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Aussagen von Claudius in Fulda 2011



 

Ein Programmpunkt auf der Jahrestagung des VTF im Juni 2011 war ein kurzer Vortrag von Gisela Schneider über das Geistwesen Claudius, das von ihrem 1993 verstorbenen Ehemann Franz Schneider, einem Tieftrance-Medium, gechannelt wurde. Aus diesen medial übermittelten Botschaften entstand die von Hildegard Schäfer herausgegebene Claudius-Trilogie. Nach diesem einführenden Kurzvortrag folgte der Hauptteil, in dem die Tochter Susanne Sonnenschein, welche in Nachfolge ihres Vaters ebenfalls Claudius channelt, eine mediale Sitzung durchführte, in der Claudius auf Fragen der Tagungsteilnehmer antwortete. Neben vielen persönlichen Fragen nach verstorbenen Angehörigen, die von Claudius in sehr einfühlsamer und tröstlicher Weise beantwortet wurden, wurden auch Antworten und Aussagen zu Themen von allgemeinem Interesse übermittelt, die im Folgenden wiedergegeben werden.

Begrüßung und Einleitung

Claudius: Clau Clau Claudius, Herodes Agrippa, Freund meines Lebens. Wir schließen den Kreis und grüßen euch, liebe Freunde, heute hier an diesem wundervollen Tag. Seht, ihr Lieben, es ist uns eine große Freude, in diesem Rahmen heute zu euch zu sprechen, denn ihr alle seid auf der Suche, ihr alle seid offenen Herzens, um über ein altes Weltbild hinauszuschauen und den Weg uns und damit eurem wahren Sein entgegenzugehen. Seht, geliebte Freunde, wenn wir euch die Hand reichen – gleich, auf welche Weise wir das tun –, so hat dies die Aufgabe und die Absicht, euch in eurem derzeitigen menschlichen Bewußtsein daran zu erinnern, wer ihr in Wahrheit seid.

Vor langer Zeit wurde dieses "Experiment Mensch" ins Leben gerufen. Geist-Seele inkarniert sich in einem menschlichen Körper, um hier Erfahrungen zu sammeln in einem scheinbaren Abgetrenntsein von der All-Einheit.

Der Weg von Anbeginn bis zu diesem Zeitpunkt heute ist euch bekannt, und nun geht ihr einer neuen Zeit entgegen. Es ist die Zeit der Rückbesinnung, es ist die Zeit des Erwachens. Was bedeutet dies für euch, was bedeutet dies für uns, liebe Freunde? Es bedeutet, daß all die Arbeit, die auch von euch geleistet wurde in den vergangenen Jahren, nun Früchte trägt, daß das Feld sich öffnet, und daß einjeder von euch mehr und mehr Zugang findet zu seinem eigenen göttlichen Potenzial. Es bedeutet, daß unsere Welten mehr und mehr sich einander öffnen. Und dies, liebe Freunde, möge euch die Gewißheit geben, daß ihr niemals alleine seid, daß jene Lieben, die euch den Weg vorausgegangen sind in die Heimat, ins Licht, euch niemals verlorengehen. Daß all jene euer Sein begleiten, daß sie euch erwarten, und daß ihr einander immer wieder begegnen werdet. Es bedeutet aber auch, daß nichts von all dem, was ihr jemals tut, sagt, fühlt oder denkt, verlorengehen kann, denn alles ist Energie, die sich immer nur in der Wandlung befindet. Und es bedeutet, daß ihr mehr und mehr begreift, daß wir alle Eins sind. Und wenn ihr, liebe Freunde, eure Herzen öffnet, und euch mit offenem Herzen begegnet, daß ihr dann diese Einheit spüren könnt. Dann werdet ihr Gefallen finden an der Unterschiedlichkeit, die ihr euch, nun, spiegeln mögt. Doch ihr werdet auch das Element erkennen können, das euch miteinander, das euch auch mit uns verbindet. Dieses Element ist die Urenergie, dieses Element ist die Liebe. Und es braucht zu dieser Zeit offene Herzen, die sich in Liebe begegnen, damit Heilung geschehen kann; damit Heilung im Einzelnen geschehen kann, aber auch im Großen. Und so ist es unser Anliegen, euch auf diesen Wegen zu begleiten, euch immer wieder Inspiration zu geben, damit ihr euren Blick heben könnt, weg von eurem kleinen Denken, das häufig noch an eure Hilflosigkeit glaubt, hin zu einem großen Denken, das erkennt, daß jeder von euch zugleich auch Schöpfer ist, daß jeder von euch in jeder Minute seines Lebens seinen Teil beiträgt zur Entfaltung dieses menschlichen Seins.

Nun, liebe Freunde, so möchten wir euch nun zum Gespräch einladen, und wir bitten euch jetzt um eure Fragen.

Seele, Geist und Bewußtsein

Frage: Seele, Geist und Bewußtsein – ist das das Gleiche, sind das nur verschiedene Namen, oder sind das unterschiedliche Dinge?

Claudius: Nun, liebe Freundin, verstehe es so: Geist in Verbindung mit Seele belebt den Körper. Nun, einjeder Geist schwingt in seinem Gesamtbewußtsein. Hier auf der geistigen Ebene herrscht Erkenntnis; hier herrscht Liebe, hier herrscht Verstehen.

Nun, Geist entscheidet sich, bestimmte Erfahrungen in diesem "Projekt Mensch" zu sammeln, sich hier in der Getrenntheit zu erleben. Es spaltet sich ein Teilbewußtsein ab, das prädestiniert ist, um in einer bestimmten Inkarnation bestimmte Erfahrungen zu sammeln. Dieses geistige Bewußtsein wählt die Seele als Träger, als Gefäß, und inkarniert sich in dem menschlichen Körper. Wenn dieses Menschenleben hier zuende ist, löst der Körper sich in seine Bestandteile nach dem Übergang auf, Geist-Seele kehrt zurück in die geistigen Ebenen. Hier findet die bewußte Rückkopplung an das Gesamtbewußtsein statt. Alle jemals erlebten Erfahrungen sind in dem Träger, in der Seele gespeichert. Werden nun für eine neue Inkarnation neue Erfahrungen gewählt, bleibt die Seele als Träger vorhanden. Geistbewußtsein formiert sich neu, um erneut in die Verkörperung einzutreten. Durch alle Inkarnationen hindurch – seien sie nun materieller oder geistiger Art – bleibt die Seele immer das Gefäß für den Geist.

Zu irgend einem Zeitpunkt werden keine Verkörperungen mehr gewählt. Es ist dieses ICH-BIN-Bewußtsein, das nichts weiter braucht, und der Weg des Geistbewußtseins findet zurück in die Einheit, so daß zu irgend einem Zeitpunkt die Seele ebenso losgelöst wird. Alle Erfahrungen, die jemals gemacht wurden, werden für den Geist unbedeutend, denn sie sind Geschichten. Doch sie bleiben im Informationsfeld um diese Erde immer auch enthalten, wie in einer Bibliothek.

Reinkarnation

Frage: Claudius, ich grüße dich. Ich habe eine Frage, und zwar hast du jetzt mehrmals gesagt, daß die Menschen wiedergeboren werden, daß Seelen wiedergeboren werden, und ich möchte wissen, warum es so vielen Menschen trotz allem schwerfällt, diesen Gedanken in sich zu tragen. Viele können sich vorstellen, daß es nach dem Tod weitergeht, aber nochmal zu inkarnieren, ist für viele Menschen ganz schwer vorstellbar. Woran liegt das? Was hindert sie daran?

Claudius: Nun, liebe Freundin, siehe, es liegt auf der Hand: Es ist die Furcht. Der Mensch erfährt in seinem Leben Leid. Alles Leid gründet sich auf dem Urschmerz der Getrenntheit, des Heraustretens aus der All-Einheit. Dieser Urschmerz schwingt in jedem von euch. Und so ist auch in jedem Menschen die Sehnsucht angelegt, nach Hause zu kehren, heimzukehren in die Einheit, und für Viele ist hier intuitiv der Wunsch begründet, in der Einheit bleiben zu können und nicht wieder zurückkehren zu müssen in dieses beschwerliche menschliche Sein.

Nun, all jenen Menschen, die hier in Zweifel stehen, möchten wir mit auf den Weg geben: Keiner von euch wurde oder wird jemals gezwungen, sich zu verkörpern. Jeder von euch hat auf einer anderen Ebene die Entscheidung getroffen, einzutreten in dieses Leben und all diese Erfahrungen zu durchlaufen, die ihr heute erfahrt. Ihr erlebt euch hier nur in einer Welt der Getrenntheit, sonst würdet ihr diese Erfahrungen nicht machen können. Und dies sei euch Trost, dies sei euch Heilung: Das Versprechen, die Gewißheit, die jedem von euch innewohnt, daß ihr immer und immer wieder zurückkehrt in die Einheit allen Seins, und daß ihr aus der Erkenntnis heraus immer frei seid zu wählen, euch auf schöpferische Weise wieder zu verkörpern. Seht die Natur, seht euch die Bäume an, die jedes Jahr aufs Neue Blätter und Früchte hervorbringen, die dann wieder fallen. So seid auch ihr die Blätter am Baum, die immer wieder fallen, um neu zu erblühen, um neu geboren zu werden. Auch wenn es euch so scheint, so seid ihr doch niemals alleine. Und so wird euch auch kein Haar gekrümmt, auch wenn ihr in tiefem Leid steht.

Und an dieser Stelle, ihr Lieben, möchten wir euch versichern: Auch uns ist dieses Leid des menschlichen Ausdrucks nicht fremd, denn auch wir haben den Weg der Verkörperung immer wieder gewählt. Dieses Leid führt euch letztendlich aber auch in tief empfundenes Glück, in tief empfundene Freude, in die Sensibilität, die Einheit mit allem was ist erfahren zu können. So versteht, daß ihr auch im Leid nicht verlassen seid, sondern daß ihr durch jedes Leid hindurchgeht, weil es Bestandteil menschlicher Erfahrung ist, und nur wer fähig ist, tiefes Leid zu erfahren und anzunehmen, kann auch Glück, kann auch Freude nur in all ihrer Intensität spüren und erleben. Daher durchlebt eure Erfahrungen, die ihr selbst gewählt habt! Haltet euch nicht daran fest! Löst euch aus euren Bewertungen! Löst euch aus dem Gedanken, das eine zu wollen und das andere zu verneinen, sondern geht mit offenem Herzen durch euer Leben und sagt Ja, was immer euch auch begegnen mag, und geht durch eure Erfahrungen hindurch, laßt sie euch zu einem reichen Schatz werden, denn um diesen Schatz zu heben, seid ihr eingetreten in dieses Leben. Macht es euch zunutze! Dies braucht Mut; es braucht Kraft, es braucht Hoffnung, und es braucht liebevolle Begleitung. Und dieser Begleitung dürft ihr euch gewiß sein.

Tonbandstimmenforschung

Frage: Der Weg der Tonbandstimmenforschung ist ja sehr stark beschrieben worden auch. Kannst du uns heute etwas dazu sagen?

Claudius: Nun siehe, lieber Freund, seht, liebe Freunde, der Weg der Tonbandstimmenforschung ist ein Geschenk für viele Menschen, denn auf diese Art und Weise wurde zu einer Zeit, da man der Technik mehr vertraute als dem menschlichen Herz, der Zugang in unsere Welt erleichtert. Zu einer bestimmten Zeit, in einer bestimmten Zeitqualität wurde hier ein Fenster geöffnet und zahlreiche Kontakte wurden möglich.

Nun, im Laufe eurer technischen Entwicklung hat sich dieses elektromagnetische Feld sehr stark verändert, und daher wird es aus unserer Ebene zunächst schwierig, die alten Kontakte in deutlicher Klarheit fortzuführen. Doch hier auf unserer Ebene stehen ebenso Arbeitsgruppen euch zur Seite und sind bemüht, auch eure neuen technischen Instrumente zu nutzen, um Kontakte herzustellen.

Daher seid geduldig in eurem Experimentieren! Es ist unser Anliegen, daß Verbindungen geschaffen werden, die klare Botschaften übermitteln können, die frei sein können von Manipulation, denn seht, ihr seid aufgerufen, der Wahrhaftigkeit eures Herzens zu folgen und die Technik zu nutzen mit offenen Herzen, ohne euch der Situation aussetzen zu müssen, nun, daß ihr belächelt seid. Daher ist es unser Anliegen, euch Botschaften zukommen zu lassen, die Bestand haben.

Und wißt: Der Weg, den ihr geht, das ist der Weg eurer Seele, es ist der Weg, der euch in die Erkenntnis führt, der euch in die Entfaltung eurer eigenen Kraft führt, und damit ist es ein erfolgreicher Weg. Seid euch unserer Begleitung bewußt, und seid euch unseres Bemühens versichert. Nichts von all dem, was ihr tut, wird je umsonst gewesen sein.

Schlußwort

Claudius: Nun, liebe Freunde, so danken wir euch für eure Bereitschaft zum Gespräch. Für jeden von euch sei an dieser Stelle noch einmal die Botschaft gegeben: Ihr alle steht in liebevoller Begleitung. Keiner von euch geht seinen Weg alleine. Ihr alle könnt eure Herzen öffnen und in einer ruhigen Minute die Berührung eurer Lieben in eurem Herzen spüren. Zweifelt dann nicht, sondern nehmt in Freude an, daß wir nur einen Atemzug weit von euch entfernt sind. So danken wir euch für eure Liebe, für eure Bereitschaft, eure Herzen zu öffnen und den Weg durch das menschliche Sein, durch das Leid hindurch in das Licht der Erkenntnis, des Verstehens und der Rückerinnerung zu gehen. Wo immer es uns möglich ist, unterstützen wir euch in euren Prozessen und auf euren Wegen. Die Erfahrungen können wir euch nicht abnehmen, aber in Liebe dürfen wir euer Sein begleiten. So schließen wir den Kreis und hüllen euch ein in das Licht der Erkenntnis, in die Liebe der All-Einheit. Laßt dieses Licht und diese Liebe eure Zellen durchströmen, denn sie sind Bestandteil eures Seins, und zu keinem Zeitpunkt seid ihr je getrennt. Wir schließen den Kreis und grüßen euch, liebe Freunde, in tiefer Dankbarkeit und Verbundenheit. Ave, ihr Lieben, ave!


* * *

Zwei der Aussagen Claudius' waren besonders bemerkenswert, weil sie den Menschen entgegenkommen, die den Gedanken der Reinkarnation trotz starker Indizien dafür hauptsächlich deshalb ablehnen, weil sie sich dadurch in ihrer Selbstbestimmung eingeschränkt sehen.:

1. "Keiner von euch wurde oder wird jemals gezwungen, sich zu verkörpern."

Reinkarnation ist demnach kein unausweichlicher Zwang, dem sich die Seele aussetzen muß, wenn sie es nicht selbst möchte; die Seele kann ihr Ziel – worin auch immer dieses bestehen mag – auch ohne Verkörperung erreichen.

2. "Durch alle Inkarnationen hindurch – seien sie nun materieller oder geistiger Art – bleibt die Seele immer das Gefäß für den Geist."

Reinkarnation muß also nicht notwendigerweise in einem materiellen Körper erfolgen, sondern kann offenbar auch in einem rein geistigen Bereich erfolgen.

Offen bleibt, wie groß der Anteil der Seelen ist, die sich für eine Verkörperung entscheiden, und warum sie sich dazu trotz der Strapazen des menschlichen Daseins entscheiden.


(Erschienen in der VTF-Post P 143, Ausgabe 2/2011)