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Gedankenkraft

Überlegungen und Recherchen hierzu
von Hans-Jürgen Lenhardt

Ob Materialisierung von Gedankenbildern auf Fotofilm (Gedankenfotografie) oder Tonbandstimmen, die Situation ist eine ähnliche: Subatomare Energieströme, die zu Umstellungen in der Molekularstruktur einer Tonbandschicht führen - wäre das nicht auch eine Möglichkeit, die unsere Stimmen unter Umständen auch mittels unbewußt telephatischer Energie erzeugen könnten? Doch wie ist so was meßbar?

Experimente beschreibt Professor Fukurai, der als Doktor der Literatur, Professor an der Kohyassan-Universität und Präsident des Psychical Institute of Japan tituliert wird, in seinem Buch »Clairvoyance and Thoughtography«, das 1931 von Rider and Company in England veröffentlicht wurde. Darin liefert er uns den Ansatz einer neuen Theorie der übersinnlichen Fotografie und der Interaktion von Geist und Materie.

Wenn ein Foto aufgenommen wird, entsteht auf der Emulsion des Negativs ein latentes Bild. Genau dieses verborgene Bild sollten Fukurais Hellseher zu erkennen versuchen. Die von Fotografen verwendeten chemischen Entwickler reduzieren die Suspension der Silbersalze in der Emulsion belichteter Filme oder Platten zu metallischem Silber nur langsam, aber bereits die Belichtung von einer Minute verursacht eine chemische Veränderung der Kristalle, die die Reduktionsgeschwindigkeit der Silbersalze zu Quecksilber um das Hundertfache steigert und so ein latent vorhandenes Bild entstehen läßt. In mehr als einem Jahrhundert der Erforschung haben wir zwar viele der an der Entstehung dieses latenten Bildes beteiligten Faktoren entdeckt, aber noch immer geben einige wichtige Punkte den Wissenschaftlern Rätsel auf. Durch mikroskopische Betrachtung der Fotoemulsion weiß man, daß die unbeachteten Silberkörnchen keine Veränderung zeigen, während die Entwicklung der belichteten Körnchen nur an ein oder zwei Punkten jedes Korns beginnt, obwohl das ganze Korn dem Licht ausgesetzt war. Weitere chemische und physikalische Untersuchungen haben gezeigt, daß diese »Startpunkte« jedes belichteten Körnchens der Emulsion durch Lichteinwirkung ausgelöst werden. Das Licht läßt einige Bromidionen in den Silberbromidkömchen der Emulsion Elektronen ausstoßen. Vielleicht sind es, gerade diese winzigen, subatomaren Energieströme mit ihren winzigen Proportionen und ihrem diffizilen chemischen Gleichgewicht, die in der Gedankenfotografie und den meisten anderen Formen der übersinnlichen Fotografie beeinflußt werden können.

Diese Bilder werden oft so geringfügig auf den Film geprägt, daß sie von modernen Entwicklungstechniken nicht herausgearbeitet werden. In der Anfangszeit der Fotografie wurden Platten und Filme noch individuell und per Hand entwickelt, bis ein Bild zu erkennen war. Vielleicht war es gerade diese Verzögerung der Entwicklung bis zum Erscheinen der latenten Abbildung (eher als die modernen Zeit- und Temperaturmethoden), die die zusätzlichen Bilder auf dem Foto herausbrachten. Für den ernsthaften Forscher ergibt sich hierdurch ein interessantes Experimentierfeld.

Die Wirkung der menschlichen Willenskraft auf die Materie in exakt abgestimmten Lösungen wurde bereits vor über fünfzig Jahren von Dr. Littlefield aus Seattle, USA, gezeigt und ist eines der Phänomene, die Arthur Conan Doyle während seines Besuchs in den Vereinigten Staaten 1923 untersucht und in seinem Buch »Our Second American Adventure« aufgezeichnet hat. Dr. Littlefield untersuchte die Arbeit eines Farmers, der Blutungen bei Menschen und Tieren nur durch seine Willenskraft zum Stillstand bringen konnte. Er kam zu dem Ergebnis, daß diese Heilkraft auf die salzigen Bestandteile des Blutes wirkte, und begann mit diesen Salzen, u. a. Sulfate und Chloride von Kalium und Natrium, zu experimentieren.

Die Ergebnisse waren erstaunlich. Wenn man eine gesättigte Lösung eines dieser Salze in destilliertem Wasser auf einem Objektträger natürlich trocknen läßt, zeigt sich immer dieselbe Kristallformation. Die mikroskopisch kleinen Kristalle haben bei jedem Salz eine andere Form und Anordnung. Dr. Littlefield fand jedoch heraus, daß durch eine Beeinflussung während des Trocknungsprozesses die Kristalle in nahezu jedem Muster oder jeder Form, die sein Geist bestimmte, arrangiert werden konnten.

Er stellte ebenfalls fest, daß er nicht in der Nähe des Objektträgers bleiben mußte, um dieses Ergebnis zu erzielen, da die Entfernung keine Wirkung auf das Resultat ausübte. Dies wiederum läßt uns bei ihm die Gabe telepathischer Fähigkeiten vermuten, deren Effekte, wie wir wissen, im Gegensatz zu denen gewöhnlicher elektromagnetischer Strahlung nur durch Entfernung abgeschwächt werden.

(Aus: Cyrill Permutt, Fotos aus einer anderen Welt, Knaur, 1990, S. 148f.)


(Erschienen in der VTF-Post P 105, Ausgabe 4/2001)