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Mediale Jenseitskontakte – Einblicke und Einsichten

Bericht über die Jahrestagung des VTF vom 19. bis 21.06.2003 in Fulda
von Uwe Wagner



 

Die schwerpunktmäßige Behandlung des Themas "Mediale Jenseitskontakte" auf unserer Jahrestagung wollte diese nicht als Ersatz für die technische Transkommunikation propagieren; vielmehr sollte diese Form der Kontaktaufnahme mit dem Jenseits als eine von vielen Varianten vorgestellt werden. Dabei wurde deutlich, wie schwierig, aber auch faszinierend dieses Thema sein kann.

Eine fast atemlose Stille lag über dem Saal, als das englische Medium Tony Stockwell seine Trance-Demonstration abhielt. Es war ganz offensichtlich, dass hier wirklich eine Trance-Persönlichkeit zu uns sprach. Dieses außergewöhnliche Erlebnis stellte zweifellos das absolute Highlight unserer Tagung dar.

Die Tagungsleitung und auch der Vorstand des VTF waren sich sehr wohl der Tatsache bewusst, dass das Thema Medien ein heißes Eisen ist; herrschte doch bei vielen noch immer die Lehrmeinung vor, dass wir als Tonbandstimmenforscher keine Medienkontakte brauchen. Und dennoch war es sehr aufschlussreich, zwei so unterschiedliche Medien zu erleben. Das Schreibmedium Manuela Matthias bot noch am ehesten vertraute Kost, denn schreibmedial begabte Menschen gibt es mehr, als allgemein angenommen wird, was nichts über die Qualität aussagen will. Ein gutes Trancemedium dagegen ist, zumindest hierzulande ganz selten. So konnten wir also Jenseitskontakte per Medium hautnah und aus direkter Anschauung beurteilen und jeder dürfte sich seinen eigenen Reim darauf gemacht haben. Es wird an anderer Stelle dieses Berichts noch im einzelnen auf die Darbietungen der beiden Medien eingegangen werden.

Die technische Transkommunikationsforschung wurde aber nicht vernachlässigt. Herr Hansen von der Firma Diamant-Elektronik berichtete über einige seiner Neuentwicklungen. Auch wurden Einspielungen und Experimente im großen Saal gemacht, was ja eine lange Tradition bei unseren Tagungen hat.

Das übrige Vortragsprogramm war aber auch nicht zu verachten. Es bot wieder einiges aus unseren Reihen und wir konnten zwei schon traditionelle Referenten begrüßen, Herrn Prof. Frank und Herrn Dr. van Laack, die zu unterschiedlichen Themen referierten.

Das Ganze wurde wieder von unserem 1. Vorsitzenden Jürgen Nett souverän moderiert. Er hat inzwischen seinen eigenen unverwechselbaren Stil gefunden, der sich an die Tradition unseres Ehrenvorsitzenden Otto Röhler anlehnt, aber doch sein ureigenstes Gepräge hat. Dabei hatte er es auch wieder nicht sehr leicht, denn er musste sich auch noch um die Technik kümmern, die in diesem Jahr etwas schwierig war, da eine neue Klimaanlage unsere technischen Apparaturen empfindlich störte.

Die Tatsache, dass wir erstmals in der Geschichte des VTF eine Tagungsgebühr erheben mussten, hat der Teilnehmerzahl nicht geschadet. Mit 60 bis 80 Besuchern lagen wir in etwa im Schnitt bei der Besucherzahl des vorigen Jahres.

Trotz der engen Programmdichte blieb noch genügend Zeit für viele Gespräche am Rande der Tagung, die auch immer sehr gut und informativ sind. Hier konnten die Referenten direkt im Gespräch befragt werden, was von vielen auch genutzt wurde.

Alles in allem können wir auf eine gelungene Tagung zurückblicken. Die Atmosphäre war gut und freundschaftlich. Wir konnten viele Anregungen mitnehmen.

Es sollen nun, wie gewohnt, die Vorträge im einzelnen besprochen werden. Zunächst aber noch ein Hinweis zu den Aufnahmen: Durch die erwähnten Pannen der Technik mussten einige Vorträge mühsam digital bearbeitet werden, was meine Frau Johanna gemacht hat. So können wir auf alle Fälle die Vorträge des Trancemediums Tony Stockwell und des Schreibmediums Manuela Matthias auch auf CD anbieten. Auch die Vorträge von Herrn Dr. van Laack und von Prof. Frank werden als CD erscheinen. Näheres dazu an anderer Stelle in dieser Ausgabe.

Wie immer weise ich darauf hin, dass die Kurzfassung der Vorträge rein informativen Charakter hat und den einzelnen Referenten leider nicht immer die Ausführlichkeit gewidmet werden kann, die sie verdienen. Es lohnt sich in jedem Fall, sich die Mitschnitte schicken zu lassen.

Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden des VTF, Jürgen Nett

Der 1. Vorsitzende Jürgen Nett, der auch die Tagungsleitung inne hatte, begrüßte mit herzlichen Worten die Teilnehmer der Tagung. Er begrüßte auch neu hinzukommende Teilnehmer, die vielleicht nur aus Neugier mal sehen wollten, was hier so läuft. Für sie speziell erläuterte er den Begriff Transkommunikation.

Transkommunikation bedeutet die Kontaktaufnahme mit einer höheren geistigen Ebene auf jedem möglichen Weg. Der VTF betreibt die Kontaktaufnahme vorrangig durch Tonbandaufnahmen. Durch die vor zwei Jahren erfolgte Namensänderung in "Trans­kommunikationsforschung" wollte sich der VTF dem international gängigen Standard anpassen und auch der Tatsache Rechnung tragen, dass es auch auf anderen, digitalen Trägern und auf Video paranormale Ereignisse gibt. Der VTF will mit seinen Forschungen den Nachweis für ein Weiterleben der Seele nach dem physischen Tod erbringen.

Neben der Erforschung von Jenseitsbildern per fotografischer Extras oder per Video sollen in Zukunft auch die Möglichkeiten medialer Kontakte untersucht werden, so Jürgen Nett. Es ist international bereits üblich, einen Konsenz aus Technik und medialer Forschung zu verknüpfen. Wenn wir international mithalten wollen, müssen wir uns auch mit dieser Thematik beschäftigen.

Jürgen Netts Begrüßungsworte zeigten klar den Weg auf, den der VTF in Zukunft zu gehen hat. Wir dürfen in der internationalen Gemeinschaft der Jenseitsforscher nicht in die Isolation geraten, sondern müssen den Dialog und den Gedankenaustausch suchen. Jürgen Nett ist ein begeisterungsfähiger Erneuerer, der aber immer auf dem Boden der Tatsachen bleibt.

Manuela Matthias: Ein Schreibmedium erzählt aus ihrem Leben

Das Programm startete gleich mit einem Medium. Manuela Matthias ist in Deutschland recht gut bekannt. Sie brachte ihre Referentin und einen wissenschaftlichen Berater mit. Die Referentin, Theresa Zsiag, übernahm es, in erster Linie über das Medium zu berichten.

Die Referentin berichtete zunächst, dass Manuela mit vier Jahren die erste Begegnung mit der geistigen Welt hatte. Im jugendlichen Alter stellte sie fest, dass die sichtbare Welt nicht die einzige Wahrheit ist und dass sie Zugang zu einer unsichtbaren Welt hatte. Ende der siebziger Jahre entdeckte Manuela ihre Fähigkeit, Botschaften aus einer anderen Welt zu empfangen. Seit den achtziger Jahren hat sie einen ständigen Kontaktgeist namens Theobald, der mit ihr kommuniziert. Sie schreibt Botschaften, Übermittlungen, Ratschläge und Hilfestellungen nieder. Mittlerweile kommen Ratsuchende aus der ganzen Welt. Der Ratsuchende bekommt den Weg gezeigt, nicht aber die Probleme gelöst.

Die Referentin berichtete, dass auch sie viele Fragen nach dem Sinn des Lebens und der Frage nach einem Leben nach dem Tode hatte, bis sie Manuela vor sechzehn Jahren kennenlernte. Seither hat sie viele Menschen erlebt, die durch die medialen Kontakte von Manuela zu dem höheren Geistwesen Theobald viele Probleme lösen konnten. Eines ist sicher, so betonte die Referentin: Der Beweis kommt niemals vor dem Glauben.

Zur Frage "Was ist ein Medium?" führte sie aus: Ein Medium ist der Übermittler von Botschaften aus einer unsichtbaren Welt. Ein Kontaktgeist übermittelt durch das Medium Rat­schläge, gibt Kraft zum Leben und zum Sterben. Manuela kannte ihren Kontaktgeist schon zu Lebzeiten. In einer Botschaft teilte er mit, dass er sich ein Erdenleben ausgesucht habe, mit dem Bewusstsein, früh hinüberzugehen und ein Informant zu sein. Bevor Manuela mit Theobald Kontakt bekam, konnte sie auch mit anderen Geistwesen Kontakt haben, als Vorbereitung.

Die Referentin führte weiter aus, dass ein Medium auf die Energien aus dem Jenseits angewiesen ist. Diese fließen manchmal besser und manchmal schlechter. Erzwingen lässt sich kein Kontakt.

Die Referentin zitierte dann einige Botschaften des Kontaktgeistes Theobald. So erklärte dieser, dass man schlechte Medien unter anderem daran erkennt, dass sie behaupten mit Gott oder Erzengeln zu sprechen. Bei einem guten Medium treten keine negativen Strömungen auf, da es Jahre dauert, bis ein Schutz aufgebaut ist.

Bei den Durchsagen, so führte die Referentin weiter aus, befindet sich das Medium in einem veränderten Bewusstseinszustand, wo die Herrschaft des Willens über den Körper aufgehoben ist. Bei Durchsagen, wie sie täglich vorkommen, verändert sich das Medium von einer Sekunde auf die andere, ohne dass es jemand bemerkt, in einen tranceähnlichen Zustand. Es ist wichtig, dass die Atmosphäre stimmt. Ein Medium muß in der Lage sein, selbst zu entscheiden, wann es einen Kontakt herstellen will. Ein Kontaktgeist darf nicht alles sagen. Der Ratsuchende bekommt nur das mitgeteilt, was für ihn wichtig und hilfreich ist. Ein Medium wird über sich selbst nichts erfahren, da zu viel Energie benötigt wird. Die meiste Energie kommt aus dem Jenseits, ein weiterer Teil vom Medium und auch ein kleinerer Teil vom Fragesteller. Ein Medium stellt seine Schwingungen auf die des Kontaktgeistes um. Dadurch, dass die eigenen Schwingungen des Mediums nicht mehr zur Verfügung stehen, ist es dem Medium unmöglich, über sich selbst Auskünfte zu erhalten.

Dann teilte die Referentin noch mit, dass Manuela beim Schreiben die Buchstaben verkehrt herum schreibt, so dass sie vom Ratsuchenden gelesen werden können. Weiterhin erklärte die Referentin, dass die Mitarbeiter von Manuela ein Team bilden, welches den Menschen Hilfe und Erkenntnis bringen möchte.

Im Anschluß an diesen Einführungsvortrag folgte eine Demonstra­tion des Schreibmediums Manuela. Hierbei wurde der Saal verschlossen, damit störendes Hereinkommen oder Hinausgehen vermieden wurde. Es sollte dem Medium die bestmögliche Atmosphäre geschaffen werden. Es war offensichtlich, dass das Medium keine besondere Einstimmung benötigte. Sofort nach der ersten Frage aus dem Auditorium begann Manuela die Antwort des Kontaktgeistes aufzuschreiben, die von ihrer Referentin vorgelesen wurde.

Einige der Fragen, die an Theobald gestellt wurden, bezogen sich unmittelbar auf die technische Transkommunikationsforschung. Auf die Frage, ob demnächst eine Verbesserung dieser Kontakte zu erwarten ist, kam die Antwort, dass dies schon bald der Fall sein würde. Die Frage, wodurch die Stimmen entstehen, wurde mit dem Hinweis beantwortet, es handele sich um Ultraschall. Auf die Frage, warum es bei einigen Leuten besonders laute Stimmen gibt, während das bei anderen nicht der Fall ist, kam: Bei jedem sind die Stimmen, je nach Zeitdauer, bis der Kontakt oder die Brücke aufgebaut ist, gleich gut. Einige angesprochene laute Stimmen sind getrickst. Auf die Frage, wie wichtig Medialität bei der technischen Trans­kommunikation ist, kam die Antwort: Für die Forschung ist sie wichtig, aber nicht für den Empfang der Stimmen. Auf die Frage der weiteren Entwicklung der Videobilder aus dem Jenseits äußerte sich Theobald: Das Materialisieren ist für die Jenseitigen einfacher als das hörbar machen.

Es wurden noch die verschiedensten Fragen gestellt und beantwortet. Aus Gründen der gebotenen Kürze können diese hier aber nicht alle angeführt werden. Ich will mich daher noch auf zwei Aussagen beschränken: Es kam die Frage nach der Verbrennung von Toten. Hier wurde gesagt, dass kein Körper früher als zehn Tage nach dem Tod verbrannt werden soll, da erst dann die Seele ganz aus dem Körper gegangen ist. Zur Veränderung des Klimas erklärte Theobald, dass die Polkappen sich verschieben und das Klima völlig verändert wird.

Im Anschluß der Demonstration des Mediums sprach noch der wissenschaftliche Mitarbeiter, Herr Gerold Zonn. Er versuchte ein wissenschaftliches Weltbild nach den Aussagen des Kontaktgeistes Theobald zu vermitteln. Ich persönlich fand seine Ausführungen eher wirr und nichtssagend. Um nichts falsch darzustellen, verzichte ich auf eine Besprechung dieser Ausführungen. Der Mitschnitt ist aber vorhanden und wer es genauer wissen möchte, dem steht er zur Verfügung. Ich empfand jedoch, dass diese Ausführungen nicht recht zu den Übermittlungen von Manuela passen wollten.

Die Sitzung mit Manuela war jedoch recht aufschlussreich und vermittelte einen guten Eindruck davon, wie ein Schreibmedium arbeitet, und das war ja auch der Sinn dieser Demonstration.

Dipl.-Ing. Gerhard Helzel: Erkenntnisse und Erfahrungen aus langjähriger Grundlagenforschung

Er befasst sich seit 20 Jahren mit der technischen Entwicklung von Geräten zur Verbesserung von Tonbandstimmen. Es war interessant, dieses Thema aus der Sicht eines Diplomingenieurs zu hören.

Herr Helzel teilte zunächst mit, dass er, als er vor 20 Jahren in den VTF eintrat, als Techniker in die letzte Reihe gesetzt wurde, obwohl er als wahrscheinnlich Einziger ein abgeschlossenes Ingeneurstudium mit Diplom hatte.

Dann berichtete er über einige technische Entwicklungen für Radiostimmen. So baute er zunächst einen Mittelwellensender. Dann eine im Stahlmantel verschlossene komplette Sende- und Empfangsanlage für Längstwellen. Diese Sende- und Empfangsanlage brachte jedoch keine Stimmen, da festgestellt wurde, dass zwischen Sender und Empfänger so viel Abstand sein muß, dass die Interferenzerscheinungen zum Tragen kommen. In die mit verschiedenen Lautstärken einfallenden Mittelwellen- oder Kurzwellensender, mit ihren unterschiedlichen Sprachfetzen können sich die Stimmen gut manifestieren. Manche Umformungen lassen sich durch die zufälligen Schwunderscheinungen erklären. Die zweite Komponente bei Radiostimmen ist die Interferenz. In ihr entstehen leise, aber inhaltsreiche Stimmen, wie wir sie etwa bei der sogenannten Jürgensonwelle [1485 kHz; Anm. d. Red.] und ähnlichen Wellenbereichen hören können. Die dritte Komponente sind direkte Umformungen fremdsprachiger Sender. Die Tatsache, dass das Zustandekommen der Stimmen durch zufällige Ereignisse erklärt wird, bedeutet nicht, dass sie zufällige Ereignisse sind. So werden manchmal Stimmen eingespielt, die zukünftige Ereignisse voraussagen.

Um nun auch gute Stimmen ohne Radio zu gewinnen, experimentierte Herr Helzel auch mit Ultraschall. So baute er einen Ultraschallsender und Empfänger – Abstand von Sender und Empfänger ca. 1 Meter. Er experimentierte nun mit seiner eigenen Stimme und bekam auch Umformungen.

Nach langem, vergeblichen Experimentieren und dem Nachbau des damals bekannten Generators, der bei ihm keine Stimmen brachte, beschloß Herr Helzel, ein eigenes Gerät, den Ultralator, zu entwickeln [beschrieben in P 107; Anm. d. Red.]. Dieses Gerät sollte sprachähnliche Laute hervorbringen, in denen sich Stimmen bilden könnten und man somit ohne Radiosender auskommen könnte. Er führte dann dieses Gerät vor, welches einen Frequenzton erzeugt, dessen Schwingung manuell variiert werden kann.

Herr Helzel berichtete dann, dass er seinen Ultralator bei den verschiedensten Gelegenheiten vorgestellt hat und auch testen ließ. Sogar im NDR-Fernsehen konnte er damit auftreten, wobei sich eine sofort verstehbare Stimme manifestiert hat.

Dann stellte Herr Helzel noch seine jüngste Entwicklung, den Ultrasonicus III vor [siehe P106; Anm. d. Red.]. Hierbei handelt es sich um ein Mikrofon mit hoher Verstärkung und zusätzlicher Ultraschallkapsel. Die akustische Energie wird auf mechanischem Weg erzeugt durch Reiben einer Gewindestange an Holz. Wichtig ist dabei die richtige Resonanz. Eine andere Variante des Geräuschhintergrunds istdas Streichen mit einem spitzen Gegenstand über Metall, etwa die Platte eines Mikrowellenherdes, was bei verschiedener Größe oder Länge des Gegenstands unterschiedliche Schwingungen hervorruft. Dies mit dem Ultrasonicus aufgezeichnet, soll gut hörbare Stimmen bringen. Herr Helzel führte zu seinen technischen Entwicklungen auch zahlreiche Stimmenbeispiele vor, welche die Methoden anschaulich machten.

Es steckt sehr viel Arbeit in seinen technischen Entwicklungen und wir lernten in ihm einen akribischen Forscher kennen, der sich sehr bemüht, Licht in das technische Dunkel zu bringen, in dem unsere Stimmen ja immer noch stecken.

Renate Scheller: Vorstellung ihres neuen Buches "Phänomene zwischen Himmel und Erde"

Sie ist nicht nur eine langjährige Tonbandstimmenforscherin, sondern hat auch viel für den VTF getan. Sie ist ganz durchdrungen von dem Glauben an ein Leben nach dem Tod.

Renate Scheller berichtete zunächst, dass sie ihr neues Buch geschrieben hat, um eine Lanze für diejenigen zu brechen, die sich ehrlich für Paraphänomene engagieren, sei es als Schreibmedien, mit Kartenlegen oder Astralwanderungen.

Es begann damit, dass eine Freundin von ihr von einer UFO-Sichtung erzählte, diese Erscheinung auch gezeichnet hatte. Renate Scheller meinte nun, dass das doch zu weit ging und dass die Freundin wohl etwas spinnen würde. Eines Tages jedoch musste sie erkennen, dass sie der Freundin Unrecht getan hatte. Während einer Autofahrt auf dem Lande an einem Spätnachmittag haben die beiden genau so ein UFO gesehen, wie die Freundin es gezeichnet hatte.

Renate Scheller erzählte dann in Kurzform einige Erlebnisse über die verschiedensten Phänomene, wie sie sie in ihrem neuen Buch aufgeschrieben hat. Dabei reichte die Palette von Geistererscheinungen über Geistheilungen, bis hin zu UFO-Sichtungen.

Dabei war es erstaunlich zu hören, wie viele Menschen es gibt, die auf irgendeine Weise mit übersinnlichen Fähigkeiten begabt sind. Viele aber haben sich lange gescheut, über ihre Erlebnisse zu sprechen aus Angst, ausgelacht zu werden. Oft sind es kleine unspektakuläre Ereignisse, die hier berichtet werden, die uns aber zeigen, dass die andere Dimension allgegenwärtig ist.

Renate Scheller berichtete dann auch noch über ihre zahlreichen Erlebnisse mit verschiedenen Medien, die teils positiv, aber auch negativer Natur waren. Die meisten Medien können ihre Kontakte ein- oder abschalten. In einem Fall jedoch konnte das Medium es nicht, sondern sah auf der Straße unter den Passanten Verstorbene, was sie nicht ertragen konnte.

Es ist an dieser Stelle leider ganz unmöglich, auf alle Erlebnisse einzugehen, denn Renate Scheller bietet eine Überfülle an Erzählungsstoff, der den Rahmen dieses Berichtes sprengt.

Eines soll daher für viele sprechen: Es war ein Erlebnis, welches sie zusammen mit Alfons Steiner hatte. Man war in Italien bei Herrn Bacci, dem bekannten Tonbandstimmenforscher. Die Einspielversuche an diesem Abend waren nicht sehr ergiebig, so dass man beschloss, eine Sitzung mit Tischrücken zu machen. Die Sitzung schien erfolgversprechend zu werden, aber der anwesende Spirit erklärte kategorisch, dass Alfons Steiner den Raum verlassen müsse, da man sonst nicht weitermachen könnte. Die Teilnehmer versuchten nun, dem Alfons Steiner das zu erklären, der aber gelassen reagierte, er habe so etwas erwartet. So verließ er den Raum und die Sitzung ging weiter. Erst als man auf dem Heimweg war, sagte Alfons Steiner, dass er mit aller Kraft versucht habe, den Tisch mit dem Fuß am Boden zu halten, was ihm aber nicht gelungen sei, denn der Tisch war nicht unten zu halten.

Es lohnt sich also, sich sowohl den Vortrag schicken zu lassen, als auch das Buch zu kaufen. Wir erkennen aus diesen Berichten, daß übersinnliche Phänomene sich keinesfalls am Rande unseres Alltags, vielmehr genau mitten darin zutragen.

Wir danken Renate Scheller für einen sehr schönen Vortrag und machen gern Werbung für ihr Buch, denn diese Erlebnisse können jedem etwas geben.

Uwe Wagner: Meine 25 VTF-Jahre – Erfahrungen und Erkenntnisse

Es sollte keine minutiöse Chronik meiner 25 Jahre im VTF sein. Ich wollte ein wenig aus meinem Erinnerungsschatz plaudern, um das anspruchsvolle Tagungsprogramm ein wenig aufzulockern.

Gern erinnere ich mich an unseren ersten Tagungsbesuch vor 25 Jahren. Es herrschte damals im VTF eine fast verschwörerische Aufbruchsstimmung. Das Phänomen der Tonbandstimmen war gerade mal ein knappes Jahrzehnt alt und den VTF gab es seit drei Jahren. Meine Frau und ich hatten ja schon acht Jahre zuvor mit den ersten Einspielungen begonnen, als es noch keinen VTF gab. So war es doch überwältigend, jetzt auf Gleichgesinnte zu treffen, die die gleichen Erfahrungen gemacht hatten und deren Stimmen sich auch so wie unsere anhörten. Wir haben damals Freundschaften geschlossen, die bis zum heutigen Tag bestehen.

Der VTF in jenen Jahren war von Aufbruchsstimmung und Kampfgeist geprägt. Man muß bedenken, dass es eine Zeit war, in der das Thema Esoterik und übersinnliche Erscheinungen in den Massenmedien meistens nur Stoff zur Publikumserheiterung bildete. Da war ein Kämpfer wie unser Vorsitzender Fidelio Köberle gefordert. Verglichen mit jener Zeit haben wir es heute in der Öffentlichkeit leicht. Macht man sich einmal die Mühe, in den ersten VTF-Post-Heften zu blättern, so fällt einem schon auf, wie hart Fidelio Köberle damals zu kämpfen hatte. Der Aufbau und der Zusammenhalt des VTF bleibt bis in unsere Tage seine unbestrittene Lebensleistung.

Ich führte in meinem Vortrag aus, dass ich der Meinung bin, dass es ein Fehler war, zu behaupten, nur bei uns im VTF würde seriös geforscht und nur wir hätten echte Stimmen. Sehen wir einmal von den schwerwiegenden Ereignissen der Vereinsspaltung ab, so sagt uns die simpelste Logik, dass es überall, ob bei uns oder bei anderen, seriöse und weniger seriöse Experimentatoren gibt. Unseriös in dem Sinne, dass leichtfertig und unkritisch abgehört wurde.

Ich sprach dann kurz über die Zeit meiner Berliner Gruppe. Hier kann ich auf einige gute Jahre zurückblicken, in denen die Gruppe ein gutes soziales Gefüge hatte. Es war nicht nur ein Kreis, der sich mit Tonbandstimmen beschäftigte; hier konnten ganz allgemein Erfahrungen mit übersinnlichen Erlebnissen ausgetauscht werden. Ich riet Gruppen- oder Einspielkreisleitern, sich nicht unter Erfolgsdruck zu stellen, vielmehr Einspielungen als Demonstration zu sehen, was eine mögliche Erwartungshaltung doch wesentlich entkrampft.

Ich sprach dann noch kurz über meine langjährige Vorstandstätigkeit und hier insbesondere meine Arbeit als Chronist des VTF. Diese Arbeit war nicht immer leicht. Sie war dann undankbar, wenn ich kritisch sein musste, da gab es dann schon mal böse Reaktionen. Alles in allem aber war und bin ich mit großer Begeisterung für den VTF tätig, kann dies nur tun, weil ich eine tatkräftige Hilfe habe.

Es war ein Rückblick ohne Zorn oder Pathos. Nach so vielen Jahren rückt manches in den Hintergrund, was uns noch vor kurzem stark bewegt hat. Aber die Menschen, denen man begegnet und die unsere Arbeit mit ein paar schlichten Worten würdigen, sind es, die einem immer wieder den nötigen Mut geben. Ich unterstütze den neuen Kurs des VTF, obwohl ich anfangs skeptisch gewesen bin. Der Erfolg gibt aber den Erneuerern recht, und das ist das Wichtigste.

Tony Stockwell, englisches Medium: Demonstration einer Trancesitzung

Niemand ahnte bis zu dieser Stunde, dass diese Demonstration der absolute Höhepunkt unserer diesjährigen Tagung werden würde. Es zeigte sich aber, dass diese Demonstration für Gesprächsstoff während der ganzen folgenden Tage sorgte.

Tony Stockwell ist im Begriff, zu einem sehr begehrten internationalen Medium zu werden. Sein ursprünglich geplanter Vormittagstermin kam nicht zustande, da er noch am Abend zuvor einen Fernsehauftritt in England hatte. Auch in den USA hatte er bereits mehrere Fernsehauftritte.

Als wir ihn nun endlich bei uns hatten, lernten wir in ihm einen bescheiden wirkenden jungen Mann kennen, dessen samtweiche Stimme nicht im mindesten erkennen ließ, zu welcher kraftvollen Wandlung diese unter der Einwirkung einer Trancepersönlichkeit werden würde.

Tony Stockwell begrüßte zunächst die Anwesenden und teilte mit, dass er nie zuvor vor Publikum in dieser Anordnung mit Tischen gearbeitet hat. Er stellte fest, dass die meisten der Anwesenden noch nie einer Trance-Demonstration beigewohnt haben. Eine Demonstration eines Trancemediums ist etwas anderes als die eines Hellsehmediums. Tony Stockwell erläuterte, dass es wichtig ist, dass eine Trancesitzung ohne jede Störung abläuft. So sollte niemand den Saal während der Trance verlassen. Auch sollten laute Geräusche und helles Licht vermieden werden. Er forderte einige in den hinteren Sitzreihen auf, näher zu rücken. Des weiteren führte er aus, dass, wenn der Kontaktgeist jemanden aus dem Publikum auswählt, sollte der- oder diejenige nach vorne kommen und die Hände des Mediums nehmen.

Manche Trancesitzungen, so Tony Stockwell, sind absolut phantastisch. Dabei kann es vorkommen, dass sich sogar seine Gesichtszüge verändern. Es kann aber auch vorkommen, dass nicht sehr viel während der Trance passiert. Der Erfolg einer Trancesitzung hängt von der kollektiven Energie des Publikums ab. Wenn die Teilnehmer wirklich erregt sind und sich freuen hier zu sein, gibt es keine Grenzen, was ein Geistwesen vollbringen kann.

Schon während dieser Vorrede konnte man die steigende Spannung und Erregung im Saal fast körperlich spüren. Erwähnt werden muß noch, dass unsere Vorstandskollegin Jutta Liebmann die schwere Aufgabe hatte, die gesamte Sitzung simultan zu dolmetschen, was einen ungeheuren Streß selbst für denjenigen bedeutet, der gelernter Sprachenübersetzer ist.

Tony Stockwell bat dann darum, eine vorbereitete Musik sehr laut abzuspielen, damit er in die Trance fallen kann. Während der folgenden Trance saß er auf der Bühne. Die Musik begann und das Medium glitt in die Trance.

Noch während die Musik erklang, begann sich die Trancepersönlichkeit zu manifestieren. Sie sprach die Zuhörer in der Wirform an, begann: "Wir sind bereit". Die Stimme, die nun zu uns sprach, unterschied sich ganz wesentlich von der normalen Sprechstimme von Tony Stockwell. Sie klang sonor und kraftvoll, wirkte aber wie die Stimme eines alten Mannes.

Die Trancepersönlichkeit begrüßte die Zuhörer und drückte sein Erstaunen darüber aus, dass so viele Menschen sich die Zeit nehmen, um Worten und Gedanken aus der anderen Welt zu lauschen. "Es sind hier viele medial begabte Menschen versammelt, die aber oft ihre Begabung nicht erkennen.". Alle sollten aber Vertrauen zu den Gaben der geistigen Welt fassen. Es sind viele hier, die nahe Angehörige verloren haben. Man sollte aber daran denken, dass man nur eine kurze Zeit in dieser Welt verweilt. "Ihr seid aus der geistigen Welt gekommen und werdet wieder in die geistige Welt zurückkehren. Ihr habt euch dafür entschieden, für eine gewisse Zeit hier zu leben, wenn eure Mission abgeschlossen ist, ist es sinnvoll wieder nach Hause zu gehen. Niemand soll denken, dass der Tod das Ende ist. Der Tod ist die größte Reise, die ihr jemals gemacht habt."

Allen, die nahe Angehörige verloren haben, rief er zu: "Wir versprechen euch, dass der Tag kommen wird, da ihr wieder vereint seid. Bis zu diesem Tag kommen wir zu euch, um Hoffnung zu bringen. Indem wir diese Hoffnung bringen, beten wir, dass ihr mit uns Kontakt aufnehmt, um zu lernen."

Nun stellte sich die Trancepersönlichkeit vor, sein Name ist "Star" wie Stern. So wie die Sterne am Nachthimmel leuchten, will er Licht in diese Welt bringen.

Nun trat die Sitzung in eine neue Phase. Der Spirit sprach jetzt unmittelbar eine bestimmte Frau im Publikum an; sie leidet sehr, hat Schmerzen im Rücken und in den Hüften. "Kommen sie, Lady, keine Angst, ich bin ja tot".

Es trat nun eine kurze Pause ein, in der der Spirit auf die betreffende Dame wartete. "Man muß nur lange genug warten, dann kommen sie auch", kommentierte er. Schließlich kam sie und nahm beide Hände des Mediums. Der Spirit dankte ihr, dass sie tapfer genug ist, um zu kommen. Er dankte für die Erlaubnis, zu ihr zu sprechen. "Wir wollen in erster Linie Heilung bringen, wir erkennen, dass Sie nicht gut schlafen." Die Dame bejahte dies.

Dann teilte der Kontaktgeist mit, dass da ein Herr sei, der mit ihr Kontakt herstellen möchte. Er war im irdischen Leben groß und schlank, aber vor seinem Tod hatte er große Schmerzen in seiner Brust. Auch dies wurde bejaht. Er sendet ihr Liebe und weiß, dass sie sehr oft an ihn gedacht hat, in den letzten Tagen. Er lächelt jetzt und bringt das Ticken einer Uhr. An die Uhren zu denken, war für ihn immer sehr wichtig. Die Dame aus dem Publikum erklärt, dass ihr erster Mann Uhrmachermeister gewesen ist. Der Kontaktgeist erklärte, dass der verstorbene Mann der Dame direkt hinter ihr steht und feststellt, dass sie Schmerzen im Rücken und im linken Hüftgelenk hat, was diese bestätigt. Der Spirit fragt sie, ob sie von den Schmerzen befreit werden möchte, was diese bejaht.

Dann teilt der Kontaktgeist mit, dass noch eine Frau für die Dame aus dem Publikum da ist. Sie bittet sie, den Ring, den sie ihr gegeben hat, gut aufzubewahren. Sie sendet ihr starke Mutterliebe. Der Spirit teilt mit, dass die Frau vor ihrem Körpertod stark abgemagert ist und starke Schmerzen im Magen hatte. Die Dame bestätigt, dass alles stimmt, dass es sich um ihre verstorbene Mutter handelt.

Es wurden zwei weitere Damen nach vorne gerufen. Bei der ersten Dame wurden zunächst klare Tatsachen übermittelt, ohne dass die Identität der sich meldenden Personen öffentlich gemacht wurde. Aber schon in diesem Fall zeigte es sich, dass die Kommunikation zwischen dem Kontaktgeist und den anwesenden Wesenheiten und über das Medium zeitweise schwierig ist. Der Spirit beschwerte sich sogar (scherzhaft), dass das Medium zu dumm sei, aber der einzige gewesen wäre, der lange genug still gehalten habe.

Dann kam die Dame in Schwarz. Der Kontaktgeist teilte mit, dass es sich um den Großvater mütterlicherseits handele, der zu ihr sprechen wollte. Die Dame betonte jedoch, dass sie ihren Großvater nicht gekannt hat. Daraufhin erklärte der Spirit, dass es eine falsche Wahl gewesen sei.

Diese Wendung der Sitzung spricht aber nicht gegen das Medium, im Gegenteil: Hier wird deutlich, dass bei der Kommunikation mit einer andern Daseinsebene eben nicht immer alles wie am Schnürchen klappt, dass es Fehlinformationen geben kann. Umgekehrt gibt es überraschende Momente, wie wir bald erfahren sollten.

Der Kontaktgeist sprach dann wieder zu allen und wies darauf hin, dass der Trancezustand mit den Meeresgezeiten von Ebbe und Flut zu vergleichen ist. Mal ist der Kontakt stark, ein anderes Mal wieder sehr schwach.

Im Anschluß forderte der Kontaktgeist das Publikum auf, Fragen zu stellen. Frau A. [Namen von Personen aus dem Publikum wurden gekürzt; d. Red.] fragte, ob ihr verstorbener Mann sie in ihrem Haus besucht habe. Der Spirit fragte, ob der Mann im Leben groß und stattlich, mit rotem Gesicht war, ob sein Haar schon dünn war zu letzt. Dies alles bestätigte Frau A. Sie bestätigt auch, dass ihr Mann äußerlich sehr robust war, aber ein sanftes Wesen hatte und dass er sechs Jahre vor seinem Tod schon sehr krank gewesen war. Frau A. konnte auch alle anderen Angaben über den Zustand ihres Mannes vor seinem Tode bestätigen.

Dann geschah das Überraschende: Der Kontaktgeist erklärte, dass jemand bei ihm sei, der "Mister B." zu sprechen wünschte. Auffällig war, dass der Name deutsch ausgesprochen wurde. Es ist kaum anzunehmen, dass Tony Stockwell unseren Kollegen, der im Saal anwesend war, oder dessen Namen gekannt haben kann, da er ja unmittelbar nach seiner Anreise die Sitzung abhielt. Der Spirit erklärte, dass der Vater des Kollegen B. bei ihm sei. Es entstand nun eine gewisse Verwirrung, da Herr B. nicht mit seinem Vater sprechen wollte. Der Spirit erklärte, dass jener Mann große Anstrengungen unternommen hat, um jetzt hier zu sein, und er bittet, dass man ihm vergeben möge.

In diesem Moment war es offensichtlich, dass die Energie zu schwinden begann und der Kontaktgeist sich zurückziehen wollte. Er versicherte aber, dass viele jenseitige Wesen oft unter uns wandeln. Mit einem Segensspruch und einem Dank an die Übersetzerin schloß die Sitzung.

Ich bin nicht sicher, ob es mir mit meinen bescheidenen Worten gelungen ist, die absolut spannungsgeladene, von positiver Energie erfüllte Atmosphäre dieser Trancedemonstration zu vermitteln. Wenn man die Sitzung als Aufnahme hört, kommt die Atmosphäre doch sehr gut rüber. Wir haben sie auch Leuten vorgespielt, die nicht dabei waren und diese waren ebenfalls beeindruckt. Glücklicherweise können wir diese Aufnahme auch als CD anbieten, was ich jedem Interessierten empfehlen möchte. Meine Frau Johanna hat sich viel Mühe gemacht, die teilweise schlechte Tonqualität digital zu bearbeiten, um eine möglichst gute Qualität zu ermöglichen.

Tony Stockwell führte dann noch einige Sitzungen in kleinen Gruppen durch, die ebenfalls sehr überzeugend gewesen sind, was die Teilnehmer bestätigten. Besonders unserem verdienstvollen 1. Vorsitzenden wurde ein besonderes Erlebnis zuteil, über das er an anderer Stelle selbst berichtet.

Als langjähriger Tonbandstimmenforscher ist man, was mediale Durchgaben angeht, immer ein bisschen mit Skepsis bewaffnet, hat man doch auch recht negative Erlebnisse mit Medien gehabt, im Laufe der vielen Jahre. Ich persönlich glaube jedoch, dass diese Demonstration über jeden Zweifel erhaben ist. Ich denke, es ist gut zu erkennen, welche Mühe es den Jenseitigen bereitet, zu uns durchzudringen. Wenn man das schon bei einem so guten Medium wie Tony Stockwell bemerkt, bekommt man eine ungefähre Vorstellung davon, um wie viel schwieriger es ist, auf technischem Wege Kontakt herzustellen, da dann ja nur ein Bruchteil der übermittelten Informationen auch ankommt und dann noch möglicherweise falsch verstanden wird.

Für mich und sicher auch für viele andere waren das Einblicke in Jenseitskontakte, die unser Verständnis für Möglichkeiten und Probleme der Jenseitskontakte sehr erweitert hat.

Alfons Steiner: Symbole und Rituale Leben Symbole im Ritual?

Er war mit seinem Vortrag ein wenig unglücklich plaziert, nach Tony Stockwell, wo alle noch völlig überwältigt davon waren. Darum möchte ich diesem Vortrag ein besonderes Augenmerk widmen, denn Alfons Steiner arbeitet hervorragend recherchierte Vorträge mit hohem Anspruch aus. Er ist längst kein Gast mehr, sondern gehört zu unseren Freunden, deren Wissen für uns doch immer lehrreich ist.

Symbole, so begann Alfons Steiner, begegnen uns überall im täglichen Leben. Sie können die verschiedensten Bedeutungen haben und werden leider auch für politische Zwecke mißbraucht.

Die Suche des Menschen nach der Wahrheit jenseits der Grenzen des Verstandes kommt in der Mythologie, in der Symbolik, im Ritual, Göttern und Religionen zum Ausdruck.

Symbole sind sichtbare Zeichen einer unsichtbaren, ideellen Wirklichkeit. So haben die Alchemisten den Wandlungsprozeß oft auf den Baum projiziert. Der Baum als Symbol der Ganzheit des Werdens und des Wachsens. Kommen Menschen mit Symbolen und Ritualen in Kontakt, kreisen sie um die Frage nach deren Wirksamkeit und nicht nach deren Existenz. Hier spielt zweifellos das Motiv der Macht oder der Machtausübung eine große Rolle.

Alfon Steiner befasste sich nun mit dem Thema Tarotkarten. Hier finden wir viele Symbole, deren Deutung fast unendlich ist. Sie stammen teilweise aber aus einer Zeit, als die Kirche die vorherrschende Macht bildete und die Symbole nur den Eingeweihten zur Entschlüsselung dienen konnten. Alfons Steiner illustrierte seine Ausführungen mit zahlreichen Bildern auf einer Leinwand, die ich leider nicht sehen konnte, daher müssen sich meine Erklärungen auf die Worte beschränken.

Alfons Steiner streifte dann das Gebiet der Geomantie, bei der die Ausstrahlung durch Symbole besonders deutlich wird. Bei einem Erdheilungsprojekt sollte versucht werden, durch Steinsetzungen mit bestimmten Symbolen eine Harmonisierung der energetischen Verhältnisse in einem Schlosspark in Gang zu bringen. Man ging davon aus, verschiedene Schwingungsebenen beeinflussen zu können. Der Versuch gelang. Es wurden auch an anderen Orten Versuche mit Steinsetzungen erfolgreich durchgeführt.

In bestimmten Fällen können Symbol und Ritual eine Einheit bilden, so Alfons Steiner. Es wird dabei aber vergessen, dass Symbole auch ein magisches Wirkungspotential aufweisen können, nicht müssen. Alfons Steiner streifte auch kurz das Thema Hexenkult. Dieser reicht vermutlich bis in die Schamanenzeit zurück, also zum Beginn der Magie. Hier finden sich zahlreiche Symbole, wie das aufsteigende Pentagramm, was die fünf Elemente Luft, Erde, Feuer, Wasser und Geist symbolisiert, aber auch den Menschen in seiner Ganzheit. Dagegen symbolisiert das absteigende Pentagramm das Negative. Die beiden Spitzen, die nach oben zeigen, symbolisieren den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse.

Es kam dann auch das Thema Runen zur Sprache. Alfons Steiner betonte, dass seine Ausführungen nichts mit dem Kultus und der Blut und Bodenpolitik des Dritten Reichs zu tun hat. Diese Form der Schriftzeichen reicht bis ins 1. vorchristliche Jahrhundert zurück. Bestimmte Runen haben jedoch auch eine magische Wirkung. Er schilderte ein uraltes Experiment, bei dem vier Personen eine Versuchsperson nur mit dem Zeigefinger anheben können. Man versuchte es ohne die Rune und es misslang. Dann wurde die Manrune aufgestellt und fünfmal langgedehnt "Man" und "Om" gesprochen, wobei sich die Teilnehmer bei den Händen hielten. Anschließend wurde nun versucht, die auf dem Stuhl sitzende Versuchsperson mit dem Zeigefinger anzuheben, was schließlich auch gelang.

Alfons Steiner schlug dann vor, diesen Versuch an einem Gegenstand zu wiederholen. Man nahm einen ca. 60 kg schweren Automotor und stellte diesen auf ein Brett. Man wiederholte das magische Ritual, wobei nun von den vier Personen das Brett mit dem Motor mit den Zeigefingern berührt wurde. Der Versuch gelang.

Alfons Steiner berichtete dann, dass ihm ein Bekannter, der sich mit Runenmagie befasste, erzählte, dass man mit Runenmagie auch Menschen beeinflussen könne. Er schlug in einschlägiger Literatur nach und fand diese Aussage bestätigt. Er beschloß, einen Versuch zu machen. Es sollte ein Versuch sein, bei dem er angerufen würde. Sein Versuchskaninchen war Renate Scheller, die damals in Weinheim, also 900 Kilometer von Wien entfernt arbeitete. Diese wusste jedoch nichts von diesen Experimenten. Alfons Steiner machte zehn Versuche, von denen vier erfolgreich waren, der Anruf kam nach ca zwei Minuten. Vier Versuche waren negativ, bei einem Versuch war sie absolut verhindert, um anzurufen, ein Versuch war fraglich, da sie etwas von ihm wissen wollte, es war aber auch der Zeitpunkt des Versuchs in Wien.

Die Frage, so Alfons Steiner, "Leben Symbole im Ritual?" ist mit einem klaren Ja zu beantworten. Können bei Experimenten mit Symbolen in Verbindung mit Ritualen paranormale Phänomene entstehen? Auch diese Frage ist mit einem klaren Ja zu beantworten. Die Welt der Symbole, der Rituale und der Magie denkt in Analogien. Deshalb sind Rituale einerseits nur symbolische Handlungen andererseits können – nicht müssen – im Ritual Kräfte freigesetzt werden, die wir unter paranormale Kräfte einzustufen haben. Worauf es ankommt, ist die Erfahrung des Rituals, und diese ist sprachlich nicht vermittelbar. Die Beschäftigung mit Symbolen und Ritualen ist faszinierend, aber auch gefährlich.

Anschließend zeigte Alfons Steiner noch einige Bilder von seinen Reisen nach Schottland, auf den Spuren der Templer. Da diese Bilder in erster Linie optische Eindrücke vermitteln, soll dieser Teil des Vortrags nicht weiter kommentiert werden. Nur der Hinweis, dass es Alfons Steiner gelang, an bestimmten, magischen Orten Fotografien mit paranormalen Extras zu machen.

Wie immer bot uns Alfons Steiner schwere, aber lehrreiche Kost. Es gibt viele Orte auf dieser Welt, wo Geheimnisse liegen, die noch lange nicht entschlüsselt sind und vielleicht nie entschlüsselt werden können. Diese Orte geben uns aber einen Hinweis auf eine Wirklichkeit, die sich uns auch in versteckter Weise offenbart.

Hartmut Alt: Wir sind nicht allein in Raum und Zeit – Interstellare Kommunikation

Wir hatten schon einige Male Gelegenheit, seine aus der unmittelbaren Praxis der Transkommunikation bezogernen Vorträge zu hören. Dabei standen auch immer philosophisch-lyrische Betrachtungen im Vordergrund.

Hartmut Alt begann mit der Feststellung, dass es wohl allen unter uns bekannt ist, dass wir nicht allein in Raum und Zeit sind. Wir sind aber auch nicht die einzigen sterblichen Wesen im Universum. Wir kommunizieren mit unserer Umwelt. In allem, was wir tun, hinterlassen wir Spuren unserer Kommunikation. Alles, was wir gesagt oder getan haben, steht in der Akasha als Zeugnis unserer Existenz. Wir Menschen existieren schon viel länger als unser Planet alt ist. Sind wir doch die Nachfahren unserer Herkunft von den Sternen. Es gibt keine Zeit, die wir festhalten können, da alles fließt. Und es gibt keinen Raum, so wie wir uns Räume vorstellen können, weil es mehr als drei Dimensionen gibt.

Viele von uns beginnen sich zu erinnern, werden ihrer Unsterblichkeit gewahr, erinnern sich an frühere Leben. Immer wieder hören wir von unseren Stimmen von einer Grenze. Es ist nicht die Grenze zwischen Leben und Tod, vielmehr die Grenze zwischen Geist und Materie. Hinter der Grenze befinden sich Dimensionen jenseits von Raum und Zeit, die unsere Vorfahren und auch die unserer Sternengeschwister einschließen.

Es wurde dann ein Filmausschnitt vorgespielt, in dem eine Augenzeugin eine Begegnung mit einem Ufo und auch mit Astronauten schilderte. Hierzu teilte Hartmut Alt mit, dass es viele Entführungsfälle gibt, aber nur wenige können bewiesen werden. Bei einigen konnten Implantate festgestellt werden. In einem weiteren Filmausschnitt begutachtet ein Fachmann der Firma Kodak die damals gemachten Fotos. Bei diesen Untersuchungen wurde festgestellt, dass alles darauf hindeutete, dass die Aufnahmen der Objekte echt waren.

In einem weiteren Filmausschnitt kam ein Forscher zu Wort, der in alten indischen Schriften nach Berichten über außerirdische Besucher in grauer Vorzeit gesucht und gefunden hat. So scheint es also schon in früheren Zeiten ähnliche Erscheinungen gegeben zu haben, wie wir sie in unseren Tagen geschildert bekommen.

Hartmut Alt kam dann auf Nascar zu sprechen. Diese Kultur blühte in der Zeit von 200 v. Chr. Bis 600 n. Chr., im Süden von Peru. Sie schufen eine erlesene, technisch herausragende Keramik und erlesene Textilien, die dank des trockenen Wüstenklimas unversehrt erhalten blieben. Sie besitzen bis heute ihre volle Leuchtkraft. Auch ein ausgeklügeltes Wassersystem gibt Zeugnis von einer hochentwickelten Technik. Dennoch war es erst die Entdeckung der gigantischen Wüstenbilder vor rund 70 Jahren, welche die Nascar-Kultur weltberühmt gemacht haben. Mehrere tausend Quadratmeter große Bilder von Füchsen, Vögeln und Pflanzen, aber auch unzählige Spiralen, Dreiecke, Trapeze sowie lange, gerade Linien die sich über tausende Kilometer erstrecken, durchqueren das trockene Wüstenland. Diese Bilder sind jedoch nur vom Flugzeug aus zu erkennen. Diese Bilder stellen eine Art interstellare Kommunikation mit uns dar. Die Exaktheit und technisch perfekte Ausführung dieser Bilder lassen den Schluß zu, dass sie von uns weit überlegenen Wesen aus einer anderen Welt stammen.

Die Wissenschaft von heute ist nicht in der Lage, diese und andere Vorkommnisse plausibel zu erklären. Man versucht alle möglichen Erklärungen heranzuziehen, nur um nicht zugeben zu müssen, dass wir hier mit außerirdischem Leben konfrontiert werden. Im Zeitalter der Überinformation ist es auch die Desinformation, mit der wir konfrontiert werden. Diese hat aber nur dann eine Chance, wenn sie auf die Bequemlichkeit der Informationsnutzer stößt.

Hartmut Alt empfahl seinen Zuhörern, sich so viele Informationen wie möglich zu beschaffen, und zwar solche, die nicht von denjenigen manipuliert wurden, die die Wahrheit unterdrücken wollen. Man sollte seinen Erfahrungen und Instinkten vertrauen. Die innere Stimme ist oft der beste Ratgeber.

Hartmut Alt zitierte dann aus einem Buch von Prof. Horn, einem Anthropologen, das Vorwort von Johannes von Buttlar. Die Ursprünge der Menschheit liegen im Kosmos. Die Evolutionstheorie muß neu überdacht werden. Dann folgte noch ein Filmausschnitt, in dem erklärt wurde, dass eine außerirdische Macht ganz gezielt die Menschheit auf eine kosmische Zukunft vorbereiten will.

Zum Schluß führte Hartmut Alt noch einige Tonbandstimmen vor, deren Aussagen sich auf Ufos bezogen.

Ein vielseitiges und vielschichtiges Thema, was uns heute überall begegnet. Wir werden sicher auf einer der nächsten Tagungen noch durch andere Referenten darauf zurückkommen. Hartmut Alt zeigte einmal mehr, wie weitgefächert sein Wissen ist und wie vielschichtig seine Interessen sind.

Prof. Dr. Walter Frank: Wie oft leben wir? Reinkarnation, Theorie oder Realität?

Auch er gehört seit vielen Jahren zu unseren Stammreferenten. Besonders seine Vorträge über neue Erkenntnisse der Physik haben immer wieder zu Diskussionen angeregt. Auch sein heutiges Thema war schon mal vertreten, wie Prof. Frank jedoch betonte, sollte es etwas anders dargestellt werden.

Unser Bewusstsein, so begann Prof. Frank, unterscheidet sich vom Bewusstsein anderer Lebewesen dadurch, dass wir über unser Bewusstsein nachdenken können. Wenn wir dieses Geschenk der Schöpfung haben, sollten wir es auch nutzen.

In Beantwortung einiger Fragen aus dem Publikum teilte Prof. Frank mit, dass jedes Geschöpf, von der kleinsten Zelle, über die Tiere, bis hin zum Menschen sich reinkarniert. Umgekehrt ist es möglich, dass sich große Seelen wie beispielsweise Gandhi teilen und in mehrfacher Form reinkarnieren.

Die Schwierigkeiten und Widerstände gegenüber der Wiedergeburt in unserer Gesellschaft, so Prof. Frank, sind durchaus verständlich, denn man hat eineinhalb Jahrtausende lang den Gedanken daran systematisch unterdrückt. Unsere westlich-ma­te­ri­a­lis­ti­sche Hemisphäre ist fast die einzige Kultur ohne den Glauben an die Wiedergeburt. In den meisten anderen Kulturen wird diese als selbstverständlich betrachtet, dass man darüber in den Überlieferungen kein Wort findet.

Auf einem Kongreß, so berichtete Prof. Frank, ging es um das Thema Reinkarnation. Es wurde eine Gerichtsverhandlung gespielt, bei der er als Gutachter die Realität der Reinkarnation nachzuweisen hatte. Für dieses gespielte Verfahren hat er 20 Argumente zusammengestellt, die den Beweis der Realität der Wiedergeburt erbringen sollten.

Alle Kulturen haben die Reinkarnation als selbstverständlich gekannt.

In allen Religionen ist ursprünglich die Reinkarnation enthalten gewesen.

In den ersten Jahrhunderten des Christentums war die Reinkarnationslehre fester Bestandteil des christlichen Glaubens. Erst auf dem Konzil von Konstantinopel im Jahre 553 wurde das Thema zur endgültigen Diskussion gestellt. Bereits zwei Jahrhunderte früher wurde es erstmals diskutiert, ohne dass jedoch eine Mehrheit gegen die Beibehaltung der Lehre zustande kam. In Konstantinopel nun kam dieses Thema wieder auf die Tagesordnung, allerdings als letzter Punkt, denn niemand wollte sich gern damit befassen. Als das Thema schließlich zur Sprache kam, waren die meisten der Konzilsväter bereits abgereist. Es wurde zwar darüber abgestimmt und die Reinkarnationslehre aus dem Glaubensbekenntnis entfernt, jedoch wurde dieser Beschluß wegen mangelnder Beteiligung durch die Konzilsväter nicht als Abstimmungsergebnis, sondern nur als Bemerkung ins Protokoll aufgenommen. So ist es auch heute nach katholischem Recht jedem selbst überlassen, ob er daran glaubt oder nicht.

Ein weiterer Beweispunkt, so Prof. Frank, ist das Energiegesetz der Physik. Danach kann Energie weder geschaffen noch zerstört, sondern nur in eine andere Form verwandelt werden.

Bereits in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts, als man viel mit Hypnose experimemtierte, wurden die ersten Rückführungsexperimente gemacht, bei denen man bei Versuchspersonen auf frühere Existenzen stieß, deren Fakten auch nachgeprüft und als evident gefunden hat.

Durch die Publikationen des Reinkarnationsforschers Ian Stevenson wurde bewiesen, dass die Reinkarnationsfälle, die sich nachweisen lassen, kein speziell indisches Phänomen waren, wie man ursprünglich gedacht hatte. Vielmehr kommen solche Fälle in allen Kulturen vor, genau wie die Nahtodeserlebnisse.

Aus den ersten Rückführungsexperimenten in Hypnose hat sich im Laufe der Jahre eine Reihe von Psychologen gefunden, welche die Rückführung in frühere Leben als gezielte Therapie anwenden.

Prof. Frank leitete dann zu seinem angekündigten Gruppenversuch einer Rückführung über. Er betonte jedoch, dass dies lediglich als Demonstration zu verstehen ist, damit sich jeder eine Vorstellung davon machen kann, wie man heute auch ohne Hypnose erfolgreiche Rückführungen durchführen kann. Die Technik dieser Art Rückführungen ist sehr leicht, aber nur die Erfahrung kann den Unterschied von echt oder unecht vermitteln.

Prof. Frank begann, nachdem er noch Fragen aus dem Auditorium beantwortet hatte, mit dem Gruppenexperiment. Zunächst sollten sich die Versuchsteilnehmer entspannen und innerlich die geistige Welt um Hilfe bei dem Experiment bitten. Man sollte sich nun vorstellen, auf einer grünen Wiese zu liegen, sich ganz in dieses Bild fallen zu lassen. Nun sollte man sich ganz und gar in dem Bild bewegen in ein nahegelegenes Tal wandern. Dann folgte man einem schmalen Pfad einen Berghang nach oben, bis man auf einer Plattform stand. Auf der Hochebene befand sich ein Felsen mit einem Eingang zu einer Höhle. Wir gingen in diese Höhle, blieben ein Weilchen stehen und begaben uns dann einen Gang innerhalb der Höhle nach unten. Unten angekommen, blieben wir stehen und sahen uns um. Wir stellten fest, dass von diesem Raum mehrere Gänge abgehen. Wir wählen den Gang, der uns dorthin führt, wo es für uns in unserem jetzigen Leben am wichtigsten ist, folgen diesem Gang in eine frühere Existenz. Dieser Gang ist nun sehr eng und wird immer niedriger, so dass wir schließlich sogar kriechen müssen. Schließlich wird der Gang wieder weiter und wir können uns frei bewegen. In der Ferne ein Lichtschimmer, auf den wir zugehen. Wir stellten fest, dass das Licht von einem Gang rechts von uns kam und gingen darauf zu. Wir befanden uns an einer Öffnung die ins Freie führt. Hier sollte nun jeder allein seinen Weg fortsetzen.

Es trat eine Pause von ca 10 Minuten ein, in der jeder sich selbst überlassen blieb. Nach 10 Minuten wurden alle zurückgeholt und sollten berichten, was sie erlebt hatten. Einige der Teilnehmer hatten wirklich etwas erlebt, wo sie das Gefühl hatten, in einem früheren Leben gewesen zu sein, andere hatten dies nicht.

Es war sicher ein interessantes Experiment, was sich sicher auch beim Abhören der Aufnahme nachprobieren lässt, denn in einer entspannten Atmosphäre gelingt es vielleicht noch besser als im großen Saal, wo man ja schon ein Vortragsprogramm hinter sich hatte.

Es ist immer wieder erfreulich, Prof. Frank zuzuhören. Sein großes Wissen ist für uns immer wieder lehrreich. Auch für diesen Vortrag möchte ich den Mitschnitt empfehlen, denn in dieser Kurzdarstellung konnten lange nicht alle Ausführungen von Prof. Frank gebracht werden.Es gab noch manch Interessantes über Nahtoderlebnisse zu hören, was aber aus Platzgründen hier nicht gebracht werden konnte.

Horst Hansen: Vorstellung und Erklärung neuer Geräte zur Abhörverbesserung von Tonbandstimmen

Es ist eine der wenigen Firmen, die sich gezielt mit der technischen Verbesserung des Abhörens von Tonbandstimmen befasst. Vor allem für Leute, die nicht mit dem Computer arbeiten wollen oder können, sind seine Geräte eine große Hilfe, wie der vor einigen Jahren herausgebrachte "Bremer Recorder" bewiesen hat.

Herr Hansen referierte zunächst grundsätzlich über das Gehör und hier insbesondere über das Abhören von Tonbandstimmen. Es empfiehlt sich, Einspielungen von leisen Stimmen auch mit geringer Lautstärke abzuhören. Nur Menschen mit besonders gutem Gehör können Stimmen aus Störgeräuschen heraushören und sozusagen die Störungen weghören. Das unterschiedlich ausgeprägte Gehör führt auch dazu, dass bei schwachen oder gestörten Stimmen unterschiedliche Deutungen gehört werden. Es ist daher sehr kostenaufwendig, gute Geräte zur Verbesserung des Abhörens von Tonbandstimmen zu entwickeln.

Die besten analogen Sprachfilter kommen zur Zeit aus den USA und sind in der Anschaffung sehr teuer. Diese hohen Preise kommen durch die enormen Entwicklungskosten von Sprachfiltern zustande.

Anschließend stellte Her Hansen zwei seiner Geräte vor. Das erste ist ein kleines Filtergerät, welches an den Recorder angeschlossen wird. Mit zwei Reglern können hier Störgeräusche weggefiltert werden. Es wird zu diesem Gerät ein Kopfhörer mitgeliefert, der speziell für Sprache angelegt ist. Das Gerät besitzt keinen eigenen Verstärker, ist daher für leise Stimmen nicht geeignet. Dieses Gerät ist bereits lieferbar und wird für VTF-Mitglieder zu einem Vorzugspreis angeboten. In einer früheren Ausgabe der VTF-Post wird das Gerät genauer beschrieben.

Ein weiteres Gerät wurde dann vorgestellt. Dieses ist weit umfangreicher als das erste. Es wird mit zwei Aktivlautsprechern geliefert und verfügt über verschiedene Filtermöglichkeiten. Dieses ‚Gerät ist auch gut zum Abhören von leisen Stimmen geeignet. Herr Hansen betonte, dass, würde er alle Entwicklungs- und Personalkosten in den Preis einbeziehen, würde es dreimal so viel kosten Das Problem ist nun, dass erst einige Bestellungen vorliegen müssen, ehe mit dem Bau begonnen werden kann, da Einzelanfertigungen noch teurer wären. Auch über dieses Gerät wurde bereits an anderer Stelle ausführlich berichtet [siehe VTF-Post P 109; Anm. d. Red.].

Es ist erfreulich, dass es wieder Geräte für den "einfachen" Stimmenforscher gibt. Geräte, die jeder einfach bedienen kann, helfen uns, auf breiter Basis Forschungsergebnisse zu erzielen. Es ist Herrn Hansen zu danken, dass er so viele Zeit und Energie daran setzt, solche Geräte zu entwickeln.

Michael Pettke: Erfahrungen und Erlebnisse am Kraftort Heroldsbach

Er erfreute uns schon zum zweiten Mal mit einem Vortrag. Die vielseitige Arbeit der AfJ kann uns im VTF auch Impulse und Anregungen geben.

Michael Pettke gab zunächst eine Einführung in seinen Vortrag, der auch einen Videofilm beinhaltete. Im kleinen Städtchen Heroldsbach haben fünf bis acht Kinder im Jahre 1949 eine Marienerscheinung erlebt. Diese Erscheinungen dauerten ca drei Jahre, eine ungewöhnlich lange Zeit. Heroldsbach ist seither zu einem Wallfahrtsort geworden.

Dann wurde der Rainer-Holbe-Film zu diesem Thema vorgeführt. Bei dieser Marienerscheinung wurde auch das sogenannte Sonnenwunder beobachtet, was angesehene Wissenschaftler auch als außerirdisches Flugobjekt deuten.

Obwohl diese Erscheinungen mit Symbolen der Katholischen Kirche, wie Rosenkranz einhergingen, wurden diese von der Kirche nicht anerkannt. Im Gegenteil: Die Seherkinder wurden sowohl von Nachbarn als auch von den kirchlichen Behörden verfolgt.

Rainer Holbe hat in dem Film die inzwischen erwachsenen Seher interviewt und sie schilderten genau ihre Erscheinungen, die drei Jahre gedauert haben. Sie hätten mit der Madonna die Kommunion gefeiert und das Jesuskind auf den Armen gehalten. Im Jahr 1952 sei dann die Madonna in den Himmel aufgefahren, hat den Kindern aber jedem eine Botschaft hinterlassen und mitgeteilt, dass sie immer für sie da sein würde. Die persönlichen Botschaften wollten die Seherinnen jedoch nicht mitteilen, nur, dass ihnen der kommende Kampf vorausgesagt worden sei. Weiterhin teilten die Frauen mit, dass ihnen der Zugang zu den Sakramenten verwehrt wurde, auch der von ihnen geplante Eintritt in ein Kloster wurde ihnen untersagt.

Rainer Holbe ließ dann Johannes von Buttlar zu diesen Erscheinungen Stellung nehmen. Der meinte, dass es sich möglicherweise um paranormale Projektionen gehandelt haben könnte. Voraussetzung für das Zustandekommen einer solchen Projektion ist die Erwartungsbereitschaft des oder der Empfänger, was in diesem Fall durchaus vorstellbar ist, da alle gläubige Katholiken waren.

Ein Wissenschaftler hat dann Versuche mit den Mädchen gemacht, die die Erscheinung widerlegen sollten. Die Kinder sollten einzeln und unabhängig voneinander auf bestimmte Stellen dieser Madonnenerscheinung deuten, was alle übereinstimmend taten. Es stellte sich weiter heraus, dass nur diese Kinder diese Erscheinung wahrnehmen konnten, ein Erwachsener oder andere Kinder.

Wie die damaligen Seherkinder gegenüber Rainer Holbe weiter berichteten, ereignete sich am 8. Dezember 1949 ein sogenanntes Sonnenwunder, welches viele Menschen gesehen haben, die sich zu einer Andacht an der Stelle der Madonnenerscheinung versammelt hatten. Es sah aus, als würde die Sonne langsam herunter schweben und routieren, in verschiedenen Farben leuchten. In dieser Sonne konnte man das Bild der Madonna erblicken.

Nach diesem Film berichtete Michael Pettke, dass er mit einigen anderen regelmäßig seit 1986 an diesem Kraftort gewesen ist. Es war auch gelungen, alle fünf Mädchen persönlich kennenzulernen. Dabei erfuhr man auch, welchen Repressalien die Kinder und auch deren Eltern auf Druck der Kirche ausgesetzt gewesen sind. So hat man sogar die Polizei geholt, um die Eltern aus der Kirche zu entfernen. Erst viele Jahre später konnte dieser Platz als Pilgerstätte genutzt werden. Die Kirche und ein Pilgerverein, der sich um diese Stätte kümmerte, schlossen den Kompromiß, dass zwar von keinem katholischen Würdenträger behauptet werden darf, dass es eine Erscheinung gegeben hat, aber Tafeln, die darauf hinweisen, dürfen auch nicht entfernt werden.

Interessant ist, dass Tag für Tag, 24 Stunden immer jemand an diesem Platz ist, um zu beten. Die Kirche hat sich inzwischen darauf eingelassen, dass dieser Platz als Marien-Verehrungsstätte genutzt werden darf, bis es eine möglicherweise Anerkennung der Erscheinungen durch die Kirche gibt.

Michael Pettke zeigte dann noch eigene Filmaufnahmen von der Wallfahrtsstätte. Er teilte mit, dass man versucht hat, dort Einspielungen zu machen, hat zwar keine besonders lauten, aber sehr aussagekräftige Stimmen erhalten können.

Zum Abschluß seines Vortrags führte Michael Pettke noch einige Stimmen aus seiner Arbeitsgruppe vor.

Interessant sind solche Kraftorte allemal, wie immer man auch zu den religiösen Hintergründen stehen mag. Paranormale Vorgänge entziehen sich oft einer wissenschaftlichen Sichtweise. Jeder muß selbst entscheiden, wie er solche Ereignisse für sich einordnen möchte. Wir können also nie genug tun, um unseren Horizont auf dem Gebiet von Paraphänomenen zu erweitern.

Dr. Med. Walter van Laack: Tot! Und dann?

Bereits zum dritten Mal konnten wir Herrn Dr. van Laack als Referenten begrüßen. Seine gut durchdachten Vorträge regten uns immer zum Nachdenken an, wobei das Denken immer besonders gefordert war.

Herr van Laack betonte zu Beginn seines Vortrags, dass er der Überzeugung ist, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Er ist allerdings der Überzeugung, dass dieses Danach nicht mit allem übereinstimmt, was wir oft zu hören bekommen. Vieles bleibt eben Spekulation und er wollte mitspekulieren, aber seine Spekulationen sollen doch versuchsweise fundiert sein. So hat er sich auch selbst mit Tonbandstimmen beschäftigt und ist zu der Überzeugung gelangt, dass da durchaus etwas dran ist. Er selbst hat einige gute Ergebnisse erzielen können. Er ist aber auch der Ansicht, dass viele Tonbandstimmen mit Interpretationen behaftet sind, die anzuzweifeln sind, genau wie bei der Wissenschaft auch.

Betrachtet man die heutige Wissenschaft auf allen Gebieten, so Dr. van Laack, so ist festzustellen, dass der unveränderte Status der ist: Es gibt kein Weiterleben nach dem Tod. Nicht alle Wissenschaftler stimmen da zu, immer mehr von ihnen hinterfragen und machen sich mit alternativen Ansichten durchaus auch unbeliebt. Das Gros der Menschen folgt jedoch der allgemeinen wissenschaftlichen Ansicht, ist allenfalls bereit, in Todesanzeigen ein "Er lebt in Gedanken weiter" zu akzeptieren.

Herr Dr. van Laack setzte sich dann auch mit der Reinkarnationslehre auseinander. Diese, so führte er aus, ist nicht in allen Kulturen vorhanden gewesen, auch nicht in der Christlichenjedenfalls nicht von Anfang an. Es haben sich im Verlauf der Geschichte Kulturen vermischt, welche den Reinkarnationsglauben übernommen haben. Er ist davon überzeugt, dass der menschliche Geist oder Seele als Ganzes nach dem physischen Tod in die geistige Welt eingeht.

Status der Wissenschaft ist auch, so Herr van Laack, dass Gehirn und Geist identisch sind, dass der Geist erst durch das Gehirn produziert wird. In Wahrheit aber ist der Geist die höchste Form des Bewusstseins aller Lebewesen auf dieser Erde. So behaupten die Wissenschaftler, dass Todesnähe-Erlebnisse ähnlich wie Epilepsien sind, also materielle Reaktionen des Gehirns. Die könnten auch bewusst herbeigeführt werden. Für einzelne Aspekte solcher Erfahrungen mag das zutreffen, aber nicht für alle zusammen und schon gar nicht die emotionalen Bindungen, die mit dem komplexen Bild eines Nahtodes-Erlebnisses auftreten.

Auch die Genforschung bietet interessante Aspekte. So wurde festgestellt, dass Menschen und Schimpansen zu 99 Prozent die gleichen Gene haben. Wo kommt dann aber unsere Vielfalt her? So ist der Darvinismus, wie Herr van Laack ausführte, nur ein Kapitel eines ganzen Buches zur Evolution. Die Wissenschaft hat aber daraus ein ganzes Buch gemacht. Der Mensch, wie wir ihn kennen, ist wahrscheinlich viel älter als bisher angenommen wurde. Der Mensch von heute hat, materiell gesehen, dasselbe Gehirn wie seine Urvorfahren, aber das Nervensystem, die Kommunikationsfähigkeit haben sich weiter entwickelt. Das Hirn kann sich nicht mehr weiterentwickeln, wir verfügen sozusagen über den besten "Computer", den es überhaupt geben kann. Was nun folgt, ist die Evolution des Geistes.

Infolge der geistigen Reife und nicht als deren Ursache, kommt es zu einer kulturellen Reife. Kultur entsteht nicht dadurch, dass sie von oben aufoktroyiert wird, sondern weil Menschen reifen, weiser werden. Nur wenn das Individuum die Möglichkeit zur Reife hat, kann es auch eine kulturelle Reife geben.

Herr van Laack wies darauf hin, dass alle Paraphänomene von der Wissenschaft erst einmal ignoriert werden, weil sie nicht in das geltende Weltbild passen. Dazu gehören auch Nahtod-Erlebnisse und außerkörperliche Erfahrungen.

Herr van Laack betonte, dass er an die Weiterexistenz unserer gesamten Persönlichkeit in einer polar-symethrischen Geistwelt glaubt. Das Prinzip der Spiegelbildlichkeit und Gegensätzlichkeit findet sich überall. Bestes Beispiel sind Mann und Frau, beide sind spiegelbildlich und völlig gegensätzlich. Der Mann entsteht erst in der embryonalen Phase aus der Frau. Das bedeutet, die Ausdehnung aus etwas Existierendem muß im Universum sein. Herr van Laack betonte, dass er daher nicht an eine im christlichen Sinne leibliche Auferstehung glaubt und auch nicht an eine im klassischen Sinne Reinkarnation. Alles Sein entwickelt sich vorwärts, den von vielen angeführten Kreislauf gibt es so nicht. Wenn im Herbst die Blätter von den Bäumen fallen und im Frühjahr wieder neue wachsen, so sind es nicht dieselben Blätter. Ebenso verhält es sich mit dem menschlichen Geist, er entwickelt sich nur vorwärtsin eine andere Ebene, ist aber im Gegensatz zur Materie unendlich.

Nach unserem körperlichen Tod geht unser Geist mit all seinen Erfahrungen, Erkenntnissen und Gefühlen in die geistige Ebene über. Hier gilt weiter das Prinzip der Weiterentwicklung. Auf diese Weise bilden sich geistige Stammbäume, mit denen der individuelle Geist in Kooperation treten kann. Eine geistige Entwicklung ist auch eine Entwicklung zu unendlicher Liebe, hin zu Gott. Damit gehen für keinen von uns jemals die Lichter aus.

Zum Abschluß seines Vortrags stellte Herr Dr. van Laack seine bisher erschienenen Bücher vor, in denen er das Thema Mensch und Tod ausführlich behandelt [siehe hierzu die Bücherliste in Ausgabe P 111; Anm. d. Red.].

Ich bin nicht sicher, ob es mir wirklich gelungen ist, den Kern der hochinteressanten Ausführungen des Herrn van Laack darzustellen. Meine Empfehlung daher: Auch dieser Vortrag sollte für diejenigen, die nicht dabei waren, aber auch zum noch einmal Hören für die Dabeigewesenen, als Mitschnitt geordert werden. Vieles muß eben aus Platzgründen immer außen vor bleiben, was so brillianten Referenten wie Herrn Dr. van Laack eben nicht gerecht werden kann.



 


* * *

Wir können auf eine schöne und gelungene Tagung zurückblicken. Es war viel Anregendes dabei und auch etwas bisher noch nicht Dagewesenes. Die schon traditionelle familiäre Atmosphäre war auch in diesem Jahr überall zu spüren. Man ging aufeinander zu, auch Leute, die sich nicht kannten kamen ins Gespräch, weil alle von dem besonderen Programm berührt und inspiriert waren.

So möchte ich auch in diesem Bericht meinen Dank an diejenigen aussprechen, die für das Gelingen der Tagung gesorgt haben.

Hier soll an erster Stelle unser 1. Vorsitzender, Jürgen Nett, genannt werden. Er hatte schon im Vorfeld der Tagung viel Stress zu bewältigen. Die Organisation der Tagung, Verhandlung mit Referenten und so weiter macht viel Arbeit, vor allem, wenn man bedenkt, dass er auch noch einen ziemlich aufreibenden Beruf zu bewältigen hat. Aber auch bei der Tagung selbst hat seine frische Moderation sicher dazu beigetragen, dass die erwähnte familiäre Atmospähre vorhanden war.

Gedankt werden soll auch unserer neuen Vorstandskollegin Carola Zimmermann, die zusammen mit Karin Dorner vorne an der Kasse saß. Viel Hilfe hatten wir aber auch durch den Kollegen Michael Pettke, der immer einsprang, wenn es etwas zu tun gab. Er stand dem 1. Vorsitzenden bei seiner Arbeit hilfreich zur Seite.

Dank geht auch an unsere Referenten und hier besonders an Herrn Dr. van Laack, der auf sein Honorar zu Gunsten des VTF verzichtet hat. Dank aber auch an die Referenten aus unseren Reihen, die sich immer viel Mühe machen, uns etwas aus ihrem Erfahrungsschatz zu vermitteln.

Meine persönliche Schlussbemerkung soll sich mit dem Generalthema der Tagung, nämlich der Frage nach Sinn und Zweck von medialen Jenseitskontakten beschäftigen. Brauchen wir für unsere Forschung mediale Kontakte?

Diese Frage ist nicht so leicht zu beantworten, wie es auf den ersten Blick scheint. Hierzu müsste erst die Frage geklärt werden, was Medialität wirklich ist. Und da fängt das Dilemma an. Ich denke, es gibt verschiedene Formen der Medialität.

Wenn wir auf die Anfänge der Tonbandstimmenforschung zurückblicken, so fällt auf, dass einer der Kernsätze unserer Werbung für die Tonbandstimmen lautete: Zur Gewinnung von Tonbandstimmen ist keine Medialität nötig, jeder kann diese Stimmen, bei ausreichender Geduld, erhalten. Dieser Kernsatz ist bislang durch nichts wirklich widerlegt worden. Es bleibt aber die Frage: Hat vielleicht jeder eine gewisse Medialität? Wenn das zutrifft, was mir sehr wahrscheinlich scheint, dann ist es klar, dass auch jeder paranormale Stimmen erhalten kann. Es würde auch erklären, warum ein Experimentator auf Anhieb Stimmen erhält, während ein anderer erst nach Wochen oder Monaten erfolgreich ist.

Betrachten wir die sehr unterschiedlichen Medien, denen wir auf der Tagung begegnet, sind und wir erkennen, wie vielschichtig dieses Thema ist. Wirklich gute Medien wie Tony Stockwell, dürften sehr selten sein. Aber selbst die werden, da bin ich sicher, von hartnäckigen Skeptikern in Zweifel gezogen werden. Es ist nicht nur der Verstand, der einem solchen Medium begegnet, es ist auch die Emotion und die Intuition, die oft eine ganz andere Sprache sprechen. Ein gesunder Menschenverstand kann bei der Beurteilung medialer Durchgaben sicher nichts schaden, aber auf die eigene Intuition, auf die emotionale Wirkung sollte man sich ebenso verlassen.

Schreibmedien wie Manuela Matthias sind öfter zu finden als Trancemedien. Dennoch muß die Qualität der dort bekommenen Durchgaben mit denselben Kriterien gemessen werden.

Hier werden ebenfalls Zweifler auftreten und man muß die Aussagen prüfen. Aber auch hier kommt die emotionale Komponente zum Tragen. Im Grunde ist es bei Medien nicht viel anders als bei Tonbandstimmen-Ein­spielungen, die kritische Begutachtung siebt das Echte vom Unechten. Dass Tonbandstimmenforscher mehr und echtere Durchgaben haben als Medien, ist ein Irrtum, den wir irgendwann werden korrigieren müssen.

Wie soll also die technische Trans­kommunikation mit der Medialität umgehen? Zunächst einmal sollte geprüft werden, welche Form der Medialität das Erhalten von Parastimmen begünstigt. Technische Geräte, so viel wissen wir immerhin schon, sind nicht das alleinige Mittel zur Verbesserung von Jenseitskontakten. Lange spekuliert man schon darüber, welchen Einfluß der Mensch, die Psyche, auf die Einspielergebnisse haben könnte.

In diese Richtung sollte unsere Forschung neben der technischen Seite gehen. Vielleicht könnte mit gezieltem ASW-Training manches Ungeahnte erreicht werden.

All dies sind Gedanken, die mir bei der Begegnung mit Medien auf der Tagung gekommen sind. Sie erheben nicht den Anspruch, allein gültig zu sein, sondern sollen zum Nachdenken anregen. Sicher ist nur, dass wir wirklich neue Weg


(Erschienen in der VTF-Post P 112, Ausgabe 3/2003)