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Vorhersagen durch Tonbandstimmen

von Wolfgang Rickmann

In der letzten VTF-Post-Ausgabe schrieb Herr Ralf Schöpe in seinem Beitrag u.a. über Vorhersagen durch die Tonbandstimmen ("Sie über Pferdefleisch"), in der vorletzten Ausgabe Herr Johannes Hagel ("Ich mache ein Omlett mit drei Messern"). Hier möchte ich mit meiner Erfahrung zu diesem Thema anschließen. Spontan fallen mir drei (für mich sehr wichtige) Vorhersagen ein.

Die erste kam von meinem Vater: Nach mehreren Schlaganfällen seit 1991 hatte meine Mutter im Sommer 1999 einen sehr schweren Schlaganfall. Sie fiel in ein Wachkoma und die Ärzte sagten uns, wir müssen stündlich mit dem Tod rechnen. Natürlich waren wir alle sehr traurig. Per Tonband stellte ich meinem Vater dann die Fragen "Wie lange wird Mutter noch leben?" und "Was wird nun werden?". Als Antwort bekam ich folgende (Radio-)Einspielung: "Und Papa sagt dir weil es noch nicht soweit ist". Ich war überrascht, erstens, weil es eine so lange Aussage war (war ich nicht gewohnt) und zweitens, weil ich nicht so recht was mit dieser Aussage anfangen konnte. Tatsächlich schlug Mutters Herz noch fast sieben Wochen.

Die zweite Vorhersage kam am Vormittag meines Geburtstages. Ich fragte ganz allgemein: "Hat jemand eine Mitteilung für mich?". Erwartet hatte ich z.B. "Herzlichen Glückwunsch" oder ähnliches. Er kam aber nur eine Stimme, die sagte "Heidi kann nicht". Vormittags konnte ich damit noch nichts anfangen. Aber am Abend, als die Gäste kamen (bei uns ist es so üblich, wer kommt der kommt, wir sprechen keine gesonderten Einladungen aus) wurde mir schlagartig die Bedeutung bewußt. Eine Cousine sagte uns: "Übrigens, schöne Grüße von Heidi, sie hat sich den Fuß gebrochen und kann heute nicht zu Euch kommen".

Die dritte Vorhersage ist noch ganz aktuell. Im Februar 2005 bekam ein 85-jähriger enger Verwandter von uns die schlimme Diagnose Krebs mit Metastasenbildung. Es kann jetzt "ganz schnell gehen", sagten uns die Ärzte. Ich stellte daraufhin am Tonband einige Fragen: "Wird er wieder laufen können, wenn er aus dem Krankenhaus kommt?". Antwort: "Etwas" und "Kann sein". Auf die Frage "Wird er weiter in seinem Haus alleine leben können?" kam: "Es muß da weitergehen". Heute (Dezember 2005) geht es ihm unverändert relativ gut, er kann sich an einer Handkrücke in seinem Haus und Garten bewegen und sich selber versorgen!

Aus meiner Erfahrung mit den Tonbandstimmen und auch mit "Kartenlegen lassen" komme ich zu dem Ergebnis: Wenn die Jenseitigen es wollen, können sie wichtige Vorhersagen machen.


(Erschienen in der VTF-Post P 122, Ausgabe 1/2006)