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Ein neuer Anfang

Kurzbericht über die Mitgliederversammlung und die Jahrestagung des VTF vom 15. bis 17.06.2001
von Uwe Wagner

Nicht nur der Saal präsentierte sich in neuer Sitzordnung, wie auf dem Titelbild zu sehen ist, sondern auch die Besucherzahl ließ einen deutlichen Anstieg gegenüber den vorangegangenen Jahren erkennen. Schon die Vorgespräche ließen keinen Zweifel daran aufkommen, dass man die Botschaft in der neuen VTF-Post richtig verstanden hatte und bereit war, seinen Beitrag zur Erneuerung des Vereins mit einzubringen. Alle Tagungsteilnehmer wurden von einem frischen Wind erfasst und es gab keine Stimme, die sich auch nur im Entferntesten dafür interessiert hätte, was in den zurückliegenden Wochen und Monaten geschehen war. Selbst an dem vom 1. Vorsitzenden zur Einsicht bereitgestellten Schriftverkehr hatten nur zwei Mitglieder ein oberflächliches Interesse gezeigt. Man wollte sich einfach die allgemeine Hochstimmung nicht verderben lassen.

Die Bemühungen des seit einem Jahr amtierenden 1. Vorsitzenden Theo Bleitgen, das VTF-Schiff wieder flott zu bekommen, wurden von den Mitgliedern und Freunden des VTF durch zahlreiche Zeichen der Anerkennung und Ermutigung honoriert. Dies wurde auch dadurch erkennbar, dass sich der ehemalige 2. Vorsitzende und jetzige Ehrenvorsitzende, Otto Röhler, nicht zu schade war, noch einmal die Leitung der Jahrestagung zu übernehmen. Dies alles hatte zur Folge, dass wir auf eine Tagung zurückblicken können, die sich durch eine besonders freie und ungezwungene Atmosphäre auszeichnete. Es war eine Atmosphäre, die deutlich machte, dass der VTF aus einem langen Winterschlaf zu neuem Leben erwacht ist. Ob Mitglieder oder Gäste, alle ließen sich von dieser Aufbruchstimmung anstecken. Alle konnten spüren, dass jetzt neue Akzente gesetzt werden.

Beschlüsse der Mitgliederversammlung

Die diesjährige Mitgliederversammlung hatte einige wichtige, zukunftsweisende Beschlüsse zu fassen.
Nach dem vorzeitigen Ausscheiden des bisherigen 2. Vorsitzenden, Gerhard Reis, war eine Nachwahl in den Vorstand notwendig geworden. Als neuer 2.Vorsitzender des "Vereins für Transkommunikationsforschung" (VTF) e.V. wurde am 14. Juni 2001 Jürgen Nett einstimmig von der Mitgliederversammlung gewählt. Sein so wichtiges Aufgabengebiet umfasst nach der Geschäftsordnung des Vorstandes neben anderem die Verwaltung, die Haushaltsführung (Aufstellung der Haushaltspläne und deren Überwachung), die Organisation der Jahrestagungen sowie die Übernahme der jeweiligen Tagesleitungen. Jürgen Nett ist damit zugleich der engste Mitarbeiter des 1.Vorsitzenden.

Ein weiterer Punkt war die Aufarbeitung der Probleme, die durch die Schwierigkeiten bei der Übergabe der Vereinsgeschäfte entstanden waren. Auch der plötzliche Tod unseres Kassierers, Hermann Drechsler, hatte Probleme verursacht. So sah der Vorstand sich genötigt, ein unabhängiges Steuerbüro damit zu beauftragen, den Kassenabschluss für 2000 durchzuführen. Dieses Büro soll so lange tätig bleiben, bis sich wieder ein geeigneter Kassierer aus unseren Reihen findet. Für die Kassenprüfung, zugleich für 2001, konnten Otto Röhler als 1. Kassenprüfer und Herr Willi Schwalbe als 2. Kassenprüfer gewonnen werden, so dass hier die satzungsgemäßen Erfordernisse sichergestellt sind. Der Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 2001 wurde ebenso einstimmig verabschiedet, wie für das Rechnungsjahr 2000 dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt wurde.

Eine weitere Satzungsänderung betrifft die Namensgebung des Vereins. Wie schon aus der Titelseite der VTF-Post ersichtlich, hat der VTF seinen Namen einer international gängigen Formulierung angepasst. Die Mitglieder haben der Namensänderung in "Verein für Transkommunikationsforschung (VTF) e.V." einstimmig, bei einer Enthaltung zugestimmt.

Auch wurde der Satz in § 4 Absatz 2 - "Die Mitgliedschaft im VTF setzt voraus, dass keine solche in einer konkurrierenden Vereinigung besteht" - ersatzlos aus der Satzung des Vereins gestrichen. Auch diese Änderung wurde einstimmig beschlossen. Dies soll die Öffnung des VTF unterstreichen und dazu beitragen, dass viele, die sich bislang dadurch ausgegrenzt gefühlt haben, wieder den Weg in den VTF finden können. Auch über den Jahresbeitrag nach der kommenden Währungsumstellung musste gesprochen werden. Der Jahresbeitrag beträgt ab Januar 2002 dann 35 Euro.

Programmeindrücke

Mit Herrn Dr. van Laack konnten wir in unserem Kreis einen neuen Referenten begrüßen, der uns eindrucksvoll schilderte, dass aus wissenschaftlicher Sicht durchaus erkennbar ist, dass es ein Überleben der Seele nach dem physischen Tod geben muss. Wenngleich sich auch vieles seiner Ausführungen hinter mathematischen Begriffen versteckte, so hatten seine Berechnungen nichts mit Zahlenspielereien oder Numerologie zu tun. Wer ihm richtig folgen konnte, der verstand, dass seine Aussage "Wer stirbt ist nicht Tot" auch mit Zahlen zu begreifen war. Alles in allem ein Referent mit hervorragendem Wissen in Naturwissenschaft und Medizin, der, wie seine Bücher beweisen, auch eine gute Feder führen kann. Er wagt es, die materielle und nichtmaterielle Welt mit anderen Augen zu sehen und neue Denkansätze zu publizieren, ohne sich hinter verstaubten Dogmen zu verkriechen.

Spannend aber wurde es auch, als unsere Vorstandskollegin Jutta Liebmann über ihre bisherigen Auslandskontakte berichtete. So manchem blieb der Mund offen bei dem, was sie in der kurzen Zeit, seit sie im Amt ist, bereits an fruchtbaren Kontakten knüpfen konnte. Jutta Liebmann wird auf lange Sicht mit ihrer Arbeit entscheidend dazu beitragen, dass der VTF auch im Ausland Beachtung findet.

Beeindruckend waren aber auch die musikalischen Darbietungen mit Kompositionen aus dem Jenseits, die uns Herr Dr. Kaempgen am Flügel zu Gehör brachte. Hier ließ er eine besondere Seite seine Persönlichkeit erklingen, die bisher nicht bekannt wurde. Die von ihm vorgetragenen Kompositionen des Musikmediums Rosemarie Brouwn zeigten, dass selbst nichtmusikalische Zuhörer in ihren Bann gezogen wurden.

Auch Herr Prof. Dr. Walter Frank, der als überaus routinierter Redner und exellenter Wissenschaftler selbst am letzten Tagungstag noch den Saal füllen konnte, gab sich diesmal ein wenig anders. Er demonstrierte unter anderem, wie man mit geringem Aufwand Rückführungen durchführen kann. Sein Vortragsthema war die Reinkarnation.

Last but not least sei unser Freund Rudolf Passian erwähnt, dessen Vortragskunst uns wieder einmal mehr mitgerissen hat. Als Schriftsteller und Fachreferent begeistert er seit Jahren in ununterbrochener Folge sei Publikum. Sein Vortrag über die "Dualseelen" und seine persönliche Erscheinung stellte auch in diesem Jahr wieder einen Höhepunkt unserer Tagung dar. Aber auch die Referate aus unseren eigenen Reihen fanden starke Beachtung.

Nicht zu vergessen sind aber auch die Aktivitäten im Kleinen Saal des Kolpinghauses, für die, wie in den Jahren zuvor, unser Vereinsmitglied Christoph Ried verantwortlich zeichnete. Neben einer sorgfältig gestalteten esoterischen Bücherbörse, mit der sich Frau Susanne Sehring als Inhaberin eines Esoterikladens in Wiesbaden dem Verein zur Verfügung stellte, konnten wir auch Herrn Dipl.-Ing. Gerhard Helzel wieder im Verein begrüßen. Herr Helzel, 1. Vorsitzender der Tonbandstimmenforscher Hamburg, stellte seine Geräte, CDs mit Tonbandstimmenbeispielen und Musikkompositionen aus dem Jenseits vor. Der kleine Saal wurde in den Pausen sehr stark frequentiert.

Was hier nur in einer kurzen Übersicht angedeutet werden konnte, wird im großen Tagungsbericht nachgeholt, der in der nächsten Ausgabe erscheinen wird. Darin werden, wie gewohnt, alle Vorträge ausführlich besprochen.

Atmosphärisches

Die Anwesenheit von Herrn Prof. Dr. Ernst Senkowski, Herrn Jochem Fornoff von der TBS Darmstadt, Herrn Dr. Harald Richter von der OARCA-Universität München, Herrn Werner Kunz von der Schweizerischen Parapsychologischen Gesellschaft, Herrn Dr. van Laack als neuen Referenten, Herrn Gerhard Helzel von den Tonbandstimmenforschern Hamburg und Vertretern anderer Vereinigungen gaben unserer diesjährigen Tagung eine ganz besondere Note.

Es kamen aber auch einige, deren Gesichter lange auf keiner VTF-Tagung mehr gesehen wurden. Sie alle wollten dabei sein, wenn der VTF einen Neuanfang wagt, es wagt, sich aus der Isolation zu lösen und sich nach außen zu öffnen.

Dies alles konnte Theo Bleitgen innerhalb eines Jahres leisten, weil er zum einen sich in seiner Zielsetzung, den VTF auf neue Wege zu führen, auch unter erschwerten Bedingungen nicht beirren ließ und weil er nun einen Vorstand hinter sich weiß, der seinen Einsatz hundertprozentig unterstützt. Dies wurde eben durch besondere Beifallsbekundungen der Tagungsteilnehmer gewürdigt, die damit auch deutlich gemacht haben, dass sie den VTF eben so wünschen, wie er jetzt ist.

Aber nicht nur im Saal war der neue Geist zu spüren, auch in den Gesprächen am Rande war er nicht zu übersehen. Lange habe ich nicht mehr so intensive Gespräche an den Tischen im Restaurant und auf den Gängen gehört wie bei dieser Tagung. Eine Atmosphäre der absoluten Freimütigkeit und Meinungsvielfalt war unübersehbar. Die Mitglieder und Freunde des VTF haben erkannt, dass eine restriktive Vereinsführung ihre Organisation nicht weiterbringen wird, sondern nur ein freier und ungezwungener Meinungs- und Erfahrungsaustausch dies bewirken kann.

Mit demonstrativem, sehr lange anhaltendem, stehendem Beifall für den 1. Vorsitzenden klang die Tagung aus, was dieser freudig entgegen nahm, was ihn, trotzdem aber etwas verlegen machte. Letztlich aber tat es ihm doch gut zu erkennen, dass erlittene Unzumutbarkeiten von den Mitgliedern erkannt, und zugunsten des Vereins ins Gegenteil umgesetzt wurden. Bis hierher hatte er sein für den Verein gestecktes Ziel erreicht.

(Juni 2001)