„Wenn Tod und Leben im Lichte der Wahrheit erkannt werden, erwacht Liebe in unseren Herzen, die zeitlos ist.“
Erfahrungsgemäß gibt es keine bestimmten äußeren Gegebenheiten, die den Erfolg von Einspielungen in irgend einer nachvollziehbaren oder auch nur in ihrer Tendenz vorhersagbaren Weise beeinflussen. Es hängt weder ab von den verwendeten Geräten noch vom Ort und der Zeit der Einspielung. Natürlich müssen die technischen Grundvoraussetzungen gegeben sein, d. h. zumindest ein funktionierender Cassettenrecorder. Selbst mit dem einfachsten Cassettenrecorder werden oft sehr gute Ergebnisse erzielt.
Tonbandstimmen lassen sich nicht erzwingen, und das Wichtigste für das Gelingen von Einspielungen ist, Geduld und keine übertriebenen Erwartungen zu haben. Welche speziellen, möglicherweise technischen oder mentalen Faktoren dabei noch eine Rolle spielen, ist zur Zeit leider noch vollkommen unerforscht.
Neben dem rein technischen ist natürlich auch der weltanschauliche Aspekt des Tonbandstimmen-Phänomens von Bedeutung: Tonbandstimmen können, richtig verstanden und angewendet, ganz erheblich zu einer besseren, lebenswerteren und humaneren Welt beitragen. Nicht indem man die „Kommunikation mit dem Jenseits“ als Lebenshilfe betrachtet und sich dort bei jeder Gelegenheit Rat holt – damit würde man nur seiner eigenen Verantwortungen für bestimmte Entscheidungen ausweichen -, sondern allein durch die Erkenntnis bzw. Ahnung, daß es vielleicht doch noch etwas über die rein materielle Existenz Hinausgehendes geben könnte, daß wir keine Eintagsfliegen sind, und daß unser Leben nicht in einer Sackgasse endet, sondern in etwas Größeres eingebunden ist – wie immer es auch aussehen mag.
Natürlich können Tonbandstimmen auch ganz konkret bei Sterbefällen helfen, indem sie die Hinterbliebenen in ihrer Trauer trösten. Aber hier ist sehr viel Feinfühligkeit und Verantwortungsbewußtsein gefragt, und hier sollten sich auch nur Menschen betätigen, die schon über Erfahrung in Trauerarbeit verfügen. Tonbandstimmen sind ein Angebot an Menschen, die von sich aus nach Antworten suchen auf Fragen des „Woher“, Wohin“, „Warum“. Sie sollen zum Denken anregen, sind aber keine Religion. Eine mögliche Folge der Beschäftigung mit Tonbandstimmen ist, daß man etwas erfährt, das offensichtlich dem gewohnten Weltbild widerspricht, oder das sich dort zumindest nicht so richtig einordnen läßt. Entweder nimmt man das so hin und vergißt die ganze Sache wieder, oder es läßt einen nicht los und man fängt an, sich Gedanken zu machen. – Zu welchen Schlüssen man kommt, bleibt jedem selbst überlassen. Da es sich nicht um eine „Religion“ handelt, soll auch kein „Glaubensinhalt“ vermittelt werden. Das selbständige Denken ist gefragt, und darauf kommt es an.
Im Gegensatz zu den bekannten „spiritistischen Praktiken“ wie Mediumismus, Channeling oder z.B. Experimente mit Glasrücken oder dem „Schreibenden Tischchen“ (»Ouija-Board«) sind Tonbandstimmen prinzipiell ungefährlicher, da hierbei der Mensch nicht direkt als „Medium“ fungiert, sondern die Stimmen sich auf technischen Geräten manifestieren. Experimente haben ergeben, daß Tonbandstimmen auch ohne die Anwesenheit von Menschen entstehen können.
Gefährlich kann es allerdings für psychisch labile Menschen werden, die es mit Experimenten übertreiben, die sich leicht in etwas hineinsteigern oder die alles für bare Münze nehmen, was von „Drüben“ gesagt wird. Fälle von „Besessenheit“ sind im Zusammenhang mit den Tonbandstimmen jedoch nicht bekannt. Allerdings sollte man die Sache schon mit einem gewissen Ernst betreiben, nicht nur so als Zeitvertreib oder aus Jux. Auch die berühmten „Lottozahlen“ werden Sie vermutlich kaum aus dem Jenseits erfahren…
(Quelle u.a.: VTF-Post P 43, Heft 2/86)