte, weil man sonst des Todes wäre, lässt sich ganz einfach dadurch erklären, Gott als die Schöpfung Natur sagt zu Recht, esst nicht von den Früchten des Baums der Erkenntnis, ihr werdet daran sterben. Umgesetzt heißt das: Verwirklicht nicht alles, was ihr euch vorstellen könnt, ihr ruiniert euch. Ihr fangt damit an, euch zu ruinieren, indem ihr die Umwelt zerstört.

Eine neue Sicht biblischer Interpretationen, die aber durchaus ein Denkanstoß war, Altbekanntes in neuem Licht zu betrachten.

Alexander Friedrich: Echnaton

Herr Friedrich teilte zunächst mit, dass er sich seit seiner Kindheit mit Archäologie und seit zwei Jahren intensiv mit Echnaton beschäftigt. Er selbst ist Schüler der Goldenen Rosenkreuzer, und sein Vortrag sollte einer von den Rosenkreuzern sein.

Im Mittelpunkt seines Vortrags, so erklärte Herr Friedrich, steht der ägyptische Pharao Amenophis IV., besser bekannt unter seinem späteren Namen Echnaton. In seiner nur 17 Jahre währenden Regentschaft setzte er einen wesentlichen religiösen Impuls. Nach dem Tod Echnatons wurde über ihn ein so dichter Mantel des Vergessens gebreitet, dass seine Person und sein Gottesbild bis ins 19. Jahrhundert aus dem Gedächtnis der Historiker verschwunden war. Die uns zahlreich überlieferten Inschriften, Skulpturen und Malereien vermitteln keine eindeutigen, geschichtlichen Informationen, so dass die Quelleninterpretationen dem jeweiligen Bewusstseinszustand des einzelnen Forschers entsprechen. Es soll deshalb auf die Angabe von Jahreszahlen und anderen historischen Fakten verzichtet werden.

Amenophis IV. bzw. Echnaton lebte etwa um 1350 vor Christus. Seine genauen Lebensdaten unterliegen einer lang anhaltenden Auseinandersetzung der Historiker, die hier weder aufgeführt noch fortgeschrieben werden sollen. Es soll vielmehr der Frage nachgegangen werden, ob es nicht vielleicht möglich ist, in Echnaton die Signatur eines der großen Religionsstifters zu erkennen.

Echnaton wird als der erste Religionsstifter der Geschichte bezeichnet. Er betete im Bild der Sonne Gott an, wie noch keinen Gott zuvor. Statt der Vielgötterei wurde nur ein Gott angebetet. Es war dies ein Gott ohne festgefügte Vorstellung, an dem jeder teilhaben konnte. In der Personalunion von Pharao und oberstem Priester verkörpert er den Priesterkönig. Die Religion Echnatons wurde nicht durch eine Kirche oder eine andere Organisation weitergegeben. Die Nachfolger Echnatons löschten seine Spuren so radikal aus, dass bereits schon eine Generation weiter niemand mehr etwas von ihm wusste. Alle heutigen Erkenntnisse über ihn sind ausschließlich auf Funde in Ägypten zurückzuführen.

Warum wollte man jede Erinnerung von Echnaton verhindern? Wie sah der Glaube aus, den Echnaton verkündete? Die von Echnaton verkündete Religion war etwas radikal Neues, das mit allen Überlieferungen brach. Nach Vorstellung Echnatons herrschte Aton als alleiniger Gott über die Welt. Nicht diesseits, nicht jenseits – über die Welt. Sein Symbol war die Sonnenscheibe. Es gibt auch einen nicht sichtbaren Aspekt der Sonne, die unsichtbare Sonne hinter der Sonne. Die Sonne ist für das Sichtbare da, für die Natur, sonst würde alles zusammenbrechen. Was aber hinter der Sonne steht, ist das Wichtigste. Die dargestellte Sonnenscheibe war nicht Aton, sondern das Licht. Der Kreis heißt auch Vollkommenheit, das Göttliche. Während die Sonnenstrahlen das Leben schenken, schuf die Bewegung der Sonne die Zeit. Damit hat Echnaton als Erster in der Geschichte den Mythos um die Göttergestalten ersetzt durch den Logos, die klare Sprache der Vernunft.

Zur Gotttheit hatte nur Echnaton Zugang. Er sagte von sich: "Es gibt keinen anderen, der dich kennt". Dieser Ausspruch erinnert an die Worte Jesu: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben". So wurde Echnaton zum alleinigen Vermittler zwischen der Gottheit und der Menschheit. Hier wird deutlich erkennbar, dass die Lehre Echnatons gnostische Züge enthält. So begründet Echnaton als Priesterkönig eine neue Religion. Er stellt sein Leben in die Dreieinheit einer neuen Religion, einer neuen Kunst und einer neuen Wissenschaft.

Echnaton brauchte kein aufwendiges Grab mit Schätzen wie seine Vorgänger. Er wusste um die Weiterentwicklung der Seele, dass alles andere zurückbleibt. Echnaton brauchte daher keine Grabpyramide, um seinen Tod zu vergöttlichen. Sein innerstes Wesen, das nicht Sichtbare, Göttliche, war bereits in Gott.

Der mit zahlreichen Lichtbildern illustrierte Vortrag bot wieder einen interessanten Einblick in die Vergangenheit der Esoterik, der aber unübersehbare Brücken in die heutige Zeit schlägt und uns zeigt, dass es zu allen Zeiten die Sucher gegeben hat, die nicht nur gesucht, sondern auch gefunden haben.



Podiumsdiskussion
 

Schlussbetrachtung

Wir können, trotz der geringen Teilnehmerzahl auf eine schöne und interessante Tagung zurückblicken. Es gab viele neue Themen mit neuen Referenten, die das Programm bereichert haben. Deshalb soll auch diesmal allen gedankt werden, die am Gelingen der Tagung Anteil hatten.

An erster Stelle möchte ich unserem 1. Vorsitzenden, Jürgen Nett, danken, der die diesmal besonders schwere Aufgabe hatte, die Tagung zu organisieren und der auch die Leitung und Moderation wieder souverän gemeistert hat. Er findet immer den richtigen Ton zwischen althergebrachter Tradition und Innovation, die es beim VTF ja auch geben muß.

Gedankt sei auch den anderen Vorstandsmitgliedern, die durch ihre helfenden Hände zum Gelingen der Tagung beigetragen haben. Schließlich möchte ich mich bei allen Referenten bedanken, die den Weg nach Fulda gefunden haben, um uns zum Teil neue Einblicke in esoterisches Denken und praktisches Handeln gegeben haben.

Meine Schlussbetrachtung soll sich diesmal mit meiner Person beschäftigen, und zwar rückblickend auf 25 Jahre Berichterstattung für die VTF-Post. Vor 25 Jahren habe ich diese Aufgabe mit jungem Schwung und Begeisterung übernommen, nachdem mir bewusst gemacht wurde, dass ein gewissses Potential in mir steckt. Bewusst gemacht hat mir dies unser damaliger Vorsitzender Fidelio Köberle, dem an dieser Stelle mein besonderer Dank gilt. Er hat mich stets ermutigt, trotz meiner Behinderung etwas aus mir zu machen und dem damals eher Schüchternen und Unsicheren gezeigt, daß man seine Grenzen überwinden kann.

In den folgenden Jahren war diese Arbeit, das Verfassen der Tagungsberichte, allerdings nicht immer nur reine Freude. Insbesondere dann, wenn ich leidenschaftlich gegen gewisse leichtfertige Abhörpraktiken aufbegehrte, was dann auch regelmäßig für Unmut bei denen sorgte, die ich kritisiert hatte. Ich denke heute über diese Dinge ein wenig anders, bin ich mir doch der Tatsache bewusst, dass die Dinge relativ sind, dass es die "Reine Lehre" bei den Tonbandstimmen genau genommen nicht gibt. Wir können mitunter Informationen aus unseren Einspielungen hören, die nur für uns bestimmt sind und die andere nicht verstehen – eine merkwürdige Sache, aber sie ist so. Trotzdem sollte man nicht sich auf bloße Spekulation verlassen, denn die Tonbandstimen bieten noch immer die Möglichkeit, objektiv nachprüfbare Aussagen aus der geistigen Welt zu bekommen, und diese Möglichkeit sollte man nicht durch Spekulation oder Hineininterpretieren aufs Spiel setzen, aber alles mit Augenmaß.

In all den Jahren hat es aber auch Lob gegeben. Es hat mich immer gefreut, wenn ich auf Tagungen angesprochen wurde und meine Arbeit gelobt wurde. Ich denke, man braucht das auch, ebenso wie man auch Kritik braucht. Selbstkritisch muß ich sagen, dass ich auch manchmal danebengegriffen habe und vielleicht den einen oder anderen verletzt habe, was natürlich unbeabsichtigt war, denn so etwas liegt nicht in meiner Natur.

Aber auch mit der Form der Tagungsberichte habe ich zeitweise gehadert. Es wurde von je her darauf Wert gelegt, die einzelnen Vorträge in Kurzform zu bringen, etwas, das naturgemäß heikel ist und den Referenten mit Sicherheit nicht immer gerecht geworden ist. So habe ich manchmal schon mit dem schlechten Gewissen dagesessen, weil ich mir sicher war, bei dem einen oder anderen Referenten nicht den richtigen Ton getroffen zu haben.

Zum Schluß möchte ich allen treuen Lesern danken, die mich durch diese Jahre begleitet haben und bei allen um Vergebung bitten, die ich gekränkt oder verletzt haben sollte. Es ist nun leider so, dass die Abschiedsstunde von dieser Arbeit naht. Zum einen sind die Vorträge heute fast alle mit optischen Informationen versehen, die auch einen wichtigen Teil der Referate ausmachen, die ich aber nach meiner fast völligen Erblindung nicht mehr berücksichtigen kann. Zum anderen ist meine allgemeine Gesundheit doch recht angegriffen, so dass ich das gewohnte Niveau keinesfalls mehr halten kann.

So bleibt mir nur noch, dem nachfolgenden Berichterstatter ein glückliches Händchen für diese Arbeit zu wünschen und allen Lesern zu versichern, dass meine Wünsche und Hoffnungen den VTF auch weiter begleiten werden. Die Erforschung der Tonbandstimmen (ich wähle bewusst den alten Begriff) ist eines der wichtigsten Forschungsgebiete, die es für alle Menschen geben kann. Denn die Frage nach dem Weiterleben der Seele geht jeden Menschen an, und wenn wir Beweise dafür bringen können, wird es vielen Menschen helfen, Trauer und Lebensangst zu überwinden.


(Erschienen in der VTF-Post P 123, Ausgabe 2/2006, und P 124, Ausgabe 3/2006)