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Die Würfelmethode

Eine etwas andere Methode der Kontaktaufnahme mit dem Jenseits

Anna-Maria Rossius

Eine – wie ich finde – originelle Methode, Kontakt mit dem Jenseits aufzunehmen, stellt die von der Münchner Autorin Anna-Maria Rossius alias "Aira" in ihrem 1980 im Eigenverlag herausgegebenen Buch "Die Toten brechen das Schweigen" beschriebene "Würfelmethode" dar. Diese im folgenden beschriebene Methode entwickelte die Autorin nach im Jahre 1974 erfolgten Tod ihrer geliebten Mutter, unter dem sie sehr gelitten hatte. Die Mutter versuchte sich der trauernden Tochter gegenüber durch bestimmte Zeichen bemerkbar zu machen. Das erste Zeichen der Mutter war ein genau zur Todeszeit stehengebliebener Wecker der Verstorbenen, obwohl dieser kurz zuvor noch aufgezogen worden war und bis zu diesem zeitpunkt funktionierte. Kurz darauf bemerkte die Tochter, daß die zum Gedenken an die Mutter angezündeten Kerze immer genau dann flackerte, wenn sie die Mutter ansprach. Daraus entwickelte sich schon bald eine Kommunikation, bei der ein Stellstehen der Flamme "Nein" und ein Flackern "Ja" bedeutete. Auf diese Weise führete Frau Rossius eine Art Dialog mit ihrer verstorbenen Mutter. Hier ein Auszug aus den Buch, Seite 17:

Nun stellte Aira der toten Mutter die erste Frage: "Muttilein, hast du den Vater getroffen?" Die Kerzenflamme, welche zuerst ruhig und schmal vor sich hinbrannte, geriet sofort in heftige, ja freudige Erregung und antwortete mit schnellem Winken, um sogleich wieder in Ruhigstellung überzugehen. Aira verstand, die Mutter wartete auf die nächste Frage und befürchtete anscheinend, daß die Tochter die Unterhaltung gleich wieder abbrechen würde. Auf die Frage "Geht es dir gut dort, Mutti?" setzte wieder das Winken ein, jedoch etwas ruhiger und gleichmäßig. Aira hatte verstanden. Die Mutter wollte ihr, der Tochter, sagen: Ja, ja, mach dir keine Sorgen – ich bin hier gut aufgehoben!"

Obwohl der Schmerz über den Verlust nach wie vor groß war, fühlte sich Aira durch die Unterhaltung mit der toten Mutter doch sehr getröstet.

Monatelang unterhielt sich Aira auf diese Weise mit der Verstorbenen. Auch auf Fragen des Nachlasses oder geschäftliche Sachen antwortete die Tote mit einem klaren "Ja" oder "Nein" über die Kerzenflamme. Aira wurde immer wieder überzeugt, daß die Antworten über die Kerze gestimmt hatten. Es war eine einfache – ja eigentlich eine einseitige, stumme Unterhaltung mit der Verstorbenen. Nie hätte sich damals die unglückliche Aira in Gedanken vorstellen können, daß dies erst der Anfang der Gespräche mit den Toten war!

Drei Monate nach dem Tod ihrer Mutter machte Frau Rossius eine interessante Entdeckung. Auf Seite 21 heißt es:

Eines Tages las Aira in einem kleinen Buch einen Artikel über antike Würfelspiele. Sie Seherinnnen und Propheten benützten in der Antike zuerst kleine Knochen von Haustieren, welche mit magischen Zeichen oder Runen versehen waren. Später kamen dann bereits Steinwürfel in Gebrauch. [...] Interessiert studierte Aira das antike Alphabet, welches zu dieser Zeit für das Befragen eines Orakels benutzt wurde. Eine eigenartige Idee machte sich in ihrem Kopf bemerkbar. Immer wieder las sie diesen Artikel. Ungläubig, doch auch voll Hoffnung sprach sie laut vor sich hin: "Oh, Muttilein – wenn man auf diese Weise mit euch Toten sprechen könnte, wie wundervoll und tröstend wäre dies für mich!" Die Kerze, die stets für die Mutter brannte, stand auf dem Tisch vor Aira. Die kleine Flamme geriet plötzlich in heftige Bewegung. Sofort wurde Aira, die dies nur aus den Augenwinkeln wahrgenommen hatte, aufmerksam. Die tote Mutter war also anwesend und wollte ihr etwas mitteilen. Eine freudige Erregung überfiel Aira. Nochmals stellte sie der Verstorbenen diese Frage und sogleich ging die Kerzenflamme in das bejahende Winken über.

So probierte Frau Rossius erstmals, mit Hilfe des antiken Würfel-Alphabets und zweier Würfel Kontakt mit der Mutter aufzunehmen:

Am Anfang war es noch sehr schwer, Aira mußte sich immer wieder überzeugen, was die einzelnen Würfelaugen als Buchstaben bedeuteten. Doch es gelang ihr und das erste Wort lautete:

BETE

[...] Anschließend schrieb Aira auf ein loses Blatt die Frage: "Muttilein, wo bist Du?" Sie ließ die Würfel abermals rollen und notierte fein säuberlich die aus dem Alphabet ersichtlichen Zahlen und deren Buchstabenbedeutung. Aufweinend übersetzte Aira die ersten Worte der toten Mutter.

ICH BIN TOT UND VERWESE ZU STAUB

Aira fragte erneut: "Ist Dein Geist bei mir?" Die Antwort lautete:

ICH TOTE MUTTER BIN BEI DIR / WEINE NICHT

Fassungslos betrachtete Aira die Übersetzung und kontrollierte immer wieder. Sie konnte es fast nicht glauben, daß dies möglich war.

Über mehrere Monate hinweg kommunizierte Frau Rossius auf diese Weise mit ihrer verstorbenen Mutter und erhielt so den Beweis, daß es sich dabei nicht nur um Phantasie oder Einbildung handeln konnte, wie sie zuerst noch glaubte.

Eine bemerkenswerte Beobachtung schildert Frau Rossius auf Seite 25 ihres Buches:

Seltsamerweise kam es einige Male vor, daß das Würfelbild eine andere Zahl bildete: zum Beispiel lagen doch eben noch eine Drei und eine Zwei vor Aira. Im nächsten Moment entdeckte Aira, daß sich die Zahl verändert hatte, aus der Zahl Fünf war eine Acht geworden – ohne daß Aira die Würfel berührt hatte. Zunächst dachte sie an einen Irrtum und ging darüber hinweg. Als es jedoch wieder vorkam, wurde Aira aufmerksam. Sie konnte sich kaum vorstellen, was hier vorging und doch gab es nur eine Möglichkeit. Jedesmal paßte der neue Buchstabe dann genau in das jeweilige Wort. Doch niemals konnte Aira mit den Augen eine Bewegung an den Würfeln bemerken. Kaum hatte sie diese aus den Augen gelassen – schwups war eine andere Zahl vorhanden und der neue Buchstabe paßte.

Damals wußte Aira noch nicht, mit welchen Kräften die Geistigen sich im Diesseits bemerkbar machen konnten.

Bucheinband

Die mit der Würfel-Methode übermittelten Texte nennt Frau Rossius in ihrem Buch "Astrogramme". Zur Veranschaulichung folgen nun einige Beispiele dieser bemerkenswerten Kommunikation zwischen Frau Rossius und ihrer jenseitigen Mutter:

Auf die Frage, wie ihre Mutter gestorben war, erhielt sie die Antwort:

BEVOR ICH SOFORT TOT UMFIEL / KAM GOTT JESU ZU MIR

Nachdem Frau Rossius einige Tage nicht Staub gewischt hatte, beklagte sich die zu Lebzeiten immer sehr ordentliche Mutter:

VIEL STAUB / KÜCHE KEIN SCHÖNER ANBLICK

Einmal warnte sie die Mutter sogar vor einer drohenden Gefahr während einer Autofahrt nach Spanien mit den Worten:

IN FRANKREICH / NÄHE ORANGE / AUTOBAHN / STOCKUNG / GROSSE GEFAHR

Tatsächlich ergab es sich später während einer Reise nach Spanien, daß genau an dem angegebenen Ort Orange in Frankreich französische Weinbauern aus Protest mitten auf der Autobahn alte Autoreifen zu einem großen Haufen aufgetürmt und angezündet hatten.

Im Laufe der Zeit wurden die übermittelten Texte immer länger. Bemerkenswert ist dabei eine seltsame Grammatik und eine oftmals "telegrammartige" und verschlüsselte Ausdrucksweise, wie sie auch von vielen Tonbandstimmen-Einspielungen her bekannt ist. Ein Beispiel dafür ist der folgende Text, der als Antwort auf Frau Rossius’ Frage nach ihrem Namen im früheren Leben kam:

GOGONUTSCH TOCHTER BIST DU / DU SCHON KÖNIGLICHE TOCHTER / GOTEN GUTSCH / GOTENBUCH DICH BENANNT / GUUTVUTSCH KOMMT VON MUTTERKRABBE /

VATER DOCH AUCH SCHRECKLICHES / DURCHGEHEN GEWOLLT HAST / SCHRECKLICHEN TOD DABEI DU GEGANGEN / DICH VON TURM /

CHIU CHIUOKO KOMMT KÖNIGLICH ROSSE BITTEN / WEGEN DICH STETS GEKRIEGT HABEN / DANN GUT NICHT WARST / OFFEN WUT HATTEST / KINDER SCHLECHT VORSCHLAG GABST / SO HART BIST GEGEN SCHWACHE / MUSSTEN SO VIELE DOCH WAS BITTEN / IMMER FORT GUCKST BEI NOT / OHNE DICH LEBEN GUT / WO FORT DU WARST

Es folgten noch mehrere Durchgaben zu Goten sowie der Hinweis, in Büchern nachzusehen (GOTENBUCH GUCK). Durch Recherchen in Geschichtsbüchern erfuhr Frau Rossius schließlich von den Gotenzügen, sowie von einem Gotenkönig namens Amingus (in den Übermittlungen "Gus" genannt) und dessen Tochter namens "Gogonutsch", die schuld am Tod ihres Vaters war und sich vermutlich durch einen Sprung in den Tod das Leben genommen hatte.

Der größte Teil des Buches enthält Astrogramme und Berichte über die Kontakte, die zeigen, daß die Verstorbenen – neben der Mutter unter anderem auch der Vater und die Urgroßmutter – großen Anteil am Leben der Autorin haben. Immer wieder wird sie aufgefordert, hierüber ein Buch zu verfassen, um anderen Menschen diese Form der Kontaktaufnahme mit den Verstorbenen ebenfalls zugänglich zu machen. Das Ergebnis war schließlich das Buch "Die Toten sprechen das Schweigen", das zu seiner Zeit (1980) sicherlich noch ein Novum darstellte, da entsprechende Literatur damals wohl noch nicht so verbreitet war wie heute.

Für experimentierfreudige Leser folgt nun die Beschreibung der Würfelmethode im Originalwortlauf aus dem Buch ab Seite 62:


Das Ritual

Ein kurzes Gebet, verbunden mit der Bitte um Erlaubnis, mit den Verstorbenen sprechen zu dürfen.

Bei brennender Kerze – möglichst Kerze im Glas, damit die Flamme nicht von Zugluft bewegt werden kann.

Fenster und Türen geschlossen halten.

Hat man ein Bild des Toten, dann stelle man dieses neben die Kerze.

Das Buch "Die Toten brechen das Schweigen" lege man aufgeschlagen mit der alphabetischen Tabelle und Abbildung der Buchstaben-Bedeutung vor die Kerze.

Der Rufende benötigt einen Würfelbecher mit zwei Würfeln, sowie einen Steno-Block und einen guten Schreibstift.

Der Lebende soll mit dem Verstorbenen sprechen wie zu einer anwesenden Person. Man rufe ihn mit seinem Namen, und bitte ihn, sich über die Kerzenflamme zu melden, wenn er sprechbereit ist.

Man notiere auf dem Block in großen Buchstaben das vereinbarte Zeichen über die Kerzenflamme.

Wenn man die Geistigen rufen will, sollte man ungestört und mit Konzentration in Liebe an sie denken.

Immer um die gleiche Zeit mit den Toten sprechen, denn sie sind nicht immer anwesend.

Der Tisch soll mit einer glatten Tischdecke bedeckt sein. Die Würfel sollen rollen und nirgends anstoßen können.

Der Rufende sieht erst nach den gefallenen Würfelpunkten wenn diese ruhig liegen.

Ehe man mit dem Würfeln beginnt, schreibt man auf dem vorliegenden Block den Namen des Verstorbenen und in die rechte Seite oben das Datum.

Unter dem Namen des gerufenen Toten schreibe man die erste Frage, wenn man etwas Bestimmtes wissen will, oder auch "Wer bist Du?"

Zwischen den einzelnen Würfen soll der Rufende etwas warten – nicht hastig hintereinander werfen – der Verstorbene muß Zeit haben, den folgenden Buchstaben aus der Tabelle zu ersehen. Dies ist besonders wichtig für die Aufnahme der ersten Astrogramme, denn auch die Geistigen sind nicht sogleich perfekt und müssen sich genau wie der Rufende das Alphabet merken und durch praktische Erfahrung einen gewissen Wortschatz aneignen.

Meist melden sich die Geistigen, wenn man sie ruft mit "HIR TOTE" oder "ICH TOTER", besonders wenn diese erst vor kurzer Zeit verstorben sind.

Am Anfang sind Irrtümer nicht zu vermeiden, denn auch der Aufnehmende macht bei der Übersetzung leicht Fehler.

Bitte beachten Sie nur die Anzahl der Punkte auf den Würfeln.

Nur die Punkte zählen für die Buchstaben-Ausdeutung.



Die Würfeltabelle
 

Erhalten Sie bei den einzelnen Würfen zweimal die 3 hintereinander = I und I, so bedeutet dies ein IE (wieder) oder bei 4A schreiben Sie E und E im Abstand. Die folgenden Buchstaben wie L und B oder S und H (leben, sehen, geben, wegen, werden, usw.) folgen meist in kurzem Abstand. Sie können aus dem vorangehenden Text das richtige Wort leicht erkennen.

Bei der Zahl 6 ist zu beachten, daß, wenn nicht gleich ein Selbstlaut wie A, U oder O usw. erscheint, sondern diese Zahl zweimal aufeinander folgt, dies entweder zwei VV = W oder P bedeuten kann.

Bei der Zahl 7 macht man einen senkrechten Strich |, aus diesem ist leicht ein K oder CH zu schreiben.

Bei der Zahl 8 schreiben sie zuerst ein hartes T, durch Verlängerung des oberen Bogens entsteht ein weiches D wie dies im Alphabet angezeigt ist.

Bei der Zahl 9 ist es angebracht, den nachfolgenden Buchstaben abzuwarten, wenn er nicht in vorhergehende Worte paßt. Zum Beispiel: Zahl 9 – S,F,H,Z folgt darauf ein G, so heißt dies SG oder ZG oder FG – wie sagen, segen, fragen oder zeigen. Die nachfolgenden Selbstlaute lassen das Wort erkennen.

Bei der Zahl 11 machen Sie stets einen senkrechten Strich. Wichtig, wenn ein neues Wort beginnt.

* * *

Nehmen Sie stets einen Stenogramm-Block für die Aufnahme der Astrogramme. Schreiben Sie das Datum oben in die rechte Ecke und die persönliche Anrede für den Geistigen oben links.

Das Datum ist sehr wichtig für die Nachprüfung von Vorhersagen oder Weissagungen aus dem Jenseits.

Für Anfänger und fortgeschrittene Astrogramm-Freunde empfiehlt Aira, daß durch einen senkrechten Strich am rechten Rand des Blocks eine Spalte gezeichnet wird, um Buchstaben zu speichern, wenn man diese nicht sogleich passend unterbringen kann. Besonders ist dies für neue Worte wichtig, bis man die nachfolgenden Buchstaben erkennen kann.

Wenn Sie diese Anweisungen genau beachten, werden Sie interessante Astrogramme aufnehmen.

Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn es erst auch nur einige Worte sind, denn auch Ihre Toten müssen sich daran gewöhnen und einarbeiten.

Erhalten Sie einen sogenannten Buchstaben-Salat, dann ist im Augenblick keine Verbindung zustande gekommen. Versuchen Sie es wieder möglichst zur selben Zeit und täglich. [...]

Der Rufende soll nach jedem Wurf, wenn er den Buchstaben erkannt hat, diesen laut nachsprechen. Beispiel:

Es erscheinen 9 Punkte, sie bedeuten = S, F, H, oder Z. Folgt als zweiter Wurf eine 2 und 1 = I oder J, ist es nun möglich, bereits den ersten Teil eines Wortes zu erkennen:

"H I"

Kommt als nächstes zweimal eine 8, diese bedeutet = T oder D, man setzt diese folgenden Buchstaben in einigem Abstand in die gleiche Zeile daneben – waagerecht schreiben, nicht senkrecht untereinander! Nun sieht der Rufende bereits mehr:

"H I T T"

In einem der nächsten Würfe erscheint meist bald eine 4 diese bedeutet ein O, man fügt diesen Buchstaben zwischen die beiden T T.

Kommt anschließend die Zahl 7 so bedeutet dies = CH, K, oder CK.

Grundsätzlich soll man die Buchstaben in der Reihenfolge nebeneinander schreiben, aber immer mit größerem Abstand, so daß man die einzelnen Laute nachträglich wo diese fehlen einsetzen kann.

Airas tote Tochter meldete sich das erstemal so:

"H I T T T CH T"

Anschließend fielen zweimal 4 Punkte und einmal 12 Punkte, dieses bedeutete O und O, und zweimal 12 = R.

Aira hatte nun die Botschaft:

"HIR TOT TOCHT R"

Sie konnte nun erkennen, daß es sich um die verstorbene Tochter Marion handelte. Aira machte immer wieder die Erfahrung, daß sich die Geistigen. oft mit dem ersten und letzten Buchstaben meldeten beziehungsweise diese für ein zu bildendes Wort benutzten. Nachfolgende Buchstaben müssen dann, wenn sie in das Wort passen, zuerst eingefügt werden.

Die Toten gehen sofort zum nächsten Wort über, wenn der Aufnehmende den Sinn des vorhergehenden Wortes verstanden und laut wiederholt hat. Zum Beispiel:

Im obigen Fragment des Satzes fehlen die drei E – die Tochter ließ diese auch weiterhin aus, nachdem Aira den Satz laut nachgesprochen hatte.

Bekommt der Rufende keine Verbindung mit seinen Toten, dann erscheint ein einziges Durcheinander, welches der Aufnehmende nicht entziffern kann.

Das Beste ist dann zu warten – die Tabelle mit der Buchstaben­Bedeutung läßt man über Nacht bei brennender Lampe liegen und bittet schriftlich auf dem Block den Verstorbenen, sich zu melden. Durch häufiges Lesen der Astrogramme wird der Sinn immer deutlicher und bei entsprechender Übung kann der Rufende die Mitteilungen aus dem Jenseits schnell und fließend aufnehmen.

Allerdings ist viel Zeit dafür erforderlich, doch die Stunden vergehen wie im Flug. Wer mit seinen Toten spricht, ist nicht mehr einsam und verlassen – die Mühe lohnt sich!


Soweit die Beschreibung dieser außergewöhnlichen Methode der Kommunikation mit Verstorbenen, die mir zumindest bisher neu war. Ich selbst habe damit zwar auch einmal kurz experimentiert, jedoch wahrscheinlich nicht lange genug, um einen tatsächlichen Kontakt zustande zu bringen. Beispielsweise erhielt ich mehr oder weniger sinnhafte Sätze wie "SEHEN ROSA DIE EHE DU" oder "SEI FOSYTIG NEST ESSE JA", wobei man das "FOSYTIG" als "VORSICHTIG" deuten könnte, da es ja, wenn man es ausspricht, so ähnlich klingt.

Unsere Vorstandskollegin Jutta Liebmann, die dieses Buch besitzt, fragte mich, ob man die "Aira-Methode" nicht auch in Form eines Computerprogramms umsetzen könnte. Rein technisch wäre dies sicherlich möglich, allerdings stellt sich mir hierbei die Frage, ob ein solches Programm von möglichen jenseitigen Partnern noch genauso benutzt werden könnte, denn die Würfel müßten hierbei ja durch einen Zufallszahlen-Generator simuliert werden – und ob diese genauso gut paranormal zu beeinflussen werden können wie echte Würfel? Und zudem benötigt man zum Entziffern der erwürfelten Botschaften ja doch schon eine sehr gute Kombinationsgabe, was durch einen Computer nicht so ohne weiteres zu leisten ist. Und nicht zuletzt besticht diese Methode ja gerade wegen ihrer Einfachheit, was die benötigten Mittel betrifft.

Falls Sie diese Methode nach der vorstehenden Beschreibung selbst einmal ausprobieren wollen, wünsche ich Ihnen dabei gutes Gelingen und würde ich mich über entsprechende Rückmeldungen freuen.


(Erschienen in der VTF-Post P 131, Ausgabe 2/2008)