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Bedeutung der Medialität bei der Transkommunikation

von Jutta Liebmann

Im Vorfeld zu dieser Thematik möchte ich aus meiner langjährigen Erfahrung mit Tonbandeinspielungen feststellen, dass ich persönlich die Erfahrung gemacht habe, dass es für das erfolgreiche Einspielen von paranormalen Stimmen ausreicht, dass man aufgeschlossen bzw. transzendenzoffen ist und die Existenz von unbekannten Seinsebenen für möglich hält. Wer diese Art von Kontakten und Experimenten allerdings von Anfang an ablehnt, erhält überhaupt keine Resultate und fühlt sich dann eben in seiner ablehnenden Haltung bestätigt. Dies ist ein Erfahrungswert, den ich aus unzähligen Einspielungen in Gruppen und allein gewonnen habe. Wenn während einer Gruppeneinspielung ein Teilnehmer diese Kontakte strikt ablehnt und für absolut unmöglich hält, so kommt bei solch einer Gruppeneinspielung kein echter Erfolg zustande. Das ist auch logisch vom Gesetz der Resonanz her. Da Gedanken geistige Kräfte sind, bilden sich durch eine starke ablehnende innere Haltung starke geistige Blockaden, und die jenseitigen Kontaktpersonen haben keine positive Trägerfrequenz zur Übermittlung von klaren Durchsagen. Es handelt sich ja hierbei um Kontakte zu spirituellen Ebenen, und die Sitzungsteilnehmer eines Einspielkreises sind ebenfalls mit ihrem Geist und ihrer Seele - als spirituelles holistisches System - am Zustandekommen solcher Kontakte durch ihre innere Haltung daran beteiligt. Abschließend kann ich dazu sagen - dies ist meine Auffassung aufgrund meiner eigenen Erfahrungen -, dass ich persönlich nicht im wahrsten Sinne des Wortes medial begabt bin, noch über hellseherische Fähigkeiten verfüge, und möchte mich dagegen eher als transzendenzoffen und etwas sensitiv bezeichnen. Dies ist aber ein großer Unterschied zur echten medialen Begabung, die ja viele Facetten aufweisen kann. Sensitiv zu sein bedeutet also nicht, dass man auch gleichzeitig medial begabt ist. Es ist wichtig, hier zu differenzieren. Zur Erzielung von Resultaten bei Tonbandkontakten hilft von der diesseitigen Seite aus eine abwartende Haltung und eine ruhige innere Einstellung ohne seelischen Stress und Erfolgszwang. Wenn ein Experimentator starken seelischen Belastungen unterworfen ist, wie z.B. durch einen Trauerfall, große Sorgen hat und sonstige gravierende Schicksalsschläge erleidet, so würde ich in diesen Fällen nicht empfehlen, selbst und allein Tonbandkontakte zu versuchen. Da Gedanken ja geistige Kräfte sind, so wirkt sich eine innere, völlig unausgeglichene Haltung eher störend auf alle Jenseitskontakte aus. In solchen Fällen wäre es besser, wenn der von diesen Schicksalsschlägen Betroffene befreundete Experimentatoren bitten würde, einmal für ihn einen Kontakt aufzubauen oder sich einer erfahrenen Gruppe von Einspielteilnehmern anschließen würde.

Wie ich im Laufe der Zeit erfahren konnte, fördert unter anderem auch eine meditative Haltung das Zustandekommen der Tonbandkontakte. Da jeder Mensch sich auf seine individuelle Art und Weise geistig-seelisch auf diese Kontakte vorbereitet, kann ich keine direkten Empfehlungen geben, sondern nur auf das oben Gesagte verweisen, das ich aufgrund meiner Erfahrungen nachvollziehen kann.

Inwieweit Medialität bei Tonbandkontakten effektiv eine Rolle spielt, ist bisher noch nicht wissenschaftlich untersucht worden. Dies ist eine Tatsache, und somit kann man bis jetzt nur Vermutungen aufstellen.

Über Medialität bzw. die verschiedenen Formen der Medialität, die da sind: hellseherische Begabung, Psychometrie, Trancemediumismus, Herbeiführung von direkten Jenseitsstimmen oder Materialisationen von Geistwesen, starke telepathische Fähigkeiten, Hellhören usw. sind sehr, sehr viele Bücher geschrieben worden, die sich an Erfahrungswerten orientieren. In letzter Zeit befasst man sich im Rahmen des Neuen Zeitalters (New Age) mit dem sogenannten Channeling, d.h. Empfang von Mitteilungen von spirituell höheren geistigen Wesenheiten und außerirdischen Intelligenzen über Gedankentelepathie, Fernwahrnehmung, automatisches Schreiben, Inspirationen und veränderte Bewusstseinszustände. Der Begriff des Channeling ist nicht ganz eindeutig zu definieren, und im wahrsten Sinne des Wortes bedeutet das Wort Channeling Kanalisieren von geistigen Inhalten (Gedankenströmen) über eine diesseitige medial begabte Person. Der bekannte Parapsychologe Scott Rogo definiert Medialität und Channeling wie folgt: "Mediumismus ist die Kunst, Jenseitige, d.h. Verstorbene, herüberzuholen, insbesondere damit sie mit ihren Verwandten in Kontakt treten können", und Channeling beschreibt er kurz so: "Channeling ist das Herüberholen irgendeiner nicht näher bestimmten Art von Intelligenz, deren Absicht es ist, die Verbreitung spiritueller Lehren und die philosophische Diskussion zu fördern". Demzufolge könnte man feststellen, dass das Channeling sich inhaltlich wesentlich von den üblichen Jenseitskontakten zu Verstorbenen darin unterscheidet, dass beim Channeling Botschaften aus höheren geistigen Dimensionen zur Belehrung bzw. zur spirituellen Weiterentwicklung der Menschen übermittelt werden.

Es gibt bis heute zahlreiche Belege dafür, dass beim Channeling tatsächlich außergewöhnlich komplizierte Sachverhalte aus spiritueller Sicht übermittelt wurden (z.B. das Buch "Schlüssel des Enoch" von Prof. Hurtak, die Seth-Bücher von Jane Roberts usw.), die das Medium von sich aus nicht aus dem Unterbewusstsein hervorzaubern konnte. Denn was sich nicht im Unterbewusstsein befindet, kann auch bei einer Channelingsitzung nicht herauskommen. Nach Studium dieser Literatur fällt auf, dass die Channelingdurchgaben fundamentale Fragen der Menschheit betreffen, sowie wissenschaftliche und kosmologische Zusammenhänge von der Beschaffenheit der Materie, des physischen Lebensplanes an sich bis hin zur Vermittlung von Einblicken in die Art und Funktionsweise von holistischen spirituellen und kosmologischen Zusammenhängen bieten. An dieser Stelle verweise ich auf das umfassende Buch von Jon Klimo mit dem Titel "Channeling", worin der Autor alle bekannten Arten der Medialität und das Channeling im besonderen beschreibt. Leider ist dieses Buch, das im Bauer-Verlag in Freiburg erschienen ist, zur Zeit vergriffen.

Der Autor Jon Klimo beschäftigt sich intensiv mit allen Arten von Medialkontakten, und zwar in letzter Zeit auch ausführlicher mit der Transkommunikation. Hierzu hat er bereits mehrmals Stellung genommen, und er kann als Kenner auf den vorgenannten Gebieten angesehen werden. Auf Seite 24 seines vorgenannten Buches schreibt er (vorsichtig und zurückhaltend) das Folgende: "In beiden Fällen (Medialkontakte und Channeling) scheint sich ein paranormaler Kontakt mit einer Gegenwart zu ereignen, die jenseits unserer normalen Wahrnehmung existiert".

Im Bereich Tonbandstimmen und Transkommunikation hat er sich mit vielen Forschern auf diesen Gebieten in Verbindung gesetzt und arbeitet u.a. auch mit Transkommunikationsforscher Mark Macy zusammen. Eine Definition zum Empfang von Tonbandkontakten/Transkommunikation könnte wie folgt lauten: "Das Übermitteln von Botschaften und Energien aus anderen Energiedichte-Dimensionen." Früher wurden solche Durchgaben in Trance empfangen. Heutzutage laufen solche Kontakte über die diesseitige Elektronik oder über das Wachbewusstsein von medial begabten Personen in Form von automatischem Schreiben usw. Für Medialkontakte und Tonbandkontakte gilt gleichermaßen die folgende Feststellung: "Ein geistiges Band zwischen Sender (Jenseitige) und Empfänger (Diesseitige) zur Übertragung geistiger Mitteilungen ist dabei unerlässlich".

Man könnte in diesem Zusammenhang durchaus davon ausgehen, dass Tonbandkontakte eine bestimmte, noch undefinierte Art von Sensitivität seitens der Experimentatoren erfordern, die vermutlich aber auch von äußeren Umständen (Wetterbedingungen, kosmischen Bedingungen usw.) abhängig sein kann. Es gibt allerdings bis jetzt keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass zum Empfang von Tonband- und Transkommunikationskontakten (über Computer, Video usw.) Medialität seitens des Experimentators unbedingt erforderlich ist. Eine vorurteilsfreie wissenschaftliche interdisziplinäre Forschung aller betreffenden Fachbereiche z.B. Psychologie, Bewusstseinsforschung, Neurologie, Elektronik, Kybernik, Astronomie, Astrophysik u.a. könnte hier eine definitive Klärung bringen.


(Erschienen in der VTF-Post P 106, Ausgabe 1/2002)