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Rauschdiode zeigt Anomalie

während medialer Live-Demonstration bei der VTF-Jahrestagung 2015
von S. B.

Vom 5. bis zum 7. Juni 2015 fand wieder die Jahrestagung des VTF statt, der in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen feierte. Die Tagung war wieder sehr gelungen. Es hat viele interessante Vorträge, Gespräche und Einspielungen gegeben. Freitag und Samstag haben einige Teilnehmer nach dem offiziellen Tagungsprogramm noch mit neuen Einspieltechniken experimentiert: Mit der neuen Anlage "Prism" von Eamonn Vann-Harris und Kevin Webster (New World Science), mit dem Live-Stream der nach medialen Angaben von Friedrich Jürgenson (übermittelt durch Schreibmedium Annegret Rövenich) gebauten ITK-Versuchsanlage oder mit meinem Versuchsaufbau der rauschenden Germanium-Diode (siehe hierzu die Artikel in den VTF-Post-Ausgaben P157 und P158).

Bei der "Rauschdiode" handelt es sich im Prinzip um eine in Sperrrichtung betriebene Germanium-Diode, basierend auf einer Idee von H. H. C. Graepel. Für meinen Versuchsaufbau hatte ich die Germanium-Diode an einen Differenzverstärker mit hochohmigen Eingängen [1] angeschlossen, der gleichzeitig auch die Reverse-Vorspannung für die Diode liefert. Das verstärkte Rauschen wurde einem Aktiv-Lautsprecher zugeführt und gleichzeitig von einem Notebook mit Audio-Software aufgenommen. Das Rauschsignal gelangte dabei in den rechten Kanal des Line-Eingangs, während an den linken Kanal ein Verstärkermikrofon angeschlossen war, welches das vom Lautsprecher in den Raum abgestrahlte Rauschsignal zusammen mit den Fragen der anwesenden Personen aufzeichnete (Zweikanal-Aufnahme).

Mit dieser Versuchsanordnung wurden bereits während der VTF-Herbsttagung 2014 einige sehr interessante Resultate erzielt. So konnten wir bei einem 40-minütigen Aufnahmeversuch mit vier anwesenden Personen als Antwort auf die Frage eines Teilnehmers, ob sich der lettische Tonbandstimmen-Pionier Dr. Konstantin Raudive (1909-1974) melden könne, bereits während der Aufnahme aus dem Lautsprecher deutlich den im Rauschen versteckten Namen "Raudive" hören:

Ungefiltertes Original – der Name "Raudive" ist gegen Ende, etwa bei Sekunde 6, zu hören:

[Download]

Eine spätere Filterung des Rauschens mittels Audio-Software ergab dann folgenden ungefähren Wortlaut:

"Hörst du mich? – Wir leben! – (Fantasto!) – RaudiveundBrasil."
(Die unterstrichenen Wörter sind besonders laut und auch im ungefilterten Original zu hören.)

1.) Gefiltert von Salvi mit Bias Soundsoap 2 und Waves X-Noise:

[Download]

2.) Gefiltert von Stefan mit Audacity 2.2.2 (Hochpass 1000 Hz / 24 dB + Rausch-Verminderung 40 db / 1,00 / 3):

[Download]

Zwar sind die Dioden-Rausch-Stimmen zunächst nicht so laut und deutlich wie vielleicht bei anderen Methoden (Radio, Ghostbox, EVPmaker, etc.), aber für mich sind sie deshalb so beeindruckend, weil hierbei eben kein sprachliches oder sprachähnliches Rohmaterial verwendet wurde, bei dem man das Argument der "Pareidolie" nie ganz eliminieren kann, sondern reines Halbleiterrauschen, das direkt (per Kabel, ohne akustische Strecke dazwischen) aufgenommen wurde.

Auch während des Vortrages mit Live-Demonstration des Mediums Rita Pahl hatte ich meine Anlage mit Diodenrauschen laufen. Rita Pahl hatte mich zuvor angesprochen und gefragt, ob man während ihrer medialen Demonstration eine Einspielung machen könnte; sie wäre sehr gespannt auf eventuelle Ergebnisse. Die Anlage stand während der Tagung auf einem Tisch an der rechten Wand des Saales. Während des Vortrages von Rita Pahl hatte ich den Lautsprecher nur so laut gestellt, dass ich das Rauschen gerade noch hören konnte, während ich direkt daneben saß. Rita Pahl erzählte zunächst über ihre Erfahrungen als Medium und beantwortete Fragen aus dem Publikum. Nach ca. einer Stunde begann sie dann mit ihrer medialen Demonstration, für die sie sich zuvor für etwa eine Minute konzentrierte und mental einstimmte. Während der medialen Demonstration, die etwa 11 Minuten dauerte, kontaktierte sie die Verstorbenen für insgesamt vier Tagungsbesucher: 1. Die Mutter (Johanna) eines Tagungsbesuchers, 2. den Vater eines weiteren Tagungsbesuchers, 3. den Hund einer Besucherin und 4. den Vater eines weiteren Besuchers.

Etwa 3 Minuten nach Beginn der medialen Demonstration - Rita Pahl hatte gerade Kontakt zu dem Vater eines Tagungsbesuchers hergestellt (Nr. 2) - hörte ich plötzlich aus dem Lautsprecher ein fortwährendes, lautes Knistern. Die Aufnahme-Aussteuerungsanzeige des auf dem angeschlossenen Netbook laufenden Programms Audition "klebte" förmlich am rechten Rand, was auf Übersteuerung hindeutete. Nur während der knapp 44 Sekunden, als die Dame mit dem weißen Hund, den Rita Pahl wahrnahm (Nr. 3), laut weinte, pausierte das Knistern vorübergehend. Das Knistern hörte erst auf, als die Live-Demonstration endete und der Applaus einsetzte. Der gesamte zeitliche Ablauf ist in dem nachfolgenden Bild als kommentierte Wellenform der Zweikanal-Aufnahme dargestellt:


(Bitte auf das Bild klicken, um es in Originalgröße in einem neuen Browser-Tab öffnen)

Später zu Hause hörte ich mir die Aufnahme dann genauer an und konnte auch einige Stimmen ausmachen, die jedoch zu leise bzw. zu sehr im Rauschen versteckt waren, um den genauen Wortlaut eindeutig verstehen zu können. Dennoch finde ich das Auftreten des starken Knisterns während der Demonstration, das exakt nach Rita Pahls abschließenden Worten "Vielen, vielen Dank" und vor dem dann einsetzenden Applaus endete, und das genau in dem Moment, als die Dame mit dem Hund zu weinen begann, für 44 Sekunden pausierte, sehr bemerkenswert. In den ganzen Versuchen voher und nachher mit dieser Anlage während der Tagung hatte es nur vereinzelt mal geknackt, aber nicht mit dieser Intensität und Dauer fortwährend geknistert.

Wenn das keine bloße Koinzidenz war, könnte das dann vielleicht eine Reaktion der in der Diode ablaufenden Zufalls- und Rauschprozesse auf im Raum vorhandene "spirituelle Energien" gewesen sein? Immerhin hatte ich noch am Tag zuvor in meinem Vortrag die Transwesenheit "Aaron" mit den Worten zitiert:

"Darin liegt auch die Bedeutung des Rauschens für das Zustandekommen außerweltlicher Transkontakte. Es gibt nichts Empfindlicheres und Labileres als ein wirklich chaotisches Rauschen, das durch die Bewegung einer unendlich großen Zahl unendlich kleiner Einzelelemente ausgelöst wird. Ein solches System ist geradezu gierig auf ordnende Gedankenimpulse ausgerichtet."

(Zitiert aus: Die medialen Schriften des Dr. med. Vladimir Delavre, Text 32 (externer Link), Absatz 4)


Fußnoten

[1] Bei der Schaltung des Differenzverstärkers mit hochohmigen Eingängen handelt es sich im Prinzip um einen Instrumentenverstärker (externer Link), der um das 4-fach-Operationsverstärker-IC TL074 herum aufgebaut wurde und eine bis zu 1000-fache Spannungsverstärkung aufweist. Durch die symmetrischen Eingänge wird eventuelles Netzbrummen, das in die hochohmigen Zuleitungen der Diode einstrahlt, neutralisiert.


(Erschienen in der VTF-Post P 160, Ausgabe 3/2015 • zuletzt aktualisiert: 20.05.2018)