Zurück zur Startseite
 Startseite   Kontakt   Impressum   English  Zitat von Friedrich Jürgenson

Zum 30-jährigen Jubiläum des VTF

von Rudolf Passian, Luzern



Rudolf Passian beim Empfang des "Schweizerpreis 2004" in Bern
für seine Tätigkeit als Forscher und sein Buch "Der Engelreigen"

 

Liebe Mitglieder und Freunde des VTF, als Jürgen Nett mich im Juli 2004 telefonisch zum 30jährigen VTF-Jubiläum einlud, sagte ich spontan zu, obwohl ich mich an der Tagung vom Mai 2002 verabschiedet hatte. Dennoch gedachte ich diesem Anlass beizuwohnen, aber im Oktober sah ich mich aus gesundheitlichen Gründen leider veranlasst, unseren netten Freund Nett um Dispens zu bitten, obwohl ich gerne noch einmal in Ihrem Kreise geweilt hätte; konnte ich doch fast zwei von den drei Jahrzehnten seines Bestehens den VTF begleiten und durch meine Beiträge die ausserordentliche Bedeutsamkeit der VTF-Arbeit und -Zielsetzung unterstreichen.

Was kann es wohl auch Wichtigeres geben, als Klarheit zu erlangen über das Wesen des Sterbevorgangs und die Frage, ob es danach, in irgend einer Form, ein Weiterleben gibt? Früher gab es im Christentum keinen Zweifel über die Existenz eines Jenseits (einer andersfrequenten Welt jenseits der Wahrnehmungsfähigkeit unserer körpergebundenen Sinne) und dass es ein Wiedersehen gibt mit vorangegangenen Lieben. Es war dies eine Glaubensgewissheit, die zu einem guten Teil auf Erfahrungswissen beruhte. Heute ist dies weitgehend vergessen und die Angst vor dem Sterbenmüssen riesengross. Seitdem man, nach den verheerenden Seuchen im Mittelalter, begonnen hatte, den Tod als schauriges Knochenskelett mit Sense und Stundenglas darzustellen, verfestigte sich mehr und mehr die Auffassung, mit dem Tode sei alles aus und vorbei.

Dieser Trugschluss führte zu einem falschen Denken und Verhalten; die Folgen zeigen sich in den katastrophalen Weltverhältnissen unserer unheilschwangeren Zeit.

Was wäre zu tun? - Wenn der Theologe Hans Küng meint, die Lage wäre mit einem neuen "Welt-Ethos" zu retten, so hätte dies nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn es gelänge, die Ehtik, die Moralgebote, glaubwürdig zu begründen. Dies liesse sich auf dreierlei Weise bewerkstelligen:

1) eine bessere Erforschung der Wesensstruktur des Menschen (Parapsychologie),

2) ein Ernstnehmen der modernen Sterbeforschung (Nahtodes-Erlebnisse sowie nachtodliche Begegnungen mit Verstorbene), und

3) die Herstellung instrumenteller Kontakte mit dem Jenseits.

Um letzteres ist der VTF seit nunmehr 30 Jahren bemüht. Dasselbe Ziel verfolgte schon der berühmte Erfinder Thomas Alva Edison (1847-1931). Er erklärte im Jahre 1922: "Es ist durchaus nicht unmög!ich, einen solchen Apparat zu erfinden, aber seine Konstruktion ist naturgemäss eine feinere wie die eines anderen Apparates. Ich glaube jedoch, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis ich ihn der Welt vorführen kann.

Edison nannte sein Gerät "Thanato-Teletactor". Basis seiner Pläne war die Fotozelle. Seine diesbezüglichen Aufzeichnungen fehlten jedoch in seinem Nachlass. - Wen wunderts? Wurde doch schon so manche nützliche Erfindung zum Verschwinden gebracht...

Die instrumentelle Transkommunikation unserer Zeit geht andere Wege. Seit Friedrich Jürgenson (1903-1987) sind es vor allem Versuche mit Tonträgern, die als "Tonbandstimmen-Phänomen" weltweites Interesse hervorriefen. Mit unterschiedlichsten Methoden konnten teils recht gute Ergebnisse erzielt werden, aber der grosse Durchbruch lässt noch immer auf sich warten. Das Phänomen als solches steht aber zweifelsfrei fest, und die Bemühungen von Forschern in aller Welt werden mit Sicherheit zum Erfolg führen, nämlich zur Schaffung eines "Jenseits-Telefons", dessen Funktionstauglichkeit das Ende der Aera. primitiv-materialistischen Denkens herbeiführen wird. Möge es dem unermüdlichen Einsatz des VTF vergönnt sein, hierzu Wesentliches beizusteuern!

Schon in all den Jahren bisher (obwohl die Dialoge mit Drüben meist nur sehr kurz sind und oft der wünschenswerten Klarheit ermangeln), konnte dank transkommunikativen Kontakten zahllosen trauernden Mitmenschen die trostreiche Überzeugung vom Weiterlebon unserer vorangegangenen Lieben vermittelt werden. Und damit die Überzeugung festigen, dass der Tod nicht das ist, wofür man ihn zu halten pflegt: Er betrift nur unseren physischen Leib und stellt lediglich das Ende unserer irdischen Wegstrecke dar. Mit anderen Worten: Der Tod führt eine Wende herbei in der Kontinuität unseres Seins, aber keine Vernichtung unserer Persönlichkelit. Unser Sterben ist zugleich ein Hineingeborenwerden in eine nichtmaterielle Welt, mit anderen Lebensbedingungen. Merkwürdigerweise ist hiermit eine ethische Wertung unseres Verhaltens im Erdenleben verknüpft ("Lebensfilm"), wie aus zahlreichen Berichten klinisch tot gewesener Menschen deutlich hervorgeht. Verständlich, dass unsere Forschung besonders von jenen Leuten am erbittertsten bekämpft wird, die eine solche zu "ethische Lebensbilanz" zu fürchten haben; für sie darf einfach nicht wahr rein, dass unser ichbewusstes Sein nach dem Körpertode kontinuierlich weitergeht, und dass die Art unserer jenseitigen Fortexistenz von der moralischen Qualität unserer irdischen Lebensgestaltung abhängt!

Doch gerade deshalb müssten die Kirchen an unserer Forschung interessiert sein, denn hier erfolgt erstmals eine glaubwürdige Begründung ihrer Moralgebote. Aber statt einzusehen, dass auch die Religion den Entwicklungsprinzipien unterliegt, und anstatt die Sterbeforschung als Verbündeten zu schätzen, wird sie von fast allen Theologen und "Seelsorgern" - in trautem Verein mit Atheisten und Materialisten - erbittert bekämpft! Wir recht hatte doch der Bibelübersetzer in nordische Sprachen, Prof. Dr. Haraldur Nielsson (1868-1928) mit seiner Aussage: "Es ist in der Geschichte nicht unbekannt, dass gerade die Geistlichen den grössten Wliderstand leisteten, wenn Gott die Menschen einen Schritt vorwärts führen wollte."

Liebe Freunde, wer sich aktiv für den Nachweis des persönlichen Fortlebens nach dem Körpertod einsetzt, der leistet eine überaus wichtige Aufklärungsarbeit. Deshalb wünsche ich den dankenswerten Bestrebungen aller Aktiven des VTF, dass der längst verdiente Erfolg alsbald eintrete. Möge hierzu auch der Verlauf des 30. VTF-Kongresse in Fulda beitragen!

Ihnen allen auch persönlich alles Gute wünschend, grüsse ich Sie in geistiger Verbundenheit

als Ihr Mitwanderer
Rudolf Passian


(Erschienen in der VTF-Post P 118, Ausgabe 1/2005)